Warum arbeitet ein zu großes Netzteil ineffizient?

CraBz

Lieutenant
Registriert
Aug. 2013
Beiträge
825
Hallo Leute,
warum arbeiten zu große Netzteile eigentlich ineffizient?
 
Google bei dir kaputt?
Testberichte hier auch kaputt?
Oder einfach nur faul?
 
Kann man nicht pauschalisieren ...

Es gibt Netzteil mit 750W die selbst ab 10% Last sehr Effizient arbeiten. Genauso gibt es welche die das nicht können.
Im Prinzip ist jedes Netzteil unterschiedlich und arbeitet in einem bestimmten Lastbereich am effizientesten.
Wieso das so ist erkläre ich jetzt hier nicht ...
 
das ist wie mit einem ferrari im stadtverkehr. die 400 ps bringen nichts, der verbrauch liegt trotzdem bei 15 litern.
 
Auch ein zu großes Netzteil kann Effizient Arbeiten.
Jedoch haben Netzteile egal ob viel Watt oder wenig Watt bei geringer Auslastung einen geringeren Wirkungsgrad.
 
Große Netzteile kann man sogar viel leichter Effizient bauen. Nicht absolute Werte mit prozentualen Werten verwechseln.

80 plus Titanium kann man z.B. erst ab 750 Wat bekommen, während Gold schon bei unter 300 Watt losgehen.

Das 10 % von 1000 Watt mehr sind wie 15 % von 300 sollte klar sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
so allgemein kann man das - also deine behauptung - nicht sagen.

Netzteile, wie nahezu sämtliche Maschinen und Geräte, sind in oder nahe an ihrer maximalen Leistung am effizientesten. Ein 800W Netzteil das 800W Leistung abgibt arbeitet in diesem Punkt effizient.

Je weiter die tatsächlich geforderte Leistung von diesem Optimalpunkt abweicht desto weniger effizient arbeitet das Netzteil.

Wenn real also 400W benötigt werden ist ein 400W Netzteil effizienter als ein 800W Netzteil, weil das "kleine" im Optimum betrieben wird und das "große" nicht.

Deswegen sind bei Netzteilen nicht nur Angaben unter maximallast sondern auch bei halblast oder viertellast von Interesse.
 
http://de.wikipedia.org/wiki/80_PLUS
Der optimale Wirkungsgrad wird meistens bei ca. 50% Auslastung erzielt.
Rest bitte mit Hilfe von Schulmathematik selber ergänzen...

@legan710
Das mit 100% = ideale Auslastung ist eben genau verkehrt.
 
legan710 schrieb:
Netzteile, wie nahezu sämtliche Maschinen und Geräte, sind in oder nahe an ihrer maximalen Leistung am effizientesten. Ein 800W Netzteil das 800W Leistung abgibt arbeitet in diesem Punkt effizient.

Quelle? Deine Aussage ist nämlich falsch. Es gibt einen sogenannten "effizienten Betriebspunkt". Beim Ottomotor ist das nämlich z.B. NICHT bei Maximaldrehzahl. Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik S. 162

Und bei nem Netzteil auch nicht. Quelle:
 
Zuletzt bearbeitet:
@legan710:
Nein, am effizientesten sind Netzteile gewöhnlich bei rund 50% Auslastung.

@Salvudir:
Deine Aussage ist erst einmal totaler Quatsch, denn die stimmt einfach nicht. Ich vermute mal deine Frage bezieht sich darauf, warum größere Netzteile bei geringen Ausgangsleistungen von etwa 100W z.B. ineffizienter sind als kleinere Netzteile.
Das liegt einfach daran, dass bei größeren Netzteilen deutlich mehr und größere Bauteile verbaut werden müssen. Das ist wie bei den Mainboards mit etlichen Phasen, damit sie ideal zum Extrem-Übertakten sind. Wenn aber nun die CPU im idle ist, laufen alle Phasen und erzeugen größere Verluste als wenn z.B. nur eine Phase aktiv ist.
 
warum arbeiten zu große Netzteile eigentlich ineffizient?

Aus 2 Gründen , weit unter 20% Last sind NT wieder ineffizienter und wenn man die Leistung eines Netzteiles nie benötigt dann hat man die kostspieligen Komponenten in dem Netzteil umsonst gekauft.
 
Jetzt haben uns soviele weitergeholfen mit "Google kaputt", "erkläre ich jetzt nicht" und "ist nunmal so". Wenn ihr unlustig seid, braucht ihr doch auch garnicht zur Tastatur zu greifen.

Warum jetzt aber z.B. ein 600W-Netzteil bei 5% Last (30W) nur noch 75% Wirkungsgrad schafft, weiß man immer noch nicht.

Ich vermute den Grund im Transformator der von 220 auf 12(-14V) umspannt. dickere Kupferdrähte brauchen mehr Platz und verschlechtern die Induktivität (Länge+Durchmesser der Spule). Wie sich eine Primärspule verhält, wenn an der Sekundärseite wenig/nichts abgenommen wird ist mir in der Praxis klar (der Widerstand steigt), aber was genau mit dem Magnetfeld geschieht ist mir etwas unklar.
 
