Was bracht man alles, wenn man eigene Server vermieten möchte?

M.Köhler

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Guten Tag zusammen,

Ich möchte gerne mal wissen, wie man Server in einem Data-Center vermieten kann. Also welche Voraussetzungen/Gesetze eingehalten werden muss und welche Server Verwaltungsprogramme es gibt ,die auch gut und bezahlbar sind.

Mit freundlichen grüßen

M. Köhler
 
Also, Know-How wäre für das oberste Gebot! Wenn ich sowas geschäftlich mache und Server anbiete, dann muss ich für jeden Fall gewappnet sein. Denn sonst ist Ärger ja vorprogrammiert.
 
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An wen möchtest du denn vermieten?
 
M.Köhler schrieb:
Guten Tag zusammen,

Ich möchte gerne mal wissen, wie man Server in einem Data-Center vermieten kann. Also welche Voraussetzungen/Gesetze eingehalten werden muss und welche Server Verwaltungsprogramme es gibt ,die auch gut und bezahlbar sind.

Mit freundlichen grüßen

M. Köhler
Eine Ausbildung in dem Bereich wäre die absolute Grundlage, es scheint mir derer zu fehlen, sonst wären die Fragen andere. Oder liege ich falsch?
Wenn du dich mehr um den Vertrieb kümmern möchtest und weniger um Technik gibt es Resellerprogramme, aber da geht die natürlich viel Marge verloren und setzen dennoch einen Gewissen Kenntnisstand vorraus. Dazu bedarf es diverser Datenschutzerklärungen, ggf. später Audits oder ISO Zertifizierungen.
 
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Welche Vorkenntnisse sind denn überhaupt vorhanden?
Meinem Eindruck nach sehr wenig und damit solltest du keine Server betreiben.

Wenn das jedoch deine Vorstellung ist die hier im Forum Hilfe zu suchen, dann sag und Bescheid wo wir Support leisten, Administrieren, Hotline für dich einrichten, Hardware einkauen/einrichten/warten sollen und wie du dir dann hier einen 24h Support vorstellst :D
 
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Dr.Doolittle schrieb:
Eine entsprechende Unternehmens Versicherung, ein Steuerberater und ein Jurist dürften sogar noch viel weiter oben auf der Prioritätenliste stehen, womöglich sogar noch vor dem Punkt Gesellschaftsform. Dann noch diverse Zertifizierungen / Iso Normen und weiß Gott was sonst noch.
Infrastruktur, Server, Angestellte und all sowas, dürfte praktisch erst sehr viel später kommen
Ergänzung ()

pgene schrieb:
Eine Ausbildung in dem Bereich wäre die absolute Grundlage, es scheint mir derer zu fehlen, sonst wären die Fragen andere. Oder liege ich falsch?
Naja, eine kaufmännische Ausbildung + (mindestens) eine Person, die vom Fach (also nicht "irgendwas mit IT", sondern aus dem Bereich Datacenter ist und da auch schon mal über mehrere Jahre in leitender Position tätig war) ist, täte es ja auch
 
Man könnte die Anforderungen auch kurz mit dem Wort "Geld" zusammenfassen. Wenn man Server in einem Datacenter vermieten will braucht man ein passendes Gebäude, eine gute Internetanbindung, die Server selbst natürlich aber auch die Infrastruktur im Datacenter selbst. Und ja, damit wird wirklich nur das absolut offensichtliche angesprochen.

Wenn man sich mal den "Werdegang" der einschlägigen Unternehmen ansieht, dann hat man es entweder mit einer gewachsenen Struktur zu tun, da ist also nicht eines Morgens der Chef aufgewacht und dachte sich "Hey, mir ist gerade langweilig. Ich glaube ich mache jetzt mal ein Datacenter auf.", oder es war schon vorher Geld und Wissen vorhanden und man fing halt direkt mit einem kleinen "Datacenter" an welches eben wuchs und gedieh.

