Wasserpumpen Kombinieren (unterschiedliche) im externen Loop

GERmaximus

Rear Admiral
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Hey Leute,
mir schwebt da schon länger ein Gedanke im Kopf:

Kann man unterschiedliche Wasserpumpen in einem Kreislauf schalten?

Konkret:
3,5l Loop mit Radiator im Nebenzimmer, diverse Radiatoren (240+140+120 Intern, 360er in XXL Dicke extern).
Habe im Pc eine Laing ddc 3.25 mit 19-27% am laufen, sowie mehrere Meter Schlauchwege.
Zusätzlich habe ich noch einen weiteren externen Ausgleichsbehälter im System (zwei also, einen an der Pumpe und einen Weiteren im System)

Gedanke:
Im Nebenzimmer eine zweite Pumpe mit in den Kreislauf integrieren, die zb. schneller läuft als meine jetzige ddc Pumpe.

Die schnellere Pumpe müsste doch die Förderleistung der ersten Pumpe erhöhen, ihr quasi zuarbeiten, so mein Gedanke.
Somit hätte ich mehr Fluss bei gleicher Lautstärke.

Gibt es überhitzende oder andere Dinge die dagegen sprechen?
Es geht mir nicht um Sinn und Verstand;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wird der DDC relativ egal sein, also ja, das kannst du machen. Wenn es dir um die Lautstärke geht, könntest du aber auch gleich deine jetzige Pumpe an den externen Radiator im Nebenzimmer hängen und mit höherer Drehzahl laufen lassen (anstelle einer zweiten Pumpe).
 
Thomas B. schrieb:
...könntest du aber auch gleich deine jetzige Pumpe an den externen Radiator im Nebenzimmer hängen und mit höherer Drehzahl laufen lassen (anstelle einer zweiten Pumpe).

Jein,
die Lüfter starten dort nur manuell (separates 12V Netzteil)... ich muss eine Systempumpe haben, als Deppen Sicherung.:rolleyes:
 
GERmaximus schrieb:
Jein,
die Lüfter starten dort nur manuell (separates 12V Netzteil)... ich muss eine Systempumpe haben, als Deppen Sicherung.:rolleyes:
Hehe
Sollte ohne Probleme klappen. Eine Pumpe erzeugt ja im Prinzip einen Druckunterschied.
Und der kann von 0 zu 0,4bar also ach von 0,3 zu 0,5 bar sein.
 
Master1989 schrieb:
Sollte ohne Probleme klappen.

Mein Prof für Strömungsmaschinen würde dir jetzt auf die Finger klopfen :)

Es kann schon sein, dass es problemlos funktioniert, es kann aber auch ähnlich gut sein, dass es dir innerhalb kürzester Zeit beide Pumpen Zerstört ...
Beim "zuarbeiten" wie du es nennst, muss ich an eine Reihenschaltung. Reihenschaltung macht in erster Linie dann Sinn, wenn beide Pumpen die selben Volumenströme transportieren. Wenn eine Pumpe mehr leistet als die andere, dann schiebt sie die Andere Pumpe schlicht und ergreifend an. Wenn deine Pumpen also baugleich sind, aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen, haben sie mit Sicherheit nicht die selben Volumenströme. Wenn eine Pumpe, die andere anschiebt kann es zu unerwünschten Nebengeräuschen kommen. Es kann natürlich auch alles gut gehen ... aber eben kann. Unter ungünstigen bedingungen könnte es sogar zu Kavitation kommen, was die Lebensdauer der Pumpen stark beeinträchtigen würde und Geräusche verursacht.

Was du jedoch machen könntest, um diese Probleme zu umgehen, wäre eine Hyraulische Weiche. Das Prinzip ist einfach: Du baust 2 Kreisläufe die über einen AGB in der Mitte Verbunden sind. An diesem AGB hängen dann 4 Leitungen 2 Eingänge und 2 Ausgänge. Die Pumpe im PC pumpt das warme Wasser in den AGB und saugt den Selben Volumenstrom wieder an. Die andere Pumpe saugt das warme Wasser aus dem AGB in die Radiatoren und führt das abgekühlte Wasser wieder in den AGB zurück. im Normalfall saugt also die Pumpe im PC kühleres Wasser wieder zurück, als sie gerade eben oben Reingedrückt hat :) aber natürlich kommt es dabei im AGB zu einer durchmischung die den Wirkungsgrad, schätzungsweise deutlich, senkt.

gruß
Pyrukar
 
Pyrukar schrieb:
Was du jedoch machen könntest, um diese Probleme zu umgehen, wäre eine Hyraulische Weiche. Das Prinzip ist einfach: Du baust 2 Kreisläufe die über einen AGB in der Mitte Verbunden sind. An diesem AGB hängen dann 4 Leitungen 2 Eingänge und 2 Ausgänge. Die Pumpe im PC pumpt das warme Wasser in den AGB und saugt den Selben Volumenstrom wieder an. Die andere Pumpe saugt das warme Wasser aus dem AGB in die Radiatoren und führt das abgekühlte Wasser wieder in den AGB zurück. im Normalfall saugt also die Pumpe im PC kühleres Wasser wieder zurück, als sie gerade eben oben Reingedrückt hat :) aber natürlich kommt es dabei im AGB zu einer durchmischung die den Wirkungsgrad, schätzungsweise deutlich, senkt.
gruß
Pyrukar

Danke dafür.
Das werde ich mir mal zu Gemüte führen. In Verbindung mit einem voluminösem Ausgleichsbehälter sollte da erhebliche Bastel Befriedigung gegeben sein

Edit:
Oder man lässt beide Wasser Ströme im Radiator selbst zusammen laufen. Der bietet entsprechend viele Ein- und Ausgänge
 
Zuletzt bearbeitet:
GERmaximus schrieb:
Edit:
Oder man lässt beide Wasser Ströme im Radiator selbst zusammen laufen. Der bietet entsprechend viele Ein- und Ausgänge
Das würde ich nicht machen ...
1. ist ein Radiator kein Wärmetauscher für Wasser/Wasser sondern hauptsächlich Wasser/Luft.
2. Weis ich nicht, ob sich das Wasser dort vermischt oder in jeweils eigen Kanälen aneinander vorbeifließt
2.1 Wenn es aneinander Vorbeifließt dann hast du nur sehr wenig vorteil vom 2. Kreislauf
2.2 Wenn es sich vermischt, hast du unterschiedliche Drücke auf sehr feinen Kanälen, was schätzungsweise zu problemen Führt.
 
@Pyrukar

Ok, kalt erwischt😅
Ja, solche Probleme aind mir aus dem Anlagenbau bekannt.
Bis du dir aber sicher, dass das bei den kleinen Pumpen so stark ins Gewicht fällt?
 
Das mit 2 Kreisläufen und einem AGB als Weiche mag zwar lustig sein, aber für eine Wasserkühlung leider Schwachsinn. Wenn die Pumpe am Radiator nicht läuft kühlt der Kreislauf so genau gar nichts. Der Kreislauf wird über den AGB geschlossen, weil der weniger Widerstand hat als der Radiator und damit ist Ende.
Geht also komplett an den Anforderungen vom TE vorbei. Außerdem SAUGT eine Pumpe, wie sie in Waküs üblich ist nichts an, sondern schaufelt nur weiter/weg. Befüllen wird damit mit so einer Konstruktion richtig schwer.

