Wandel von Ökonomie,Technologie,Soziologie und Politiologie

Wischbob

Captain
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hallo, befasse mich grad ein wenig mit Marketing.Vielleicht gibt es ja hier jemand der sowas beruflich macht bzw studiert :)
Meine Frage wäre was sich in Ökonomie,Technologie,Soziologie und Politiologie in den letzten Jahren bzw Jahrzehnten verändert hat.Besonders an Fallbeispielen von Firmen bzw Industriezweigen.
mir fällt nämlich nicht allzu viel dazu ein...
als beispiel würd ich sagen, das in bezug auf die technologie der einsatz von industrierobotern folgendes verändert hat:
firmen (besonders natürlich Automobilindustrie) haben den erheblichen vorteil, das Roboter besser,schneller, mit einer um x höheren wiederholgenauigkeit arbeiten können als menschliche mitarbeiter.sind auch nach abschreibung um einiges "günstiger" als ein mensch
Dagegen kann man jetzt agumentieren, das auf sozialverträglicher seite der einsatz negativ zu sehen ist, da dadurch ja auch arbeitsplätze wegfallen.widerrum können maschinen arbeiten verrichten, die menschen nur schwer zumutbar sind bzw immer gleiche arbeitsabläufe und gesundheitsgefährdende tätigkriten.
habt ihr andere beispiele zu den 4 oben beschriebenen formen und deren wandel (eventuell auch in abhängigkeit zueinander)?

das problem ist nämlcih das ich von marketing (noch) fast garkeinen plan hab.Befasse mich beruflich nämlich eigentlich mit den oben beschriebenen Industrierobotern..
vielen dank erstmal
 
Produktionstechnik:
Das Beispiel der Automobilindustrie hast Du selbst angeführt. Angesichts der Erfolge der japanischen Produzenten sahen sich die US-Hersteller und auch die Europäer gezwungen zu reagieren. Heraus kamen Lean Management, Total Quality Managment, Kaizen, Gruppenfertigung, Automatisierung usw.

In der Ökonomie (Marketing) hat der Wandel von Verkäufer- zu Käufermärkten alles umgekrempelt. Die Marketingstrategen können kaum noch richtige Bedarfe entdecken, die es zu decken gäbe. Und die Konsumenten haben den Wertewandel durchgemacht und sich kräftig individualisiert. Daher ist es ungeheuer schwierig, klassische Kundengruppen zu identifizieren und zu bearbeiten: Der Porschefahrer fährt bei Aldi vor, um günstig zu shoppen, schlendert aber am Nachmittag auch noch bei Escada vorbei und kauft seiner Frau ein Kleid für 3.000 Euro. Der arme Student gönnt sich ein ganzes Jahr lang nichts und leistet sich dann eine Kreuzfahrt auf der AIDA.

Zum Thema Soziologie fällt mir gleich das Stichwrot Demografie ein. Das verändert unsere Gesellschaft bisher nur schleichend, weil wir die Auswikungen noch nicht so recht bemerken. Aber allein die gesunkenen Geburtenraten der letzten Jahrzehnte werden uns noch das Genick brechen.

Darüber hinaus ist absehbar, dass wir uns von der Vorstellung der Vollbeschäftigung für alle verabschieden müssen. Zum einen ist es der technologische Fortschritt, der Arbeitsplätze für Menschen fordert, zum anderen vergrößert sich das Heer der schlecht ausgebildeten Leute, die kaum noch vermittelbar sind. Eine zunehmende Anzahl von Menschen wird sich mit mehr als einem Job durchschlagen müssen und dabei nicht immer so gut wie bisher über die Runden kommen.

Mir fällt noch viel ein, aber ich will hier keinen Roman schreiben.
 
schade :)
hast aber schon sehr geholfen...thx.
 
Du kannst, wenn Du den Zeithorizont entsprechend wählst, auch den Mauerfall einbeziehen, der uns nicht nur den Solidaritätszuschlag beschert hat, sondern auch die Modernisierung des Ostens, die NATO- und EU-Erweiterung usw.

Edit: Ich baue das Beispiel auch gleich mal aus: Bekanntlich haben sich die Versicherungsunternehmen gleich nach dem Mauerfall in Richtung Ostdeutschland aufgemacht, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, das sie zuvor angespart hatten, weil sie es ohnehin nicht ausgeben konnten. Bei dieser Gelegenheit wurde unendlich viel Schindluder betrieben.

In der Wirtschaft wurde die Gelegenheit genutzt, die Produktion zu verlagern (Beispiel: Müller-Milch). Bei der Erweiterung der EU kann man sich fragen, wodurch die neuesten Beitritte motiviert sind. Rumänien und Bulgarien können den alten EU-Staaten wirtschaftlich in keiner Weise das Wasser reichen. Aber wenn man dort produzieren lässt, dann ist die spätere Ausfuhr nach Deutschland, Frankreich usw. völlig problemlos, weil es schließlich den freien Güterverkehr in der EU gibt (kein Zoll, kein Stress).
 
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