Vorbereitung aufs Studium

FreeZer_

Captain
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Hallo alle miteinander,

ich besuche als letzter G9-Jahrgang ein allgemeinbildendes Gymnasium in Deutschlands Süden, und habe leider das riesige Vergnügen in meinem Bundesland (BW) gleichzeitig mit dem "ersten" G8-Jahrgang mein Abitur machen zu dürfen. Heißt, zumindest hier gibt's quasi die doppelte Menge an potentiellen Studenten.

In der Schule bin ich gut und gehe auch davon aus, dass ich mit dem Abitur keine Probleme haben werde und es recht gut abschließen werde.

Meine Interessen fürs Studium gehen in Richtung Wirtschaftsinformatik oder BWL mit Wirtschaftsinformatik als Schwerpunkt (wird ja auch an einigen Universitäten angeboten).

Da bis zu meinem Abitur im Frühjahr 2012 (die Welt ist dann hoffentlich noch nicht untergegangen :lol:) noch etwas Zeit vergeht, stellt sich für mich die Frage, wie ich mich schon "vorher", ohne Zeitdruck ein bisschen darauf vorbereiten kann, um mir den Studiumseinstieg bzw das Studium selbst etwas zu vereinfachen.

Sollte ich versuchen jetzt schon eine Programmiersprache zu erlernen (wenn ja, welche)?

Gibt es sonst noch mögliche Dinge die ich jetzt schon, ohne Eile, erlernen kann, die mir später helfen können?



Vielen Dank im Voraus an euch alle!
 
wenn du informatik studieren willst, solltest du dir eventuell C++ anschauen. Allerdings ists von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich welche Sprache gelehrt wird. wenn du die Grundlagen C++ drauf hast kannste auch C# :D

ansonsten vielleicht mathe bissl anschauen: Integral / Differenzialrechnung, eventuell sogar Differnzialgleichungen

Vieles wird die allerdings direkt an der Uni/FH beigebracht
 
viele unis setzen auch auf java, vorallem wegen der plattformunabhängigkeit ... die unterschiede sind nicht gravierend, beides lässt sich durch das andere besser verstehen/erlernen.

aber erstmal klein anfangen: hast du einen infokurs an der schule? (aktuell/früher) ... wenn du noch nie programmiert hast, fang lieber mit einfachen dingen an, wie struktorierter programmierung bspw. einfaches c oder pascal etc.

mathevorbereitung kannst du quasi vergessen, alles was du vor-lernst (und verstehst), wirst du wahrscheinlich innerhalb von einem semester an der uni durchkauen.
 
Auch wenns hart klingt: Wirtschafsinformatiker sind BWLer die in C# oder ABAP eine GUI zusammenklicken können. (Es ist natürlich von Uni zu Uni unterschiedlich, aber es ist meistens so, dass auf ERP-Systeme und FI/CO wesentlich mehr wert gelegt wird) Wenn du dich auf das Studium vorbereiten willst, dann bereite dich nicht auf die Informatik vor, sondern auf die anderen 80%: BWL (unterstreichen und bunt ausmalen)
Mathe wiederholen kann nicht schaden, kommt aber drauf an, in welchem Bundesland du studieren willst. Sollte es eine Uni außerhalb BaWüs/Bayerns sein musst du dir um Mathe keine Sorgen machen.
 
Hi,

ich selbst habe auch Wirtschaftsinformatik in BW studiert und wenn du jetzt schon was machen willst, dann lern am besten etwas Java. Das bringt dich in dem Studium immer weiter, auch wenn vll auch mal c++ oder c# drankommen. In meinem Fall hat java und vb.net völlig ausgereicht.
Überleg dir auf jeden Fall gut, ob du denn eher zur BWL oder zur Informatik tendierst bzw. wo du den Schwerpunkt setzen willst. An meiner Hochschule war das Verhältnis von BWL/VWL und Informatik im Verhältnis 60/40 zu sehen. Also im Tiefgang dann eher BWL-lastig.