Aus der Fragestellung des TE geht aber hervor, daß hier weder Geld noch Wissen vorhanden sind. Aus dem Grund ist der beste Rat den man hier geben kann erst einmal eine einschlägige Ausbildung zu machen. Wenn der Wunsch nach einem eigenen Datacenter dann immer noch da ist, dann kann man ja, auf etwas besserer Grundlage, noch einmal darüber nachdenken.

Edit: Rechtschreibung korrigiert
 
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Darf ich mal fragen, welche Services Du denn anbieten willst, die man bei großen Hostern wie Strato oder Hetzner nicht heute schon für recht kleines Geld bekommt?
 
M.Köhler schrieb:
Also welche Voraussetzungen/Gesetze eingehalten werden muss
Das fragst du in einem öffentlichen Forum, in dem sich jeder anonym anmelden und ohne jedweden Nachweis irgendeiner Qualifikation als IT-Administrator, Anwalt, Kaufmann oder auch Hörgeräteakustiker ausgeben kann?

Verzeih mir, aber das ist etwas naiv. Öffentliche Foren sind dafür der falsche Ort. Du brauchst Fachleute aus den Gebieten des Rechts, der IT und aus dem kaufmännischen Bereich, und zwar nachweisbar, mit Zertifikaten, Diplom oder dergleichen.
 
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pgene schrieb:
Dazu bedarf es diverser Datenschutzerklärungen, ggf. später Audits oder ISO Zertifizierungen.
Und das wird richtig teuer wenn man das nicht selbst macht.
 
Hier wird so getan, als ob in unserem Kapitalismus jeder Ahnung davon hätte, womit er oder sie so Geld verdient. Ich kann aus Erfahrung bestätigen, dass das nicht der Fall ist. =D
 
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Ein Business Plan schadet sicher nicht. Je nach Idee ist die Konkurrenz ziemlich mächtig (AWS, MS Azure)
Datenschutz und Datensicherheit sind sicher sehr bedeutend (z.B. Din ISO 27001). Zusätzlich können Themen wie Umwelt /Energielabel dazukommen.
Datencenter könnten unter die Kategorie kritische Infrastruktur beim BSI fallen, dann wären da auch noch entsprechende Auflagen zu erfüllen.
Technisch bedarf es neben den eigentlichen Servern die dazugehörige Infrastruktur:
Gebäude, USV, Netzfilter, Klimatisierung und natürlich eine entsprechend schnelle Netzwerkanbindung.
 
Ein gutes Wissen über Automatisierung von Verwaltungsaufgaben sollte auch dabei sein.

Wenn du Kunden-VMs per Hand anlegen musst kannst du jeglichen Maßstab vergessen und das höchstens als kleinen Nebenverdienst machen. Und dann sind die ganzen anderen Kosten die anfallen einfach viel zu hoch um jemals auf einen grünen Zweig zu kommen...

Siehe die großen Hoster: man entscheidet sich für einen Preset, bezahlt, und ein paar Minuten später kann man sich schon an der VM einloggen. Das muss von vorne bis hinten durchgescriptet sein um konkurrenzfähig zu sein.
 
Je nachdem wie alt oder in welcher Lebensphase du bist und in welchem Umfang du das betreiben möchtest, wäre sogar ein Praktikum bei einem Hoster ein guter Einstieg in die Thematik. Da kann man die Bereiche direkt kennenlernen und Erfahrungen sammeln.
 
Rickmer schrieb:
Das muss von vorne bis hinten durchgescriptet sein um konkurrenzfähig zu sein.
Die Konkurrenzfähigkeit würde ich da eher als hübsches Nebenprodukt bezeichnen. Die Automatisierung bringt vor allem für den Anbieter selbst extrem viele Vorteile: Deutlich weniger fehleranfällig, skalierbar, schneller, günstiger (natürlich erst ab einer gewissen Anzahl an Rechnern und Kunden), was dann wieder zu höherer Kundenzufriedenheit führt, etc.

