Tagan BZ 1300-PC stürzt mit Erdungskabel bei Spielen ab?

Martricks

Lieutenant
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Hallo Leute!

Habe heute mein neues Tagan BZ 1300 Watt bekommen und wie in der Anleitung beschrieben angeschlossen.Also Das Erdungskabel an eine MoBo schraube mit angeschraubt.Als ich dann zocken wollte hatte ich immer nen Freeze.Sonst lief alles.Ich habe gleich vermutet das die Freezes evetuell mit dem Erdungskabel zusammenhängen und habe es abgemacht.Danach lief Source und 3DMark wieder normal.Meine Frage ist nun ob ohne Erdungskabel etwas passieren kann?Ich habe ein CoolerMaster Stacker Alu Gehäuse.Vielleicht funtioniert das Erdungskabel daher nicht!?Bringt dieses Kabel überhaupt was?Hatte sonst auch nie ein Netzteil mit Erdungskabel.Vielen Dank!
Gruß Martricks
 
Also du MUSST es nicht verwenden. ISt eben ein Sicherheitsfeature.
Hast du mal probiert das Kabel wo anders im Case anzubringen? Z.B bei den Laufwerken.


mfg
 
Das Problem ist dass mein Laufwerk nur reingeklickt wird und die gechraubten Festplatten sind zu weit weg:-( Habs jetzt einfach weggelassen.Die Frage die ich mir halt noch stelle ist, ob es bei einem Alu-Gehäuse vielleicht nix Bringt sondern eher stört.Aber wenn ich es nicht zwingend benutzen muss bin ich ja schon halbwegs beruhigt.Will halt meine Komponenten keiner Gefahr aussetzen.Aber wenn der PC mit Kabel Freezed scheint da ja was nicht zu stimmen.
 
Zur Funktion des Erdungskabels:

Ich kann mir nur vorstellen dass es eine Möglichkeit seitens des Netzteils sein soll, das Mainboard zu erden. Da ein Netzteil ein elektrisches Gerät der Schutzklasse I ist, hat es somit einen Anschluss zum Schutzleiter (die grün-gelb markierte Ader im Anschlusskabel). Und über genau diesen Schutzleider soll offenbar das Mainboard auch geerdet werden können.
Die Idee dahinter is ja ganz nett, nur sollte jetzt selbst auf dem Erdungskabel ein Potential (also Spannung) anliegen, dann überträgt es das auf dein Mainboard und die Schutzwirkung ist dahin.
Jetzt wäre es interessant zu wissen, ob nun eine Spannung an diesem Erdungskabel anliegt.

Als Fazit kann ich dazu sagen: lass das Kabel einfach weg, jede andere Netzteil-Mainboard-Kombination funktioniert auch ohne dieses Gimmick.
 
Das Erdungskabel hat gar nichts mit dem Schutzleiter zu tun. Es sollte eigentlich für klare Masseverhältnisse sorgen und zwar mit der Computermasse. Das ist der -Pol des Netzteils.
Wenn deine Kiste damit abstürzt ist bei dir in der Spannungsverkabelung irgendwo ein kleiner´Fehler (Übergangswiderstand o.Ä.).
Aber den suchen ürfte schwer sein. Wenn die Kiste ohne Erdungskabel läuft, dann lass sie laufen. Da passiert nichts.

Da das Erdungskabel zwangsläufig mit dem Schutzleiter verbunden ist, könnte auch in der Verkabelung der Wohnung irgendwo ein kleiner Fehler sein.

Da müßte eine genau angepasste Erdungsdrossel eingebaut werden, aber das ist Sache für absolute Spezialisten. Wenn die dann nicht stimmt, setzt der PC aus, wenn du das Gehäuse anfasst und Ähnliches.
Das sind die schwarzen Geheimnisse der Elektronik. Ausmessen was da los ist fast unmöglich:evillol::evillol:
 
So.Habe mal an Tagan geschrieben.Antwort kam auch echt schnell, erlebt man auch nicht oft in Deutschland^^
Die haben geschrieben:
"Hallo,

bitte schließen Sie das Erdungskabel am Gehäuse an! Nicht am Mainboard da es so zu Nebenwirkungen kommen kann. Versuchen Sie es an die Festplatte oder an einem DVD Laufwerk mit anzuschließen."

