Weiterbildungsmöglichkeit für Großhandelskaufmann

Bombastix

Lt. Junior Grade
Registriert
Mai 2008
Beiträge
452
Hallo liebe User,

ich habe dieses Jahr meine Ausbildung zum Großhandelskaufmann abgeschlossen (verkürzte Ausbildungszeit 2 Jahre mit Allgemeiner Hochschulreife). Derzeit bin ich in meiner Ausbildungsfirma in ein Angestelltenverhältnis für den Rest des Jahres übernommen worden. Da ich mich aber gerne weiterbilden möchte wollte ich gerne erfahren, ob jemand weiß, welche Möglichkeiten ich da habe oder wohin ich mich da wenden kann. Habt ihr da Kontaktadressen oder Ansprechpartner?

Grüße, Bombastix
 
Auf mittlere Sicht könntest Du Dir den Handelsfachwirt ansehen. http://de.wikipedia.org/wiki/Handelsfachwirt

Die Fachwirt-Prüfungen, die es für verschiedene Berufe und Branchen gibt, nehmen in der Regel die IHKs ab, aber auch nicht unbedingt alle. Für die Zulassung musst Du bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die von IHK zu IHK verschieden sein können.

Theoretisch kann man sich - wenn man lebensmüde ist - einfach zur Prüfung anmelden und diese dann ablegen, was meist einmal oder zweimal im Jahr möglich ist. Normalerweise besucht man aber einen Vorbereitungskurs, der im Regelfall auch - aber nicht nur - von der IHK angeboten wird. Dieser Kurs muss bei der IHK auch nicht besser sein als bei der privaten Konkurrenz.

Dafür fallen natürlich Kosten an, die Du aber steuerlich absetzen kannst.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fachwirt
http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebswirt
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie waers denn direkt mit einem Studium im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich weiterzumachen? Je nach dem wie du es willst FH oder Uni...oder wenn du deinen Beruf beibehalten willst an einer "Abendhochschule". In der Richtung gibt es ja auch viele Moeglichkeiten.

Ist natuerlich eine laengere Sache die vorallem, wenn sie berufbegleitend ist, sehr zeitintensiv ist. Aber was will man mehr als eine abgeschlossene Berufausbildung mit einem Studium hinterher. Waere sicherlich die grundlegenste und umfangreichste Fortbildungsmoeglichkeit (die sich vorallem langfristig nach dem abgeschlossenen Studium unterm Strich bezahlt macht)
 
Groß- und Einzelhandelskaufleute lernen doch Buchhaltung und dürfen somit als Buchhalter arbeiten. Wenn du 3 Jahre Berufserfahrung als Buchhalter nachweisen kannst, dann besteht die Möglichkeit einer Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter. Zumindest in meiner Umgebung werden öfters mal Bilanzbuchhalter gesucht.
 
Also ich hab mir überlegt ein berufsbegleitendes Studium anzustreben. Mit Abi hab ich da ja keine Probleme mit. Ich interesse mich für den Diplom Betriebswirt, nur weiß ich net wie sich das später im normalen Berufsleben äußert, also was man genau da beruflich mehr macht etc.
 
Die angebotenen Weiterbildungen, wie Fachwirt oder (zusätzlich) Betriebswirt, ebnen Dir den Weg vom einfachen Sachbearbeiter zur Führungskraft. Du sitzt z. B. in einer Abteilung mit acht Leuten und jeder arbeitet dort vor sich hin. Was weiß ich? Einer nimmt Anrufe entgegen, sichtet die allgemeinen E-Mails an das Unternehme, bearbeiet den Posteingang und führt die Kasse, wieder ein anderer kümmert sich um das Bestellwesen und schreibt Rechnungen usw.

Aber einer muss den Kopf für die Truppe hinhalten, der Abteilungsleiter. Der ist aber nicht nur für das operative Geschäft zuständig, sondern macht nebenher die Urlaubsplanung für seine Leute, zeichnet für die Aufgabenverteilung verantwortlich, ist Ansprechpartner bei Problemen und wird zu den Vorgesetzten zitiert, wo er Rede und Antwort stehen muss und wo ihm gesagt wird, welche Ziele er in seiner Abteilung umzusetzen hat.

