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Video Essay: Editing von Fragmovies im Vergleich zu Film

chrissummers

Lieutenant
Registriert
Feb. 2008
Beiträge
626
Moin :)

Hab vor kurzem ein kleines Video zu dem Thema gemacht, da wir uns in der Uni mit "post classical cinema" beschäftigt haben und ich einige Parallelen entdeckt habe in der Entwicklung der Fragmovies.

Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen, hier ist das Video:
https://www.youtube.com/watch?v=rSDm-AQWyVg

Ich hab mich vorher nie mit Videoediting beschäftigt also verzeiht, dass es rein handwerklich noch etwas amateurhaft ist.
Würde mich über Feedback freuen, auch gerne Verbesserungsvorschläge. Auch gerne von Leuten, die sich nicht so sehr mit der Materie auskennen, ob es für sie trotzdem logisch nachvollziehbar ist usw.
 
Mhm …

Was soll man sagen … biggrin.gif

Das Sujet ist grundsätzlich durchaus interessant, allerdings wird im Hinblick auf das Fragmovie an und für sich und deren Entwicklung, der Kontext selbst sowie dessen darstellender Charakter eigentlich nur angerissen.
Auf wirklich nennenswerte exemplarische Beispiele wird kaum eingegangen.
Ich für meinen Teil kannte beispielsweise nur die wenigsten Genannten und ich bin eigentlich recht firm, was das betrifft.

… und der lapidare Hinweis auf Rücksicht obschon der Defizite im Bereich Videoschnitt & Co macht es auch nicht besser, da schlicht die handwerkliche Qualität, sprich Vorarbeit in Sinne der Auseinandersetzung mit der Materie kaum gegeben ist!wink.gif

Ich meine, gerade die letzten zehn Jahre hat kaum eine andere hauptsächlich von Amateuren gestaltete Sparte derart Aufwind erfahren können, wie die Passion der Spieler für Fragmovies, Montagen oder generell InGame-Content.
Was da die letzten Jahre an kreativer Leistung entstanden ist, sucht Seinesgleichen und ist mitunter wirklich sehr professionell und mit viel Hingabe kreiert worden …
Auf Youtube ist die letzten Jahre ein regelrechter Wettstreit, um nicht zu sagen -Kampf entstanden, die gegenüber dem Zuschauer oder Rezipienten geradezu um Aufmerksamkeit schreien.
Da werden jederzeit Unmengen an Let's Play oder Commentaries veröffentlicht die mitunter wirklich professionell produziert werden.


Da es ja aber hier vornehmlich um die Abhandlung über gegebene Parallelen zwischen Film und Frag-movie geht …
Der allgemeine Aspekt der ja nunmal gegebenen Cinematographie wird, wenn nicht bestenfalls vernachlässigt so doch fast vollkommen ignoriert.

Auch die kunstvolle oder als Stilmittel eingesetzte musikalische Untermalung, die – wie zwar kurz erwähnt – durchaus Inhalte zu unterstreichen fähig ist, wird kaum berücksichtigt …
Hier etwas, was sich eben dadurch durchaus auszeichnen dürfte;

War Thunder • Enyrian • „Crosses in The Sky“
http://www.youtube.com/watch?v=vMplAlPmUik


Exemplarisch für eine subjektiv vorhandene Bildgewalt, würde mir beispielsweise folgende Montage einfallen;
War Thunder • UndugrounDFM • „Until The End“
http://www.youtube.com/watch?v=l92Y10WPd_I


Und was die filmhafte Wiedergabe von Darstellenden Künsten betrifft, so dürfte Einigen Titel wie „Mine!“ oder etwa „The Pwnd Life“ etwas sagen, wobei die Leute dahinter selbst nicht davor zurückschreckten, für ihre Kreationen ganze Stücke zur Untermalung zu komponieren, die sich keinesfalls verstecken müßten.

Battlefield ² • Snoken Productions • „Mine!“
http://www.youtube.com/watch?v=2Gg3Ik0JKVw

Battlefield ² • Snoken Productions • „Mine! 2“
http://www.youtube.com/watch?v=S3Z0aVBF1tA

Battlefield ² • CFF Crew | Jared Hudson • „The Pwnd Life“
http://www.youtube.com/watch?v=SVCylMVMTiI


Schnitttechnisch fielen mir beispielsweise Tek-9' „9 Lives“ von Stevvy, „RAPID | PARADOX“ von Valletta oder etwa „Beware of the Shark“ ein.
Letztgenanntes finde ich persönlich eines der besten mir bekannten Kompositionen.

