Touch optimierte & leichte Distri

maxik

Commodore
Registriert
Nov. 2007
Beiträge
4.205
Hallo,

ich hab hier ein 2in1, das Trekstor Surftab Duo W1 mit installiertem Windows 10.
Dieses Gerät hat leider eine schwache CPU und viel zu wenig RAM damit dieses Betriebssystem flüssig läuft. Und mit flüssig mein ich Browser (Youtube und generelle Navigation) und eventuell etwas Medienkonsum.

Ich hab heute mal ein Livesystem mit Chromium os probiert. Dieses ist zwar schnell und „leicht“, jedoch funktionieren keine Touch Eingaben.
Kann mir jemand ein Linux Pendant empfehlen das Ressourcenschonend ist, Touch freundlich und einigermaßen flott läuft auf diesem 10‘‘ Teil?

Danke!
 
Hey, hab auch solche Tablets hier.
Das Problem werden wohl die Treiber sein. Gab z.B. lange keine Audiotreiber, weil Intel die nicht freigegeben hat. Intel hat vor Monaten mal iwas freigegeben, weiß aber nicht, ob die richtigen dabei waren. Also kannst Dich drauf einstellen, dass Audio nicht läuft.
Ansonsten funktioniert Ubuntu auch mit Touch ganz gut. Hab ich aus Spaß schon auf ein paar Tablets gemacht.
Ergänzung ()

Kannst Dir auch mal die Seite von Linuxium vornehmen. Weiß ja nicht, ob dein Gerät auch ein 32Bit BIOS hat..
 
Danke. werd mir das morgen mal Durchlesen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Linuxfreakgraz
Hallo!

Das zusätzliche Problem wird die Installation sein. Diese Geräte verwenden ein 32Bit UEFI (wie oben vom Kollegen erwähnt) wie bei solchen Billigrechnern leider üblich.
D.h. ein normales Ubuntu wird auf dem Rechner nicht bootfähig sein, da das (noch) nicht unterstützt wird. Die derzeit einzige Linux-Distro, die das derzeit offiziell unterstützt, ist Fedora in den neuen Versionen (ich glaube 27/28). Ich hatte das kürzlich mal versucht auf einem Trekstor Surftab twin 11.6, das in etwa gleich ausgestattet ist, bin hier aber auch erst mal gescheitert. Werde das aber demnächst noch mal in Angriff nehmen.

Es gibt Anleitungen für Ubuntu. Ggf. danach googlen. Und darauf achten, dass die nicht älter wie 1 Jahr sind. Und wenn schon *buntu, dann nur Lubuntu. Das ist ressourcenschonend und kommt gut mit wenig RAM aus. Ubuntu ist dagegen ein genau so träges Dickschiff wie Windows 10, auf der Hardware.

Das ärgerliche bei den Dingern ist halt, dass man keine RAM-Aufstockung vornehmen kann und 2GB ist einfach nicht mehr zeitgemäß, zumal für W10. Hier kann man nur raten: FINGER WEG!

L.G.
 
Fedora gibt es doch auch mit LXDE oder LXQt. Weder das eine, noch das andere ist jedoch touch-optimiert. Am ehesten könnte sich noch Gnome dafür eignen - wenn man die Animationen deaktiviert, könnte es ganz ordentlich laufen (zumal ab Version 3.30 in Fedora 29 einige Performance- und Speicher-Optimierungen eingepflegt worden sind).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Linuxfreakgraz
maxik schrieb:
ich hab hier ein 2in1, das Trekstor Surftab Duo W1 mit installiertem Windows 10.
Dieses Gerät hat leider eine schwache CPU und viel zu wenig RAM damit dieses Betriebssystem flüssig läuft. Und mit flüssig mein ich Browser (Youtube und generelle Navigation) und eventuell etwas Medienkonsum.
...
Kann mir jemand ein Linux Pendant empfehlen das Ressourcenschonend ist ...
Du glaubst ernsthaft, bei deiner Kombination aus Hard- und Software nur die eine Komponente (das Betriebssystem) wechseln zu müssen, und dadurch spürbare Vorteile zu bekommen? Der Browser bleibt ja vermutlich der gleiche. Die Hardware sowieso.

Rechnen wir mal grob durch: Dein Wunsch wäre nur realistisch erfüllbar, wenn bei deiner aktuellen Kombination mit Win10 das Win10 selbst unglaublich viel der insgesamt verwendeten Ressourcen völlig sinnlos für sich selbst verschwenden würde. Nur dann wäre es überhaupt theoretisch möglich, dass ein anderes Betriebssystem eine deutliche Verbesserung bringen könnte. Das ist sicher nachvollziehbar, oder?