Gruß
Fr4g3r
 
kann mich meinen vorredner nur anschliessen.ich studiere zwar physik aber habe als nebenfach informatik.die da gelernte programmiersprache war und ist java.das wird wohl auch 2012 noch so sein :)

wie du dich am besten vorbereiten kannst?ich würde dir empfehlen,einfach zur nächsten uni zu düsen um dir dort die einführungsveranstaltungen anzuschauen.damit hast du nen super überblick und ausserdem hast du nicht mehr gewisse "berührungsängste".ich selber habe das leider vor meinem studium nicht gemacht.wenn ich jetzt aber nochmal neu anfangen würde dann würd ich mir die ganzen vorlesungen mal im vorfeld anschauen.

liebe grüsse
flo
 
Vielen Dank für Eure Antworten schonmal,

habe mich bei der Wahl für eine geeignete Universität jedoch nicht auf BW/BAY festgefahren - mir würde es nichts ausmachen auch weiter nördlich zu studieren :D.

@b03ch7: Wie kann ich denn das verstehen, dass ich mir um Mathe keine Sorgen mehr machen müsste? Ist BaWü/Bay anspruchsvoller als "die da oben" ? Weiß bisher nur, dass in NRW Mathe wohl nicht so komplex ist. Auch, was könnte man denn tun um sich auf den BWL Bereich besser vorzubereiten, wenn Informatik, wie du sagst, nicht ganz so viel sein wird?

@Fr4g3r: Danke für deine Antwort, also hier scheint Informatik ja doch nicht ganz so unwichtig zu sein wie bei b03ch7.


Frohe Weihnachten euch allen!
 
FreeZer_ schrieb:
@b03ch7: Wie kann ich denn das verstehen, dass ich mir um Mathe keine Sorgen mehr machen müsste? Ist BaWü/Bay anspruchsvoller als "die da oben" ? Weiß bisher nur, dass in NRW Mathe wohl nicht so komplex ist. Auch, was könnte man denn tun um sich auf den BWL Bereich besser vorzubereiten, wenn Informatik, wie du sagst, nicht ganz so viel sein wird?

Moin,

an meiner "niederwertigen Uni ausserhalbs Bawü/Bay" bestand im Grundstudium Wirtschaftsinformatik zu 1/3 Mathe, 1/3 Informatik und 1/3 Wirtschaft. Ich habe es nicht studiert, aber laut Aussagen von Kommilitonen waren die Mathevorlesungen oft zusammen mit den Mathematikern (und die Informatikvorlesungen waren auch sehr theoretisch), so dass mehr als die Hälfte der Studenten ("die, die sich um Mathe keine Sorgen machten") nach 1-2 Jahren alle etwas anderes studierten. (Wobei die jetzt auch nicht aus Bawü/Bay kamen, die hätten das alle geschafft.)

Gerade mit den neuen Bachelor/Master-Studiengängen kann sich jede Uni im Bereich Wirtschaftsinformatik eigene Studiengänge zusammenbasteln... je nach Schwerpunkt kann da von einem gesunden Mix bis zu großen Schwerpunkten in Mathematik, Informatik und Wirtschaft alles herauskommen. Das ist auch in Ordnung, denn jeder Student hat ja selbst auch verschiedene Interessen.

Wichtig wäre daher, dass du dich vorher bei deinen Wunschunis informierst, ggf. auch die Fachgruppen mal anschreibst (die freuen sich), sonst landest du nachher in einem Studiengang der zwar Wirtschaftsinformatik heisst, aber nichts mit deinen Vorstellungen zu tun hat.
 
Ich möchte noch einen ganz anderen Vorschlag machen: Geniess doch einfach das Leben und den Ausklang der Schulzeit! Im Studium wird ohnehin bei 0 angefangen und lernen müssen wirst du in den nächsten Jahren auch noch viel mehr, als dir wahrscheinlich lieb sein wird. Darum, finde ich, sollte man sich nicht im Vorfeld schon darauf versteifen, möglichst gut vorbereitet ins Studium zu gehen.
 
Such dir eine beliebige Uni, die Wirtschafsinformatik hat, und setz dich in die Vorlesungen der ersten Semester mit rein. Am besten mal eine ganze Woche.
Gut möglich, dass du es dir danach anders überlegst. Aber besser jetzt, als während des Studiums.
 
Ich würde auch sagen, dass du einfach abwartest, was dich dann erwartet. Wenn du im Studium vernünftig mitarbeitest, dann musst du dich nicht großartig vorbereiten. Gerade weil es "nur" Wirtschaftsinformatik sein soll. Nicht dass ich das für schlecht halte, aber der ganze übermäßige theoretische, mathematische Ballast eines reinen Info-Studiums fällt weg. Meistens gibt es nur eine Mathe-VL für das ganze Studium. Der Rest ist wirklich nur Winfo-Inhalt, wie baut man Systeme für Unternehmen und wie sind GUIs schön usable.

