Ugreen DXP4800 – App-Installation & Performance-Frage

PhoenixEX

Lieutenant
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Hallo zusammen,

ich besitze ein UGREEN DXP4800 NAS und plane gerade die Einrichtung. Ich möchte zwei HDDs im RAID 1 nutzen. Mein Nutzungsprofil ist simpel: Ich möchte das NAS für meine Dokumente und zur Sicherung/Betrachtung meiner Handyfotos über die App "Ugreen Photos" nutzen.

Damit das funktioniert, muss die entsprechende App auch auf dem NAS selbst installiert werden. Dazu habe ich eine spezifische Frage zum Installationsort und der Performance:

Wo genau wird diese App installiert?

  • Landet die App auf einer der HDD-Festplatten?
  • Oder wird sie auf dem intern verbauten Flash-Speicher installiert, auf dem auch das Betriebssystem (UGOS) läuft?

Der Hintergrund meiner Frage:Wenn ich mir von unterwegs über das Handy meine Bilder ansehen will, soll das flüssig geschehen. Wenn die Vorschaubilder auf den HDDs liegen, habe ich die Sorge, dass das Laden sehr langsam ist und die HDDs durch die ständigen Zugriffe zusätzlich belastet werden

Sollte die App jedoch auf dem internen Speicher laufen, müsste das Laden der Thumbnails ja eigentlich schnell genug sein.

Gemini meinte zu mir, dass der interne Speicher NUR für das OS (Betriebssystem) reserviert ist und Apps grundsätzlich auf den HDDs landen – weshalb man für eine flüssige Galerie eine zusätzliche NVMe-SSD kaufen sollte.

Stimmt das so? Oder nutzt Ugreen den internen Speicher doch für Apps, sodass ich mir die zusätzliche NVMe sparen kann?

Vielen Dank für eure Hilfe!
 
Scheint so das der interne Flashspeicher tatsächlich nur für das Betriebssystem genutzt wird und alle installierte bzw. installierbare Anwendungen mit auf den HDDs oder dafür separat eingebaute SSDs landen, je nach Einstellung im App Center.

Habe das hier auf der Knowledge Seite von Ugreen gefunden :

Ugreen.jpg


Hier der Link dazu : Klick Mich!
 
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Danke für die Info
Schade, dass heisst, dass ich mir noch eine zusätzliche NVME kaufen sollte....
Das ist schon ziemlich ärgerlich

Um sicher zu sein, habe ich mich im Forum von Ugreen mal registriert und die Frage auch dort gestellt --> bin mal gespannt, was die sagen
 
Ist aber bei den anderen Hypervisorn auch so.
Mein OS läuft auf einem USB Stick, die Docker/Apps laufen dann auf einer SSD.
Also das ist nicht ungewöhnlich. Die meisten haben ihre Ugreen aber auf Unraid (o.ä.) laufen.
 
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PhoenixEX schrieb:
Der Hintergrund meiner Frage:Wenn ich mir von unterwegs über das Handy meine Bilder ansehen will, soll das flüssig geschehen.
Könnte aber auch sein, dass da die Verbindung zum Handy (Uploadgeschwindigkeit Heim-Internet und Downloadgeschwindigkeit Handy) eher limitiert.
 
Ich würde es einfach erst mal auf HDD versuchen. Wenn es dir nicht schnell genug ist, kannst du immer noch ne SSD dafür kaufen.
 
Ich habe auch ein DXP4800 und habe für Anwendungen eine alte SATA SSD genommen.
Wenn du Anwendungen auf den HDD installierst, die für deine Daten zuständig sind, werden die dauerhaft laufen, weil die Anwendungen darauf laufen.
Vielleicht hast du ja was rum fliegen, was man dafür nutzen kann.
 
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Die einzige Verzögerung sind die 10sek falls deine Festplatten in den Ruhemodus fahren bei Nichtnutzung, ansonsten wird deine Mobilfunkverbindung der Flaschenhals sein und nicht deine HDD`s.

Eine SSD bringt dir dann nur was wenn du neben einem 5G Mast stehst.
Die Frage ist auch wie schnell dein Upload von zuhause ist? Hast du nur 50Mbit Upload lachen sich die HDD`s schlapp und selbst bei 500Mbit hast du sie nicht ausgelastet.
 
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Wenn die Anwendung auf einer SSD liegt ändert das ja auch nichts an den Zugriffs- und Ladezeiten der Fotos, die auf der HDD liegen. Zumal wie schon erwähnt die Online-Verbindung eher limitieren wird.

