Umstieg von Band auf NAS Backup

Michi777

Commander
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Liebe Community!

Vorwort:
Nun wurde der Tandberg Bandwechsler zum zweiten Mal defekt (System & Move Fail laut Diagnostic), dieses Mal aber außerhalb der Garantie.
Da ein Bandwechsler teurer, nicht schneller und umständlicher ist würde ich anstatt des Bandwechslers gerne auf eine zweite NAS (rein für Backup) als Ersatz setzen.
Selbst Quartalssicherungen kosten (wenn HDD anstatt 2TB Band) weniger und können abgelegt werden.
Was sagt ihr dazu (Vorteile\Nachteile)?


Backup System:
Symantec Backup Exec 2012

Fileserver:
Synology DS1513 NAS (Raid 10 mit 3TB Nutzleistung) via iSCSI am SBS2011

Daten:
1,6TB (.dwg, pdf, docx, xlsx, jpg)

Backup Intervall (bisher):
MO-DO: Inkrementiell auf Band
FR: Full Backup auf Band
Täglich: Sicherung auf WD MyBook 2TB (wird wöchentlich ausgetauscht d.h. ein Exemplar nach Hause genommen)

Vielen Dank im Voraus!

Greetz
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich pers. arbeite seit dem Wechsel auf HDD Backups nur noch mit Fullbackups.
Empfehlen würde ich allerdings nicht unbedingt ein RAID 10... lieber ein RAID 1 und dafür dann noch ein zweites NAS als Spiegel.
 
Ich sage dazu, dass ein NAS strenggenommen nicht die Kriterien eines Backup erfüllt.
Ein NAS ist schneller, bequemer, billiger. Aber Festplatten sind eben kein Backupmedium.

Nun, Ich nutze auch ein NAS und diverse Platten für meine Backups. Deine 1,6 TB sind für Festplatten auch sehr überschaubar. Sprich: du bekommst deinen gesamten Datenbestand auf eine Platte.

Um den Sicherheitsaspekt nachzukommen, machst du halt dann mehrere Datenbestandskopien auf mehreren Festplatten.
Es ist ja bei dieser Datengröße kein Hit mal 3 Sicherheitskopien vorrätig zu haben.

Die letzten 90 Tage meiner Arbeiten sichere ich zusätzlich live in der Cloud. Dafür reichen bei mir 50GB die man sich finanziell durchaus leisten kann.
90 Tage deswegen, weil ich alle 3 Monate die Backupplatte vom Backup-NAS wechsle und außer Haus deponiere.

Also, wenn alles abbrennt habe ich die außer Haus liegenden Platten und online die letzten 90 Tage.


Ganz früher hatte ich noch einen Travan-Streamer - grausam.
Ergänzung ()

Bis vor paar Jahren habe ich auch noch ganz ordentlich mit "retrospekt" gesichert. Aber ich habe das Programm hassen gelernt. Schwer zu bedienen, wenns lief, dann lief es. Aber wehe du musstest es neu einrichten oder an deinen Datenbestand ran. Handbuch, wie war das noch mal gleich????

Heute synce ich meine Daten auf das NAS per Syncovery.
1. neue Daten dürfen geschrieben werden
2. Daten können nicht gelöscht werden
3. gleiche Dateinamen (speichern unter gleichen Namen) bekommen eine Versionierung im Dateinamen und werden jeweils als neue Datei angelegt.

Vorteil:
Das Dingen ist schnell.
Ich kann sofort auf die Backupdaten zugreifen.

Aber wie gesagt, ein Backup im Sinne des richtigen Wortlauts ist das nicht. Wenn das versicherungstechnisch bei Euch relevant ist, das bitte beachten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beschreibe mal deine Infrastruktur ansonsten macht es kein Sinn pauschal ja zum NAS zu sagen.
 
