Welches Audiokabel bei Verlegung direkt neben diversen anderen Kabeln?

aMMo

Lt. Junior Grade
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Hallo Leute,

ich habe hier im Wohnzimmer den folgenden Aufbau:

Am einen Ende des länglichen Raumes ist mein Desktoprechner, gegenüberliegend davon ist die Stereoanlage und der Fernseher. Nun will ich auf der einen Seite des Raumes ein Audiokabel verlegen, um mit dem Rechner den Verstärker der Stereoanlage anzusprechen.
Mein Problem dabei ist, dass dieses Kabel direkt neben einem Netzwerkkabel, einem Telefonkabel, einem TV-Kabel (Antennenkabel? Geht im Endeffekt zur Satellitenschüssel) und vorbei an einigen Stromkabeln verlegt werden müsste. Außerdem steht dort auch ein WLAN Access Point praktisch direkt neben diesen Kabeln. Ein billiges Audiokabel, das ich hier noch hatte, sorgt für klackernde Geräusche aus den Lautsprechern, also muss wohl ein geschirmtes her. Aber was für eins? Habe jetzt schon einfach und doppelt geschirmte gesehen, aber was ist wirklich nötig? Die benötigte Länge beträgt etwa 15m.

Danke schonmal für Tipps :)
 
wenn der Preis für dich in Ordung ist dann nimm das 2-fach geschirmte Kabel
 
Wenn es um eine große Strecke geht, benutz doch eine Verbindung über SPDIF. Über diese Kabel wird dein Signal 100% störungsfrei übertragen und diverse weitere Kabel haben auch kein Einfluss.
 
Nur das hier wird funktionieren:

odinkabelzxpn7.png


Nee, mal im Ernst: Kabel sind bei allen Audiogeschichten immer etwas Voodoo. Da Audiophile nicht mal unterscheiden können, ob Boxen nun mit Monster-Kabeln oder Kleiderbügeln (!) angeschlossen sind, lohnt sich ein Aufpreis für Giga-Ultra-Nano-Superduper-Omega-Kabel nicht.

Ich denke nicht, daß es bei dir Interferenzen oder Übersprechen durch eines der anderen Kabel sind, sondern ein anderer simpler Fehler. Einfach prüfen kannst du das, indem du das Kabel entfernt von den anderen mal quer durch den Raum legst. Klingt es dann immer noch klackernd? Oder klackert es erst, wenn du mit dem Kabel in die Nähe der anderen kommst?

Wenn es dann tatsächlich an der Nähe zu den anderen Kabeln liegt, kannst du immer noch auf optische Übertragung z. B. per S/PDIF ausweichen, die störunanfällig ist.
 
S/PDIF heißt doch nur, dass das Signal digital übertragen wird, das bedeutet doch nur den Unterschied zu Signal kommt mit Störungen an (analog) oder gar nicht (digital), wenn du bei Koax bleibst und die entsprechenden Störfaktoren hast... zwar denke ich, dass der TE durchaus Kupfer verwenden könnte, bei entsprechender Möglichkeit würde ich über diese Strecke und bei den Umstände aber auch TOSLINK empfehlen, da ist man auf der sicheren Seite...
 
Ich habe das Kabel jetzt grade quer durch den Raum verlegt und da macht es auch Störgeräusche. Von anderen Geräten aus (Laptop) kommen auch solche Störgeräusche, also liegt es wohl doch eher allgemein an diesem schlechten Kabel? Das hätte ich mal vorher testen sollen.

Bei der Variante Toslink/Converter/Kupfer (die auch nötig wäre, weil der Verstärker keinen digitalen Eingang hat) habe ich etwas Bedenken was diesen Converter angeht. Verliere ich da nicht auch Klangqualität durch die Umwandlung? Außerdem scheint das Gerät laut Amazon-Rezensionen zu rauschen, sobald kein Input kommt, also müsste ich wohl einen anderen Converter kaufen.

Wie sähe es bei normalen Kabeln bei 12,5 oder 10m Länge aus? Ich könnte das Kabel etwas unsauber unterm Sofa her verlegen, und den Verstärker auf die andere Seite des Fernsehers stellen, dann müsste das hinkommen. Oder wäre das immer noch eine riskante Länge was Brummschleife etc. angeht?
 
Um den Konverter zu vermeiden kannst du auch digitale Cinch-Kabel nehmen ohne Konverter. Das Digital, genauso wie "HQ" und ähnlicher Quatsch sind nämlich nur Marketing-Gewäsch... es sind schlicht Kupfer-Kabel aber mit einem größeren Querschnitt als "analoge" Kabel. Durch diesen höheren Querschnitt hast du entsprechend den physikalischen Gesetzen auch weniger Wiederstand, daher sollte das funktionieren bei einer Strecke von 15m. Würde ich übrigens online bestellen und dann testen. Wenn es nicht geht, dann schickst du sie zurück, wovon ich aber nicht ausgehe.
 
Rome1981 schrieb:
Um den Konverter zu vermeiden kannst du auch digitale Cinch-Kabel nehmen ohne Konverter.

Wie jetzt? Erklär mal bitte wie das gehen soll digital ohne Konverter/Wandler... Oder meinst du das Signal über die Kabel übertragen und von der vermeintlich besseren elektrischen Qualität der Kabel profitieren? Da ist so eine Sache, digitale Kabel für S/PDIF sind coaxial mit 75Ohm Wellenwiderstand. Ich würde mir da nicht unbedingt eine bessere Abschirmung gegen Störungen davon versprechen.

Die analoge Übertragung zum Verstärker ist bei dir unsymetrisch, da ist die beste Möglichkeit ein Kabel für symetrische Übertragung zu verwenden, Masse und Signal der Cinch-Anschlüsse auf die beiden Innenleiter zu legen und mit der Erdung der Abschirmung zu experimentieren. Entweder auf die Masse des Quell- oder des Zielgeräts, oder an einem neutralen Punkt erden. Leider wirst du da selber löten müssen.

Ansonsten funktioniert natürlich die Lösung mit einem externen Konverter, der sich nah beim Verstärker befindet. Klar, dass die preislich billigen auch tendenziell billig klingen. Und von 20€ bis 5stellig ist da alles möglich.
 
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