Achja, wenn man mal wieder eine andere Meinung einbringt, dann wird sie auseinander genommen. Ok, also mal wieder Schritt für Schritt abarbeiten:
Bei den unfassbaren Mengen Kunststoff, die momentan produziert werden, behaupte ich, das wäre bei langfristig gleichbleibendem Baumbestand nicht mal im Ansatz zu realisieren, sondern würde auf Dauer zum Aussterben quasi sämtlicher Wälder führen.
...wo das mal durchgerechnet ist gerne!
Geht nicht, wäre rein fiktiv, weil die dermaßen große Erzeugung im Holzkunststoff-Prozedere eben nicht die ausmaße hat, die die Kunststoffindustrie hat. Es geht aber nicht nur um die Folien und den Krempel, sondern um ALLES. Das GESAMTE.
sich auflösende Werkstoffe sind sonst nämlich eher unerwünscht
ist zudem quatsch, weil es viel zu langsam verrottet und daher nicht in den Biomüll darf, sondern zumeist in der Verbrennung landet, wie ganz normaler Kunststoff.
Ich brösel das mal ein wenig auf. Was meint ihr denn passiert mit Kunststoffverpackungen? Die werden sicherlich zu 100% in Dland recyclet nicht wahr? Da glaubt doch keiner dran. Das landet genauso wie der rest des Restmülls in der Tonne und wird verbrannt. So wie jetzt eben auch. Gnadenloser Vorteil der Blauen Tonne? Wir zahlen jetzt für die Abfallbeseitigung des Mülls, das Altpapier wird verkauft und es muss Brennmaterial zur Vernichtung des Restmülls dazugekauft werden weil der Müll nicht gut brennbar ist. Balla-Balla?
Es gibt einfach unzählige Sachen die "zu Unrecht" billig verkauft werden. Die müssten eine "Kunststoffsteuer" auf dumme Supermarkttüten einführen und 5€ das Stück kosten. Vielleicht kaufen sich dann wieder Leute ne Baumwolltasche. Und das sind dann noch meist die, ich drücke es mal bewusst provozierend aus, Idioten, die mit dem Auto zu Supermärkten fahren. Und IMMER ne Tüte kaufen. Fleisch welches man kauft: Plastiktüte, Obst und Gemüse, Plastiktüte, Wurst, Frischhaltefolie, Papiertaschentücher in Plastiktüten im 10er Pack und auf 100 nochmal abgepackt (mal von der völlig idiotischen farblichen Umverpackung abgesehen, was juckt es mich ob da außen nen blaues Blümchen ist? Ich will einfach nur Taschentücher!) oder Kosmetiktücher, ah, ja in schönen Pappschachtel, aber dann an der Seite: Plastikblende damit man sehen kann WIEVIELE NOCH DRIN SIND! In Spülmaschinen Kunststoffteile die sowieso nach 10 Jahren durchgemodert sind und brüchig, weil der Hersteller will, dass man seine Rollen für 80€ bei ihm neu kauft. Möbel die nach einigen Jahren eh weggeworfen werden, weil sie nicht mehr "in" sind. Wie oft kauft ihr einen neuen Fernseher? Laptop? Computer-Hardware? Möbel? Handy/Telefone/Smartphones?
Und verrotten tut es eben, wie Lufkin richtig schreibt erst nach einer langen Zeit. Aber, und das ist eben der Vorteil: Es verrottet! Der Kunststoffmüll oder Aluminiumdosen, Aldi-PET-Flaschen Wasser, aller möglicher Mist könnte einfach mit solch einem Kunststoffersatz genutzt werden. Woher wir das Holz haben? Na da würd ich mal stark sagen: Nachhaltig anbauen! Klar geht das nur im begrenzten Maße. Die Österreicher forsten mehr auf als sie abholzen. Vielleicht wäre das mal ne lukrative Geschäftsidee das dahinten richtig dick aufzubauen.