Werde versuchen das Teil irgendwo ans Gehäuse zu bekommen weil das Kabel zu kurz ist um es am Laufwerk zu befestigen.Wenns dann wieder Probleme macht wird das Kabel eingewickelt und in den Ruhestand geschickt^^
Ich danke euch allen nochmal.

Gruß Martricks
 
@ alfbaer: Liest du dir eigentlich auch durch was du schreibst?

Zitat: "Das Erdungskabel hat gar nichts mit dem Schutzleiter zu tun."

Es ist sehr interessant als Elektriker (IT-Systemelektroniker) solch eine Aussage zu lesen. Aber am besten ist noch ein weiteres Zitat von dir, im gleichen Post.

Zitat: "Da das Erdungskabel zwangsläufig mit dem Schutzleiter verbunden ist,..."

Hmmm, aus diesen beiden Zitaten lässt sich eine gewissen Ambivalenz erkennen! Meinst du nicht auch? :evillol:

Wobei du gerade mit deiner letzten Aussage den Nagel auf den Kopf triffst, ich sage nur "verPENntes Stromnetz" respektive TN-C-S-System.

MFG KFZ 1337

PS: Ausmessen, was da los ist, ist KEIN Problem. Aber genug...


Wen es interessiert, hier habe ich was zum nachlesen gefunden:
http://www.comconsult-research.de/insider/bilder/Schirmung02.pdf
 
Zuletzt bearbeitet: (Kompletierung bzw. Erweiterung meiner Aussage)
Also ich habe jetzt extra das Erdungskabel an den Laufwerkschacht angeschraubt.Musste das DVD-Laufwerk extra ausbauen und in einen oberen Schacht setzten.Scheint aber zu funktionieren.Also für alle die auch ein Tagan mit Erdungskabel haben.....schließt es bloß nicht ans Mainboard an wie inner Anleitung beschrieben.
 
KFZ1337 schrieb:
@ alfbaer: Liest du dir eigentlich auch durch was du schreibst?

Zitat: "Das Erdungskabel hat gar nichts mit dem Schutzleiter zu tun."

Es ist sehr interessant als Elektriker (IT-Systemelektroniker) solch eine Aussage zu lesen. Aber am besten ist noch ein weiteres Zitat von dir, im gleichen Post.

Zitat: "Da das Erdungskabel zwangsläufig mit dem Schutzleiter verbunden ist,..."

Hmmm, aus diesen beiden Zitaten lässt sich eine gewissen Ambivalenz erkennen! Meinst du nicht auch? :evillol:

Wobei du gerade mit deiner letzten Aussage den Nagel auf den Kopf triffst, ich sage nur "verPENntes Stromnetz" respektive TN-C-S-System.

MFG KFZ 1337

PS: Ausmessen, was da los ist, ist KEIN Problem. Aber genug...


Wen es interessiert, hier habe ich was zum nachlesen gefunden:
http://www.comconsult-research.de/insider/bilder/Schirmung02.pdf

Für die saubere Funktion einer guten Erdung ist schlecht, das das Erdungskabel leider mit dem Schutzleiter verbunden ist. Es wäre besser wenn man den Hochspannungsbereich vom NT schutzisoliert bauen würde.

Abgesehen davon hat das Erdungskabel nichts mit der Schutzleiterfunktion selbst zu tun.

Wenn diese Verbindung nicht da wäre würden eine Menge Störungen gar nicht erst auftreten.

Ich war dabei wie die ersten CNC Maschinen von Siemens ausgerüstet wurden und dabei war das gleiche Problem. Mit Hilfe dicker Drosseln in der Verbindung zwischen Schutzleiter und Gehäuse wurde damals in wochenlanger Arbeit das ganze gelöst.
 
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