unterschiedlich leistungsstarke Endstufen im Heimkino

SteveV

Ensign
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Sep. 2008
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Hallo Community,

kann jmd. etwas zu folgendem fiktiven Szenario beisteuern:

Heimkino:
schön große ausgewachsene hohe Frontboxen 2 TT,2TMT, 1 HT
Center und SurroundBack eher mittelgroß 2 TMT , 1 HT
und kleinere Rear 1 TMT, 1HT

Angenommen ich versorge die Boxen mit verschiedenen Endstufen eines Herstellers einer Serie mit a 100watt (Front), 50watt (Center), 30Watt (Rear).

Die Vorstufe wäre ein AVR oder eine ausschließliche Vorstufe - wobei deren Ausgangspegel für alle Ausgänge gleich ansteigt.

Bekomme ich jetzt ein gleichmäßig lauterwerdendes Gesamtbild oder würden die Frontboxen gegenüber den Rear zu stark dominieren ?

Kompensieren sich der unterschiedliche Wirkungsgrad der Boxen (?wenn überhaupt vorhanden) und/oder der unterschiedliche Leistungsbedarf (durch weniger Tiefenanteil, der mehr Leistung bedarf) mit den unterschiedlichen Endstufenleistungen ?

Darauf wirkt dann noch die Lautstärkeentwicklung auf den Vorverstärkerausgängen des AVRs(logarithmisch, exponentiell, linear, S-Verlauf, und positiv/negativ Varianten)... Da diese für alle Ausgänge gleich ist, würde ich diese hier mal vernachlässigen.


Normal Klassisch wäre ein potenter AVR mit 5x echten 100watt, der irgendwann bei unangenehm Laut nicht mehr mitkommt.

Ist das obige Szenario nicht angemessener, dadurch dass jeder Box eine quasi passende Verstärkerleistung anforderungsgerecht bereitgestellt wird ?
Mein Hauptfokus liegt auf der Verwendung unterschiedlicher Endstufen einer Serie eines Herstellers.

Vielleicht kann mir jmd. dazu irgend einen Gedankenanstoß geben oder ggf. hat jmd. sogar schon so etwas mal bei sich so angeschlossen.


Vielen Dank. Gruß Steve
 
Kleiner Lautsprecher einer Serie haben einen geringeren Wirkungsgrad als die größeren - wird also so nicht unbedingt aufgehen dein Plan.
 
also jeder mir bekannte AVR oder AV-Vorstufe hat die Möglichkeit den Pegel der LS gegeneinander anzupassen.
wenn das nicht gehen sollte (aus welchem Grund auch immer?), dann kann man an den Eingangsstellern der Endstufen drehen. Sollten die das auch nicht haben, kann man sich noch mit einem Spannungsteiler behelfen(Poti einmal einstellen, ausmessen und ein Widerstandspaar in die Zuleitung löten).

Im Schnitt ist auf den Surround-Kanälen weniger Bass als vorne, aber darauf kann man sich natürlich nicht verlassen. Daher bist du auf das Bass-Management der Vorstufe angewiesen. Wenn du die Front-LS als "Large" definierst und die anderen LS z.B. bei 80Hz trennst, dann bekommen die niemals dieselbe Leistung zugewiesen und deine Rechnung dürfte aufgehen.

Ich hatte früher immer reine Vorstufen (erst Sony TA-E1000ES und später dann die 9000ES) mit unterschiedlichen Endstufen daran, auch unterschiedlicher Leistung und sogar Hersteller (z.T. Eigenbau). Das gab nie Probleme.
Z.B. hatte ich eine zeitlang "richtige" kräftige Eigenbau Endstufen für vorne und eine 4-Kanal TA-N220 hat mit zwei Kanälen die kleinen Surround-LS und mit den restlichen beiden Kanälen gebrückt den relativ (im Vergleich zu den Surround-LS) großen Center.
 
Einer hats immer mal gemacht oder ausprobiert.
Super vielen Dank!
 
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