Apropos Data Center. Da sollte man sich evtl. auch noch festlegen, ob man Private, Public oder Hybrid Cloud Services anbieten will. Und dann natürlich auch, ob es IaaS oder PaaS sein soll. Man kann natürlich auch alles anbieten und mischen, aber das steigert eben auch den Aufwand enorm.
 
Was mMn. zu kurz kommt, ist folgende Frage: Willst du selbst ein Rechenzentrum "bauen" bzw. in einem bestehenden Gebäude einen Serverraum aufbauen, oder willst du z.B. ein Rack in einem Rechenzentrum anmieten, dort Server installieren und diese dann vermieten?

Ersteres ist leider sehr unrealistisch, wenn man so in diesem Forum fragt. Bitte nicht falsch verstehen, soll kein Angriff sein. Dazu muss man sich fragen: Wer ist meine Kundschaft? Junge Erwachsene die da Gameserver drauf betreiben, verzweifelte Geschäftsleute die so günstig wie möglich Server mieten wollen, oder eher die "Professionellen" Kunden die auch bereit sind etwas Geld auszugeben? Speziell bei letzteren kommen diverse ISO Zertifikate für physikalische und "virtuelle" Sicherheit dazu, eine Brandlöschanlage, physikalischer Schutz in Form von Einbruchschutz, ... Das sind schnell Millionenbeträge.
Wenn es eher die ersten beiden Gruppen sind, reicht im Prinzip ein Raum mit einer Klimaanlage zur Kühlung, einem entsprechenden Stromanschluss der auch ein paar kW kann (Industriegebiet bietet sich da an), eine gute Internetleitung mit gutem Peering. Und Server natürlich. Dazu Firewall/Router/Switche, um die Server ans Netz zu bringen. Aber auch hier geht's gut ins Geld, mittlere 5-Stellige Summe würde ich da als Minimum ansehen.

Und natürlich wie die anderen schon schrieben: Versicherung für dein Gewerbe, Steuerberater damit man sich nicht aus versehen Strafbar macht, Anwalt wenn mal Post kommt weil ein Kunde sch... baut...
 
Das Grundproblem ist, solche Anbieter gibt es wie Sand am Meer. Die Preise sind (nicht zuletzt deshalb) so ziemlich im Keller. Das ist jetzt also nix, wo man riesen Margen draus ziehen kann. Die entsprechenden Anbieter haben halt auch das nötige Know-How und deshalb funktioniert das da überhaupt. Als jemand Neues da reinzukommen ist schwierig. Aber nicht unmöglich. Allerdings wer eine solche Frage und dann auch noch in dieser Form und diese Umgebung stellt disqualifiziert sich eigentlich schon.

Das ist jetzt auch gar nicht despektierlich gemeint oder so. Wir wollen Dir nur den Zahn ziehen, das es letztlich nur darum geht ein paar Räume zu mieten und dort seine Server reinzustellen und dann noch irgendwie ne Brandschutztür einzubauen um irgendwelchen gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen und dann läuft der Laden.

Die besten Chancen hat man, wenn man sich in dem Bereich auskennt und vielleicht sogar schon in einem Datacenter gearbeitet hat oder zumindest jemanden kennt.
Das aus einer Bierlaune heraus zu machen, weil man mal geschafft hat ubuntu Server unfallfrei zu installieren, ist zum scheitern verurteilt.

Insofern schließe ich mich meinen Vorrednern an.
 
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Moin,

selbst größere Unternehmen aus der Kritis Umgebung betrieben Ihre Rechenzentren nicht selbst, sondern sind im Rahmen einer Colocations bei einem Betreiber eingemietet. Ein RZ-Betrieb ist alles andere als trivial, wenn man entsprechende Kunden mit zwingender Kritis oder z.B. B3S Anforderung hat, wird’s gleich nochmal interessanter.

