Wann kommt mal ein "installationsmanager" für Linux???

sylvio2000

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Ich weiß sicherlich, dass ich hier ein grundlegendes Thema von Linux (Unix ?) anspreche. Aber ist es nicht so, dass die Anwenderfreundlichkeit von Linux doch eher daran scheitert, dass es einfach nicht möglich zu sein scheint eine windows-ähnliche automatische installationsprozedur für alle Anwendungen zu schaffen?

Ich bin selbst nur ein Linux-Noob, und mir ist auch schon aufgefallen, dass sich viel getan hat. Vor allem die Distris wo ich ja quasi schon alles dabei hab, was ich im täglichen Leben so brauche. Aber ist nicht das gerade eine Bestätigung dafür, dass es für einen Neuling (ich wage sogar zu behaupten auch für einen Fortgeschrittenen) kaum oder sehr schwer möglich ist, einfach mal selbst ein Programm seiner Wahl zu installieren?
Ich persönlich hatte damals schon arge Probleme nur mal eine neue Mozillaversion zum Laufen zu bekommen.

Was haltet ihr davon?
Wird es in Zukunft so ein Installationssystem auch für Linux geben? Wird vielleicht schon daran gearbeitet?
 
Also die Talkback installer von Mozilla sind doch so, Open Office doch auch, von daher denke ich das das auch immer mehr kommt.
 
Ich glaube, ich weiß was du meinst: Die Wizards.
Ich persönlich mag Wizards nicht, aber viele haben sich daran gewöhnt.
Allerdings ist es nicht so, dass es überhaupt keine Installtionsroutinen gibt, siehe OpenOffice oder die Linuxinstaller von Enemy Territory und UT2K3.

Außerdem gibt es doch "rpm" und "apt-get", letzteres ist sogar bequemer als die Wizards, da es automatisch die neusten Versionen aus dem Netz zieht, ist aber nur bei Debian basierten Distros standardmäßig dabei, oder man baut sich ein LFS mit "apt-get" zusammen.
Ich habe auch noch Madrake drauf und dieses bietet z. B. ein Control-Center. Dort kann man sich dann die neusten Versionen in rpm Form ziehen und diese werden dann automatisch installiert.

Das was mich an den meisten Distros nervt, ist, dass meine Fritz!Card DSL nicht unterstützt wird, zudem habe ich es nur einmal geschafft sie zum laufen zu bringen.
Daher sollte man versuchen, so gut wie möglich am Hardwaresupport zu arbeiten.
 
Das wäre wirklich mal eine gute Lösung....

Ich bin auch ein Neuling, hatte Mandrake installiert und bin dan nicht weiter gekommen mit der Installation von Programmen.

Man ist anscheinend schon zu verwöhnt/versaut von Windows, da man immer die Setup.exe sucht....

Bei Linux muss sich noch einiges tun, damit der Desktop erobert werden kann.

ciao
BB
 
Linux ist halt nicht für normale Leute gemacht.

Und bis die Coder das kapieren, wird sich Linux auch (berechtigterweise) nicht durchsetzen.

rpm funzt eh die halbe Zeit nicht, weil jedes Packet von 43262 anderen abhängt und apt-get könnte langsam auch mal was grafischer werden
 
Also ich bin auch Linux-Anfänger, aber ich denke wenn man eine der großen Distributionen hat
(Ich verwende Mandrake 9.1) dann ist einem schon sehr geholfen. Und das mit den RPMs ist eine sehr coole Sache, da man auch ohne Breitband Internet viele tolle Programme geniesen kann, sofern man sie für die eigene Distribution findet.
Auch das manuelle installieren von Programmen finde ich nicht schlecht, dazu braucht man nur tutorials oder Leute die man fragen kann, z.B. Boron :D

Das einzige Problem auf das ich hin und wieder stoße sind die Abhängigkeiten verschiedener Programme von diversen Libs, die man sich dann zuerst zusammensuchen muss.:rolleyes:
Aber ansonsten macht es eine Menge Spaß, das Zeug zusammenzuflicken und die Zusammenhänge zu begreifen.:D
 
Original erstellt von Blutschlumpf
rpm funzt eh die halbe Zeit nicht, weil jedes Packet von 43262 anderen abhängt.

Ja, da gebe ich dir recht. Das RPM system ist da noch nicht richtig ausgereift. Es nervt ungemein, wenn man ein rpm Paket installieren möchte, einem aber die passende Library etc. fehlt. Wohlgemerkt die passende, nicht die neuste Version, sondern die passende.
 
Original erstellt von Schorsch
wird es grade:

http://www.nongnu.org/synaptic/action.html

Synaptic ist ein graphisches Frontend für apt-get.

Der Anfänger heißt es vielleicht willkommen, viele erfahrene User werden aber wohl nicht darauf "umsteigen".
Die Konsole ist einfach schneller und auch oft komfortabler.

Trotzdem, für die meisten Umsteiger braucht man wohl oder Übel Wizards und Konsorten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht wie ihr darüber denkt, aber ich glaube ich werde Linux (vermutlich Red Hat) erst dann wieder mal "ausprobieren" wenn es bei Version 10 angelangt ist.
Hört sich jetzt vielleicht etwas blöd an, aber das ist rein intuitiv, weil ich einfach hoffe, dass sich da doch einiges getan haben wird hinichtlich "Installationsfreundlichkeit" im Linux-sektor.
Vor allem diese Abhängigkeiten von irgendwelchen libraries machen es einem oft nicht sonderlich leicht.

@ tollpatsch
Warum soll so eine konsole denn eigentlich schneller und komfortabler sein?
Schneller könnt ich ja vielleicht noch verstehen (wenn man die entsprechenden Befehle kennt) aber komfortabler wohl kaum. Das macht doch gerade so einen Wizard aus.
Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren :D
 
Hmm, ja klar, dass dachte ich vorher auch, aber es ist imho schneller, wenn man z. B. große Datenmengen per Konsole anstatt GUI kopiert. Ansonsten muss man sich immer erst zum gewünschten Pfad hangeln und dann alles per maus draufziehen, per Konsole geht das alles mit einem Befehl von statten.
Gegen Wizards habe ich ja auch nichts, damit Linux häufiger und vor allem "ernster" als Desktop genutzt wird, brauchen wir mehr davon, aber die Möglichkeit alles per Konsole zu machen sollte schon erhalten bleiben. Wenn ich also in einem Yast etwas ändern kann, was nicht manuell funktioniert, also z. B. per Texteditor, finde ich das schon dürftig.
Wegen Libraries: Das passiert dir mit apt-get nicht. :)
Aber für die verschiedenen Bedürfnisse gibt es ja zum Glück eine Vielzahl an Distributionen.
 
Zuletzt bearbeitet:
also:
wer eine fertige distri hat und sourcepakete von einer grafischen oberfläche installieren will soll zu "kconfigure" greifen!

wer einfach per klick sich sachen installieren will soll sich debian oder gentoo basierende systeme installieren, die machen das über portstyle-systeme automatisch. ich weiss nicht wie es bei debian aussieht, aber bei gentoo gibt es auch dafür eine grafische oberfläche: kemerge.

wer sich eine professionelle software holt hat meisst auch einen wizard, sowohl die spiele(zB UT2003) als auch programme wie kylix(3) haben .bin oder .sh dateien.

die installer sind also nicht vom programmierer geschrieben worden, und da die meissten programme von freien programmierern sind und diese sich solche arbeit nicht machen bleibt es dabei.

unter windows ist ja auch nur ein installer dabei, wenn der programmierer einen einbaut! wenn man die programme in nem zip-archiv hat wird ja auch kein installer aufgerufen.
 