Zu 2 in einer Reihe:
Die D5/DDC sind so aufgebaut, dass der Rotor kaum Widerstand bieten, wenn sie nicht läuft/langsamer als der Wasserstrom. "Anschieben" gibts also nicht, das Wasser fließt einfach durch (mal den Rotor von ner DDC/D5 anschauen, dann weißt du warum). Nebengeräusche gibts auch nur dann, wenn die Pumpen halt nicht entkoppelt sind, aber das ist nicht anders, als wenn sie alleine laufen. Erfahrungen zu 2xDDC, 2xD5 oder auch D5/DDC Kombinationen gibts im Luxx genug und da hat noch keiner damit ne Pumpe geschrottet, weil sie unterschiedlich laufen würden. Im Gegenteil wird sogar bei 2 gleichen mit Dualdeckel empfohlen, sie leicht unterschiedlich laufen zu lassen, damit sich die Vibrationen nicht gegenseitig hochschaukeln. Und wenn Reihenschaltung so schädlich wäre würde es keine Dual-Deckel geben...
Die Flussgeschwindigkeit erhöht sich durch 2 Pumpen vor allem dadurch, dass sie beide Druck erzeugen und damit auch bei restriktiveren Kreisläufen noch näher an der ungebremsten Geschwindigkeit bleiben.

Als Verdeutlichung: Bild 3 hier drin (Seite 3). Die Förderhöhe erhöht sich durch Reihenschaltung. Parallelschaltung geht wie gesagt bei den D5/DDC nicht, weil sie abgeschalten nen Kurzschluss im Kreislauf darstellen würden ->Fluss durch alles außer den beiden Pumpen=0.
 
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Master1989 schrieb:
Bis du dir aber sicher, dass das bei den kleinen Pumpen so stark ins Gewicht fällt?
Nein, bin ich nicht. Deshalb hab ich ja auch geschrieben, KANN. Ausschließen möchte ich es aber auf jeden Fall nicht :)

@Kerash: Hast du vielleicht mal ein Bild eines solchen Rotors? Grundsätzlich würde ich mal Ernsthaft bezweifeln, dass es aus Strömungssicht sinnvoller ist die Pumpen unterschiedlich schnell drehen zu lassen, aber es kann durchaus sein, dass die anschiebeeffekte (die es mit hoher sicherheit bei jeder Pumpenkombi gibt) bei der Pumpengröße zu vernachlässigen sind ... ich habes sowas noch nicht ausprobiert. Meine Aussage leitet sich jedoch direkt aus dem Kontinuitätsgesetz ab und das ist somit eine rein Physikalische Betrachtung.

Was deine Kritik an der Weichenregelung angeht ... ich glaube du,@Kerash, hast da das ein oder andere Falsch verstanden:
1. Ob das jetzt Saugen heist oder nicht, sei mal dahin gestellt. Aber wenn du Wasser in eine Richtung anschiebst, fließt aus der anderen Richgtung wasser nach mehr brauchts ja auch gar nicht.
2. Schon der Kreislauf im PC hat ja eigene Radiatoren ergo, selbst wenn die 2te Pumpe nicht läuft wird das Wasser ja gekühlt. und bei einem Entsprechend großen AGB kann sicher auch verhindert werden dass das Wasser, das Gerade vom PC kommt, direkt wieder richtung PC fließt.

Ja, befüllung eines solchen Systems ist nicht tivial und ich würde dringend empfehlen einige Systemtrenner vorzusehen, sodass die Einzelsysteme großteils einzeln befüllt werden können aber das ist dann die Frage der AUsführung am schluss :)
 
Das mit dem unterschiedlich schnell laufen lassen ist ja gegen Vibrationen, die von der Pumpe selbst ausgehen (motorbedingt) und nicht für besseres Strömungsverhalten. Hab allerdings keine eigenen Erfahrungen mit Dual Systemen, das war ne Aussage im HWLuxx von einem, der wenn ichs richtig in Erinnerung hab ne D5 und 2 DDCs in Serie laufen hat.
Bilder vom Impeller gibts z.b. hier, hier (aufgeschnitten) oder hier (Seite von ekwb, die auch dual setups erwähnt). Wenn die Pumpe aus ist fließt das Wasser einfach durch den Impeller durch, ohne dass sich irgendwas drehen muss.
Nochmal was zum Durchflusswiderstand: unten bei parallel pumps redundancy check
 
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