Tantieme doppelt ausbezahlt bekommen - nun möchte AG eine Tantieme zurück

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

xgame

Cadet 4th Year
Registriert
Jan. 2013
Beiträge
83
Hallo,

ich hoffe ich habe das richtige Unterforum erwischt.

Vor einigen Monaten habe ich eine Tantieme doppelt ausbezahlt bekommen.
Was so gesehen ja gut für mich ist :)

Meinem ehemaligen Arbeitgeber (AG) ist nun aufgefallen, dass er mir eine Tantieme letztes Jahr zu viel bezahlt hat.
So hat er jetzt ein Brief per einschreiben zugeschickt, ich möge die eine Tantieme zurück überweisen.

Nun meine Frage - bin ich rechtlich verpflichtet meinem ehemaligen AG diese Tantieme zurück zu überweisen?
So gesehen war es ja sein verschulden bzw. seiner Angestellten.
Ich könnte ja sagen "hmm, sry das Geld hab ich schon verpulvert" oder so in die Richtung.

Ein wenig zum Hintergrund. Zu dem Zeitpunkt als ich mir diese Tantiemen ausbezahlen lies, war ich bereits seit über einem Jahr nicht mehr bei dem AG angestellt - also hatte auch keinerlei Kontakte zum Ex-AG.

Bei dieser Tantieme handelte es sich um eine betriebliche Rentenvorsorge, die ich mir ausbezahlen lies.
 
Naja rechtlich gesehen hast du mehr bekommen als dir zusteht, volglich bist du auch dazu verpflichtet das Geld zurück zu bezahlen, sofern es nicht verjährt ist, was in der Regel nach 2 Jahren der Fall ist.
 
Ich meine alles Fehlbuchung bis zu 6 Monaten können korrigiert werden. Zum positiven, wie auch negativen Sinne.

Bei mir war mal der Fall, das uns Jahrelang unser Arbeitgeber keine Wechselgeldzulage zahlte. Als wir es endlich durchsetzen konnten, das sie unserer Abteilung zusteht, wurde dann 6 Monate Rückwirkend diese Zulage nachgezahlt. Mehr sei laut AG laut Gesetz nicht nötig gewesen.

Ob das stimmt oder nicht, das weis ich nicht. Aber ich arbeite im öffentlichen Dienst und dort wird es so bei uns gehandhabt und seitens der MAV so abgenickt.

Aber mein alter Arbeitgeber zuvor im Einzelhandel hat auch immer so verfahren, das Lohnansprüche bis zu 6 Monate rückwirkend geltend gemacht werden können.
 
Nur war das hier alles andere als eine Lohnzahlung.

Da lässt sich wohl auch nichts zu sagen. Lies den Vertrag, den Du dazu hast. Wie lange ist die Zahlung denn her?

Letztes Jahr kann 1 Monat oder 13 Monate her sein.

Aber grundsätzlich kannst Du erst einmal davon ausgehen, dass Du das zurück zahlen darfst.
 
Ich kann mich an einen Fall erinnern, den mein Professor in seiner Rechtsvorlesung erzählt hat.

Damals war es wohl so, dass einige Studenten in den Ferien bei einem Arbeitgeber gearbeitet hatten und dieser ihnen zuviel Lohn ausgezahlt hat. Nach einiger Zeit erkannte der AG seinen Fehler und wollte das Geld zurück.
Die Studenten haben nun (angeblich) den Prof um Hilfe und Rat gefragt. Dieser gab ihnen den Tipp, dass sie sagen sollten, dass sie das Geld ohne eine Bereicherung ausgegeben haben. Zum Beispiel durch eine Party. Dadurch wären sie wohl nicht verpflichtet gewesen das Geld zurück zu bezahlen.

Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht ob diese Geschichte stimmt. Zumal sie mit deinem Fall wohl nicht wirklich vergleichbar ist. Denn es ist anzunehmen, dass die Studenten nicht wussten, dass sie zuviel Lohn erhalten hatten. Schließlich handelte es sich nicht um ein regelmäßiges Einkommen, das auf einmal wesentlich höher ausfiel. Und durch diverse Steuern und Abgaben kann man auch nicht so ohne weiteres (als Laie) erkennen, ob man zuviel oder zu wenig Lohn erhalten hat.