Zu NRW: Ich denke, dass die RWTHler widersprechen, wenn man sagt Mathe sei in NRW nicht komplex...
 
Also ich weiß ja nicht woher diese Vorstellungen kommen, dass man in Wirtschaftsinformatik "schöne" GUIs baut oder nur 1 Vorlesung Mathematik hat, aber dem muss ich gänzlich widersprechen. Es mag ja sein, dass an manchen Unis oder FHs der Studienplan ein wenig in diese Richtung gehen mag, aber im großen und ganzen ist es nicht so.

Ich habe auch Winfo studiert und wir hatten beispielsweise 3 Semester lang (von 6 insgesamt) Mathe (Analysis, Lineare Algebra, Statistik, Graphentheorie..) , während "schöne GUIs" bauen überhaupt kein Thema war, wenn überhaupt, dann mal am Rande. Dafür gibt es noch andere Studiengänge, die auch fundiert an diese Sache herangehen.

Dass der Theorieanteil nicht so hoch ist wie bei Informatik kann ich allerdings bestätigen. Man schlägt sich also weniger mit Algorithmen und Logik herum als bei reiner Informatik, allerdings kann etwas Vorwissen in dieser Richtung nicht schaden. Auch im Bereich Datenbanken hilft es, wenn man bereits erste Erfahrungen im Umgang damit gesammelt hat.
Ich würde mich aber nicht zwingen unbedingt Vorwissen zu erlangen, denn immerhin studierst du das Fach ja erst nach dem Abi und lernst das Notwendige dort.

Was allerdings hilft ist, dass du entsprechende Fachzeitschriften (sei es nur c'T oder iX, Computerwoche ist auch sehr interessant) liest und somit einen Überblick erhältst, was in der Wirtschaftsinformatik aktuell ist und welche Technologien eingesetzt werden. Damit lassen sich viele Inhalte des Studiums gleich einordnen und man hat Bezug zu der Theorie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Erfahrungen decken sich da mit denen von Scantid.

Auch ich habe während meines Studiums in fast jedem Semester Mathematikvorlesungen gehabt.
Analysis, Statistik, Vectorrechnung, Logik und Algebra, Mengenlehre und noch paar mehr.
Zum Teil dann auch wieder vereint in weiteren Vorlesungen wie Datenbanken, Operations Research, Business Intelligence und natürlich als Grundlage für die Programmierung.

Zugegebener Maßen war das Ganze vielleicht nicht so Tief wie in einem reinen Informatikstudiengang, dafür sind wir aber auch Wirtschaftsinformatiker und kennen uns in BWL gut aus und haben ein prozessorientiertes Denken bzw. Vorgehen bei der Umsetzung von Aufgaben.

Es wäre in 6 Semestern ja auch schlecht möglich den kompletten Inhalt eines Informatikstudiums und eines BWLstudiums zu vereinen ohne dabei Abstriche zu machen. Trotzdem kann ich dir, bei gegebenem Interesse an der Materie, mit gutem Gewissen zu diesem Studiengang raten. Ein "guter" Wirtschaftsinformatiker versteht sein Handwerk so gut, dass er sehr gute Chancen auf dem Stellenmarkt hat. Alleine in meinem Studienjahrgang hatten 93% alller Absolventen schon vor dem Abschluss einen Job.

Aus Sicht von Unternehmen machen Wirtschaftsinformatiker nämlich in vielen Bereichen Sinn, da sie bei der Umsetzung ihrer Aufgaben auch das Wissen über Kosten und die BWL-Grundlagen haben. Und beim Thema Geldsparen - so viel ist sicher - sind Unternehmen gleich dabei ;-)

Trotz allem will ich aber auch darauf hinweisen, dass die Erfahrungen in anderen Bundesländern vielleicht stark abweichen können. Dazu kann ich nichts sagen, da ich mich nur nach Hochschulen in BaWü umgeschaut habe. Dazu können vielleicht andere mehr sagen ;-)

Wenns dir weiterhilft, dann kann ich dir gerne heute Nachmittag mal meinen kompletten Modulplan für das Studium abtippen.