Original erstellt von karuso
unter windows ist ja auch nur ein installer dabei, wenn der programmierer einen einbaut! wenn man die programme in nem zip-archiv hat wird ja auch kein installer aufgerufen.
Unter Windows läuft ja auch so ziemlich jedes Programm mit jeder Windows Installation.
Selbst bei nem Uralt System reichen ein paar Updates (DirectX, VB-Runtimes, D-Com) um so ziemlich alles zum laufen zu bekommen was mit .exe endet.

Und da ist Linux noch was von entfernt. Und es wird doch möglich sein, dass sich mal einer hinsetzt und ein "Install-Shield" für Linux daherzaubert. Gibt ja sonst auch für jeden Scheiß ein Programm.
 
bei Linux gibt es faktoren, die bei windows ausgeschlossen sind:
- windows ist auf 386er kompiliert, Linux hat alles: vom Athlon bis zum PPC
- mehrere distris mit eigenständigen systemen, nur langsam setzen sich die besten durch
- breitere einstellungsmöglichkeiten.

windows ist so kompatibel weil die einstellungsmöglichkeiten fehlen, jedes system ist gleich, hat die gleiche architektur und die standartumgebung.

doch trotz dieser unterschiede die Linux hat, hat zB UT2k3 einen wizard wie windows und lässt sich bei (fast) allen systemen installieren.
 
@Blutschlumpf und alle anderen die so argumentieren
Unter Windows läuft ja auch so ziemlich jedes Programm mit jeder Windows Installation.
Selbst bei nem Uralt System reichen ein paar Updates (DirectX, VB-Runtimes, D-Com) um so ziemlich alles zum laufen zu bekommen was mit .exe endet.
Und weißt du warum das so ist?
Weil Microsoft mit Windows milliarden (kleine Übertreibung) uralter Bibliotheken mitliefert, die untereinander zum Teil inkompatibel sind.
Viele Bibliotheken liegen in mehreren Versionen auf dem PC weil Programm A die Version 1.x der Bibliothek will und Programm B will 2.x.

Du merkst nur nicht dass Windows mit den selben Problemen kämpft wie Linux.
Unter Linux compilierst du dein Wunschprogramm einfach selbst, so dass es die Bibliotheksversion nutzt die du installiert hast und nicht eine ganz bestimmte Version will.

Weniger Bibliotheken -> schlankeres System.

Und da ist Linux noch was von entfernt. Und es wird doch möglich sein, dass sich mal einer hinsetzt und ein "Install-Shield" für Linux daherzaubert. Gibt ja sonst auch für jeden Scheiß ein Programm.
Eingentlich sind Wiederholungen langweilig, aber:
- für RPM Pakete --> rpm
- für DEB Pakete --> apt-get und Konsorten
- für Quellpakete --> ./configure; make; make instal

Und wenn dann mal ein Programm meckert, dass es Bibliothek x oder y nicht findet, jo mei, dann installiere ich halt die Bibliothek Das ist also echt kein großer Akt.

Aber das Ganze hat Schwächen. Kein Zweifel.
Wünschenswert ist ein System, das die Abhängigkeiten von selbst auflöst, also benötigte Bibliotheken selbst nachinstalliert.
 
Original erstellt von Boron
Weil Microsoft mit Windows milliarden (kleine Übertreibung) uralter Bibliotheken mitliefert, die untereinander zum Teil inkompatibel sind.
Viele Bibliotheken liegen in mehreren Versionen auf dem PC weil Programm A die Version 1.x der Bibliothek will und Programm B will 2.x.
Na und, ob ich nun 1500 oder 2000 MB fürs OS brauche geht mir ehrlich gesagt am A**** vorbei und über die 100 MB Ram die Windows so braucht kann doch heute auch jeder lachen.

Lieber 20 Dateien zuviel als 1 zu wenig.

Unter Linux compilierst du dein Wunschprogramm einfach selbst
Eine einfache Bedienbarkeit schließt bei mir irgendwie aus, dass ich erst das Prgramm kompilieren (oder gar vorher noch umschreiben) muss
 
Original erstellt von Blutschlumpf
Na und, ob ich nun 1500 oder 2000 MB fürs OS brauche geht mir ehrlich gesagt am A**** vorbei und über die 100 MB Ram die Windows so braucht kann doch heute auch jeder lachen.

