Studie: Microsoft lässt Raubkopierer-Seele durchleuchten

[focusbiker]

Commander
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Servus!

Als ich eben ein bisl durchs Netz gewandert bin, hab ich auf spiegel.de einen interessanten Artikel gefunden:

spiegel.de schrieb:
Wissenschaftler der Universität Witten haben sich mit dem Denken von Raubkopierern beschäftigt und der Industrie überraschende Vorschläge gemacht. Die von Microsoft beauftragte Studie empfiehlt, die schwarzen Schafe als Kunden von Morgen zu sehen und sie nicht zu kriminalisieren.

[...]

Die Wissenschaftler empfehlen Microsoft, bei den Privatanwendern auf juristische und polizeiliche Schritte zu verzichten. Den Kunden von morgen soll durch Aufklärung und Erziehung klargemacht werden, was unter einem eingeschränkten Verfügungsrecht zu verstehen ist. "Wir haben diese Studie vor allem darum in Auftrag gegeben, um neue Impulse für eine differenzierte Ansprache von Raubkopierern zu erhalten", sagt Thomas Urek, Urheberrechtsexperte von Microsoft Deutschland.

[...]

Das Fazit: Lieber umwerben als bedrohen

Bei der Software hat der Anwender inzwischen preisgünstige und kostenlose Alternativen zu den Produkten von Microsoft. Dem Unternehmen wird deshalb geraten, pragmatisch zu reagieren und auf die verschiedenen Mentalitätstypen zuzugehen. "Das Monopol von 90 Prozent hat Microsoft schließlich auch dadurch erreicht, indem man zum Beispiel bei Studenten den Austausch von Raubkopien ignoriert hat", erklärt Markus Beckedahl, Vorsitzender des Netzwerkes Neue Medien. "Die waren dann mit der Software vertraut und haben im beruflichen Alltag Produkte von Microsoft eingesetzt".
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,316356,00.html
Hier noch was dazu:
http://www.zdnet.de/news/software/0,39023144,39123843,00.htm

Langsam ist man bei Microsoft also dahintergekommen, dass es mit puren Drohgebärden alleine nicht geht! Die Idee, dass sich Anwender, die sich ihre Software kopieren, mit der Zeit an diese gewöhnen und eventuell dann hinterher legal erwerben, ist an sich ja gar nicht mal so blöd!
Wäre es aber nicht sinnvoller, wenn man sich mal über die Preispolitik Gedanken machen würde? Andere Anbieter machen es doch vor! Es muß ja keinesfalls für Privatanwender die Software kostenlos angeboten werden, für gute Produkte zahlt der Kunde schließlich auch was, aber wenn mal zusammen rechnet, was man alleine für Software ausgeben muß, um bei Microsoft officemäßig ausgerüstet zu sein, dann wird einem schon schwindelig (gut, dass es Studentenversionen gibt :D).

Was haltet ihr von der Sache?
 
Ich denke auch wenn die Preise von Microsoft nicht immer so dermassen teuer wären, dann würden sich glaube ich auch mehr Leute die Lizenzen legal erwerben zumindestens für das Betriebssystem Windows!

Aber es ist ja auch nicht nur Microsoft, andere Hersteller nehmen auch extrem viel Geld für Ihre Software, die spätenstens nach einem Jahr dann wieder überholt ist und in neueren Versionen natürlich wieder mehr Features eingebaut sind etc.

Ähnliche sehe ich das auch in der Musikindustrie, hier wäre weniger mehr unterm Strich für die Produzenten!
 
wurd auch zeit das die das mal schnallen, das man als kunde nich die katze im sack kauft, denn was hat man als user davon sich ein OS oder programm zuzulegen für mehrere hundert Euro, wenn man hinterher feststellen kann das man damit nicht so gut umgehen kann wie bei einem einer anderen firma...

selbes bei games oder programmen in tauschbörsen, die meisten die ich kenne ziehen sich betas, nur um zu sehen ob sie mit dem game was anfangen können, wenn nicht, fliegt es in die tonne, wenn doch gehense shoppen und holen sich das... ist ausserdem auch so einfacher weil man nicht monatelang auf irgendwelche demos warten muss die keinen vernünftigen einblick ins game geben :p ;)
 
Was ist an einem Betriebssystem z.B. Windows XP Home Edition als OEM-Version für runde 85 EUR teuer ?

Bin zwar kein fadenscheiniger Moralapostel aber wenn ich von Freunden höre, dass Sie alle 5 Jahre nicht einmal dieses Geld für ein Betriebssystem übrig haben wollen - Aber 10 EUR pro Tag für Zigaretten sind für manche dann kein Problem...

Ich glaube, dass fast keine Nation knausriger und engstirniger ist wie die Deutschen. Darum wird es denn Cent auch immer geben und die Rundungsgeschichte nie eingeführt werden. Auf alles was Erfolg hat, ist man grundsätzlich neidisch und versucht es schlecht zu machen - das wird sich so schnell wohl leider nicht ändern :-(
 
Was ist an einem Betriebssystem z.B. Windows XP Home Edition als OEM-Version für runde 85 EUR teuer ?

*ironie und sarkasmus modus on* es gibt auch leute, die bspw. vom sozi leben oder sonstigen ämtern, und offen gesagt ist in einem solchen fall, jeder € zuviel wenn ein preis verlangt wird. (zumal sich über die "tolle" home edtion auch streiten lässt *fg* )*modus off*

ich denke das ganze gilt auch eher prinzipell... wenn man das gesamte MS paket antesten will, ist man schnell mal ein paar hundert € los, wenn man nicht grade das glück hat die betas zu testen.
und es ist allemal billiger (und besser) sich die einzelnen windows versionen im vorab anschauen zu können, als sich eines zu kaufen um dann hinterher festzustellen, das man mit 20€ mehr das gewünschte gehabt hätte und dann solange mit dem ungewollten OS rumgammelt bis man das geld wieder für die gewollte aufbringen kann, nur um dann wiederum feststellen zu können das ein jahr später ein besseres komfortableres released wird.
 
Öhm... darf ich nur kurz einwerfen, dass es letztendlich nicht nur um Microsoft geht? Die Sache ist auf jede x-beliebige Software anzuwenden bzw. jede x-beliebige Firma - nicht nur Microsoft. Probleme mit Raubkopien haben alle....

Ferner sind 85.- Euronen für einen Normalverdiener sicherlich zu bezahlen, jemand, der von der Stütze lebt, hat mit Sicherheit andere Probleme als seinen Computer, zumindest sollte er das haben :rolleyes:

@Postman:
Mmmh... was hat das mit knausrig zu tun? Ist interessant, dass du die Sache gleich so "global" siehst! ;) :rolleyes:
 
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