Welchen managed Switch kaufen?

Olunixus

Commodore Pro
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Dez. 2009
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4.791
Hallo zusammen,
ich wollte mich in Sachen Netzwerktechnik weiterbilden und habe jetzt evtl. die Möglichkeit günstig an einen gebrauchten TP-Link TL-SG3424 und/oder Dell PowerConnect2848 ran zu kommen, um damit daheim ein bisschen zu spielen.

Der TP-Link ist offiziell ein L2 managed Switch. Der Dell wird nur mit "delivering Web-managed capabilities" beworben. Beide haben eine Weboberfläche zum Konfigurieren (nur mit CLI bin ich momentan überfordert).

Was kann der TP-Link mehr, als der Dell? Ich habe die beiden Handbücher mal verglichen, sehe da aber nicht den riesigen Unterschied (bin aber aktuell was managed Switche angeht ja noch Laie ;)). Ist für mich momentan wie gesagt primär zum spielen, von daher wäre es ja schon schön möglichst viele Features ausprobieren zu können. Der Dell hat halt 48 Ports, der TP-Link "nur" 24, dafür ist der TP-Link lüfterlos (habe noch keinen Schrank). Preislich wären beide Geräte nur ein paar Euro unterschied. Welchen kaufe ich jetzt am besten?

Danke für eure Meinungen
Olunixus
 
Weißt du denn wie viele Ports du wirklich brauchst und wie weit du "spielen" möchtest? Ein Bekannter von mir hat einen Ubiquiti EdgeSwitch und wenn die Aussage stimmt, wäre dieser sogar Layer-3 fähig. Kostet zwar noch mal ein paar Euro mehr als die von dir genannten Teile, wäre aber vielleicht auch eine Variante.

Lasse mich da aber gerne von anderen eines besseren belehren :)
 
Darf ich dich vielleicht nochmal in eine andere Ecke schubsen?
Zyxel GS1900

Habe diesen in meinem Neubau implementiert. Ist ein Layer 2 Switch der so ziemlich alles kann was man sich wünscht. Bin bis jetzt uneingeschränkt zufrieden.
 
Sorry das ich mich erst jetzt wieder melde - hatte noch fleißig zu tun.
Danke für die anderen Vorschläge, aber ich könnte an die Switches für jeweils unter 50€ ran kommen - viel mehr wollte ich auch nicht ausgeben. Wenn mir vllt. noch jmd. die Ursprungsfrage beantworten könnte:
Olunixus schrieb:
Was kann der TP-Link mehr, als der Dell?
Auf mich macht der TP-Link bisher den besseren / vernünftigeren Eindruck - ich denke mir dann halt nur, dass ich für unter 50€doch keine 48 Ports liegen lassen kann :heul:Oder spricht irgendwas grundsätzlich gegen den TP-Link?

Aktuell habe ich einen unmanaged 24 Port von TP-Link. Wenn ich mich für den managed TP-Link entscheiden würde, könnte ich irgendwann mal einfach die Switche tauschen und gut ist.
 
Layer2 managed / web managed / smart managed

Alle 3 Begriffe beschreiben im Prinzip dasselbe. Geboten werden in der Regel Funktionen wie VLAN, QoS und LAG. Ein vollwertiger managed Switch bietet darüber hinaus noch Layer3 Funktionen wobei insbesondere Routing-Funktion hervorzuheben sind. Ein kurzer Blick auf die Links deutet darauf hin, dass es sich jedoch bei beiden um L2 Switches handelt.

Was die Anzahl der Ports betrifft können wir dich schlecht beraten. 48 sind schon eine Menge und ich bezweifle, dass du das im privaten Umfeld jemals auch nur im Ansatz nutzen wirst. Selbst 24er Switches sind in den meisten Haushalten überdimensioniert. Gerade wenn noch Lüfter im Spiel sind, würde ich persönlich Abstand nehmen, wenn ein kleineres Modell ohne Lüfter ausreicht.

Was das "Spielen" angeht: Ein Switch allein bringt dir nix. Wenn du am Switch zB 4 VLANs definierst, aber keinen Router mit ausreichend LAN-Schnittstellen oder ebenfalls VLAN-Unterstützung hast, kannst du mit den VLANs genau nichts anfangen.
 
Also bei einem Preis unter 100 Euro bei der Port Anzahl, würde ich nicht davon ausgehen dass eines der Teile ein Layer-3 Switch ist. Ich habe die Preise jetzt nicht verglichen und bin gerade zu faul zum gucken, glaube aber das der von mir genannte Ubiquiti EdgeSwitch in Post 2 der günstigste Layer-3 Switch sein könnte.

Zumindest kann er auch Routing, somit gehe ich bei dem Modell von einem Layer-3 Switch aus, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Und was die Port Anzahl angeht, 48 halte auch ich etwas überdimensioniert für einen privat Haushalt. Das kann aber nur der TE besser einschätzen.

Gruß, Domi
 
Einen Layer3 Switch muss man aber einerseits konfigurieren können und andererseits auch ausnutzen. Die Aussagen des TE klingen eher so wie "makuckn was ich damit mache". Es wäre reichlich sinnfrei, wenn man sich einen L2/3 Managed Switch kauft - evtl sogar für fast 200 Zacken - um ihn am Ende als 08/15 unmanaged Switch einzusetzen. Die Frage ist eben wie weit die "Spielerei" des TE gehen soll und ob er eine handfeste Anwendung dafür hat.

Eines der interessantesten Features eines L3-Switches ist zB Inter-VLAN-Routing. Dabei kann der Switch selbst direkt von VLAN zu VLAN routen, ohne den gaaaaanzen Traffic erstmal über den Uplink zum Router zu schaufeln. Das wiederum wirkt sich erst bei hohem Traffic zwischen den VLANs bzw. bei wachsender Infrastruktur aus (=komplexe Netzwerke mit mehreren Switchebenen, etc). Ich behaupte mal, dass ein L3-Switch in privaten Umgebungen in 9999 von 10000 Fällen nichts anderes tut als ein smarter L2-Switch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Raijin schrieb:
"makuckn was ich damit mache"
so siehts aus :-)

und nein, ich werde hier definitiv nicht so viel geld ausgeben. deshalb freue ich mich ja, das ich die gebrauchten für <50 bekommen könnte. mehr als 24 ports brauche ich eigentlich nicht - ist wie gesagt nur das "ich kann 48 Ports für quasi das gleiche geld bekommen"...
Raijin schrieb:
Eines der interessantesten Features eines L3-Switches ist zB Inter-VLAN-Routing
ok, gut zu wissen

und ja, momentan habe ich nicht so viele Geräte hier, die ich sinnvoll in eigenes VLANs packen müsste...
 
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