Ich sage dazu, dass ein NAS strenggenommen nicht die Kriterien eines Backup erfüllt.
Ein NAS ist schneller, bequemer, billiger. Aber Festplatten sind eben kein Backupmedium.
Natürlich sind Festplatten ein Backupmedium.... Ich betreue einige sehr Große Backup Systeme die nur Festplatten nutzen und überhaupt keine Tapes mehr die Dinger sind einfach der Wahnsinn... Ich möchte nie wieder zurück zum Band...

Was Festplatten nicht unbedingt sind sind Archiv Systeme aber das ist was komplett anderes.
 
Revolution schrieb:
Natürlich sind Festplatten ein Backupmedium.... Ich betreue einige sehr Große Backup Systeme die nur Festplatten nutzen und überhaupt keine Tapes mehr die Dinger sind einfach der Wahnsinn... Ich möchte nie wieder zurück zum Band...

Was Festplatten nicht unbedingt sind sind Archiv Systeme aber das ist was komplett anderes.

Du redest wahrscheinlich von SAN-Lösungen ala EMC, HP, NetApp usw, welche für diesen Einsatz auch durchaus geeignet sind. Eine 0815-NAS ist nochmal ein anderer Schuh und hat in einer produktiven Umgebung eigentlich nichts zu suchen.

Eine alternative wären RDX-Medien.
 
Ich denke Revolution meint, dass es einen Unterschied zwischen Backup und Archiv gibt. Recht hat er.

Backup, Archiv, Synchronisieren usw., Begriffe die bei uns "Krautern" ineinander übergehen. ;-)

Wir sollten jedoch festhalten, dass die "üblichen" NAS-Systheme sich nur bedingt als Backup-Medium eignen.
 
Liebe Community!

Jetzt stellt sich die Frage ob ich eine kleine NAS "Synology DS214" oder 2x "WB MyBook" anstatt den Bandlaufwerken nehme.
Natürlich klingt die NAS professioneller, ich konnte aber für diesen Einsatz (Täglicher Abgleich der Daten Dauer ~30min) bei Freigabe am Server (via USB 3.0 an Server und Gigabit LAN Netzwerk) keinen Vorteil für das NAS System finden, außer dass WD Red anstatt WD willkürlich verbaut ist.

Die Benutzer bekommen je täglich, wöchentlich und monatlich (d.h. 3x 2TB) in einem Netzlaufwerk angebunden und können so selbst ihre benötigte Sicherung sich holen.
Das passiert im Schnitt 2x im Monat.

1x 4TB WD MyBook ( 145€) + 1x 2TB WD MyBook (90€): 235€
...Vorteil: günstiger
Nachteil: WD willkürlich anstatt WD RED (NAS Dauerbetrieb)

oder

1x Synology DS214 (230€) + 2x 4TB WD Red HDD (230€): 530€
…Qualitätsvorteil: WD RED (NAS Dauerbetrieb) anstatt WD willkürlich
…Alternativvariante: Täglich & Wöchentlich als Raid 1 = erhöhte Ausfallssicherheit


Was sagt ihr?

Greetz
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann nur von meiner QNAP reden.
Den Vorteil den ich in meinem NAS zur Datensicherung sehe, sind die bequemen Zusatzfunktionen. Das wars auch schon.

Ich sichere ja ständig in die Cloud.
Mein NAS läuft, zeitgesteuert, nur 3 Stunden am Tag. In dieser Zeit packen alle Rechner ihre Änderungen auf das NAS. In dieser Zeit wird das NAS auch selbst gesichert.

Und ich nutze das NAS auch nur, weil es da ist. Ich glaube nicht, dass es "sicherer" ist als einfach eine Wechselplatte oder eine externe Platte.
 
Eine Rücksicherung von Daten sollte man nicht die Hände eines Users legen und weiterhin bin ich der Meinung, dass die Option NAS(Software-Raid) keine gute Option ist.
 
