Warum Blende 2,8 so universell?

Beama

Lt. Commander
Registriert
März 2010
Beiträge
1.623
Hallo zusammen,

ich habe mal eine theoretische Frage, die mich schon lange interessiert:

Warum hat sich die Blende 2,8 in allen "lichtstärkeren" Objektiven durchgesetzt?
Warum nicht 2,5 oder 2,2?

Weil es kann ja nichts damit zu tun haben das es nur Objektive in vollen Blendenstufen gibt, weil sich ja auch die 1,8 durchgesetzt hat.

Oder hat das technische Gründe?

Oder ist das einfach der beste Kompromiss zwischen Lichtstärke und Gewicht/Aufwand? Wäre 2,2 oder 2,5 wesentlich mehr Aufwand, mehr Gewicht? Warum 2,8?

Versteht ihr was ich meine.

Danke für die Info
 
Ich denke es ist einfach der beste Kompromiss aus größe und Gewicht, wenn man z.b mal das 2.8ee canon 70-200 mit dem 4.0 70-200 vergleicht sieht man dass es durch die größere blende deutlich schwerer und größer aber vor allem auch teurer wird, der schritt zu 1.8, mal davon abgesehen dass es sicher auch noch deutlich komplizierter zu bauen wäre, wäre sicher in allen belangen mindestens genauso groß
 
Ich denke du hast dir die Frage bereits selbst beantwortet ;-)
 
Google mal das Simga 1.8 18mm-35mm und vergleiche es zu dem Nikon 18-35mm (ja die Blende vom Nikon ist nicht durchgehend gleich das ist aber nicht der Punkt)
Wenn du beide Specs offen hast, vergleiche Grösse der Linse und den Preis. Du wirst sehen einen Fixe Blende treibt die Grösse und den Preis massiv in die Höhe, vorallem bei Zoom Objektive. Denke ein 24-70mm 2.8 ist leichter und günstiger zu Produzieren, wie ein 1.8, beachte auch das die Teleobjektive 300mm+ immer grössere F Stop Nummern haben und denoch bis zu 24k kosten
 
Danke für die Antworten,

mir ist klar, das was die Blende ist.

Also lag ich mit meiner Grundannahme schon richtig. Ich finde es nur interessant das sich eben die 2,8 durchgesetzt hat, nicht eben 2,5 oder 2,2

Zu 1,8 ist natürlich schon noch mal ein großer Sprung. Das 18-351,8 habe ich mir schon angeschaut, ist nen Brocken ;)
 
Häufig sind es Zooms, die nen maximalen f-stop von 2.8 haben und diese (Zooms) sind von sich aus eh schon komplizierter in der Konstruktion als z.B. Festbrennweiten. Da kommen locker mal ein Dutzend Elemente/Gläser zusammen, bei einigen auch bis zu 20.
2.8 ist insofern ja auch schon eine Blendeöffnung, die man erstmal konstruktionsbedingt hinbekommen muss ^^
 
Mit "Durchsetzen hat das nix zu tun ......

Zitat aus Wikipedia:
Die Blende wird als Blendenzahl angegeben. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis von Brennweite zu Öffnungsweite der Optik (Objektiv). Die Lichtstärke des Objektivs entspricht dem Kehrwert der kleinsten Blendenzahl, also der größten relativen Öffnung. Diese wird oft als Bruchteil der Brennweite f, z. B. f/2, (englisch f-stop) angegeben.
 
Manchmal wäre es mir auch lieber, wenn meine 24-70 70-200 Objektive eine grössere Blende hätte. Aber 800-900g und 1200-1300g ist schon schwer genug ;)
 
sneider schrieb:
Mit "Durchsetzen hat das nix zu tun ......

"Durchsetzten" im Bezug auf den Markt. Wie gesagt mir ist technisch klar was die Blende ist. Es ist halt interessant das es sehr sehr viele Objektive mit f2,8 gibt, Zooms wie FB etc.

Es gibt aber fast keine mit 2,5 oder 2,2.

Und da war halt die Frage ob ein 2,5 oder 2,2 wesentlich komplexer zu bauen ist. Hätte ja auch sein können das es irgendeinen anderen technischen Grund für die Häufigkeit gibt, als Gewicht und Preis

Das <f1,8 nochmal wesentlich mehr Glas braucht ist klar.
 
Davon kannst du ausgehen, dass ein 2.5 oder 2.2 Zoom wesentlich komplexer zu bauen ist als ein 2.8er! Letztendlich geht es auch um Kosten-/Nutzenrechnung hierbei, der Aufwand ist vermeintlich zu groß bei dem zu erwartenden Ertrag. Man will ja auch nicht einfach per se eine größere Blende "einbauen", sondern bitteschön auch ansprechende Bildqualität bei eben dieser Blende, das macht die Komplexität aus.
 
Es hat wohl nur technische Gründe, also eine Kombination aus optischer Qualität und Gewicht.

Als Beispiel:
Nikon, Canon und Tamron 24-70 f/2.8 wiegen so zwischen 800-900g

Das neue Sigma 24-35 f/2 940g obwohl der Brennweitenbreich viel kleiner ist. Somit wäre eine 24-70 f/2 sehr aufwändig und auch sehr viel schwerer, sodass es wohl weniger Leute kaufen/nutzen würde.

