Warum werden Systeme nach gewissen Zeiten so langsam?

stefan@x700pro

Lieutenant
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Ja warum?
Verirren sich die Daten?
Defragmentieren begrenzt das Wirrwarr in kaum spürbarem Maße.
FormatC ist soweit ich weiß das einzige was hilft.
Selbst bei meiner SSD spüre ich jetzt nach einem Monat wie mein System langsamer wird.

Also frage ich euch, was macht ihr um eueren Pc mit gutem Gemüt und ohne sich ärgern zu müssen benutzen zu können.

FormatC?
Defragmentieren?..... vll. mit diversen tune up oder Defragmentiertool´s?
Oder vorbeugen und gewisse Sachen nicht tun wie vll. alles in einen ordner zu installieren wo relevante und nicht so wichtige Sachen direkt nebeneinander sind.

Bitte klärt mich mal auf.
Habe nach dem 25sten mal formatieren Wissenshunger in der Sache...

Mfg stefan
 
Nicht jede Software installieren die man rumschwirren hat. Wenn man mal seine eigene Mitte gefunden hat und die 10 Programme mit denen man wirklich arbeitet herauskristallisiert sind. Dann wird das System auch nicht weiter langsam, denn nur wenn Du ständig was installierst landet Müll auf der SSD. Einfach mal ABSTAND von div. Tools die man sowieso nicht braucht weil alles schon beim OS dabei ist.

BTW ... nicht dass bei Dir TRIM nicht funktioniert, dann bricht die Schreibleistung der SSD natürlich auch ein wenig ein :-)
 
Naja, aber merkwürdig ist schon, dass in der Windowswelt haufenweise Programme den Bootprozess extrem verlangsamen - installiert man irgendwas von Apple wird die länger, installiert man irgendwas von office wird die länger, installiert man dies und das und jenes - immer wird die Bootzeit länger, insbesondere bei Adobe CS - damit braucht mein Windows-System mittlerweile beim Sstemstart an die fünf Minuten (mit laufendem Avast Virenwächter und BOINC Rosetta@home). Bei Linux hat man weniger Hickhack - ich hab vier Desktops-Umgebungen und ohne Ende Programme installiert und die Bootzeit bleibt trotzdem gleich.

P.S.
Ich spiel schon mit dem Gedanken, SuperFetch zu deaktivieren, weils mir hier so vorkommt, als ob hier doppeltes Prefetching stattfindet, einmal von Superfetch und einmal von irgendwelchen Diensten. Die kryptischen Bezeichnungen der Msconfig-Systemstartdiensteinträge durchzuprüfen ist mir zu mühsam.
 
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bleibt halt teilweise erhalten der Müll. Wissen wir doch alle dass in der Windows-Welt die Deinstallation alles andere als vernünftig funktioniert.
 
helfen könnte es schonmal alles nicht-microsoftsche im tool autoruns zu deaktivieren. das geht über normale autostarts hinaus und ist so ziemlich das einzige was man machen kann um ein gebrauchtes windows zu beschleunigen.
 
Dass die Windows Systeme, übrigens wie allen anderen BS auch, mit der Zeit "langsamer werden", liegt hauptsächlich an der Schreiberlingen der Programme, die nach und nach installiert werden.

Ein Paradebeispiel ist Microsoft Office, oder auch schon "ab Werk" vorhandene Programme, wie der Internet Explorer.

So werden viele Programmmodule bereits beim Systemstart geladen und dann brüstet sich Microsoft, dass MS Office viel schneller startet als OpenOffice.

Bei Microsoft Produkten, kann man an dem Pre Loading nicht viel verändern, weil Betriebssystem und Anwendungsprogramme viel zu eng verzahnt sind.

Andere Programme, von Adobe bis ZSoft, knallen dem Anwender nicht nur die Autostartbereiche voll, sondern starten die Programmmodule über die Windows Dienste und dabei lässt sich auch etwas ändern.

Würde Apple nicht zweimal die Hälfte von ITunes "im Verborgenen" hochziehen, würden die Benutzer wegen der gigantischen Ladezeiten ungehalten werden.

Im Gegensatz zu Apple geht zum Beispiel Sun (Oracle) mit OpenOffice einen offenen Weg. Bei der Installation wird auf das Feature "schneller starten" hingewiesen und der Anwender entscheidet, ob er das haben will oder nicht. Ganz selbstverständlich, kann man die Einstellung bei vorhandenen Installationen, mit nur einem Mausklick zu- oder abschalten.

Die "scheinbare Notwendigkeit" die Benutzer auf diese Weise zu täuschen, liegt aber auch an dem Unvermögen vieler Programmierer.

Hat man bei ITunes ein Setup von über 90 Megabyte, kommen Produkte mit ähnlichem Leistungsumfang und Bedienkomfort, mit rund 10 Prozent, sprich mit gerade mal 9 oder 10 Megabyte* aus und in den Autostartbereichen und Diensten, wird nicht herum gepfuscht!


Bei/mit den "Tuning" Tools, erreicht man häufig das beste Ergebnis, wenn man das Geraffel erst gar nicht installiert. Ein sehr bekanntes "Tuning" Programm, rappelt einem die Hütte mit einigen Autostarteinträgen und mehreren Diensten voll, die nicht nur alle geladen sein wollen - nein - der Rechner muss die Programmteile auch noch bespaßen.

Wenn ich mache HiJackThis Logfiles anschaue, möchte ich aus den vor genannten Gründen nicht nur die Anwender an den Ohren ziehen, die aber häufig gar nicht wissen wie ihnen geschieht.

Es wäre schön, wenn die erlangten Performance Sprünge, die wir Jahr für Jahr durch neu entwickelte oder verbesserte Hardwarelösungen erfahren, nicht immer gleich von unfähigen Software Entwicklern einkassiert und zunichte gemacht würden.


Christine A.


* mir ist klar, dass sich daraus keine 1:1 Ableitungen herstellen lassen.
 
Christine A. schrieb:
..., übrigens wie allen anderen BS auch, ...
Nö, eben nicht - mir ist noch keine Linuxdistro untergekommen, auf der jedes Programm Autostarteinträge generiert.

P.S.
Und versteh das bitte nicht falsch, das ist keine Schuldzuweisung, sondern eine reine Feststellung der Situation - ich als Endanwender habe auf Windows Probleme mir die Startzeitn zu erhalten, auf anderen Systemen habe ich das nicht so. Wer an dieser Situation nun schuld ist, ist nebensächlich.
 
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MountWalker schrieb:
... auf der jedes Programm Autostarteinträge generiert.

Nun, auch für Windows gibt zigtausende Programme, die weder Dienste noch Autostarts im System verankern.

Mit dem Nebensatz wollte ich nur darauf hinweisen, dass diese "nette Methode" "Programmstarts zu verkürzen" keine Microsoft Erfindung ist.

Schon das gute alte CP/M hatte dieses "Feature".


Christine A.
 
Ich hab doch bereits gesagt, das soll keine Schuldzuweisung sein - durch wen es entsteht ist nebensächlich. Es nervt nur, dass es sehr schnell geht, ein Windows-System zu haben, das auf einem aktuellen Rechner mit 7200 U/min HDD über vier Minuten zum Starten braucht (sowiet gestartet, dass Programmstartaufrufe nicht mehr verzögert geschehen), wohingegen das bei einer Linuxdistro oder Mac OS X gar nicht so einfach ist, versehentlich so viel in den Autostart zu laden, dass das OS so lahm startet.
 
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