@Sty!a:
Die Sicherung passiert schreibgeschützt und die Benützer können nur lesen und ihre benötigte Datei von dort holen.
Das verringert den Administrationsaufwand

@all:

Denke wegen der für Dauerbetrieb ausgelegten WD RED, welche ich mir für die Synology aussuche kann, ist diese vorzuziehen.
Aber ansonsten wäre die Externe voll OK und bei den weniger Zugriffen, wsl. auch für meinen Fall, da aber nicht sehr teuer und langzeitige Investition kann ich mir die NAS erlauben für die Firma.
 
Oh das würde ich aber nicht machen... da muss der User nur mal durcheinander kommen und schon sind die Daten von Heute / der letzten Woche weg... Backups zurückspielen ist Adminsache...
 
Ein Vorteil des Syno-NAS wäre, dass du das Gerät auch räumlich getrennt woanders aufstellen kannst und die Daten dann verschlüsselt überträgst. Hat den Vorteil, dass bei Blitzschlag, Feuer oder sonstigen Katastrophen das Backup trotzdem erhalten bleibt.

Des weiteren bin ich gespannt auf eine fundierte Erläuterung, warum ein Backup auf eine Platte oder NAS kein Backup ist.
 
weils mir zu unsicher wäre. Wenns dir durch überspannung deine Festplatten, brät hast du ein Problem (was durchaus passieren kann). Revisionssicherheit ist da dann auch so ne Sache. Ich bin ein Freund von täglichen Full Backups auf Band die dann in nem anderen Gebäude als der Server steht liegen (natürlich in einem feuerfesten Safe)

LTO Streamer sind nicht mehr so teuer. Auch LTO 5 Bänder kosten nur noch um die 20 Eur.

Wenn du dann 20 Bänder kaufst und vier Wochen jeden Tag ein Vollbackup machst, dazu noch jeden Monat ein Band als Monatssicherung und ein Jahresband hast bist du auf der Sicheren Seite. Die kosten sind als Firma auch überschaubar (ca. 600€ Bänder, 1500€ LTO Streamer)
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ein Backup ist nur so gut wie die Umgebung in der es gelagert wird... wenn du deine Bänder brandersicher lagerst solltest du das NAS natürlich auch Überspannungsgesichert aufstellen. Das ab und an ein Satz Festplatten oder das ganze NAS im Tausch in einen feuersicheren Safe kommt wäre dann noch das topping.

An Bändern stört mich pers. alles... das Medium, der Verschleiß, die Kosten, das Laufwerk, der Platz, das Filesystem und so weiter...

Dann lieber 2x ein NAS, eins gegen Überspannung und Spannungsverlust gesichert aufgestellt, das andere im brandsicheren Safe und fertig. Wenns passt dann am liebsten 1-Bay NAS mit 4TB und jeden Tag / Woche wechseln. So hat man auch keine Probleme mit RAID.
 
Ok, wenn man zb. 2 NAS hat die an unterschiedlichen Standorten steht und sich spiegeln ist man auch relativ gut abgesichert.

Die kosten sind als Unternehmen definitiv tragbar. Wenn man im Jahr einen Satz an Bändern verbraucht sind das im Monat knappe 60€.

Die Laufwerke funktionieren eigentlich ewig wenn man sie ab und zu reinigt. Wenn man eine vernfünftige Backupsoftware benutzt, hat man auch kein Problem mit Rücksicherungen etc. (sollte man natürlich ab und an testen)
 
sucksgsh schrieb:
Die Laufwerke funktionieren eigentlich ewig wenn man sie ab und zu reinigt. Wenn man eine vernfünftige Backupsoftware benutzt, hat man auch kein Problem mit Rücksicherungen etc. (sollte man natürlich ab und an testen)
Ich kann jetzt nur von Tandberg Data sprechen, aber sowohl deren Streamer als auch die Autoloader halten nicht länger als vier Jahre. Für SMB Kunden rechnet sich Tape-Backup schlicht nicht mehr, da zu den Kosten für Streamer und Bänder auch noch die Kosten für eine Backupsoftware hinzukommen, seitdem MS sich dazu entschieden hat mit der Windows-Server-Sicherung keine Bandlaufwerke mehr zu unterstützen.
 
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