Warum keine F2 16-50 und 50-150 für APSC?

Oh je, oh je, hier fühlen sich anscheinend ein paar Fuji und Samsung Nutzer falsch verstanden.

Noch mal die Antwort auf die Ausgangsfrage in einfach:

Objektive wie die angefragten zu bauen ist technisch an sich möglich. Anscheinend sieht aber aktuell kein Hersteller ausreichendes Marktpotential dafür, sonst würden solche Objektive angeboten und verkauft!

Warum das so ist darf sich jetzt jeder selbst erklären, meine Antworten dazu sind wohl nicht mit der Meinung einiger hier konform.
 
Das hat doch nichts mit Meinung zu tun. Du stellst eine Behauptung auf:

Fazit: Aufwändige Objektive verkaufen sich am besten bei der Gruppe an Fotografen mit dem höchsten Kleinbildanteil.
Folgerung: Aufwändige Objektive werden für digitales Kleinbild entwickelt und hergestellt


Aber ich sehe nicht, dass Du sie beweiskräftig untermauerst.

Um welche Objektive handelt es sich? Wo sind Verkaufszahlen zu diesen Objektiven, im Vergleich zu ähnlichen Konstruktionen anderer Systeme (APS-C / mFT) die Deine Aussage untermauern?

Behaupten kann man viel ...
 
xDream schrieb:
Oh je, oh je, hier fühlen sich anscheinend ein paar Fuji und Samsung Nutzer falsch verstanden.

Weder ich noch pcpanik nutzen Samsung oder Fuji, k.A. von wem du redest.


Und wie gesagt Samsung hat schon ein f2-f2.8 Standard zoom, da ist wer Weg auch nicht mehr weit zu einem mit nur f2.
 
xDream schrieb:
Objektive wie die angefragten zu bauen ist technisch an sich möglich. Anscheinend sieht aber aktuell kein Hersteller ausreichendes Marktpotential dafür, sonst würden solche Objektive angeboten und verkauft!

Hatten wir diese Aussage nicht schon bevor du nach Marktanteilen Kamerahersteller sortiert hast? ;-)
 
B.XP schrieb:
Größe/Gewicht und Qualität haben erstmal nichts miteinander zu tun. Höhere Lichtstärke wirkt sich aber direkt auf die pro Brennweite nötigen Öffnungsflächen aus, bei gleicher Brennweite und Lichtstärke kommt es auf die Korrektur der optischen Fehler, die Vergütung der Gläser und natürlich die allgemeine Verarbeitung an, wie gut die Abbildungs- und Schärfeleistung des Objektivs ist.
Größe/Gewicht sind direkt von der Abbildungsleistung abhängig. Denn damit das Objektiv besser abbilden kann, müssen diverse Linsen "überdimensioniert" sein.
B.XP schrieb:
Wenn man das billige Canon 50mm F1.8 II anschaut, ist das aber weder groß oder schwer, aber wenn der Fokus sitzt extrem scharf. Wobei man schon sagen muss, dass die 50mm einen gewissen sweet-spot in Sachen Konstruktion und Bildkreis besetzen.
Nein, das 50/1.8 II ist alles andere als "extrem scharf". Zumindest bei Offenblende nicht. Das erkennt man nicht zuletz dann, wenn man es mit wirklich hervorragenden 50ern, wie dem 50/1.4 Art und dem 55/1.4 Otus, vergleicht. Und das Sigma und das Zeiss sind genau aus diesem Grund so groß und schwer. Kleinere und leichtere 50/1.4 gibt es zuhauf, diese sind aber weicher, vignettieren stärker und haben stärker ausgeprägte CAs.
 
Ultrafine schrieb:
Größe/Gewicht sind direkt von der Abbildungsleistung abhängig. Denn damit das Objektiv besser abbilden kann, müssen diverse Linsen "überdimensioniert" sein.