Tatsächlich ist es aber so, dass bei deinem Websurf-Szenario nur ein winziger Anteil der genutzten Ressourcen auf das Windows entfällt: CPU fast 0%, RAM unter 10% deiner 2GB. Dein Wunsch ist also selbst dann unrealistisch, wenn das das Win10 ersetzende andere Betriebssystem ein Zauber-OS wäre, was für seine Arbeit NULL Ressourcen verbrauchen würde. Besser gehts nicht. Immernoch verständlich? Gut!

Kurzum: Vergiß es! Der OS-Wechsel KANN GAR NICHT bringen, was du erwartest. An der relevanten Software (Chrome oder Firefox) wirst du praktisch nichts ändern können. Dir bleibt also nur der Umstieg auf potentere Hardware (mit mehr als 2 GB RAM!), um dein Surferlebnis spürbar zu verbessern. Ob das Betriebssystem darauf nun Win10 oder ein Linux heißt, spielt hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs in deinem Websurf-Szenario quasi keine Rolle, solange das jeweilige OS halbwegs vernünftig konfiguriert ist. Nimm was dir mehr liegt oder in irgendwelchen Nebendisziplinen(z.B. dem Touch-Zeugs) besser ist. Es ist völlig gaga, durch einen Linux-Umstieg meinetwegen 80MB RAM freizuschaufeln und zu glauben, damit wäre irgendwas spürbar besser. Das sind Peanuts für aktuelle Webbrowser.

BTW:
Ich find Threads immer spassig, wo Linux lahme Hardware schneller zaubern soll. Wem sonst trauen Leute heutzutage noch Wunder zu? Der Ruf von Linux scheint nicht nur gut zu sein, er ist geradezu fantastisch. :)

BTW2:
Bist du eigentlich __sicher__, dass dein Win10 auf dem Gerät seine Update-Orgien komplett abgeschlossen hat? Erst dann kannst du bewerten, ob das Gerät ausreichend fix ist. Mir laufen immer wieder Win10-Rechner von "Freunden" über den Weg, die seit Monaten ständig irgendwelche Updates anstoßen, diese aber nie erfolgeich abschließen. Die Rechner sind ständig mit sich selbst beschäftigt. Vernünftiges Arbeiten kann man da vergessen, obwohl die Hardware eigentlich ausreichend wäre..
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn du mit vielem Recht hast, von dem was du weiter vorne schreibst, weist diese Bemerkung...
mensch183 schrieb:
BTW:
Ich find Threads immer spassig, wo Linux lahme Hardware schneller zaubern soll. Wem sonst trauen Leute heutzutage noch Wunder zu? Der Ruf von Linux scheint nicht nur gut zu sein, er ist geradezu fantastisch. :)
....darauf hin, dass deine praktischen Linuxkenntnisse nicht zu den besten gehören.
Linux ist ein Baukastensystem, und mit der entsprechenden Zusammenstellung kann man de facto für schwächere Rechner eine bessere Performance erwirken. Der Linux-Unterbau ist dabei völlig uninteressant, da meist identisch. Interessanter wirds dann mit der grafischen Oberfläche, die aber nie Teil des Linuxkernels ist, sondern frei konfigurierbar. Und hier steht eben vom trägen Dickschiff bis spartanisch alles mögliche zur Verfügung. Oft angeboten in sogenannten Metapaketen, die ein aufeinader abgestimmtes Softwarepaket zur Verfügung stellen. Beim Dickschiff z.B. mit Gnome-GUI und FF und Libro und beim schmalen Derivat mit Midori und Abiword. Aber alles beliebig anpassbar. Zudem müllt es nicht zu und macht den Rechner träger. Das macht eben alles den großen Unterschied zum Windows-Einheitsbrei aus.
Auf leistungsfähigen Rechnern, spielt die Performance der schmalen und flotten Distros keine Rolle. Aber umso älter und schwächer, desto relevanter wird das. Ohne Linux könntest viele typischen XP-Rechner zum Alteisen geben. Mit Linux kannst sie noch ne Weile sinnvoll nutzen, auch wenns bei wenig RAM im Netz träge wird.

Von daher, ja der Ruf von Linux ist verdienter Massen fantastisch. Ohne Linux hättst nämlich kein Internet, kein Smartphone, kein Navi, kein Smart-TV, dumme Haustechnik usw. usf. Mit Windows wird die Welt verwaltet, mit Linux dreht sie sich. O.K., dieser Absatz war leicht OT aber wat mutt dat mutt!

L.G.
 
Auch wenn's schon ein paar Tage her ist. Da es noch keiner vorgeschlagen hat: Falls noch nicht geschehen einfach ein Ubuntu, Suse, Manjaro o.ä. mal vom USB-Stick starten und schauen was läuft. Wenn alle grundsätzlichen Funktionen vom Kernel erkannt werden, dann sollte es gehen. Bei der CPU darf man keine Wunder erwarten, aber browsen dürfte schon gehen. Gnome ist aktuell als Desktop am besten für Touch geeignet.
 
Zurück
Oben