Ubuntu 12.04: QWERTZ Tastatur schreibt QWERTY

d-Raven-b

Lt. Junior Grade
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Hallo zusammen,
Ihr seid jetzt meine erste Anlaufstelle:
Also ich habe auf meinem HTPC Ubuntu 12.04 aufgesetzt und bediene ihn mit einer Logitech DiNovo Mini. Alles läuft soweit gut, doch die Tastatur schreibt QWERTY. Ich wollte das in den Tastatureinstellungen korrigieren, aber dort wird die Korrekte Tastatur angezeigt und auch die Tasten die ich drücke leuchten richtig auf der Tastatur auf. Im Dash ist dann aber das Z ein Y und der - ein / usw usf. Also scheint Ubuntu für das System nicht die gleiche Tastatureinstellung zu benutzen wie für den Rest, obwohl ich "Gleiche Anordnungen für alle Fenster verwenden getickt habe".
Schlimmer noch: Manchmal kann bei der Tastatur nur das kleine Touchpad verwendet werden und alles andere versagt seinen Dienst, respektive schreibt dann die Tastatur einfach nur ttttttttttttttttttttttttttttt. Ein Neustart behebt zwar das Problem und nachher läuft alles wieder gut, aber irgendwie ist das so kein Zustand. Kann man irgendwo weitere Tastatur oder Geräteeinstellungen machen?
Ich habe nicht gerade viel Erfahrung mit Linux, aber ich komme mir beim 12.04 vor wie im "Kindermodus" keine Einstellungen sind mehr zugänglich, nur das absolute Basic Zeug. Ich habe das Gefühl das war früher anders. Täusche ich mich?
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Ich hatte die Schnauze voll.
Auf einem System zu arbeiten, bei dem ich de Hälfte der Schriften nicht lesen kann, entweder weil sie zu klein waren oder, mit der Schrifvergrösserung über das Fenster hinausgewachsen sind (Irgendwie ist das mit dem DPI-Scaling nicht optimal gelöst). Oder die Tastatur die alle 20 min spinnt und dabei sind alle Systemeinstellungen simplifiziert.
Ich weiss es gibt Tools die Einstellungen zu ändern und Ubuntu so einzurichten wie man das will. Aber es dauert mir einfach zu lange. Für ein Tool das macht was ich will, muss ich drei ausprobieren die es nicht machen. Zudem nerven mich die ganzen voreingestellten Programme auch ein bisschen. Überspitzt formuliert kann ich da auch gleich bei Windows bleiben.
Das mache ich jetzt auch. Ich hatte noch eine MSDN Lizenz von Win 8 rumliegen und werde jetzt mit dem testen.
 
Ich bin kein Ubuntu-Fan, aber die Probleme, die Du ansprichst, hatte ich nie. Irgendwas bei der Installation schiefgelaufen (wieso überhaupt die 12.04? Das ist nicht die aktuelle Version.)?

Zum Thema "keine Einstellungen mehr zugänglich": Grundsätzlich hast Du bei jeder Distro die Möglichkeit, alles(!) einzustellen, was Du möchtest, zumindest mittels CLI. Was man bei Ubuntu über die GUI einstellen kann, weiß ich gerade nicht. Kann sein, dass Unity restriktiver ist als andere DEs, wie bspw. Xfce oder KDE. Solltest Du es nochmal versuchen wollen, empfehle ich mit Nachdruck eine Distro mit Xfce. Xubuntu, wenn es denn *buntu sein muss.

Um ehrlich zu sein, deine kurze Linux-"Erfahrung" kommt ziemlich nahe an das heran, was ich vor einiger Zeit in irgendeinem Thread als typischen Linux-Erstkontakt beschrieben hatte: Begeistert installieren, auf das erste Problem stoßen, frustriert und entnervt wieder zu Windows greifen und von seinen schlechten Erfahrungen mit Linux berichten.
So einfach ist es eben nicht. Linux ist hochkomplex, auch wenn sich viele Distros "einsteigerfreundlich" geben. Irgendwann muss man sich mit der Materie auseinandersetzen, deshalb halte ich nichts von den *buntus, wenn man sie mit dem Anspruch nutzt, möglichst alles mit wenigen GUI-Klicks erledigen zu können. Denn das kann man zwar, aber eben nur so lange, bis man vor einem Problem steht, das nur via Bashhacking gelöst werden kann. Arg schwierig ist das übrigens auch nicht, Ubuntu und Arch haben jeweils eine vorbildliche Wiki-Bibliothek, in der zu so gut wie allen Problemen Lösungen zu finden sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte die 12.04 Version wegen dem Long Term Support genommen.
Das erste Mal habe ich Ubuntu für einen Internetcomputer für meinen Vater installiert. Damals Version 8.04 Hardy Heron. Dort fand ich mich schnell zurecht, über die "Systemsteuerung" fand ich schnell alle Einstellungen die interessant waren. Zudem konnte man mit Compiz ein paar Coole Sachen anstellen, ich schaffte es sogar, dass der "Regeneffekt" als Screensaver verwendet werden konnte. Was ich damals nie richtig hinkriegte war komischerweise die Wiedergabe von DVDs. Das klappte zwar, aber schlecht.
Da mein Vater den PC so oder so nur für's Internet und ein paar basic Office Aufgaben nutzte, war das Egal.
Der Nächste Anlauf war, soweit ich mich erinnere eine Netbook Version von Ubuntu 10.10. Mir gefiel zwar die Oberfläche weniger, aber ich fand sie einigermassen zweckmässig. Mein Netbook zog danach aber wesentlich mehr Strom (trotz SSD), die Akkulaufzeit schrumpfte gegenüber Windows XP mit HDD um etwa 1/5. Vermutlich weil nicht alle Stromsparfunktionen voll unterstützt wurden. Ich kam einigermassen damit zurecht, auch wenn das Touchpad oft komische Sachen machte und Flash extrem schlechte Performance lieferte.
Und jetzt diese Version.
Das Problem ist offensichtlich nicht Ubuntu selber, sondern die schlechte Unterstützung von 3rd Party Produkten. Aber auch wenn es nicht das Problem von Ubuntu ist, ein Problem bleibt es.