Demnach bildet eine schwere Glaslinse besser ab, als eine leichte Kunststofflinse? :cool_alt:
Und eine Linse mit 10cm Durchmesser besser als eine mit 5cm? :freaky:

Aha... :o
 
Ich denke es geht eher um Tendenzen. Klar gibt es immer Ausnahmen zur Regel, aber meistens ist nicht grundlos mehr Glas verbaut worden.
 
Ultrafine schrieb:
Nein, das 50/1.8 II ist alles andere als "extrem scharf". Zumindest bei Offenblende nicht. Das erkennt man nicht zuletz dann, wenn man es mit wirklich hervorragenden 50ern, wie dem 50/1.4 Art und dem 55/1.4 Otus, vergleicht. Und das Sigma und das Zeiss sind genau aus diesem Grund so groß und schwer. Kleinere und leichtere 50/1.4 gibt es zuhauf, diese sind aber weicher, vignettieren stärker und haben stärker ausgeprägte CAs.

Bei Offenblende stimm ich dir zu, da gibt es bessere. Aber leicht abgeblendet ist der Joghurtbecher richtig gut.
 
Also richtig gut ist sehr subjektiv. Ich hab grad mal bei DXO geguckt und der Joghurtbecher kommt ab f8 - eher f11 - so langsam in Regionen wo das Sony FE 55mm bei Offenblende ist. Klar kostet das deutlich mehr und der Joghurtbecher ist für Einsteiger gedacht, es gibt aber bewiesenermaßen riesige Unterschiede.
 
B.XP schrieb:
Bei Offenblende stimm ich dir zu, da gibt es bessere. Aber leicht abgeblendet ist der Joghurtbecher richtig gut.
Ein 1.8er Objektiv, dass ich weiter abblenden muss als f4 verliert für mich schnell die Daseinsberechtigung. Wenn ich erst ab f8 oder sogar f11 brauchbare Ergebnisse bekomm, würde selbst ich da ein Zoom vorziehen. Und ich benutze zu 95% FBs ;-)
 
Vielleicht les' ich den DXO-Mark falsch, aber so wie ich das sehe ist nur F1.8 "weich" und ab F2.0 ist man im grünen Bereich. Das würde auch meinen Erfahrungen mit dem Teil entsprechen. Dass ein Sony FE 55mm schon in anderen Sphären liegt erwarte ich bei einem Objektiv was gut und gerne mal das neun- bis zehnfache kostet! Da wäre ein passenderer Vergleich das Sigma 50mm ART, auch preislich ;)

Wenn man nur nach DXO geht gibt's sowieso nix über Sony, die DXO-Performance ist immer wenn Sony-Sensoren zur Verwendung kommen ordentlich höher. Die Frage ist ob die Real-World-Performance tatsächlich dann SO unterschiedlich ist.
 
Letztendlich hängt auch viel von den eigenen Ansprüchen ab und welcher Kamera-Body dahinterhängt. Sowohl das Nikkor 50mm 1.4 (D) als auch das 1.8 fand ich an einer DSLR immer recht weich und erst ab f4 gut zu gebrauchen. An einer meiner analogen SLRs (z.B. Nikon F80) hab ich da weniger Scheu die Linsen mit Offenblende zu nutzen, aber das zeigt wohl auch wie sehr und wie schnell man bei den digitalen Kameras ins Pixelpeepen abdriftet ^^
Ergänzung ()

Mal Back 2 Topic: Ehrlich gesagt hätte ich gar kein Interesse mehr an einem (schweren) f2er Zoom für APS-C, ganz im Gegenteil würde ich es begrüßen wenn mehr Hersteller als Alternative zu (schweren und großen) f2.8er Zooms wieder sowas wie f3.5er und f4er Zooms herausbringen würden. Mich interessiert an der Stelle mehr die konstante Blende!
 