Und der Kunststoff, bzw. das Öl, das geht irgendwann aus. Dann ist nix mehr mit Umverpackung, dann ist nichts mehr mit Auto-tucker-tucker. Dann ist auch nichts mit LKW und Schiffstankern und weiss-der-Geier. Und vor allem, das ist ja das Schlimmste: Es WÄRE vermeidbar und es KÖNNTE nachhaltig gemacht werden. Man stelle sich ein Unternehmen vor, welches Kunststofffolie verkauft und jetzt umsteigt auf etwas, was UNENDLICH ist! So kann man die Leute ja unbegrenzt abzocken (ironisch) würde aber eben damit, wenn das Zeug draußen liegt und eben langsam verrottet, nach ca. 25 Jahren weg sein. Während der verdammte Plastikmüll da draußen immer noch liegt für hunderte von Jahren oder, kA wann die Weichstoffe da rausgespült werden, versickern und dann ins Grundwasser kommen.
Altes Zeug könnte am Bauhof abgegeben werden, das wird dann zerschreddert und wiederverwertet, neu gegossen, für neue Dinge. Warum nicht? Warum nicht aus nem alten, "Natur-Kunststoff" später eben Klarsichtfolie desselben Materials machen? Dann ist es aber eben nicht "weg". Es könnte auch verbrannt werden. CO2 = CO2. Bäume pflanzen, Bäume verbrennen. Letztlich. Eben ein Kreislauf. Damit kann ich besser leben, als mit dem Mist den man heute hat.
Und ob wir jetzt einen Sack noch mehr raustragen müssen oder nicht, macht den Kohl auch nimmer Fett. Restmülltonne, Gelbe Tonne, Blaue Tonne, Biotonne und dann noch ne Ultraviolette Tonne. Dazu Batterien die auch gesondert weggeworfen werden, Metallschrott (den zum Glück der Schrotthändler kostenlos mitnimmt) und und und.
Und um das aufs Thema zu lenken: Dann wären die Kunststoffe in der Art nicht verschwunden. Sie würden aber einfach HÖCHSTENS immer nur für 25 Jahre irgendwo durch den Gulli suppen bis sie sich zersetzen. Meine Wurstfolie muss nicht durchsichtig sein. Warum? Weil ich WEISS was ich in meinem Kühlschrank habe
@MusicJunkie666
Ich glaube kaum, dass du ein Computergehäuse mehr als 25 Jahre nutzt. Und das ja dann nur draußen unter Witterungsverhältnissen. Wie die Langzeitwirkung demnach in einem eher geregelten Klima ohne Regen ist.... wer weiss. Bis dahin gibts neue Formfaktoren und das wars mit Gehäuse.
PCBs könnten dann auch mit dem Stoff gemacht werden. Die Verbrennung dieses Holzersatzstoffes wäre dasselbe wie einen Baum zu verbrennen. Nichts anderes.
@MisterMankind
sich auflösende Werkstoffe sind sonst nämlich eher unerwünscht.
Aber das aufbrauchen von endlichen Ressourcen zur Herstellung von bescheuerten Verpackungen weil sie komfortabler sind ist in Ordnung?

Irgendwann gibts einfach kein Öl mehr. Und dann?
@lufkin
Es muss ja nicht immer so drastisch sein. Aber wieviel Müll wird denn heute auch so schon verfeuert? Biosprit und die Biomassekraftwerke halte ich für reine Spielerei. Gut, es ist besser als das Zeug anderweitig zu verpuffen. Aber wenn es dann eben industrielle Maßstäbe annimmt, in denen so nen Zeug angebaut wird um es zu verfeuern, dann stimmt was nicht.
Wir hätten in Dland schon vor Zeiten einen dicken Umstieg auf GAS machen müssen. Und sollten es meiner Meinung nach immer noch. GAS in jeglicher Form ist für den Verkehr und zum heizen inkl. Netze besser zu verbreiten und ist ja schon sehr verbreitet. Der große Umstieg in der Automobilindustrie könnte auch erzwungen werden, beim Heizen in Privatwohnungen auch. Dabei müssten wir anfangs noch große Mengen Gas kaufen. Aber ob wir von den Scheichs das Öl kaufen... oder vom Russen das Gas (Pauschalisiert ironisch). Und später dann mit Windgas und durch das vorhandene Netz dieses einspeisen.