Bei dir dagegen ist es wohl so, dass du sehr genau wusstest zuviel Tantiemen erhalten zu haben. Ich denke daher, dass du keine Chance hast das Geld rechtmäßig zu behalten. Ich würde der Bitte deines Ex-Arbeitgebers nachkommen. Unabhängig von der rechtlichen Pflicht, hast du nach meiner Meinung auch eine moralische pflicht ihm das Geld zurück zu geben und hättest es ihm auch sofort mitteilen sollen!
 
xgame schrieb:
Ich könnte ja sagen "hmm, sry das Geld hab ich schon verpulvert" oder so in die Richtung.

Du sollst ihm natürlich nicht "das gleiche Geld" zurück Zahlen. :p
sondern einfach nur den gleichen Geldbetrag...
 
nebulein schrieb:
...was in der Regel nach 2 Jahren der Fall ist.

IMO ist die Regel 3 Jahre + das angefangene Jahr.

Zum TE: ja, du musst das Geld zurückbezahlen, weil du eine Leistung erhalten hast zu der du nicht berechtigt bist.
 
Das ist zwar nicht DAS was ich hören wollte - aber danke für die Hilfe!
 
dir ist das natürlich nie aufgefallen, dass du zuviel Geld bekommen hast nicht ;)? Ich frage mich manchmal was bei euch in den Köpfen vorgeht. Alleine für diesen Thread hier sollte dein AG dich rauswerfen.....
 
... und du hast offensichtlich den Eingangspost garnicht gelesen. Er arbeitet eh nicht mehr bei dem AG.
 
ich habe hier zwei threads durcheinandergebracht (dieser und der mit den vermögenswirksamenleistung), sry dafür.
Aber trotzdem bleibe ich dabei, dass alleine das Erstellen des Threads hier schon zeigt, was der TE für ein Mensch ist.
 
Scythe1988 schrieb:
ich habe hier zwei threads durcheinandergebracht (dieser und der mit den vermögenswirksamenleistung), sry dafür.
Aber trotzdem bleibe ich dabei, dass alleine das Erstellen des Thread's hier schon zeigt, was der TE für ein Mensch ist.

Du kennst mich nicht und stempelst mich direkt ab "was der TE für ein Mensch ist." - schiebst mich sozusagen in eine Schublade.

Ja - das ist das typische Problem in der deutschen Gesellschaft (sry, aber ich habe diese Erfahrung bisher nur in Deutschland gemacht...).
Ich kenne kein anderen Staat wo man sich erst "Respekt verdienen" muss! wenn man hier keinen Mercedes oder BMW fährt (oder irgend ein Statussymbol vorzuweisen hat), wird man gleich "abgestempelt"... Es ist hier nicht überall so, aber sehr sehr sehr sehr häufig doch der Fall. Sicherlich werd ich gleich dafür einige Kommentare ernten, aber dies ist einfach nicht von der Hand zu weisen, man wird hier direkt Vor-verurteilt.

Ich kenne dich zwar nicht, möchte dir aber trotzdem einen guten Rat mit auf den Weg geben. Eine Art Lebensmotto.
"Respektiere jeden Menschen, unabhängig von seinem sozialen Status - außer er beweist durch sein handeln, dass er es nicht verdient!"
In so gut wie allen Ländern, werden Kinder von klein auf so erzogen. - das sollte wohl ein wenig zum nachdenken geben.


Nun ein wenig zum Hintergrund - vielleicht bekommst du dann ein wenig Gespür dafür:
Wenn du über 5 Jahre bei so einem AG gearbeitet hast - nie in all den Jahren eine Überstunde ausbezahlt bekommen hast (hatte oftmals 10Std mehr pro Woche!) bzw. sonst irgendeine andere Leistung erhalten hast. Andere Projekte für die du selbst nicht verantwortlich bist kurzfristig schnell aus "dem Dreck" ziehen durftest (was sehr sehr häufig vorkam) und der AG deine Leistung nicht mal zu würdigen weiß etc. etc. + der AG das 3. Jahr in Folge sich weigert dir zumindest eine geringe Lohnerhöhung zu zahlen oder sonst eine zusätzliche Leistung zu geben.... bereue ich es wirklich zu tiefst das ich nicht früher dort gekündigt hab!
 
