warum gibt es Ubuntu 15.10 und Ubuntu 14.04.3 LTS ?

Paul09

Lt. Commander
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März 2009
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Hallo,

Ich hätte da mal eine frage bzgl.Ubuntu 15.10 und Ubuntu 14.04.03 LTS.

Warum gibt es eigentlich zwei Ubuntu Versionen und was ist der sinn und der zweck,wenn Ubuntu 15.10
und Ubuntu 14.04.3 LTS die gleichen Programme verwenden ?

Ist das Ubuntu 15.10 aktueller als das Ubuntu 14.04.3 LTS ?
 
Unterschiedliche Versionen der Programme. Immer wieder (alle 2 Jahre) wird eine Version von Ubuntu als LTS Version erstellt, eine Version die extra lange gepflegt wird.
Ja, neuere Versionen sind aktueller. Aber die 14.04 LTS wird länger gepflegt als die 15.10.
 
heist,das die LTS Version alle zwei Jahre neue Programme bekommt,und die normale Ubuntu alle sechs Monate.
 
als normalnutzer kannst du ruhig jede version mitnehmen
für server oder sollte man zb. ubuntu irgendwie professionell nutzen, dann lieber die LTS variante
 
LTS=Long Term Support
In produktiven Umgebungen ist es nicht sinnvoll aller 6 Monate ein System neu aufzusetzen.
 
Ich bin ein normalnutzer und mache auch keine großartigen sachen,heist,ich surfe normal im Internet und schaue Youtube Videos etc.
und selbstverständlich tätige ich Onlineeinkäufe.
 
wesch2000 schrieb:
LTS=Long Term Support
In produktiven Umgebungen ist es nicht sinnvoll aller 6 Monate ein System neu aufzusetzen.

ein apt-get dist-upgrade ist jetzt nicht wirklich schlimm, zumindest hatte ich die letzten versionen keine probleme damit
ein gewisses risiko ist immer dabei, dass irgendeine anwendung dann nicht mehr will, aber eher doch selten und spezifisch (deswegen eben nicht in professionellen umgebungen)

als normaler desktop nutzer ist es eben doch bequemer immer alle aktuelle pakete zu haben und somit die normalen releases zu nehmen und nicht die LTS
 
Hucken schrieb:
als normaler desktop nutzer ist es eben doch bequemer immer alle aktuelle pakete zu haben und somit die normalen releases zu nehmen und nicht die LTS

Bequemer? Also bequemer ist ganz sicher LTS: einmal installieren und 5 Jahre lang ein laufendes System haben. Sicherheitsupdates und alles bekommt man natürlich ständig, das ist das Wichtige.

Ich glaube mit "normaler Desktop Nutzer" meinst du eher "Computerfreak, der immer die allerneueste Software haben muss und dafür auch in Kauf nimmt, ständig an seinem System zu schrauben und zu drehen" ;)

Ich verstehe unter einem normalen Desktop Nutzer eher jemand, der einfach mit dem Rechner möglichst stressfrei arbeiten will, ohne ständig dran zu drehen und zu schrauben. Und dafür ist LTS definitiv die bessere Lösung!
 
Nimm die LTS und genieß die "ruhe", erst in 5 Jahren wieder sich "richtig" um die OS kümmern zu müssen. Mir währe es zu nervig alle 6 Monate die OS zu-upgraden....
 
Eine LTS-Version braucht man nur alle 2-5 Jahre zu aktualisieren und man kann direkt von einer LTS zur nächsten upgraden. Bei nicht-LTS ist hingegen alle 6 Monate ein Upgrade nötig und man kann keine Version dabei überspringen.

Im vorliegenden Fall würde ich trotzdem zur 15.10 raten, die ist einfach moderner und die nächste Version ist sowieso 16.04 LTS. Das heißt, egal ob du jetzt 14.04 LTS oder 15.10 installierst, er wird dir im April das Upgrade auf 16.04 LTS anbieten.

Nach der 16.04 LTS kannst du dann immer noch entscheiden, ob du bei LTS-Releases bleibst oder ein halbes Jahr später auf 16.10 upgradest.
 
highks schrieb:
Bequemer? Also bequemer ist ganz sicher LTS: einmal installieren und 5 Jahre lang ein laufendes System haben. Sicherheitsupdates und alles bekommt man natürlich ständig, das ist das Wichtige.