Zuletzt bearbeitet:
Pittiplatsch4 schrieb:
Ich denke es geht eher um Tendenzen. Klar gibt es immer Ausnahmen zur Regel, aber meistens ist nicht grundlos mehr Glas verbaut worden.
Du hast es richtig erfasst, Pittiplatsch. Ein besseres Objektiv erfordert eine komplexere optische Rechnung, mit mehr Linsen in mehr Gruppen. Manchmal ist es erforderlich eine größere Frontlinse einzubauen und die Randstrahlen nicht durchzulassen, um nur den "Sweetspot" zu nutzen. Es gibt viele solcher Tricks im Bereich Objektivdesign. Und eben das ist der Grund, wieso besser abbildende Objektiv für gewöhnlich größer sind, als jene mit schlechterer BQ.

B.XP schrieb:
Vielleicht les' ich den DXO-Mark falsch, aber so wie ich das sehe ist nur F1.8 "weich" und ab F2.0 ist man im grünen Bereich. Das würde auch meinen Erfahrungen mit dem Teil entsprechen. Dass ein Sony FE 55mm schon in anderen Sphären liegt erwarte ich bei einem Objektiv was gut und gerne mal das neun- bis zehnfache kostet! Da wäre ein passenderer Vergleich das Sigma 50mm ART, auch preislich ;)

Wenn man nur nach DXO geht gibt's sowieso nix über Sony, die DXO-Performance ist immer wenn Sony-Sensoren zur Verwendung kommen ordentlich höher. Die Frage ist ob die Real-World-Performance tatsächlich dann SO unterschiedlich ist.
Dein ursprüngliches Argument war eben, dass Objektive nicht groß sein müssen, um hervorragend abzubilden. Ich habe dir gezeigt, dass dem nicht so ist und dass Hersteller nicht aus Spaß mehr Glas verbauen.

@poons

Zooms mit f/3.5? Ne, danke. Mir wäre es lieber, wenn Hersteller endlich "curved sensors" einbauen und diesen Vorteil nutzen würden um gleich große und gleich gut abbildende, jedoch noch lichtstärkere Objektive zu bauen.
 
Okay das hast du dann so verstanden...War natürlich nicht so gemeint. Dass das Pareto-Prinzip auch hier gilt, sollte doch klar sein? ;)
Ich wollte darauf hinaus, dass es in der Konstruktion bestimmte "Sweet Spots" gibt bei denen man eine akzeptable Qualität mit recht wenig Aufwand (Gewicht, Geld, Baugröße) erreichen kann. Und das sind besagte 50mm-Objektive. Aber es geht auch noch besser, was dann mit deutlich mehr Aufwand verbunden ist! Die Aufteilung 20/80 Findet man so auch beim Canon 50mm 1.8 vs. SIGMA 50mm 1.4
 
Ultrafine schrieb:
Ein besseres Objektiv erfordert eine komplexere optische Rechnung, mit mehr Linsen in mehr Gruppen.

Dieser Pauschalierung möchte ich in Teilen widersprechen. Die komplexere Rechnung stimmt natürlich. Ein Objektiv wird aber sicher nicht (pauschal) dadurch besser, dass mehr Gläser verbaut werden.

Natürlich ist es notwendig den Astigmatismus heraus zu bekommen, was mit mehr Linsen sicher simpler zu lösen ist. Durch moderne Schleifmethoden, wie asphärisches schleifen, wie es bei Anachromaten der Fall ist, kann da jedoch mehr erreicht werden. Jedes Glas nimmt Licht weg und produziert Dir neue Fehler. Das wäre so, als wenn ich Filter über Filter packe, in der Hoffnung, das Bild würde dadurch besser.
 
Naja, guck dir einfach mal die Zeiss Otus an, die auf Qualität und nicht auf Gewicht oder Preis optimiert wurden. Das sind richtig schwere Teile, obwohl 85 und 55mm nicht gerade exotische und kompliziert zu bauende Brennweiten sind. Weniger Glas wird normalerweise aus anderen Gründen als Bildqualität verbaut, meistens Kosten, manchmal Gewicht.


PS: Mehr Glas heisst natürlich nicht gleich besser, aber weniger Glas resultiert äußerst selten in besserer Abbildungsleistung.
 
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