Gruß
Fr4g3r
 
Zuletzt bearbeitet:
also ich fände den Modulplan interessant da ich mich hier in BW bei zwei FHs für ein WI Studium beworben habe... ;)

Ich muss mich mal aufraffen Mathe zu büffeln, denn Mathe hatte ich zuletzt vor 5 Jahren und ein paar Grundlagen sollte man schon parat haben oder irre ich mich da?
 
Hi charmin,

alles klar, ich tipp dir das heute Nachmittag ab. Habs leider net digital, sondern nur hinten auf meiner Bachelorurkunde.

Also Grundlagen sind nie verkehrt, aber generell wird alles so behandelt, dass man es auch schafft wenn man das erste mal damit zu tun hat. Wenn Grundlagen vorhanden sind, dann wirds dir halt leichter fallen, ansonsten musste vielleicht während den Vorlesungen bzw. danach etwas mehr machen.

Gruß
Fr4g3r
 
@Fr4g3r

ich würde es auch interessant finden, weil ich wahrscheinlich vor habe zum kommenden Wintersemester mich auch für Wirtschaftsinfo zu bewerben.
Wenn es möglich wäre schicke mir das bitte auch.
Danke schonmal im Vorraus. :)

edit:
Welche HOchschule ist es denn geworden?
Werde mich eventuell auch mal in Stuttgart bewerben, weil es dort nicht schlecht sein soll?
Die beste für Wirschaftsinfo soll aber die TU Darmstadt sein, kann das jemand bestätigen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, geht klar, dann post ichs nachher einfach hier in den Thread, dann haben alle was davon.

Gruß
Fr4g3r
Ergänzung ()

Hi zusammen,

wie versprochen, hier die Auflistung der einzelnen Pflicht-Module:

1. Grundlegende Methoden der WI
2. Umsetzung von Methoden der WI
3. Geschäftsprozesse und deren Umsetzung
4. Neue Konzepte der Wirtschaftsinformatik
5. Grundlegende Konzepte der IT
6. Umsetzung von IT-Konzepten
7. IT-Management
8. Grundlagen der Programmierung
9. Fortgeschrittene Programmiertechniken
10. Datenbankentwurf und Datenbankprogrammierung
11. Web-Entwicklung
12. Verteilte Systeme
13. Neue Konzepte der Systementwicklung
14. Grundlagen der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre
15. Grundlagen der Rechnungslegung
16. Finanz- und Rechnungswesen
17. Marketing
18. Unternehmensführung und Controlling
19. Personalmanagement
20. Volkswirtschaftslehre 1
21. Volkswirtschaftslehre 2
22. Recht 1: Grundlagen und allgemeines Vertragsrecht
23. Recht 2: Wirtschaft- und EDV-Recht
24. Mathematik
25. Statistik und Operations Research
26. Wissenschaftliches Arbeiten
27. Branchenorientierte Vertiefung: Business Engineering 1
28. Branchenorientierte Vertiefung: Business Engineering 2
29. Branchenorientierte Vertiefung: Business Engineering 3
30. Angewandte Theorie 1
31. Angewandte Theorie 2
32. Praxismodul 1
33. Praxismodul 2
34. Praxismodul 3
35. Bachelorarbeit

Wahlmodule sind da noch nicht mit drin, da diese von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sind und nicht benotet werden. In allen oben genannten Modulen muss mindestens eine, oftmals sogar 2 schriftliche Prüfungen abgelegt werden.

So wars bei mir :p

Gruß
fr4g3r
 
@Fr4g3r
Danke.:)
 
auch von mir ein Danke! Bin mal gepannt, wenn alles klappt geht es in diesem Sommersemester los... :)
 
Ein bisschen offtopic, aber...

Du studierst frühstens 2012 und willst dich jetzt schon vorbereiten? Wenn du nach Oxford oder Cambridge willst, OK, aber hört sich doch eher so an, als würdest du eine "normale" deutsche Uni vorziehen.

Dann frage ich mich, wie es andere Leute schaffen, ein Studium gut zu meistern, wenn sie NICHT zwei Jahre vorher schon gelernt haben.

Mach erstmal dein Abi, genieße das Leben. Das Studium wird dir noch schnell genug zum Fulltimejob werden.
 
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