Ich glaube mit "normaler Desktop Nutzer" meinst du eher "Computerfreak, der immer die allerneueste Software haben muss und dafür auch in Kauf nimmt, ständig an seinem System zu schrauben und zu drehen" ;)

Ich verstehe unter einem normalen Desktop Nutzer eher jemand, der einfach mit dem Rechner möglichst stressfrei arbeiten will, ohne ständig dran zu drehen und zu schrauben. Und dafür ist LTS definitiv die bessere Lösung!

Jemand der immer das neuste haben möchte, nimmt kein Ubuntu sondern eine Distri mit einem Rolling Release.

Ich habe auf meinem Firmen XPS13 Ubuntu 15.10 und damit echt keine Sorgen.
 
Die LTS-Version steht für: Ein Haufen veralteter Software, die i.d.R. von ihren Autoren nicht über die gesamte Laufzeit supportet wird und nur mit Frickelpatches von lediglich begrenzt dazu fähigen Dritten notdürftig am Leben gehalten wird, um wenigstens einen Teil der Probleme zu umschiffen, die Upstream schon ewig von den Leuten gefixt worden, die sich mit der Software auskennen.

Weil die Wahrheit so verdammt unschön klingt wie sie ist, wird das ganze unter euphemistischen Labeln wie "LTS" und "stabil" verkauft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer er richtig super faul und bequem mag der nimmt ein CentOS/RHEL. Mit 10 Jahren Support ist die Lebenszeit eines Rechners immer gut abgedeckt ;). Und mit den Backports läuft das auch auf dem Desktop erstaunlich unauffällig.
 
Falls du dich zusätzlich noch für andere nicht "etappen-artig" verteilte Linux Distributionen interessieren solltest (oder einfach mal alternativen erkunden möchtest), dann kannst du auch mal nach "Rolling releases" suchen
 
Hucken schrieb:
... apt-get dist-upgrade ...
Das führt kein Upgrade auf ein neues Release durch. Ein Release-Upgrade wird nur durch das Ersetzen der alten Paketquellen mit einem darauf folgenden dist-upgrade durchgeführt. Ubuntu liefert hierfür allerdings ein Programm mit: do-release-upgrade.
 
Mir währe es zu nervig alle 6 Monate die OS zu-upgraden....

Wenn es nur das OS beträfe, würde ich Dir recht geben. Wann man unter Ubuntu aber das normale Paketmanagement benutzt und nicht frickeln will, hängt am OS eben auch die ganze Software.

Und ich hätte keine Lust, mit x Jahre alten Programmen zu arbeiten, deren Bugs längst gefixt sind, mir aber nicht zur Verfügung stehen.
 
Wie gut das es jedem selbst überlassen ist was er nutzt + es für jeden Anwendungsfall eine Distribution gibt. ;)
 
highks schrieb:
[...]Ich verstehe unter einem normalen Desktop Nutzer eher jemand, der einfach mit dem Rechner möglichst stressfrei arbeiten will, ohne ständig dran zu drehen und zu schrauben. Und dafür ist LTS definitiv die bessere Lösung!

So denke viele, ich persönlich halte das aber nur für bedingt richtig. Als ich noch Ubuntu nutzte fand ich nichts grauenvoller als diese 6 monatigen upgrades. Bei meinem Vater läuft auch eine LTE, das hängt aber damit zusammen das ich mich nicht so häufig darum kümmern kann und nur ein paar mal im Jahr das System auf den neuesten Stand bringen muss.

Aber wenn es mal soweit ist, gehen oft die Probleme los. Beim "normalen" Ubuntu ist es schon sehr langatmig bis apt endlich das upgrade fertig hat. Bei den LTS ist mir aufgefallen das man plötzlich mit Problemen konfrontiert wird die man so gar nicht auf dem Schirm hatte. KDE 4 zu Plasma 5, Gnome mit Versionssprüngen (5 Jahre sind eine sehr, sehr lange Zeit). Ich fand das upgrade auf 14.04 keinen Spaß. So lange hatte ich noch nie zu tun das System wieder so zum laufen zu bringen wie es vorher war, das lag vor allem daran das apt fast 4 Stunden Zeit benötigte, und das lag nicht an der Internetverbindung.

Ich persönlich nutze Arch Linux als Bleeding-Edge Rolling Release Distribution und hatte außer im Frühjahr seit 3 Jahren nicht einmal meine Hände anlegen müssen weil durch die updates was schiefgelaufen wäre. Jeden bzw. alle 2-3 Tage pacman -Syu und das wars meistens weil eben nicht bei jedem upgrade große Versionssprünge durchgeführt werden müssen.
 
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