Warum keine F2 16-50 und 50-150 für APSC?

ABC_Freak

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Hi,

Ich frage mich schon seit geraumer Zeit warum es für APSC keine F2 Zooms Gibt.
Samsung hat ein 2-2.8 16-50 aber sonst ist da nix.

Gerade Mirrorless Hersteller die sich im Prinzip auf APSC festgelegt haben wären da doch gut beraten solche Gläser anzubieten.

APSC mit 50-150 F2 wäre rechnernisch nur einen Ticken schlechter als VF 70-200 2.8. Der größere Sensor der VF würde damit keine Rolle mehr Spielen.

Konstruiern sollte sich das lassen, da ja die eingesammelte Menge an Licht vergleichbar ist mit einem 2.8 VF ist und der abzubildende Kreis kleiner ist. Die Objektive wären natürlich ähnlich groß wie die Pendants des VF da sie ja die selbe Menge Licht einsammeln müssen.

Halten sich die Hersteller die Option auf VF für später noch offen?

Für Sony, Canon und Nikon ergibt es weniger Sinn, da man sich das geschäft mit den großen VF Bodies verderben würde. Aber für z.b. Pentax, Samsung und Fuji würde das doch Sinn ergeben?

Edit: es soll nicht um exacte Zahlen gehen. Mir ist bewußt, dass ein 70-200 2.8 bei APSC mit 1.5 crop ein F1,87 47,7-133,3 wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wäre alles wie bei den F2.8ern... und die gibts ja auch
 
Das ist ja ne Milchmädchenrechnung, selbst wenn man durch den kleineren Bildkreis etwas sparen kann, wird es im Endeffekt doch aufwendiger zu produzieren sein und am Ende mehr Gewicht und Größe hervorbringen. Die Lichtstärke eines 2.8er für kb ist ja auch an APS-C immernoch 2.8, nur die Schärfentiefe und der Bildausschnitt sind anders.
 
Erstens gibts von Sigma sogar ein f/1.8er Zoom, aber nur für DSLRs im Moment, soweit ich das weiß - die haben auch vor kurzem ein f/2 Vollformat-Zoom vorgestellt, beide halt mit relativ kleinem Brennweitenbereich, dafür lichtstark.

Der eigentliche Grund dafür wird hauptsächlich die Größe sein. Eines der Hauptargumente für Mirrorless ist Kompaktheit und die ist mit so einem Monster einfach nicht mehr gegeben. Schau dir mal die Fuji X-T1 mit dem 18-55/2.8-4 und dann mit dem 16-55/2.8 an, letztere Optik sieht fast schon lächerlich aus auf dem kleinen X-T1 Body.

Dazu kommt natürlich auch, dass das ganze sauteuer wird (wahrscheinlich teurer als die etablierten 70-200/2.8er Zooms für Vollformat) und sich die wenigsten sowas kaufen würden.

Ich kann nur für Fuji sprechen, aber die werden ziemlich sicher bei APS-C bleiben, weil der Vorteil von Vollformat nicht _so_ dramatisch groß ist (außer bei der ISO-Performance, die Sensorentwicklung da schreitet aber natürlich auch voran) und sie dann wieder das ganze System neu entwickeln müssten, was bei ihrem derzeitigen exzellenten Portfolio ziemlicher Blödsinn wäre. Ich hab mal Gerüchte gelesen, dass sie vielleicht auf größere Sensoren setzen, die zu den derzeitigen Linsen noch kompatibel sind (also 1.3x oder so), aber sind eben nur Gerüchte.
 
Mir ist da sofort das Sigma 18-35 1,8 eingefallen. Ist ja APS-C only. Ist aber für DSLRs, wo man eher noch schwere und große Objektive unterbekommt.

Bei den mirrorless wird es schwerer, weil man ja gerade die Kompaktheit anpreist.

Vll wird man sowas in Zukunft öfter sehen, ich würde mich freuen.
 
Technisch wäre es vielleicht möglich, wie von M.Ing gesagt gibt es bereits ein 18-35 f/1.8 (27-53 f/2.8 [KB]). Das wiegt daher auch ähnlich viel wie entsprechende 24-70 f/2.8 für Vollformatkameras.