Die Aufgaben werden abstrakter, anspruchsvoller und verantwortungsvoller. Es gibt mehr Geld und wenn Du Pech hast, musst Du länger arbeiten, weil Du nicht vorrangig an Deiner Stechuhr gemesssen wirst, sondern an der Erreichung der vorgegebenen Ziele.

Für solche Aufgaben nimmt man natürlich bevorzugt Leute, die etwas mehr Ahnung haben. Durch seine Weiterbildung hilft man seinem Boss bei der Personalwahl, wenn man so ein Job zu vergeben ist. Schließlich beweist man so auch Interesse an seinem Beruf, Eigeninitiative, Belastbarkeit, Engagement usw.
 
BWL kannst auch berufsbegleitend machen, nur mal so als Info. Aber berufsbegleitend ist heavy, stell dich drauf ein. Das ist kein Zuckerschlecken!

Der Weg zurück ins Vollzeitstudium ist aber genauso ein harter
- Plötzlicher Verdienstausfall
- Zuviel Freizeit (nicht ernst nehmen!)
- Studentenleben (nicht ernst nehmen!)
- Späterer Wiedereinstieg ins Berufsleben


Dürft mir auch bald blühen :rolleyes:
 
Ich hab mit 34 Leuten zusammen Abitur gemacht, 11 davon haben eine Ausbildung danach angefangen und 9 von denen sagten, dass sie nach Ausbildungsende definitiv studieren wollen. Vor einem Jahr hab ich dann Bestandsaufnahme gemacht: Ein einziger ist jetzt an einer FH eingeschrieben und studiert (BWL). Die anderen sind ins reguläre Berufsleben eingestiegen. Da war immer nur zwei Argumente, nämlich Geld und Lust.

Das solltest du im Hinterkopf behalten, denn wenn du erstmal 1350€ netto nach Hause bringst und all die Annehmlichkeiten hast, sitzen zwei kleine Männchen auf deiner Schulter. Der eine sagt, du musst unbedingt studieren, weil es die Berufschancen verbessert, das andere flüstert, dass man kein Idiot sein soll und das Geld nehmen muss.
Ich hoffe, du bleibst bei deinem Plan treu, denn BWL ist ein schönes Fach, dass einen die ganze Wirtschaft plötzlich mit anderen Augen sehen lässt.

Was die Kombination angeht, also BWL nebenher zu einem Fulltimejob, hab ich keine Ahnung. Vorreiter ist da sicherlich die Uni in Hagen.
 
ich habe auch berufsbegleitend wirtschaftsinformatik studiert und auch abgeschlossen. momentan lege ich noch ein bwl studium nach.
vorteile: man sammelt berufserfahrung während des studiums, kann erlerntes in der praxis anwenden und man bezieht weiterhin ein normales gehalt
nachteile: man hat nicht mehr viel freizeit und es entstehen nicht unerhebliche kosten (können aber von der steuer abgesetzt werden)
 
Ich glaube der User "Fu Manchu" koennte fuer den Fall "BWL Studium Neben Fulltimejob" auch ein netter Ansprechpartner sein. Soweit ich weiss hat der das doch gemacht...

Also der wird dir bestimmt auch seine Erfahrungen schildern koennen...pm den einfach mal an, ist nen sehr netter Zeitgenosse;)
 
Sofern Du es dir zutraust, würd ich Dir auch ein Studium empfehlen. Je nachdem wie Du finanziell gerade da stehst oder was Du dir selbst abverlangen kannst.

Bringe gerade meinen Dipl. Wirtschaftsinformatiker hinter mich und dann evtl noch einen Master im Fernstudium. Lohnt sich in jedem Fall und der Geldbeutel wächst so langsam auch wieder an. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben