- Registriert
- Nov. 2009
- Beiträge
- 6.629
Vorab: Ich habe beide Dockingstations als kostenfreien Test erhalten, nicht über Computerbase.
Mit Ugreen habe ich schon länger zu tun. Privat nutze ich eine Ugreen DXP480T als reine SSD-NAS, und auch beruflich haben wir mehrere Ugreen-Modelle (2- und 4-Bay) mit HDDs und SSD-Cache im Einsatz.
Auch bei Kabeln, Netzteilen und Adaptern greife ich regelmäßig zu Ugreen.
Eine Dockingstation von Ugreen hatte ich bisher allerdings noch nicht im Einsatz – hier nutze ich bislang Modelle von Lenovo für ThinkPads (X230 und T480s).
Beruflich habe ich zudem Erfahrung mit den üblichen USB-C-Universal-Docks.
Aktuell habe ich nun beide neuen Ugreen-Modelle parallel im Test.
Computerbase hat zu beiden Geräten eine Anzeige veröffentlicht:
https://www.computerbase.de/news/notebooks/ugreen-revodok-maxidok-thunderbolt-5-032026.96641/
Dort sind die technischen Daten übersichtlich tabellarisch aufgeführt. Auf die reinen Spezifikationen gehe ich daher bewusst nicht im Detail ein.
Vielmehr möchte ich die Aspekte beleuchten, die man als interessierter Nutzer nicht aus Datenblättern herauslesen kann.
Schon beim Auspacken entsteht ein Eindruck, den man sonst eher von Apple-Produkten kennt: Die Verpackung ist hochwertig, alles ist sauber angeordnet, die Kabel sind einzeln verpackt.
In meinem Fall lagen zusätzlich UK- und US-Stecker bei – vermutlich, weil es sich um ein frühes Testmodell handelt.
Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend: ein massives Metallgehäuse, spürbar schwer und sehr stabil.
Besonders positiv fällt der Ein-/Ausschalter auf – mit einer Haptik, die man sonst eher aus der Automobilwelt kennt (Stichwort: Audi).
Das Thunderbolt-5-Kabel ist fest mit der Dock verbunden. Ob das ein Nachteil ist, lässt sich diskutieren – es gibt für beide Varianten gute Argumente.
Das Kabel selbst ist hochwertig gesleeved (ähnlich wie bei Apple-Geräten), sehr robust und mit 80 cm angenehm lang.
Ein kleiner Kritikpunkt ist das Netzteil: Es ist funktional, wirkt aber im Vergleich zur Dock etwas einfacher verarbeitet. Durch seine Form wackelt es leicht in der Steckdose.
Hier hätte ich mir entweder ein flacheres Design oder eine Integration direkt in die Dock gewünscht.
Technisch liefert das Netzteil 24 V, 140 W (inkl. 100 W Power Delivery) und wird über einen proprietären Rundstecker angeschlossen.
Die Dock selbst steht stabil auf jeder Oberfläche, die Gummifüße leisten gute Arbeit.
Im Betrieb bleibt sie auch unter Last angenehm unauffällig: Sie wird warm, aber nie kritisch heiß. Ein Lüfter ist weder hörbar noch laut Datenblatt vorhanden – ich gehe daher von passiver Kühlung aus.
Der Schlitz auf der Oberseite ist übrigens rein optischer Natur – kein Slot-In-Laufwerk ;-)
Im Betrieb zeigt sich die Dock absolut unkompliziert:
Mein MacBook Pro M4 Pro erkennt sie sofort, ohne Treiber oder zusätzliche Software. Auch das Laden erfolgt mit voller Geschwindigkeit, vergleichbar mit dedizierten 100-W-Netzteilen.
Die Front bietet mehrere USB-A-Ports mit 10 Gbit, was gerade für ältere Geräte praktisch ist. Auf der Rückseite befinden sich die restlichen Anschlüsse, darunter RJ45 und Thunderbolt 5.
Displayseitig sind verschiedene Konfigurationen möglich (Details dazu auf der Ugreen-Seite).
In meinem Test lief ein 4K-OLED mit 240 Hz problemlos über DisplayPort – auch wenn das am MacBook natürlich eher theoretischer Natur ist.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt der Netzwerkanschluss: Hier verbaut Ugreen nur 1 Gbit statt 2,5 Gbit, was bei dieser Preisklasse und Technik etwas überrascht.
Unterm Strich ist die 10-in-1 ein sehr gelungenes Produkt: kompakt, hochwertig verarbeitet und absolut zuverlässig.
In Sachen Haptik und Materialqualität spielt sie klar in der oberen Liga – vergleichbar mit hochwertigen Geräten von Apple oder HP (ZBook / EliteBook).
Erinnert ein wenig an Gehäuse wie das Fractal Design North oder Asus ProArt-Modelle.
Trotz der Größe ist sie minimal leichter als die 10-in-1 und setzt auf einen Materialmix aus Metall und Kunststoff.
Der Power-Button ist weiterhin gut, kommt aber nicht ganz an die hervorragende Haptik des kleineren Modells heran – was angesichts des höheren Preises etwas überrascht.
Ein großes Plus ist der integrierte NVMe-Slot mit Kühlkörper. Damit lässt sich die Dock gleichzeitig als externer Speicher nutzen, etwa für Time Machine oder Backups – ein echtes Praxis-Feature.
Das Thunderbolt-5-Kabel ist hier abnehmbar, allerdings nicht gesleeved.
Das Netzteil ist deutlich größer (24 V, 240 W) und nutzt einen Kleeblatt-Anschluss. Es wirkt insgesamt hochwertiger und steht stabil – vergleichbar mit Netzteilen leistungsstarker Notebooks oder Intel-NUCs.
Für die SSD liegt ein Wärmeleitpad bei. Ich habe eine Samsung 990 Pro verbaut – für diesen Einsatzzweck mehr als ausreichend.
Der Slot unterstützt Gen4 x4, was in der Praxis völlig genügt. Noch schnellere SSDs bringen hier kaum Mehrwert.
Auch bei den Anschlüssen legt die 17-in-1 nach:
2,5-Gbit-LAN, bis zu 140 W Ladeleistung sowie erweiterte Audioanschlüsse (Front: Combo-Jack, hinten: getrennt für Kopfhörer und Mikrofon).
In der Praxis liefert auch dieses Modell eine sehr solide Leistung:
240 Hz bei 4K funktionieren problemlos, ebenso der Betrieb von zwei 5K-Displays mit jeweils 60 Hz.
Auf klassische Benchmarks verzichte ich bewusst – dafür fehlen mir passende Thunderbolt-5-Speicherlösungen. Auch SD-Karten konnte ich mangels schneller Modelle nicht sinnvoll testen.
Die Unterschiede liegen vor allem im Funktionsumfang und weniger in der grundsätzlichen Qualität.
Ich werde den Thread weiter beobachten und Fragen gern beantworten. Außerdem verlinke ich ihn in der Ugreen-Werbeanzeige.
Wichtig:
Die Hardware stammt nicht von Computerbase, und ich nehme auch nicht an Werbeeinnahmen teil.
Ich darf die Geräte behalten, war aber zu diesem Beitrag hier nicht verpflichtet – er entsteht freiwillig für die Community.
Ein weiterer Testbericht auf einer anderen Plattform folgt in den nächsten zwei Wochen, dort allerdings mit weniger technischem Fokus.
Mit Ugreen habe ich schon länger zu tun. Privat nutze ich eine Ugreen DXP480T als reine SSD-NAS, und auch beruflich haben wir mehrere Ugreen-Modelle (2- und 4-Bay) mit HDDs und SSD-Cache im Einsatz.
Auch bei Kabeln, Netzteilen und Adaptern greife ich regelmäßig zu Ugreen.
Eine Dockingstation von Ugreen hatte ich bisher allerdings noch nicht im Einsatz – hier nutze ich bislang Modelle von Lenovo für ThinkPads (X230 und T480s).
Beruflich habe ich zudem Erfahrung mit den üblichen USB-C-Universal-Docks.
Aktuell habe ich nun beide neuen Ugreen-Modelle parallel im Test.
Computerbase hat zu beiden Geräten eine Anzeige veröffentlicht:
https://www.computerbase.de/news/notebooks/ugreen-revodok-maxidok-thunderbolt-5-032026.96641/
Dort sind die technischen Daten übersichtlich tabellarisch aufgeführt. Auf die reinen Spezifikationen gehe ich daher bewusst nicht im Detail ein.
Vielmehr möchte ich die Aspekte beleuchten, die man als interessierter Nutzer nicht aus Datenblättern herauslesen kann.
Ugreen Revodok Maxidok 10-in-1 (Thunderbolt 5)
Beginnen wir mit dem günstigeren Modell, das aktuell bei etwa 250 Euro liegt.Schon beim Auspacken entsteht ein Eindruck, den man sonst eher von Apple-Produkten kennt: Die Verpackung ist hochwertig, alles ist sauber angeordnet, die Kabel sind einzeln verpackt.
In meinem Fall lagen zusätzlich UK- und US-Stecker bei – vermutlich, weil es sich um ein frühes Testmodell handelt.
Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend: ein massives Metallgehäuse, spürbar schwer und sehr stabil.
Besonders positiv fällt der Ein-/Ausschalter auf – mit einer Haptik, die man sonst eher aus der Automobilwelt kennt (Stichwort: Audi).
Das Thunderbolt-5-Kabel ist fest mit der Dock verbunden. Ob das ein Nachteil ist, lässt sich diskutieren – es gibt für beide Varianten gute Argumente.
Das Kabel selbst ist hochwertig gesleeved (ähnlich wie bei Apple-Geräten), sehr robust und mit 80 cm angenehm lang.
Ein kleiner Kritikpunkt ist das Netzteil: Es ist funktional, wirkt aber im Vergleich zur Dock etwas einfacher verarbeitet. Durch seine Form wackelt es leicht in der Steckdose.
Hier hätte ich mir entweder ein flacheres Design oder eine Integration direkt in die Dock gewünscht.
Technisch liefert das Netzteil 24 V, 140 W (inkl. 100 W Power Delivery) und wird über einen proprietären Rundstecker angeschlossen.
Die Dock selbst steht stabil auf jeder Oberfläche, die Gummifüße leisten gute Arbeit.
Im Betrieb bleibt sie auch unter Last angenehm unauffällig: Sie wird warm, aber nie kritisch heiß. Ein Lüfter ist weder hörbar noch laut Datenblatt vorhanden – ich gehe daher von passiver Kühlung aus.
Der Schlitz auf der Oberseite ist übrigens rein optischer Natur – kein Slot-In-Laufwerk ;-)
Im Betrieb zeigt sich die Dock absolut unkompliziert:
Mein MacBook Pro M4 Pro erkennt sie sofort, ohne Treiber oder zusätzliche Software. Auch das Laden erfolgt mit voller Geschwindigkeit, vergleichbar mit dedizierten 100-W-Netzteilen.
Die Front bietet mehrere USB-A-Ports mit 10 Gbit, was gerade für ältere Geräte praktisch ist. Auf der Rückseite befinden sich die restlichen Anschlüsse, darunter RJ45 und Thunderbolt 5.
Displayseitig sind verschiedene Konfigurationen möglich (Details dazu auf der Ugreen-Seite).
In meinem Test lief ein 4K-OLED mit 240 Hz problemlos über DisplayPort – auch wenn das am MacBook natürlich eher theoretischer Natur ist.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt der Netzwerkanschluss: Hier verbaut Ugreen nur 1 Gbit statt 2,5 Gbit, was bei dieser Preisklasse und Technik etwas überrascht.
Unterm Strich ist die 10-in-1 ein sehr gelungenes Produkt: kompakt, hochwertig verarbeitet und absolut zuverlässig.
In Sachen Haptik und Materialqualität spielt sie klar in der oberen Liga – vergleichbar mit hochwertigen Geräten von Apple oder HP (ZBook / EliteBook).
Ugreen Revodok Maxidok 17-in-1 (Thunderbolt 5)
Das größere Modell fällt bereits durch seine Bauform auf: deutlich höher, optisch auffälliger und mit Designelementen wie Holz- bzw. Kupferoptik an der Seite.Erinnert ein wenig an Gehäuse wie das Fractal Design North oder Asus ProArt-Modelle.
Trotz der Größe ist sie minimal leichter als die 10-in-1 und setzt auf einen Materialmix aus Metall und Kunststoff.
Der Power-Button ist weiterhin gut, kommt aber nicht ganz an die hervorragende Haptik des kleineren Modells heran – was angesichts des höheren Preises etwas überrascht.
Ein großes Plus ist der integrierte NVMe-Slot mit Kühlkörper. Damit lässt sich die Dock gleichzeitig als externer Speicher nutzen, etwa für Time Machine oder Backups – ein echtes Praxis-Feature.
Das Thunderbolt-5-Kabel ist hier abnehmbar, allerdings nicht gesleeved.
Das Netzteil ist deutlich größer (24 V, 240 W) und nutzt einen Kleeblatt-Anschluss. Es wirkt insgesamt hochwertiger und steht stabil – vergleichbar mit Netzteilen leistungsstarker Notebooks oder Intel-NUCs.
Für die SSD liegt ein Wärmeleitpad bei. Ich habe eine Samsung 990 Pro verbaut – für diesen Einsatzzweck mehr als ausreichend.
Der Slot unterstützt Gen4 x4, was in der Praxis völlig genügt. Noch schnellere SSDs bringen hier kaum Mehrwert.
Auch bei den Anschlüssen legt die 17-in-1 nach:
2,5-Gbit-LAN, bis zu 140 W Ladeleistung sowie erweiterte Audioanschlüsse (Front: Combo-Jack, hinten: getrennt für Kopfhörer und Mikrofon).
In der Praxis liefert auch dieses Modell eine sehr solide Leistung:
240 Hz bei 4K funktionieren problemlos, ebenso der Betrieb von zwei 5K-Displays mit jeweils 60 Hz.
Auf klassische Benchmarks verzichte ich bewusst – dafür fehlen mir passende Thunderbolt-5-Speicherlösungen. Auch SD-Karten konnte ich mangels schneller Modelle nicht sinnvoll testen.
Fazit & Transparenz
Beide Dockingstations hinterlassen einen sehr guten Eindruck und funktionieren im Alltag absolut zuverlässig.Die Unterschiede liegen vor allem im Funktionsumfang und weniger in der grundsätzlichen Qualität.
Ich werde den Thread weiter beobachten und Fragen gern beantworten. Außerdem verlinke ich ihn in der Ugreen-Werbeanzeige.
Wichtig:
Die Hardware stammt nicht von Computerbase, und ich nehme auch nicht an Werbeeinnahmen teil.
Ich darf die Geräte behalten, war aber zu diesem Beitrag hier nicht verpflichtet – er entsteht freiwillig für die Community.
Ein weiterer Testbericht auf einer anderen Plattform folgt in den nächsten zwei Wochen, dort allerdings mit weniger technischem Fokus.
Anhänge
Zuletzt bearbeitet: