Wie gesagt, ich habe bestimmte Erfahrungen gemacht - die sind sicher nicht allgemeingültig, aber immerhin aus erster Hand, da sich solche Leute bei mir beworben haben. Ob das allgemein zutrifft, kann ich dir also nicht sagen. Unter den Profilen, die ich gesehen habe (Manager-/Director- bis C-Level, waren die Masterabsolventen aber in der Unterzahl.
Ein höherer Titel sagt aus, dass der Inhaber alle Fähigkeiten mitbringt, die es braucht, um diesen Titel zu erlangen. Gerade in der Wissenschaft ist das auch ganz gut auf die Eignung für bestimmte Berufe übertragbar. In der Technik mag das auch noch bedingt zutreffen - da kann ich nur spekulieren, da ich kein Techniker bin und kaum welche näher kenne. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es einen Titel gibt, den man nur erlangen kann, wenn man das Zeug zur Führungskraft hat. Weshalb sollte ich also ebenjenes aus dem Titel ableiten?
Letztlich braucht es für Erfolg in der Wirtschaft - neben bestimmten Grundlagen - eben hauptsächlich Kenntnisse, die man nicht unbedingt im Hörsaal lernt - analytisches Denken, soziale Kompetenzen, Organisationstalent (wenn du wüsstest, wie unorganisiert ich meinen Abschluss gemacht habe xD) etc. Sicher haben viele erfolgreiche Menschen einen Master. Es haben auch viele Leute einen Master, ohne damit in leitende Positionen aufzurücken (ob sie das denn wollen, sei mal dahin gestellt). Einen ursächlichen Zusammenhang sehe ich nach wie vor nicht. Wobei natürlich immer noch gilt, dass man den Wert eines Studiums nicht nur am Einfluss auf den beruflichen Erfolg messen kann.