Tipps für MTB-Wettkampf

bart1983

Commander Pro
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Apr. 2008
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Guten Nabend,

nächste Woche Samstag nehme ich mit zwei weiteren Kollegen an einem 12h-MTB Rennen teil.

Zwar fahre ich seit Jahren zum Hobby MTB und habe die letzten Wochen das Training natürlich intensiviert (mindestens alle zwei Tage 40+km im Wald, oft fahr ich aber auch täglich nach dem Job noch 1-2 Stunden), aber dennoch möchte ich mich noch besser vorbereiten.

Nun spielt die Ernährung ja auch eine gewisse Rolle. Zwar bin mit 72kg auf 177cm eigentlich seit Jahren im Soll, dennoch happert es mit der Ernährung bei mir (Esse zuviel Süßkram (zB Morgens: Schokomüsli mit Brötchen und Eszet-Schnitten, und am Nachmittag auch fettige Sachen wie Fischstäbchen oder Bratwurst ;)) und da steckt sicher noch Potenzial.

Welche Ernährungstipps könnt ihr mir für die letzte Woche geben?
Was ist man am besten Morgens, Nachmittags und Abends wenn man sich auf einen Wettkampf vorbereitet?
Und was isst man in so einem Wettkampf?
Bringen solche speziellen "Powerriegel" während eines Wettkampfes was?
Was sollte man auf jeden Fall vermeiden (bzw wirkt sich definitiv negativ auf die Ausdauerleistung aus?)?

Die einzigste - bewusste - Ernährungsausrichtung die ich seit Monaten gemacht habe:
Jeden Tag unterschiedliches Obst und Gemüsesorten essen (Tomaten, Salate, Apfel, Bananen Trauben ;)) und direkt nach dem Training 200ml Milch trinken (wegen der Eiweißzufuhr für Muskeln) . Das war es aber auch schon :\

Oh und abgesehen vom Essen: Habt ihr noch Tipps für das Training in der letzten Woche?
Natürlich ist jeder Körper anders, aber würde mich mal interessieren wie es Leute handhaben, die an Wettkämpfen teilnehmen.
 
Ich würde in der letzten Woche nicht mehr arg intensiv oder besonders umfangreich trainieren, da du in der einen Woche keine Erfolge mehr erzielen wirst, deine Speicher dadurch aber geleert werden könnten, wenn du es übertreibst. Versuche dich zu regenerieren, schlaf genug und fahr einfach gemütlich und fülle deinen Kohlenhydratspeicher (Nudeln, Reis, Kartoffeln z.B.).
Am Tag vor dem Wettkampf fährt man normalerweise 1-2h sehr locker und bringt seinen Körper kurzzeitig 2-3 mal auf Wettkampftempo, man belastet ihn also vor.

Die Riegel bringen je nach Produkt sehr viel, Gels können dir auch das Leben retten, aber meiner Meinung nach bist du damit viel zu spät dran. Niemals im Wettkampf etwas neues testen! Du wärst nicht der erste, der dadurch Magenprobleme bekommt und der Wettkampf dann gelaufen ist. Was isst du denn sonst während dem Training, wenn du länger unterwegs bist? Genau das wüde ich dann auch essen. Fährst du die 12h durch oder wechselt ihr euch ab? Ansonsten kannst du in den Pausen etwas zu dir nehmen. Generell kannst du während dem Rennen essen was du möchtest, solange du es verträgst bzw. es nicht zu schwer im Magen liegt. Durchaus auch ein Schinkenbrötchen, Reiskuchen oder welche Gelüste man auch immer während eines langen Wettkampfes hat.

Am Morgen vor dem Wettkampf essen viele Brötchen mit Honig oder Marmelade, aber auch hier gilt: iss das, was du verträgst und gewöhnt bist. Auch die Ernährung in der letzten Woche umzustellen halte ich für nicht wirklich sinnvoll. Was erhoffst du dir davon? Wenn es sich auswirkt, dann eher negativ, da dein Körper daran nicht gewöhnt ist. Und schlag dir direkt vor dem Wettkampf den Bauch nicht voll. Die letzte größere Mahlzeit sollte 3h vor dem Wettkampf beendet sein, 1h vor dem Wettkampf kannst du noch etwas leichtes wie z.B. eine Banane essen.
 
Iss jeden einzelnen Tag deiner letzten Woche viel Kohlenhydrate, morgens mittags abends nachts.
 
@NoPCFreak: Während längeren Touren (ca 3-4 Stunden) trinke ich Apfelschorle (ohne Kohlensäure ;)) und Bananen. Mehr eigentlich nicht. Das hat bisher gereicht.

Das mit Bananen kann ich aber wohl vergessen. Stehen bleiben und erstmal genüßlich eine Banane schällen ist wohl nicht ;).
Werde mir wohl ein oder zwei Corny-Riegel mitnehmen. Die vertrage ich wenigstens. Und lass solche neuen neumodischen Sachen (wie Gele...) dann wohl besser weg :)

Am Tag vor dem Wettkampf fährt man normalerweise 1-2h sehr locker und bringt seinen Körper kurzzeitig 2-3 mal auf Wettkampftempo, man belastet ihn also vor.
Meinst du 1-2h vor dem Start des Wettkampfes oder meinst du damit das die Gesamtaufwärmphase 1-2h sein soll.
Wieviel Stunden/Minuten vor dem Wettkampf sollte man sich so aufwärmen?

Bisher - ganz Hobby/Amateur - bin ich immer unaufgewärmt losgerast. Negative Effekt auf die Leistung oder gar Verletzungen sind mir bisher auch ohne AUfwärmen nicht aufgefallen, deshalb habe ich mir darüber nie Gedanken gemacht.
Deshalb danke für den Hinweis...den muss ich nur noch fachgerecht umsetzen.

Iss jeden einzelnen Tag deiner letzten Woche viel Kohlenhydrate, morgens mittags abends nachts
Nachts schlafe ich ;)

Viel Kohlenhydrate ohne viel Training kann doch aber auch negative Folgen haben. ;)
 
Am Tag vor dem Wettkampf 1-2h herumrollen und den Körper z.B. 3x1-2min auf "Temperatur" bringen, also Renngeschwindigkeit anlegen. Je nach Vorlieben kann man das variieren (manche fahren auch z.B. 2x5min). Dein Körper soll - vereinfacht gesagt - wissen, was am nächsten Tag auf ihn zukommt.

Am Tag des Wettkampfes kommt es darauf an, ob und wie man sich warmfährt. Wenn du gleich nach dem Start eine hohe Belastung hast, solltest du dich 1h warmfahren bis möglichst kurz vor dem Start. D.h. auch wieder locker fahren und ab und zu das Tempo erhöhen, im Prinzip wie am Tag zuvor. Wenn du unaufgewärmt gleich Vollgas gibst, könnte dein Kreislauf oder deine Muskeln nicht mitmachen. Kommt aber auch sehr auf den Mensch an, manche sind da sehr empfindlich und haben am Anfang große Probleme, andere müssen sich nicht aufwärmen und haben trotzdem keine Probleme. Aber da Aufwärmen nicht schadet, wüde ich dem Risiko einfach aus dem Weg gehen und es machen.

Und du musst dich auch nicht mit Kohlenhydraten vollstopfen, aber wie bereits geschrieben schauen, dass deine Speicher gefüllt sind. Da du aber in der letzten Woche nicht hart und umfangreich trainierst, füllen sich deine Speicher automatisch, wenn du einigermaßen auf deine Ernährung achtest.

Was du auch nicht vergessen darfst: Mach keine Wissenschaft daraus. Ich nehme an, dass es bei dir um "dabei sein ist alles" geht, oder? Also genieße es und halt dich vor allem am Anfang zurück und habe Spaß. Ist denke ich wichtiger als sich jetzt deswegen verrückt zu machen ;).
 
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