Lieber 20 Dateien zuviel als 1 zu wenig.


Eine einfache Bedienbarkeit schließt bei mir irgendwie aus, dass ich erst das Prgramm kompilieren (oder gar vorher noch umschreiben) muss

wieso? was hat bedienbarkeit mit kompilieren zu tun?
bei mir sind alle sachen auf meinem rechner kompiliert, und das hat linux von sich aus gemacht. wenn ich zB "emerge apache" in die konsole eingebe (oder das ganze von der grafischen oberfläche mache) muss ich mir keine gedanken machen dass etwas fehlt: alle benötigten dateien werden installiert, kompiliert und aktualisiert ohne einen handschlag zu machen! was ist da also nicht "bedienbar"?

und das mit den biblitheken:
windows hat alles seit den 386er zeiten drin um die kompatibilität zu gewährleisten. würde man windows wie ein modernes Linux kompilieren wäre es bis zu 30% schneller!

Eingentlich sind Wiederholungen langweilig, aber:
- für RPM Pakete --> rpm
- für DEB Pakete --> apt-get und Konsorten
- für Quellpakete --> ./configure; make; make instal
und für alles gibt es eine gui...
 
Original erstellt von karuso
wieso? was hat bedienbarkeit mit kompilieren zu tun?
......

Bin ganz deiner Meinung :D

Was ist schon so schwierig ein Programm zu kompillieren? Natürlich muss man bei dem ersten Mal offen für das System sein und nicht gleich rumschreien : Jaa, aber bei Windows ist das aber viel einfacher und besser....

Und falls bei einem rpm mal etwas felht geht man eben auf die diversen rpm sites und sucht schnell die libs zusammen...
 
Zuletzt bearbeitet:
was für ein flame thread

nur weil irgendwelche windows klicki bunti kiddies nicht auf ihre kosten kommen muss hier wiedermal ein solcher thread aufgemacht werden.

es ist immer gut wenn man die software selbst in der shell kompiliert, da man dann noch zusätzliche argumente und einstellungen beim compilieren vornehmen kann, das führt dazu dass die software stabiler und vorallem schneller läuft als ein rpm paket (rpm ist die dümmste erfindung in linux), und man kann die software besser an das system/hardware anpassen mit der sie kommuniziert.

man sollte sich eben vorher darüber im klaren sein ob man einen schritt in die kommandozeile wagt oder für immer an dem start-button klebt. ich fände es sehr schlimm wenn ich software in linux mit irgendwelchen schlecht programierten gui's installieren müsste, mit ./configure make und make install gehts außerdem viel flexibeler.

deshalbt gibts für mich nur 3 distributionen:

RPM (SuSE, REDHAT, MDK)
DEB (Debian, Knoppix)
LFS (Linux from Scratch, Gentoo)

der kernel ist meist der selbe, die rpm distributionen unterscheiden sich nur unter ihrer paket auswahl der jeweiligen distributor, mehr ist es echt nicht.

ich kann jedem anfänger debian empfehlen, damit kannste software kinderleicht installieren, und alle abhängigkeiten werden auch noch erüllt. alle paar wochen mal ein apt-get update und ein apt-get upgrade und schon sind alle regestrierten pakete auf dem neuesten stand. leichter gehts wirklich nicht.

empfehlung an alle die mit source-code nicht klarkommen: rtfm, mir hat auch niemand geholfen
 
Super Einstellung und3r

Das geht noch alles viel zu Einfach.
Die bösen bunten Knöpfe sollten verboten werden.
Schließlich gefährden sie ja scheinbar deine Existenz als manualverschlingender Übermensch.
Man sollte wieder alles auf ein Niveau bringen, wo man Informatik studieren musste um nen Taschenrechner am PC zu bedienen. So wie in den guten alten Zeiten.

Dann gehen einem auch nicht immer die beknackten n00bz mit so Threads wie dem hier auf die Eier
 
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