Call of Duty 4 • Valletta • „RAPID | PARADOX“
http://www.youtube.com/watch?v=qcWRvZ7EYdc

Call of Duty 4 • SWL • „Beware of the Shark“
http://www.youtube.com/watch?v=8OlYVyspIXs

Call of Duty 4 • TEK-9 | Stevvy • „9 Lives“
http://www.youtube.com/watch?v=pWTAs3HP_VI


Meiner Meinung nach hat sich gerade die Szenerie um Frag-Movies, Commentaries und Ähnlichem letztlich zur bildgewordenen Epik der darstellerischen Künste entwickelt, wo allerorten vielfach kenntnisreiche Schöpfungen entstehen.
Und gerade das reißt das Video-Essay vielleicht im Ansatz an, aber mehr auch nicht.

Soweit jedenfalls meine Kritik …
Abgeleitet von griechischen κριτική [τέχνη], kritiké [téchne], bezeichnet sie doch nichts Anderes als „die Kunst der Beurteilung“! augen15x18.gif


In diesem Sinne

Smartcom
 
Lieber Smartcom, es tut mir leid, dir das mitteilen zu müssen, aber deine Antwort geht etwas am Thema vorbei. Vielleicht solltest du noch einmal das Video schauen, es scheint, du hast nicht ganz erfasst worum es geht.

Zum Ersten erkläre ich ja nicht umsonst, wieso ich ausschließlich auf Counterstrike Videos eingehe. Die von dir angeführten Werke sind allesamt nicht aus Counterstrike und fast alle auch keine Fragmovies.
Zum Zweiten sind viele der Aspekte, die du versuchst hochtrabend zu beschreiben, gar nicht für das Essay relevant. Es geht hier um eine "intensified continuity" und Methoden diese zu erreichen. Ich würde dir empfehlen den entsprechenden Artikel von David Bordwell zu lesen, denn offensichtlich kannst du mit der Thematik nichts anfangen, sonst hättest du sie wenigstens ansatzweise in deiner Antwort aufgegriffen.
Zum Dritten wundert es mich, dass dir die von mir genannten und gezeigten Fragmovies nichts sagen. Jeder halbwegs aktive Counterstrike Spieler oder jemand der es einmal war, kennt den Großteil dieser Filme. Hier scheint dir einfach die Expertise im Bereich der Counterstrike Fragmovies zu fehlen. Das ist auch nicht weiter schlimm, nur solltest du dann nicht so tun, als wäre meine Auswahl so fragwürdig. Ich lade dich herzlich dazu ein, die von mir präsentierten Videos zu googlen und herauszufinden, dass sie zu den berühmtesten Werken zählen, die auf Szene Seiten wie planet-movies.de zahlreiche Awards gewonnen haben.

Ich bedanke mich trotzdem für deine ausführliche Antwort, viel Spaß bei der Recherche.
 
Neo - The one and Only fehlt, war das nicht eins der ersten mit einem selbstgestaltetem Intro? Ansonsten kamen mir viele Erinnerungen hoch, danke dafür. Inhaltlich kann und will ich dazu gar nichts sagen, ich schau mir lieber die Frags an.. ;) Und ja, die meisten (ich kannte bis 2008 alle Videos). Die Auswahl hat schon ihre Berechtigung! Man hätte noch über eoL nachdenken können und Restock, wobei da definitiv noch viel mehr Frags und nicht das Videoediting im Vordergrund stand, glaube ich... Ist ja nun auch schon 10 Jahre her das ganze :D
 
hi chris, cooler name ;)

Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich nie so großer Fan von "neo - the one" war, aber wenn ich heute vergleiche mit anderen Videos, die zu der Zeit herauskamen, sehe ich nicht viel besonderes. Es macht vieles, was The Art to Frag macht vielleicht minimal besser, wobei das zum Teil an den besseren Szenen liegt, nicht unbedingt am Editing. Hard Clan - Die Hard ist aber zum Beispiel vor The One herausgekommen und ist sicherlich etwas wegweisender gewesen als The One und auch als eolithic. Letzteres ist zwar eines meiner Lieblingsvideos, aber vom Schnitt ist es sehr traditionell - sogar für damalige Verhältnisse.

Einen der Restock Teile wollte ich ursprünglich mit reinnehmen, aber gerade die ersten bekommt man ganz schwer in ordentlicher Qualität. Deshalb wurde es dann verworfen.
 
Hi,

fands dein Video wirklich interessant. Man konsumiert meistens ja nur, aber denkt nicht wirklich darüber nach, was, und wie es einem gerade präsentiert wird. Das gilt für Filme, sowie für alle anderen Medien in Videoformat.

Klar könnte man hier diskutieren, ob jenes oder dieses Fragmovie mehr Relevanz hat, aber das bleibt meiner Meinung nach geschmackssache. Deine Beispiele eignen sich sehr gut, um deine Thesen zu unterstützen.
Mein absoluter Favourit ist immernoch EVE von ca. 2007. Besonders der Einsatz der Musik ist hier gut gelungen.
War glaub ich damals Video des Jahres bei PlanetVideos.

Wie kams zu diesem Video Essay? Kannst du mehr über deine Motivation berichten?

MfG
 
Hi qualeman :)

Ich weiß genau was du mit dem ersten Absatz meinst. Wie schon im Eingangspost geschrieben, hatte ich letztes Semester eben ein Seminar, welches sich durchaus in die Tiefe gehend mit modernen Filmen auseinandergesetzt hat und das größtenteils nicht inhaltlich, sondern methodisch und auch in Beziehung auf ein anderes, modernes Publikum. Klingt vllt etwas abgehoben, aber ich kann dir, wenns dich interessiert das Buch "Cinematic Body" von Shaviro empfehlen.
Mein Thema ist ja dagegen noch recht simpel und bezieht sich größtenteils auf das angesprochene Essay von Bordwell. Als ich das Essay für das Seminar gelesen habe, ist mir sofort aufgefallen, dass die Neuerungen und Änderungen, die Bordwell beim Editing in Filmen beschreibt, auch auf moderne Fragmovies zutreffen. Ich weiß gar nicht wieso mir das sofort auffiel, denn ich hatte mich lange nicht mehr mit Counterstrike beschäftigt, aber ich versuche eigtl immer meine persönlichen Interessen, also u.a. Computerspiele, mit meinen wissenschaftlichen/universitären Interessen zu kombinieren. Auf solchen Gebieten wurde auch bisher verhältnismäßig wenig gemacht und das reizt mich dann umso mehr. Lieber selbst etwas herausfinden als etwas machen, was schon 100 andere getan haben. Soviel also zu meiner Motivation ;)

Zum Thema Eve. Ist ein tolles Video und hat bei mir auch beinahe eine komplette Din-A4 Seite Notizen bekommen bei meinen Recherchen. Allerdings flog es am Ende doch raus, weil es
1. meiner Meinung nach nicht (nur) wegen Schnitt und Kameraführung so besonders ist (und darauf versuche ich mich ja zu beschränken)
2. sonst einfach auch den Rahmen gesprengt hätte. Ich wollte unbedingt unter 20 Minuten bleiben und wenn ich Eve erwähnt hätte, wäre auch ein Vergleich mit einem Film schön gewesen usw usf.

Es ist aber durchaus möglich, dass ein zweiter Teil, der einen anderen Aspekt zwischen Film- und Fragmovie Entwicklung aufgreift, nachkommt.
 
Nettes Video was den alten Fragmovies nochmal den nötigen Respekt zollt. Haut mich gerade ziemlich um, dass ich wirklich fast alle davon selbst hunderte Male gesehen habe. War mir früher aber nie bewusst, dass es sich dabei um die ersten und gleichzeitig wichtigsten Werke handelt.
 
chrissummers schrieb:
...aber ich versuche eigtl immer meine persönlichen Interessen, also u.a. Computerspiele, mit meinen wissenschaftlichen/universitären Interessen zu kombinieren. Auf solchen Gebieten wurde auch bisher verhältnismäßig wenig gemacht und das reizt mich dann umso mehr. Lieber selbst etwas herausfinden als etwas machen, was schon 100 andere getan haben.

Und genau so sollte es meiner Meinung nach auch sein. Der Grund, warum ich mir dein Video in erster Linie angesehen habe war, weil mir ein Werk mit dieser Thematik noch nie begegnet ist. Das weckte sofort mein Interesse.

Viel Erfolg weiterhin. Ich hoffe die Leute in der Uni wissen die Arbeit zu schätzen. :-)
 
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