Bei mir ist es einfach so, dass ich mittlerweile Seit '95 jede Windows Version intensiv genutzt habe. Und Windows hat den Vorteil, dass es von allen Herstellern mit Treibern und Konfigurationsprogrammen unterstützt wird.
Ich finde es faszinierend wie Ubuntu praktisch alle Geräte vom Start weg unterstützt und ich würde es jederzeit wieder für einen Internet/Office PC installieren. Und mir sind auch die Unzulänglichkeiten von Windows klar, aber mit denen habe ich mich mittlerweile arrangiert.

Was hätte ich bei solchen Tastaturproblemen unter Windows gemacht? Einfach einen neuen/alten/anderen Treiber installiert. Bei Ubuntu? Keine Ahnung!
(Man muss anmerken, dass Windows 7 & 8 die DiNovo Mini auch out of the Box erkennt)

Ich weiss, dass Bashhacking eine Möglichkeit ist alles unter Linux einzustellen. Aber das ist nunmal eine verdammt grosse Hürde. Es wäre ja nicht so, dass ich sowas noch nie gemacht habe, aber mir sind dabei einfach auch schon oft Typos unterlaufen, oder ich habe den Syntax nicht richtig verstanden und musste dann zig mal testen, bis es lief (und wer weiss was die Programme vorher gemacht haben).

Nur um nochmals auf das DPI Problem zurückzukommen. Das mag nach einem kleinen Problem klingen, ist aber 3m vom Fernseher weg durchaus ärgerlich. Ich war nach einigermassem kurzen googlen in der Lage die Grösse der Schriften anzupassen, dann die Grösse der Icons in der Schnellstart Leiste. Aber die Grösse der Fenstersteuerungs-Kästchen? Oder die der Fenster (wenn die Schriften dann über die Fenster hinauswachsen und ich nicht mal die Fenstergrösse verändern kann)? Bei Windows weiss ich genau wo ich die Einstellung suchen muss und habe das innert 10 Sekunden umgestellt. Und dann klappt es auch problemlos. Ich bin sicher es würde unter Ubuntu auch irgendwie gehen, aber bis ich das raushabe suche ich einfach 1 h (mitterlweile habe ich übrigens mehr als 1h gesucht und noch keine befriedigende Lösung gefunden).

Deinen Vorschlag werde ich gerne beherzigen, aber du sprichst damit eben auch etwas wichtiges an: Welche Version soll man denn nehmen? Es gibt zahlreiche Distros, zahlreiche Versionsnummern, Server, Netbook, Standard, Minimal, mit und ohne Long Time Support. Sich da zurecht zu finden ist nicht einfach. Und beim austesten was einem denn gerade passt verliert man unmengen Zeit. Kommt hinzu: Wenn ich ein Problem mit Windows habe, ist die Lösung dafür fast zu 100% irgendwo im Internet, da sicher jemand anderes schon dasselbe Problem hatte. Je weiter man sich vom Mainstream entfernt desto schwieriger wird es eine exakte Lösung zu finden.
 
Hi, jetzt nur kurz, später mehr: Zum Einstieg würde ich eine gut dokumentierte Distro mit großer Community wählen. Gute Erfahrungen habe ich mit Chakra (Arch-Basis) und Xubuntu gemacht. Zudem kann ich definitiv Salix (Slackware) empfehlen, aber das ist dann mehr oder weniger Bashhacking pur.

Vorschlag 1
Xubuntu - basiert auf Ubuntu, das meiste ist vorinstalliert, viel GUI, große Community, großes (Ubuntu-)Wiki. Xfce als DE - schlank, intuitiv, funktional, ausgereift.
Vorschlag 2
Chakra - basiert auf Arch, das meiste ist vorinstalliert, Mischung aus GUI und Bash, kleine, aber feine Community, großes (Arch-)Wiki. KDE als DE - unglaublich umfangreich (manche sagen aufgebläht ;)), viel Eyecandy, aber durchaus funktional.
Vorschlag 3
Salix - basiert auf und ist rückwärts kompatibel zu Slackware, bietet verbesserte Paketverwaltung, out-of-the-box betriebsbereit (inkl. one-click-Codec-Installer), ABER: Einstellungen werden hauptsächlich in der Bash geschrieben, extrem schlankes System, Xfce als DE. Hier lernst Du wohl am meisten, am besten zuerst das Slackbook (das ich auch noch nicht durch habe :P) überfliegen.

Btw: Es gibt hier auch irgendwo einen Linux-Distro-Chooser, allerdings sortiert der nach Einsteiger-, Fortgeschrittenen- usw. Distros, und davon halte ich, wie gesagt, nicht so viel. Denn als Einsteiger lernt man mit einer Einsteigerdistro nur wenig, weil man nicht gezwungen wird, sich mit der Materie zu befassen.
 
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