Studium abgebrochen, Ausbildung sicher... und dazwischen?

cr@zy

Captain
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Nabend zusammen :)

Folgender Sachverhalt:
Eine Freundin von mir hat vorgestern ihr Studium abgebrochen (war doch nicht ihr Ding), ist auch bereits exmatrikuliert. Ihren Ausbildungsplatz hat sie sicher, beginnt dann im August. Die Frage ist jetzt: Was ist in der Zeit dazwischen?

Ich würde sagen das sie sich arbeitslos melden sollte. Auf mein anraten ist sie auch heute beim Arbeitsamt gewesen. Sie will in der "freien Zeit" noch das ein oder andere Praktikum machen. Auf dem AA sagte man ihr dann jetzt, dass sie sich dann nicht arbeitslos melden braucht, weil sie ja dann auch verfügbar sein müsste (was sie durch die Praktikas nicht wäre).

Ist das so korrekt? Denn ich meine die Praktikas sind unentgeltlich... und von irgendwas muss man ja leben...

Anmerkung: Sie (19) wohnt noch zu Hause, ihre Mutter ist Krankenschwester (3/4) und ihr Vater ist Rentner.




cya
cr@zy
 
Sie könnte in der Firma anfragen, wo sie den Ausbildungsplatz sicher hat, ob sie dort eventl auf minijob-basis schonmal anfangen könnte. Der Betrieb könnte Sie schon einarbeiten und Sie bereits erste erfahrungen sammeln.

Ansonsten: Arbeitsamt melden, allerdings wird sie nicht wirklich viel geld von denen bekommen und wird wahrscheinlich zu irgendwelchen Kursen gezwungen oder Ihr wird irgend nen Schrottjob aufgezwungen
 
Es gibt viele Kurse, die vom AA gefördert werden. Danach soll deine Freundin vorher ausschau halten und den Betreuer im Amt direkt darauf ansprechen - damit nimmt man demjenigen Arbeit ab. Dann erläutern, warum man das machen will, einen guten Grund (ausdenken) und nennen. Damit hat sie gute Chancen den Kurs bzw. die Förderung zu machen, die ihr passt.
 
Also das mit dem Minijob im Ausbildungsbetrieb ist quasi unmöglich, denn der Betrieb liegt in nem anderen Bundland, ist also von der Entfernung etwas schwierig. Sie wird dann umziehen wenn sie die Ausbildung beginnt...




cya
cr@zy
 
Selbst wenn sie sich arbeitslos meldet.. sie kriegt nichts, da sie noch unterhaltspflichtig ist. Das geht bis 25 oder 26.

Das wirkt sich allenfalls auf die Rente aus.. aber im Prinzip kann man das vernachlässigen. Ich würd jobben und die Praktika lassen.. Es sei denn ein Praktikum bringt sie wirklich weiter.
 
Im Sozialrecht läuft das in diesem Fall gar nicht bis zum Übergang des Unterhaltsanspruchs. Sie bildet mit ihren Eltern eine Bedarfsgemeinschaft, d.h. ihre Eltern müssten mit ihrem Einkommen und Vermögen für sie einspringen. Was die beiden an Einkommen haben dürfte mehr als genug sein, als das keine Hilfebedürftigkeit im sozialrechtlichen Sinne und damit auch kein Anspruch auf Hartz4 aufkommt. Insofern bleiben deiner Freundin im Moment nur zwei Möglichkeiten: ihren Eltern auf der Tasche zu liegen oder jobben zu gehen. Falls Mami und Papi sich dem verweigern, könnte sie notfalls auch vor Gericht ihren bürgerlich-rechtlichen Unterhaltsanspruch geltend machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
In diesem Fall ist es sicher eher für die Eltern von Vorteil, dass sich die Person arbeitssuchend meldet. Da es um Kindergeld bzw. um den Kinderfreibetrag geht. Anspruch auf Leistungen hat sie keine, da sie ja scheinbar noch bei ihren Eltern wohnt und vorher noch nicht in die Sozialkassen eingezahlt hat. Ne Zwangsmaßnahme kann daher auch nicht durchgeführt werden und sollte sich die Arge dann doch mal melden, dann mit dem Hinweis auf den Ausbildungsstart dankend ablehnen. Das kenne ich in etwa so aus eigener Erfahrung. Es sei denn, die Bestimmungen haben sich seit 1999 stark geändert. :D
 
Ok danke, dann hat sich das ja erledigt~

Dachte sie müsste trotzdem n bisschen Arbeitslosengeld bekommen... aber wenn das nicht der Fall ist, ist das ok. Wollte halt nur das ihr nicht Geld was ihr rechtlich zusteht durch die Lappen geht... aber wenn das garnicht der Fall ist brauch ich mir ja auch keine Sorgen mehr machen ^^

Danke euch :)




cya
cr@zy
 
Es wäre gar nicht so schlecht für deine Freundin,
die Zeit zu nutzen und einfach mal Sachen auszuprobieren.
Es wird ja heute einem nicht gerade leicht gemacht das zu finden,
wonach man wirklich sucht. Sie könnte doch einfach noch ein
Semester was anderes studieren. Arbeiten und Geldverdienen
muss man eh 30 Jahre lang, die Möglichkeit das richtige
zu finden, ist zu ergreifen und das Leben gibt es nur 1x.

Sie kann es als Orietierungssemster nutzen und eventuell
ist ein STudiengang dabei, der zu ihr passt?
 
Sie könnte ein Praktikum in dem Bereich machen, in dem sie später arbeitet, zudem würde ich die Gelegenheit nutzen um mal längere Zeit in Europa umherzureisen.
 
Naja wie gesagt ist sie schon exmatrikuliert und der Ausbildungsvertrag schon unterschrieben... und sie ist sich sicher das es das richtige für sie ist ;)




cya
cr@zy
 
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