Systemkameras teils besser als DSLR ?

theblade

Commodore Pro
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Bin in den letzten Tagen die technischen Daten von zig Cams durchgegangen.

u.a. ist mir aufgeallen, das manche Kompaktcams / Systemkameras wie die Sony Nex3 oder die Panasonic LX5 teil größeren Sensoren haben als manch eine DSLR! O.o

Heißt das dann dass die kleineren bessere Bilder machen?

Leider kenne ich den Unterschied zwischen CMOS und CCD sensor nicht!?

Ich denke mal auch die restliche Technik der DSLR verhilft dann diesen doch noch zu einem besseren Bild ?

Klärt mich auf Jungs :)
 
Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen höherer Auflösung und größerem Chip ;) Typischerweise sind die Chips in den DSLRs größer und somit rauschunempfindlicher.
 
Im Grunde ist eine gute DSLR nicht zu toppen!

Aber fakt ist das vor allem das Glas entscheidend ist und der der die Cam bedient den DER macht Komposition das Bild und wenn es da schon scheitert hilft auch die beste Cam der Welt nichts!

Kannst dir also gut und gerne ein älteres DSLR Model zB Canon EOS 450D und dann das eingesparte Geld in ein sehr gutes Objektiv investieren!

Zur CMOS und CCD Frage
http://www.terra-human.de/fotografie/ccd-sensor.htm
http://www.convida.at/knowhow/digital/bildsensoren.html
Vielleicht was bei für Dich
 
ich will mal noch ein Zwischending in den Raum werfen: micro four third-Standard.
Ein mehr als netter Vertreter ist hier eine Panasonic Lumix GH2.

haben auch einen rech großen chip und der Vorteil zu Spiegelreflexkameras ist der Wegfall des Spiegels und dadurch kleinere Abmessungen. Auch haben die Objektive einen anderen Brennpunkt, was die Abmessungen kleiner werden lässt.
 
Wir gehen das Thema von der falschen Seite an. Lass und doch erst einmal die Grundlagen klären: Was willst du ausgeben (sowohl kurzfristig als auch mittel- und langfristig) und, genauso wichtig, warum willst du eine Kamera: Was willst du fotografieren (Personen, Landschaften, Architektur, etc., mehr innen oder außen, bei Tageslicht oder eher im Dunklen (Nachtaufnahmen, Konzerte, o.ä.). Willst du die Bilder hauptsächlich am Computer und in kleinen Größen auf Papier haben oder planst du, regelmäßig Formate wie DinA 3 und größer produzieren zu lassen?

Willst du die Kamera oft dabei haben, spielt es also eine Rolle, ob du 500g oder 2,5 kg Ausrüstung durch die Gegend trägst?

Geht es hier um eins von vielen Hobbys, ein Hobby, in das du viel Geld und Zeit investieren möchtest oder um berufliche Nutzung?

Ohne zu wissen, was du willst, kann man dir in diesem Bereich keine Empfehlung geben. Das ist so wie die Frage: Ich will einen Computer, was soll ich kaufen?
 
In erster Linie ist es wichtig was DU ausgeben willst und was Du für Bilder machen willst, einfach nur Schnappschüsse etc. dann reicht eine kompakte DigiKnipse - nimmst dir da eine die im RAW Format die Bilder ausgibt was Dir mehr Möglichkeiten beim Bearbeiten gibt (wenn Du mehr mit EBV arbeiten willst).
 
Es gibt keine Systemkamera, die größere Sensoren als DSLR haben. Da Systemkameras DSLR-Sensoren nutzen! Eine Panasonic LX3 (LX5) ist KEINE Systemkamera. Sie ist eine High-End Kompaktkamera (Sensor kleiner als DSLR).
 