Mit nur einer SSD wäre auch das RAID-Konzept wieder über den Haufen. D.h. 2 SSD bei den aktuellen Preisen, damit eine Anwendung auf dem NAS etwas schneller startet?
 
wenn du das App - Center öffnest ist links unten so ein Symbol für die Einstellungen.
Dort wird gefragt auf welcher deiner Festplatten du die Apps installieren willst.
Damit ist klar, dass wir User nicht an den Flashspeicher kommen (kommen sollen ?).
Eine NVME macht total Sinn, so werden Daten und Betriebssystem getrennt.
Ich habe für meine DXP4800- Plus das Betriebssystem und die App auf einem Raid aus 2 256GB NVME gemacht. geht mal eine Kaputt kann ich das System trotzdem nutzen.
Allerdings haben die da auch nur jeweils 35€ gekostet und nicht wie aktuell knapp € 60,--. Zumal du die dann auch so nutzen kannst, dass die häufigsten Daten auf die NVME verlagert werden so das der Zugriff noch schneller erfolgt als über HDD / SSD
 
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Hallo zusammen,

zunächst möchte ich mich bei euch allen für die bisherige Unterstützung bedanken. Ich konnte gestern zudem sehr hilfreichen Support direkt über das UGREEN-Forum erhalten und möchte die gewonnenen Erkenntnisse hier kurz für die Allgemeinheit zusammenfassen – falls jemand mal vor denselben Fragen steht.

1. Speicherort von Applikationen​

Ein wichtiger Punkt vorab: Die Apps laufen nicht im integrierten Systemspeicher des NAS!!!!.
Das bedeutet:

  • Wenn keine zusätzliche NVMe SSD verbaut ist, werden alle Applikationen standardmäßig auf den HDDs installiert.
  • Wichtig: Bei UGREEN fungiert das „Volume 1“ als Hauptlaufwerk. Dort werden zukünftig alle Apps abgelegt. Man sollte sich also genau überlegen, welches Laufwerk man zuerst initialisiert.

2. Optimierung durch SSD (SATA oder NVMe)​

Um die Systemgeschwindigkeit zu erhöhen, plane ich folgendes Setup:D da ich aktuell nur zwei von vier Bays nutze, werde ich den dritten Slot für eine SATA SSD nutzen (in meinem Fall eine Crucial MX100 mit DRAM-Cache). Alternativ bietet sich natürlich eine NVMe an --> da diese aber überteuert sind, nutze ich einfach, was mir vorliegt :D
Sofern antürlich alle Bays belegt sind, muss man eine NVME nutzen

Der entscheidende Mehrwert:
Durch das Auslagern des App-Volumes (Volume 1) auf eine SSD profitiert man massiv bei der Performance. Insbesondere das Laden von Thumbnails geschieht deutlich schneller über die SSD. Zudem werden die HDDs entlastet, da sie nicht bei jedem Zugriff auf Vorschaubilder hochfahren oder Lesezugriffe verarbeiten müssen.


LG
 
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Kleiner Nachtrag: man kann Apps auf beliebigen Volumes installieren und das bevorzugte Installationsvolume auch ändern.
 
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PhoenixEX schrieb:
Um die Systemgeschwindigkeit zu erhöhen, plane ich folgendes Setup:D da ich aktuell nur zwei von vier Bays nutze, werde ich den dritten Slot für eine SATA SSD nutzen
Und was soll dir das bringen? Kannst du im Heimnetzwerk mit 1 GBit/s auf deine NAS zugreifen, sind es ca. 113 MB/s. Von deinen 450 bis 550 MB/s, was eine SATA SSD abkann, bist du weit entfernt. Selbst mit 2,5 GBit/s kommst du auf etwa 280 MB/s. Mit einem Upload von 50 MBit/s sind es noch weniger, wenn es übers Internet laufen soll.

Mit meiner Synology kann ich zügig auf Bilder zugreifen und ich habe nur zwei Toshiba 18 TB Festplatten verbaut. Die Synology durchsucht aber auch regelmäßig auf neue Bilder und erzeugt bereits im Vorfeld Vorschaubilder.

Von eingebauten SSDs kannst du erst profitieren, sobald die Datenanbindung im Heimnetzwerk 5 oder gar 10 GBit/s kann. Nach extern, übers Internet, wirst du aber dann weiterhin mit nur 50 MBit/s einen Flaschenhals haben.

Es muss immer eine bestimmte Konstellation beachtet werden und wo der Flaschenhals sein wird.

Beispiel: In einem PC ist 1x eine SATA SSD und 1x eine NVMe SSD verbaut. Dann wird die Lese- und Schreibgeschwindigkeit der SATA SSD beim Kopieren von Daten zwischen diesen zwei SSDs, ausschlaggebend sein und die NVMe kann ihre volle Leistung nicht aufbringen.
 
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LiniXXus schrieb:
Von eingebauten SSDs kannst du erst profitieren, sobald die Datenanbindung im Heimnetzwerk 5 oder gar 10 GBit/s kann.
Nö, du weißt ja sicherlich, dass es nicht immer nur um die maximale Datenrate geht, Zugriffszeiten sind bei vielen Sachen deutlich entscheidender.
Und selbst wenn durch die SSD die HDDs im Idle runtergefahren werden können, ist ja schon was gewonnen.
 
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Es ging um den Flaschenhals der Netzwerbandbreite, bitte nicht aus dem Kontext reißen!
 
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So sieht das bei meiner DXP4800 Plus aus.
Wenn ich auf " Standardspeicherort " klicke, kann ich wählen zwischen: Volume 1 / Volume 2 / Jedes Mal fragen.
Apps.png
 
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Also ich habe eine 6800 Pro und meine Filme als auch Fotos sind auf HDDs. Nur die Software, VMs und Dokumente habe ich auf nvmes drauf. Kann mich über die Performance nicht beklagen. Auf den Handys sind ja sowieso gecachte Fotos und Vorschaubilder drauf und hab zumindest mit 5G Instant Original Bild beim draufklicken. Kein unterschied zur iCloud.
 
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LiniXXus schrieb:
Und was soll dir das bringen? Kannst du im Heimnetzwerk mit 1 GBit/s auf deine NAS zugreifen, sind es ca. 113 MB/s. Von deinen 450 bis 550 MB/s, was eine SATA SSD abkann, bist du weit entfernt. Selbst mit 2,5 GBit/s kommst du auf etwa 280 MB/s. Mit einem Upload von 50 MBit/s sind es noch weniger, wenn es übers Internet laufen soll.

Mit meiner Synology kann ich zügig auf Bilder zugreifen und ich habe nur zwei Toshiba 18 TB Festplatten verbaut. Die Synology durchsucht aber auch regelmäßig auf neue Bilder und erzeugt bereits im Vorfeld Vorschaubilder.

Von eingebauten SSDs kannst du erst profitieren, sobald die Datenanbindung im Heimnetzwerk 5 oder gar 10 GBit/s kann. Nach extern, übers Internet, wirst du aber dann weiterhin mit nur 50 MBit/s einen Flaschenhals haben.

Es muss immer eine bestimmte Konstellation beachtet werden und wo der Flaschenhals sein wird.

Beispiel: In einem PC ist 1x eine SATA SSD und 1x eine NVMe SSD verbaut. Dann wird die Lese- und Schreibgeschwindigkeit der SATA SSD beim Kopieren von Daten zwischen diesen zwei SSDs, ausschlaggebend sein und die NVMe kann ihre volle Leistung nicht aufbringen.

Um direkt auf deine erste Frage zu antworten...die HDD entlasten, was ich ja erwähnt habe.
Und ja, technisch hast du recht, was die maximale Bandbreite angeht – da limitiert das Netzwerk.

Aber für ein flüssiges Erlebnis bzw. beim Laden von Thumbnails ist nicht der Durchsatz entscheidend, sondern die Zugriffszeit bzw. Latenz --> und da macht das verwenden einer SSD definitiv einen Unterschied.
 
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PhoenixEX schrieb:
Der entscheidende Mehrwert:
Durch das Auslagern des App-Volumes (Volume 1) auf eine SSD profitiert man massiv bei der Performance. Insbesondere das Laden von Thumbnails geschieht deutlich schneller über die SSD. Zudem werden die HDDs entlastet, da sie nicht bei jedem Zugriff auf Vorschaubilder hochfahren oder Lesezugriffe verarbeiten müssen.

Aus technischer Sicht ist das pauschal und eher Werbesprache als eine belastbare Einordnung. Für dein Nutzerprofil(siehe Eingangspost) hat eine SSD in deiner Praxis keinen relevanten Mehrwert, auch wenn im Verlauf hier theoretische Vorteile vorgeschoben werden.

@kartoffelpü hat es auch erwähnt. Teste es ohne und du kannst mehrere hunderte Euronen sparen. Wenn es nur ums Gefühl geht, dann soll es so sein.
 
Also für Fotos sollte es eigentlich kein Problem sein. Der flow & Feel ist zumindest bei mir sehr gut. Die App selbst wird sicherlich auch eher im RAM liegen. Kann natürlich auch abhängig von den Platten sein.
Wenn bei dir Geld wirklich nur eine geringe oder keine Rolle spielt, dann würde ich natürlich auf nvmes/ssds gehen. Dazu dann (wenn usb Port vorhanden am NAS) eine HDD als Backup der nvmes/ssd einrichten. Kannst natürlich auch intern einbauen, wenn du den den Speicher nicht für Plex oder ähnliche Dienste benötigst.
 
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