Was mich immer ärgert sind viele der sogenannten "Fachleute" im Einzelhandel, die einem aus Prinzip ein überdimensioniertes Netzteil andrehen, sobald man eine Grafikkarte sein eigen nennt.

Habe früher selbst Hardware verkauft und so mancher Vorgesetzte hat in Büro-Maschinen >500 Watt verbaut - der unwissende Kunde zahlt es ja.
Am besten noch schön die "China-Böller", die in 2 Jahren den halben Rechner in den Tod reißen...:rolleyes:

Hab gerade mal einen Netzteile-Rechner angeschmissen: Mein FSP Hexa 550W reicht theoretisch noch mit nem i7 und ner 290x. Gehe ich jetzt davon aus, dass die nächste GraKa/CPU-Generation durch den 14/20nm Shrink effizienter wird, ist Otto-Normal-Zocker mit einem qualitativen 550W Netzteil gut bedient - solange SLI/CF kein Thema ist.
 
Kowa, das was du beantwortest (oder versuchst du beantworten) war ja auch nie gefragt... ;-)

Zur ursprünglichen Frage:
Bei vorausgesetzter gleicher absoluter Last (das in Watt) ist die relative Last (das in %) bei "großen" Netzteilen eben geringer. Und bei zu geringer relativer Last sind alle Netzteile schlechter als bei idealer Last = ca. 50%.

Fazit: Am besten wählt man ein NT, das bei dem eingesetzten System möglichst im idealen Lastbereich liegt, wobei man da natürlich wieder anfangen könnte den Mehrpreis gegen den minimal schlechteren Verbrauch gegen zu rechnen etc. aber das führt jetzt zu weit... ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Tarkoon schrieb:
Zur ursprünglichen Frage:
Bei vorausgesetzter gleicher absoluter Last (das in Watt) ist die relative Last (das in %) bei "großen" Netzteilen eben geringer. Und bei zu geringer relativer Last sind alle Netzteile schlechter als bei idealer Last = ca. 50%.
Die ursprüngliche Frage lautet doch aber "WARUM ... ?" gibt es diesen Effizienzunterschied. Diese Frage stelle ich mir auch, weil meine OC-Komponenten kräftig zulangen können, aber im Normalfall mit <40W auskommen.

Daß die Effizienz (bei gleicher absoluter Last) geringer ist, ist ja allgemein Bekannt und in jedem Diagramm bei den NT-Tests abzulesen. Ich denke, es ging um das WARUM, gibt es technische oder menetäre Gründe.
 
Ja, und meine Antwort auf genau dieses "Warum" lautet, dass sie eine zu geringe relative Auslastung haben.
Die Frage, warum ALLE Netzteile, egal ob für ein System zu groß oder nicht, bei zu geringer relativer Auslastung eine schlechte Effizienz haben, ist eine andere, aber sicher auch nicht uninteressant. ;-)
 
Völlig falsche Frage, deswegen bekommst du auch scheiss Antworten. Effizienz lässt sich an vielen Punkten festmachen. Die Größe eines Netzteils spielt bei der Effizienzkurve eine Rolle. Aber es gibt andere Punkte die viel wesentlicher als das sind. zB das 80plus Label. Es gibt Bronze bis Platin oder so ähnlich, das gibt die Effizienz an.
 
Aber die Frage ist doch in Ordnung - nicht warum große, sondern warum zu große Netzteile ineffizienter sind.

(Meine Laienantwort:

1. Die Effizienz eines Netzteils verringert sich bei hoher und - besonders - bei niedriger Auslastung. Siehe z.B. diese Kurven:
https://www.computerbase.de/artikel/netzteile/netzteile-500-550-watt-vergleich.2499/seite-5
(Warum? - keine Ahnung)

2. Wird z.B. das 80+ Label nicht bei absoluten Verbrauchswerten vergeben, sondern in Relation zur Größe des Netzteils. Laut Wikipedia liegen die Messpunkte bei 20/50/100 % Auslastung. Die Kriterien für 80+ Gold liegen bei dann bei jeweils 88/92/88 % Effizienz. Die Werte unter 20% spielen für das 80+ Gold-Label keine Rolle, egal wie schlecht sie werden.

Angenommen:
(A) 500 Watt Gold vs. (B) 1000 Watt Gold NT
(A) erfüllt die Gold-Kriterien also bei 100/250/500 Watt
(B) bei 200/500/1000 Watt
unter jeweils 20 % Auslastung sinkt bei Beiden die Effizienz unter die 88% (also Gold-Level) ab. Je niedriger, desto stärker sinkt die Effizienz.

-> beide NTs werden im gleichen PC eingesetzt.
Dessen idle-Wert liegt bei 100 Watt, sein Last-Verbrauch bei 400 Watt.
Das entspricht für (A) Werte zwischen 20% und 80% Auslastung und
(B) zwischen 10% und 40% Auslastung

->(A) befindet sich immer im "Sweet-Spot" zwischen 20 und 100 % dessen Effizienz-Werte durch das Gold-Label abgesichert sind.
(B) dagegen ist zu groß dimensioniert und (verhältnismäßig) ineffizient, was man am Stommessgerät ablesen kann: Der Rechner tut z.B. im idle genau das Gleiche, verbraucht aber mit (B) mehr Strom.


Korrigiert mich, wenn ich Müll erzähle.)
 
Zurück
Oben