Du wirst die Sensorgrößen durcheinander gebracht haben. Bei den Kompaktkameras wird die Sensorgröße ja immer mit einem Bruch angegeben. 1/2.3" usw.. Umso kleiner der Nenner (Zahl unter dem Strich) ist, desto größer ist der Sensor.
1/1.6" = größer als 1/2.3"
Die Sensoren der DSLR-Kameras sind deutlich größer.
http://www.dpreview.com/learn/?/Glossary/Camera_System/sensor_sizes_01.htm
 
alsoo ich möchte hier keine Kaufberatung starten ..dafür gibt es meinen anderen Fred ;)

Nach einigen Antworten zu urteilen habe ich mich entweder falsch ausgedrückt oder ihr habt meine Frage nicht verstanden :P

So, wäre also eine -beispielsweise-

Sony Nex3 als Systemkamera mit CMOS Sensor (23.4x15.6mm)
von der Bildquali besser als eine

DSLR eos 1000d die "nur" einen CMOS mit 22.2x14.8mm Größe

hat (gemessen am 'standart objektiv was als kit beiliegt) ? Ich denke eher nicht oder?

Um diese Grundsatzfrage ging es mir ;)
 
Jo, die Nex nutzen Sensoren der Sony Alpha-Reihe, die etwas größer sind als die, die Canon Eos nutzt. (Gibt in beiden System aber noch Kameras mit größeren Sensoren zb5D oder A900)
Die unterschiede sind zugering als das du sie sehen würdest.
 
Sony Nex3 als Systemkamera mit CMOS Sensor (23.4x15.6mm)
von der Bildquali besser als eine

DSLR eos 1000d die "nur" einen CMOS mit 22.2x14.8mm Größe

Sony, die ja auch Nikon mit den Chips beliefern hat die besagte Größe. Canon's Sensoren sind minimal kleiner. Das erklärt auch warum man bei Nikons APS-C-Sensoren einen Cropfaktor (umgangsprachlich als Brennweitenverlängerung bezeichnet) von 1,5x und bei Canon von 1,6x hat.

Die verwendete Brennweite und deren Abbildungsmaßstab/Vergrößerungsfaktor steht in Zusammenhang mit der Diagonale des Aufnahmeformats. In dem Fall der Sensorgröße.
Früher hat man gesagt, dass ein Objektiv mit einer Brennweite, die der Diagonale des Aufnahmeformats entspricht ein sog. "Normalobjektiv" ist, weil die Sicht mit diesem Objektiv der des menschlichen Auges am nähesten kommt. (war bei Kleinbild [24mmx36mm] ein 50mm-Objektiv)
Ist so zwar nicht ganz korrekt, weil eher ein 60mm-Objektiv der Sichtweise vom Abbildungsmaßstab her dem menschlichen Auge entspricht, nicht aber vom Bildwinkel. Ist abgesehen davon aber wieder ganz ein eigenes Thema.

Beim Canon-Sensor kommst ca. auf eine Diagonale von 21,5 mm. Jetzt sind die Brennweitenbezeichnungen aber alle noch von analogen KB-Zeiten übernommen und auf diese gerechnet. Durch den Cropfaktor kommt's zur erwähnten "Brennweitenverlängerung". Das erklärt, warum Du an einer Canon mit APS-C-Sensor mit einem 35mm-Objektiv ein sog. "Normalobjektiv" erhältst.
(21,5mm x 1,6 = 34,4 mm = Diagonale des Aufnahmeformats x Cropfaktor).

Hättest Du die Möglichkeit ein- und dasselbe Objektiv an beiden Kameras zu verwenden, würdest unter normalen Umständen keinen qualitativen Unterschied bei der Aufnahme erkennen. Der Sensorgrößen-Unterschied ist in diesem konkreten Fall daher egal.

Eine wesentlich größere Bedeutung kommt - wie hier bereits richtig erwähnt wurde - dem verwendeten Objektiv, aber auch der Auflösung des Sensors zu.
Packst Du auf einen Sensor in einer Digitalen Kompaktkamera, deren Sensor wesentlich kleiner, als ein APS-C-Sensor ist, 12 Mio. Pixel drauf, wird die Bildqualität schlechter ausfallen, als wenn Du dieselbe Pixel-Anzahl auf einen APS-C-Sensor einer DSLR klatschst.