Die Frage ist nur, ob die Hersteller solche Objektive für relevant halten. Zumindest wagt Sigma etwas, wodurch vielleicht anderer Hersteller nachziehen.

Nur aktuell wäre die einfachste Lösung, einen Metabones Speedboster zu kaufen. Diese gibt es mit einem Crop-Faktor von 0.71 zu kaufen, wodurch der Crop-Faktor von kleineren Sensoren ausgeglichen wird (in Bezug auf KB als 1).
 
Schau doch z.B. das Olympus 35–100 mm f/2,0 für Four-Thirds an:
1. Groß (ca. 21cm lang)
2. Schwer (ca. 1650g)
3. Teuer (neu ~2000€?)

Und das ist prinzipiell für noch nen kleineren Bildkreis gerechnet ;-)
 
Für das alte Four-Thirds-System gibt es von Olympus ein 35-100mm f/2. Dieses Objektiv ist größer, schwerer und teurer als das Canon EF 70-200 2.8 L IS II USM, obwohl das Olympus keinen Bildstabilisator besitzt und einen wesentlich kleineren Bildkreis ausleuchten muss. Sein Gewicht beträgt mehr als das Vierfache des Panasonic 35-100 2.8. Von daher wäre meine Vermutung ebenfalls, dass ein f/2-Zoom für APS-C weder besonders praktikabel noch wirtschaftlich wäre.
 
Z.B. Das Olympus 35 100 F2 ist aber auch sehr "einzigartig" weil ich da nicht viel Konkurenz sehe. Dadurch natürlich teuer. Ob die Größe und das Gewicht die Regel wären, lässt sich dadurch auch nicht einfach so annehmen.

Ich sehe ein, dass was da ist ist verhältnismäßig Groß, Schwer und Teuer.

Der Speedbooster von Canon EF zu Sony E mount aus 70-200 f2.8 ein 49,7-142 F1,988 machen.

Worst case wäre also Preis, Größe und Gewicht Objektiv + Speedbooster.

Wenn der Preisunterschied größer ist als der Preisunterschied zum VF Body ist es natürlich quatsch. Wenn es aber garkeinen VF gibt und man sein System nicht wechseln weill wäre es eine option.
 
ABC_Freak schrieb:
Z.B. Das Olympus 35 100 F2 ist aber auch sehr "einzigartig" weil ich da nicht viel Konkurenz sehe. Dadurch natürlich teuer. Ob die Größe und das Gewicht die Regel wären, lässt sich dadurch auch nicht einfach so annehmen.

Du meinst also Olympus hat das Objektiv nur so groß und schwer gemacht, weil groß & schwer mit "Pro" assoziiert wird? ;-)
 
poons schrieb:
Du meinst also Olympus hat das Objektiv nur so groß und schwer gemacht, weil groß & schwer mit "Pro" assoziiert wird? ;-)

Jahaaa die machen das ;-)
Ganz im Ernst etwas gleichartiges hatte ich schon mal... manchmal WILL der Kunde sowas aus nicht nachvollziehbaren Gründen.

Bei so einem Nischenproduckt könnte es sein, dass Größe und Gewicht einfach keine Priorität hatten, da die niedrige zu erwartende Stückzahl als Preistreiber Nr 1 identifiziert wurde.

Das sind alles Vermutungen. Das Ding gibt es jetzt genau so und eine großartige andere Referenz hab ich auch nicht. Das Sigma 18-35F1.8 geht ja in die selber Richtung bzgl. Gewicht und Größe im Vergleich mit einem 24-70.
 
Das Sigma 18-35 f/1.8 an DX entspricht aber auch relativ gut einem 24-70 f/2.8 an Vollformat. Hingegen ist das Olympus 35-100 f/2 an µFT wie ein 70-200 f/4 an Vollformat.
Nur kosten 70-200 f/4 deutlich weniger. Bei Canon ca 600€ ohne Stabilisator, bzw. 1000€ mit Stabilisator bei Canon und Nikon. Diese sind dann aber auch deutlich leichter als das Olympus Objektiv. Selbst die 2.8er Objektive von Nikon/Canon wiegen weniger.

Wenn man bereits eine µFT Kamera hat, kann man sich vielleicht für das Olympus Objektiv entscheiden. Aber bei dem Preisunterschied kann man sich auch fast schon eine Vollformatkamera und ein Canon/Nikon 70-200 f/4 kaufen. Vom Gewicht her ist man dann wohl noch nicht mal schwerer unterwegs.

Möglicherweise ist so etwas auch ein Grund, weshalb es aktuell kaum KB-äquivalente Objektive für Crop-Kameras gibt.

Noch ein weiterer Grund: Das Sigma 18-35 f/1.8 entspricht - wie bereits gesagt - einem 27-53 f/2.8 [KB]. Für das gleiche Geld bekommt man jedoch das Tamron 24-70 f/2.8 mit VR. Man erhält also mehr Brennweite und einen Bildstabilisator.
Ebenfalls eher ein Grund für Vollformat und gegen Crop-Kameras bzw. Entwicklung spezieller Objektive für Crop-Kameras.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das 35-200/2 steckt die alle samt aber in die Tasche :-) sowohl was Verarbeitung als auch abbildungsleistung angeht. Gleiches gilt aber auch für das 14-35/2 von Olympus. ;-)
Wenn die nämlich eins können, dann ist es Objektive bauen. In wie weit die jetzt erfolgreich waren oder nicht, hat nichts mit den technischen und Optischen Qualitäten zu tun.

Allerdings hoffe ich auf ein 50-100/2 oder 50-135/2 für FX! Damit währe ich echt glücklich! Kann gern so groß sein wie mein 70-200/2.8
 
Hätte gern ein 35-100 für meine X-E2, F/2.8 reicht mir vollkommen. Ist einfach der meistgenutzte Brennweitenbereich bei mir ;-)
 
Moses, nur mal so in den Raum gestellt: wie will man das bitte Sinnvoll einsetzen? 135/2 an FX bleibt ja keinerlei Tiefenschärfe mehr übrig. Da kannst Du genau so gut bei 200/2.8 bleiben, was nicht anders ausschauen dürfte, oder? Die Blende Zeit die Du gewinnst, kann die in Bildinfo umgesetzt werden wenn die Schärfeebene dermaßen kurz ist?
 
ich durfte das magische Canon 135/2 ausprobieren. Insgesamt stimmt es das man bei der Tiefenschärfe schon sehr aufpassen muss. Wirklich sinnvoll ist diese im Nahbereich auch nur bedingt nutzbar. Nur bedenke, bei 135mm und f2 kannst du ganzkörperportraits machen und trotzdem einen ausreichend unscharfen Hintergrund haben. Es kommt alles auf den einsatzzweck an. Um so näher man rann muss um so eher sollte man abblenden. Aber ich hab gern die Möglichkeit mir auszusuchen was ich freistelle.

Insgesamt muss ich aber auch sagen das ich im Moment eher probiere möglichst viel scharf zu bekommen, also eigentlich der ganz andere Weg.
 
Klar, aus künstlerischem Aspekt hast Du natürlich Recht. Aber diese sorte Fotos sind dann schon eine Herausforderung, wenn Du nur 1-2cm hast. Worauf ich eher hinaus wolte war, dass Du bei 200/2.8 eigentlich ein sehr ähnliches Ergebnis haben solltest aufgrund der größeren Brennweite. Dein Hintergrund rückt nur etwas näher heran.
 
Weiß nicht, bei 200mm muss man ja doch deutlich weiter weg... Müsste ich überprüfen.
 
Bei 200mm wirkt das Foto flacher.
135 f2 ist eine klassische Portraitbrennweite an FX. Gibts von Canon und Nikon.

Das 135 2,8 Ai von Nikon hab ich mir letztens für lächerliche 126 € geschossen.
Saugeiles Glas. Das 135 f2 dc ist dagegen sehr teuer, mit AF und soll nochmal eins draufsetzen.
 
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