Für den Anfang empfehle ich mal den BSI Grundschutz als Lektüre. Da geht es zwar mehr um interne IT, jedoch finden sich viele Voraussetzungen später im RZ, auf einem anderen Niveau, wieder.

Grüße
 
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Wenn ich alleine Ueberlege was es fuer ein Aufwand ist ein eigenes Rechenzentrum zu betreiben...

Wenn du deine Server nicht grade irgendwo in eine Scheune stellen willst, sondern es richtig machen willst, dann ist der Aufwand enorm.
Dazu kommt dann ja noch, dass das jetzt kein neuer Markt ist. Es gibt eine Menge bekannte, grosse und erfahrene Serveranbieter. Und noch viel mehr kleinere Anbieter.
Was sollte einen neuen Kunden dazu bewegen ausgerechnet bei dir hosten zu wollen?

Du brauchst also ein gewisses Alleinstellungsmerkmal.
Damit es der Preis sein kann, brauchst du entweder einen riesen Haufen Server um sinnvoll zu skalieren, oder du musst pfuschen. Das ist also raus, oder du (bzw. deine Firma) bekommt demnaechst kurzen Ruhm bei Heise :p

Wenn du ueber irgendwelche anderen Besonderheiten punkten willst, brauchst du vor allem Erfahrung, damit du diese Besonderheiten ueberhaupt erkennen kannst, und mit welchem Aufwand diese zu erreichen sind. Zertifizierungen zB sind schlicht teuer, weil diese in der Regel regelmaessig ueberprueft werden muessen im gueltig zu sein. Zumindest wenn es mehr als 08/15 Sachen sind. Das ist also auch raus, sonst wuerdest du diese Frage hier nicht stellen.

Meine Vermutung, auch weil es hier im Forum immer mal wieder aufkommt, und es Leute anzieht die keine Erfahrung mit profesioneller IT haben: Du willst eine Miningfarm aufbauen, bzw. Miningrigs vermieten.
Frei nach dem Motto dass die Grossverdiener des Goldrausches nicht die Bergarbeiter, sondern die Schaufelverkaeufer waren. ;)
Aber fuer eine solche Miningfarm gilt das gleiche wie fuer ein professionelles Rechenzentrum, mit einigen zusaetzlichen Knackpunkten. Der enorme Stromverbrauch und 24/7 Vollastbetrieb stellen einige Herrausforderungen dar.

Die Elektrik muss makellos sein, sonst faellt dir die Bude frueher oder spaeter aus, oder schlimmer noch, geht in Flammen auf. Die Lasten die Mining verursacht sind andere Groessenordnungen als im normalen Rechenzentrum.
Alles was an Elektrischer Leistung rein geht, musst du in Form von Waerme auch wieder loswerden. Du brauchst also eine potente zuverlaessigige Kuehlung. Beim Mining koennte es aber, da konstant hohe Last anliegt, sogar Sinnvoll sein die Abwaerme zu nutzen. (Das gibts ja sogar im kleinen Masstab mit einem Mining-Rig als Elektroheizung)

Des weiteren: In einer Miningfarm geht es im Endeffekt um einen grossen Haufen Geld. Das will abgesichert sein. Nicht nur auf "digitaler" Ebene, auch auf physischer.
Du bist zudem extrem abhaengig von vielen externen Faktoren: Strompreise, Kryptokurse, potenzielle neue Regularien oder gar Verbote bei Cryptos, und noch weitere die mir grade nicht einfallen.
Ein Tweet von Elon Musk, und eine Stunde spaeter kann sich dein Geschaeftsmodell in Luft aufgeloest haben.

Das sind nur die oberflaechlichen Punkte die mir relativ spontan eingefallen sind. Aber das alleine stellt schon einen Berg Arbeit dar. Und frei nach der 80-20-Regel bringt die Detailarbeit nochmal viel mehr Aufwand mit sich.
 
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