Ach und das ganze ist natürlich erst mal nur auf Vollformat bezogen. Bei anderen Sensorgrößen gibt es auch andere Zoom-Objektive:
Das Sigma 18-35 f/1.8 für APSC
oder das Olympus 35-100 f/2 für mft

Aber da muss man dann halt ein wenig aufpassen, welchem Objektiv es eigentlich für Vollformat entsprecht und dann sind die beiden Objektive nicht mehr soo ungewöhnlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Gewicht kommt eben durch das viele Glas ganz schnell zusammen und bei größerer Blende hat man in der Regel auch oft größere Glaselemente.
 
Sehr schön wie der OP fragt "Warum ist das so?" und die meisten Leute hier im wesentlichen mit "Weil es eben so gemacht wurde" antworten ;) Dass Lichtstärke Glas kostet ist uns allen klar, aber warum hat sich nun ausgerechnet f/2.8 als vermeintlich idealer Kompromiss heraus kristallisiert?? Genauso könnte man fragen, wieso sich nicht f/3 durchgesetzt hat. Ich habe 3 Linsen von 24 bis 300 mm bei f/2.8 und ich habe keinen blassen Schimmer.

Klar, die Blendenreihe besteht aus Vielfachen von sqrt(2), da landet man dann eben bei 1,4, 2,0, 2,8 usw. Aber wieso ist das so?
 
Zuletzt bearbeitet:
FidelZastro schrieb:
Aber wieso ist das so?

Preis/Leistung/Gewicht

Der Hersteller schaut, dass er den Preis für ein Objektiv so tief wie möglich halten kann bei der Produktion, die Leistung des Gerätes muss stimmen und das Gewicht. Wieso soll der Hersteller ein Objektiv erstellen z.B. 24-70mm 1.8, wenn es am Schluss 2-3KG schwer ist und 5k kostet? Wenn du 2k für ein Objektiv bezahlt hast, möchtest du es nicht auspacken und es ist nur Plastik verbaut etc.
2.8 Bietet warscheindlich in der Produktion die besten Preise gute Leistung und ein "normales" Gewicht.
 
Das ist doch kein Grund, das ist die Hypothese, dass "die sich dabei schon was gedacht haben werden". Warum hat mein 24-70er nicht Blende 3? das lässt kaum weniger Licht durch als 2.8, braucht weniger Glas und ist nebenbei eine schön runde Zahl.
 
Hallo,

also dazu kann man wahrscheinlich nur spekulieren und sich mal die Entwicklung verschiedener Objektive anschauen.

Beispielsweise zum 24-70 f/2.8

Zuerst einmal gab es ein 35-70 f/3.5 (ab 1977 oder so), das wurde dann später zu einem 35-70 f/2.8 (1987), dann zu einem 28-70 f/2.8 (1999) und dann erst zum 24-70 f/2.8. Quelle

Es gab also eine ganz klare Entwicklung. Wahrscheinlich war es in den 70iger Jahren einfach nicht wirtschaftlich ein 24-70 f/2.8 herzustellen.
Auch sieht man, dass man am Anfang gar kein f/2.8 Zoom hatte sondern doch mit anderen Blenden gearbeitet hat. Irgendwann hat man dann den Brennweitenbreich vergrößert und ist dann halt bei 24-70 gelandet.

Jetzt ist halt die Frage, wie die Firmen den Markt einschätzen. Glauben diese, dass die Leute eher mehr Lichtstärke wollen oder eher mehr Brennweitenbreich. Aktuell scheinen Nikon und Canon mit 2.8er Zooms zufrieden zu sein und erst jetzt hat Sigma ein f/2 Zoom herausgebracht.
Je nachdem wie gut dieses Objektiv ankommt, könnten sich in Zukunft auch andere Zoomobjektive (z.B. 35-70 f/2) durchsetzen.

Kurz gesagt, es ist einfach eine wirtschaftliche Entscheidung, welche Art von Objektiv sich durchsetzt.

Technisch möglich wäre wohl so einiges, wenn sich dafür Käufer finden würden. Sind zwar keine Zoomobjektive, aber Zeiss 50mm f/0.7 (bereits in den 60igern gebaut) und Zeiss 1700mm f/4.
 
Dann kannst auch gleich fragen, warum kein Hersteller RAM-Riegel mit 3GB baut.
 
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ;)

Bei Speicherbausteinen haben wir die technologische Voraussetzung, dass deren Größe immer eine Potenz von zwei ist. Indem man auch bei der Kombination mehrerer Bausteine auf einer Platine bei den Zweierpotenzen bleibt, hat man sicher den einen oder anderen tatsächlichen Vorteil.

Bei den Blendenzahlen am Objektiv habe ich hier bisher noch keinen Grund gehört der über die Qualität "weil wir das immer so gemacht haben" hinaus geht. Es hat hier bisher niemand eine technologische/Physikalische Notwendigkeit aufgezeigt, weshalb die Blendenreihe ausgerechnet aus Vielfachen von sqrt(2) besteht.

An der alten Exa 1a meines Großvaters klemmt übrigens IIRC auch ein 50mm f/2.8, auch wenn das also bei Zooms vielleicht noch nicht so lange technisch machbar ist, haben wir uns bei den Festbrennweiten schon lange vorher auf dieses Schema festgelegt. Ich wiederhole daher die Frage des OP: Warum?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kenn mich ja nicht so extrem mit dem Aufbau von Speicherchips aus, aber warum sollte man nicht statt z.B. 8x256MB Chips auf einem Modul 12x256MB einsetzen können? Das es keiner macht, steht ja auf einem anderen Blatt, aber gibt es da tatsächlich eine technische Limitierung, weil auf 2 RAM-Module verteilt (1+2GB) gehts ja auch.
 
Zurück
Oben