Das Ganze ist somit immer im Kontext zu betrachten. Kamerasensorgröße - Auflösung - Qualität der Optik - und Qualität der Aufnahme selbst.
 
paxxie schrieb:
und der Vorteil zu Spiegelreflexkameras ist der Wegfall des Spiegels
Was für die einen ein Vorteil ist, ist für andere ein Nachteil. Ich würde meinen optischen Sucher sehr vermissen.
 
das würde mich auch noch interessieren warum man auf einen optischen Sensor so scharf ist?! Gibt ja sogar noch Sucher zum nachkaufen den man sich dann auf dem Blitzschuh schnallt.

Aber wozu - reicht der Bildschirm nicht? macht mal den Erklärbär :D
 
Ein guter optischer Spiegelreflexsucher macht ein deutlich helleres, größeres und schärferes Bild als jeder digitale Sucher oder jedes Display. Geh mal in einen Laden und schau z.B. mal durch den Sucher einer Vollformat-Spiegelreflex - du wirst staunen, was man da alles erkennt/sieht.
Vor allem die Schärfebeurteilung ist wesentlich einfacher bei einem guten optischen Spiegelreflexsucher.

Ach und zur Sensorgröße:
Systemkameras sind ja ganz ganz vereinfacht ausgedrückt nur Spiegelreflexkameras ohne Spiegel/Sucher. Mal abgesehen von Vollformat ähneln sich DSLR und Systemkamera bei den verbauten Sensoren deshalb auch.
Kompaktkameras haben IMMER (Ausnahmen bestätigen die Regel) deutlich kleinere Sensoren.

(als Tipp: Geh mal auf dpreview.com und klick oben auf Specifications und such dann einen Hersteller aus. Da stehen dann bei jeder Kamera direkt die Sensormaße, Sensorgröße in cm2 und Seitenverhältnis in Zoll. NEX5=3,7cm2 / 1100D=3,3cm2 / LX5=0,5cm2)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zusätzlich kommt noch hinzu, dass die meisten dieser EVIL-Kameras keinen Phasen-Autofokus haben sondern nur einen Kontrast-AF.
Aufsteckbare Sucher sind kein Ersatz, da man damit nicht durch das Objektiv schaut.
 
Vielleicht nebensächlich..
so ne Evil oder Kompakte als Hauptkamera.. ich fühl mich dann wie ein Mädchen..

Aber egal.

Fürs richtige Fotografieren gehört für mich eben das "Schleppen" der Kamera und außerdem noch:

Optischer Sucher
Phasen-AF
Spiegel
viele Knöpfe, womit ich schnell die gesamte Einstellung der Kamera ändern kann, und nicht ins Menü muss.
 
Sucher ist einfach genial =) hab vor 2 Tagen erst den Nachthimmel geknippst und dabei mehr durch den Sucher den Mond angeguckt als sonst was ^^
 
theblade schrieb:
das würde mich auch noch interessieren warum man auf einen optischen Sensor so scharf ist?! Gibt ja sogar noch Sucher zum nachkaufen den man sich dann auf dem Blitzschuh schnallt.

Wozu braucht man einen Jeep Cherokee, reicht der Ford Ka nicht?

Klar, einkaufen fahren kann man mit beiden. Unter widrigen Bedingungen konstant hohe Ergebnisse zu erzielen, das kann man mit dem Stadtflitzer in der Mojave-Wüste eher vergessen ;) Dass man für den Ka auch Offroad-Reifen nachkaufen kann, macht den Kohl auch nicht fett.
 
Sehr schöner Vergleich.
 
das würde mich auch noch interessieren warum man auf einen optischen Sensor so scharf ist?! Gibt ja sogar noch Sucher zum nachkaufen den man sich dann auf dem Blitzschuh schnallt. Aber wozu - reicht der Bildschirm nicht? macht mal den Erklärbär

Manchmal muss man ja sogar manuell fokussieren (z.b. Makro), Stell' da mal ordentlich scharf ohne optischen Sucher. Den Unterschied merkst du sicher schnell :)
 
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