xgame schrieb:
...
Ja - das ist das typische Problem in der deutschen Gesellschaft (sry, aber ich habe diese Erfahrung bisher nur in Deutschland gemacht...).
Ich kenne kein anderen Staat wo man sich erst "Respekt verdienen" ...

oh, wie süß, wieder mal ein Anti-Deutschland Posting; alle anderen Ländern sind ja so viel besser, die Menschen woanders gaaaanz toll und so respektvoll .Aber du willst hier leben und Geld einsacken das dir nicht gehört. Klappt das in anderen Ländern besser? Einfach so die Taschen aufhalten und Geld einsammeln, das dir nicht zusteht? Wenn das deine Mentalität ist dann kannst du gerne Deutschland verlassen.

xgame schrieb:
Ich kenne dich zwar nicht, möchte dir aber trotzdem einen guten Rat mit auf den Weg geben. Eine Art Lebensmotto.
"Respektiere jeden Menschen, unabhängig von seinem sozialen Status - außer er beweist durch sein handeln, dass er es nicht verdient!"
In so gut wie allen Ländern, werden Kinder von klein auf so erzogen. - das sollte wohl ein wenig zum nachdenken geben.

Na da haben wir es doch. Du willst Geld zurückbehalten das dir nicht zusteht, begründest das mit einem bösen Arbeitgeber, als ob das ein Grund wäre dich zu respektieren. Wir sollen dich unabhängig von deinem sozialen Satus respektieren - ok, machen wir - aber du verdienst Ablehnung schon wegen deiner Eingangsfrage, ob du das ungerechtfertigt erhalten Geld behalten darfst. Wie wurdest du denn von klein auf erzogen? In dem Sinne, das du Geld einsteckst das dir nicht gehört? Dann sollten wir auch deinen Eltern respektlosigkeit entgegenbringen, nicht nur dir.
 
Wie kommst du von der Tatsache, dass du hier wegen deiner Frage Kritik einstecken musst, darauf, dass dies auch nur das geringste mit deinem "sozialen Status" zu tun hätte? :freak:
Neeeeklar, sicherheitshalber mal 'n bisschen allgemein gegen das System pöbeln, dann wird schon keinem auffallen, dass davon überhaupt niemand geredet hat :stacheln:
 
Wieso wird hier weiterhin darüber diskutiert?
Durch die zuviel gezahlte Tantieme hat der AG einen bereichungsrechtlichen Anspruch gegen dich, der der regelmäßigen Verjährung von 3 Jahren (wie Fu Manchu es schon gesagt hat) unterliegt.
Punkt. Ende.
 
Tja lieber TE anstatt zu fragen ob du Geld, dass dir dein alter AG zu viel gezahlt hat, behalten darfst, hättest du mal lieber fragen sollen ob du die nicht ausgezahlten Überstunden nicht nach dem verlassen deines AG hättest einklagen können. Dann hättest du nämlich einen Anspruch gegen diesen unmenschlichen AG.
 
geld (o.ä.) welches einem nicht gehört, gehört einem auch nicht, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt.

mit der gleichen debilen "logik" könnte man ja auch nach beendigung des arbeitsverhältnisses mal eben ein paar rechner aus dem büro mitgehen lassen - als ausgleich für die geleistete arbeit :rolleyes:

wenn du keine überstunden ausbezahlt bekomen hast -> pech. das ist verhandlungssache und im AV geregelt. wenn die überstunden mit dem gehalt abgegolten sind und du diesen vertrag unterschrieben hast, hast du kein recht zu meckern. gleiches gilt für die gehaltserhöhungen. greifen tarifliche steigerungen nicht (siehe AV/TV), sind diese verhandlungssache. wenn du da kein geschick hast, hast du pech gehabt und kannst entweder damit leben oder musst gehen. wo ist das problem?

DAS ist ein typisch deutsches problem: meckern und motzen und alles auf "die anderen" schieben, da man selbst ja immer nur opfer ist und selbst nichts ändern kann.
 
Jetzt sollte alles gesagt sein :rolleyes:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben