Werdet ihr das auch manchmal gefragt?

Hendoul

Commander
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Apr. 2008
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Hi :)

Ich bin Softwareentwickler und momentan auf Jobsuche. Was ich viel gefragt werde ist, ob ich auch in der Freizeit programmiere. Mich nervt diese Frage langsam tierisch. Als ob man den Bauingenieur fragt, ob er auch in seiner Freizeit ein Gebäude plant, der Bäcker auch Zuhause noch 2h Brot bäckt, der Buschauffeur noch in der Gegend rumfährt usw. usf.

Ich antworte dann ehrlich, dass ich noch genügend andere Interessen habe. Und das ich vielleicht noch etwas programmieren würde, wenn der Tag 30 Stunden hätte. Aber selbst dann würde ich vermutlich einfach mehr Zeit mit meinen anderen Hobbies verbringen wollen. Ich sitze 8h im Büro und schaue in einen Bildschirm, dann möchte ich doch nicht zuhause das genau gleiche tun?

Die Frage erübrigt sich spätestens sowieso dann, wenn man eine Familie gründet, dann verbringt man hoffentlich die meiste Zeit mit dieser.

Werdet ihr das auch so häufig gefragt? Und wenn ja in welchen Berufen?
 
Mir kommen die Tränen.
Verabschiede dich doch mal kurz von deinem Tunnelblick und schau über den Tellerrand.
(Bauhandwerker wie Maler, Tapezierer, Elektriker, Klempner, Fliesenleger aber auch Automechaniker usw. könnten jammern, aber ein Softwareentwickler… 8o
Und wenn schon. Nein sagen und gut.
 
Hendoul schrieb:
Als ob man den Bauingenieur fragt, ob er auch in seiner Freizeit ein Gebäude plant, der Bäcker auch Zuhause noch 2h Brot bäckt, der Buschauffeur noch in der Gegend rumfährt usw. usf.
Äpfel mit Birnen Vergleich, nehme andere Berufe die auch privat als Hobby nutzbar sind und es passt wieder, wie zB den Fotografen, der auch gerne privat Fotos macht oder den Gartenarchitekt der seinen Garten pflegt oder oder.

Außerdem gibt es eben tatsächlich viele Programmierer, die ihren Beruf aus Leidenschaft ausüben und sich daher in ihrer Freizeit ebenfalls mit programmieren rumschlagen (oft im OSS Bereich unterwegs).
 
Ich finde die Frage völlig legitim. Ich kenne einige Softwareentwickler, die auch zuhause noch Programmieren ...

Ansonsten kann es ja auch nur eine Frage zur Auflockerung sein ... so dass das Gespräch ins rollen kommt ... schon einmal darüber nachgedacht? ;)
 
phil. schrieb:
Mir kommen die Tränen.
Verabschiede dich doch mal kurz von deinem Tunnelblick und schau über den Tellerrand.
(Bauhandwerker wie Maler, Tapezierer, Elektriker, Klempner, Fliesenleger aber auch Automechaniker usw. könnten jammern, aber ein Softwareentwickler… 8o

Was soll denn das? Ich jammere nicht, ich wundere mich. Ausserdem habe ich andere Berufe genannt. Warum könnte denn ein Automechaniker jammern?

@Mextli
Klar, diese Leute gibt es immer, aber ich denke die sind in allen Berufen immer in der Minderheit. Wenn ich jetzt das Verhältnis so anschaue wo ich bisher gearbeitet habe dann beträgt das etwa 5:1

Es gibt noch so eine Redewendung "One quick way to kill your desire for something is to make it your job", und da ist was wahres dran.

Ich frage mich auch was diese Frage bezwecken soll? Stellt man nur Leute an, die auch in ihrer Freizeit sich mit dem auseinandersetzen, was sie bereits im Job machen? Sind das die besseren Arbeitnehmer?

Ist es nicht auch so, dass man mit anderen Interessen auch sein Wissen über diesen "Tellerrand" hinaus erweitert? Man vielleicht etwas neues lernt, was man auch im Beruf einsetzen kann?
 
ich versteh das "Problem" ehrlich gesagt an dieser Stelle nicht. hast du nun in deinem privaten Umfeld so wahrgenommen. Schön. du wirst dann einfach darauf antworten müssen. fertig. kein Grund zum jammern. "Problem" gelöst.
 
getexact schrieb:
* Überflüssiges Zitat editiert! *
Ja, weil du den Text vermutlich gar nicht gelesen hast. Es steht schon im Titel. Mich interessiert, ob auch andere das gefragt werden und in welchen Berufen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
doch ich habe den Text gelesen. und ich verstehe dabei das "Problem" nicht. weil es zig Tausend Berufe gibt. teils gibts Berufe, die man auch als Freizeitbeschäftigung weiterführen kann und manche eben nicht. und Programmierer ist eben immer noch ein Beruf, den man mit Nerdtum behaftet. Vorurteile nennt man das. trifft dich nun. aber nein, diese Frage erübrigt sich bei den meisten Berufen nun mal, weil bei den meisten Berufen klar ist, dass man das nicht noch als Hobby betreiben will oder kann.

Beim Programmierer ists eben so, dass es für viele Menschen eben sein könnte, dass sich solche Leute auch in der Freizeit mit programmieren beschäftigen. aber am Ende bleibt immer noch: wo ist das Problem, wenn mich Menschen sowas fragen?
 
Das "Problem" könnte sein, dass man nur ein Angebot bekommt, wenn man diese Frage eben mit "Ja" beantwortet. Und ich bin einfach neugierig, ob das in anderen Berufen auch vorkommt. Es gibt ja wie gesagt genügend Beispiele wo man den Beruf eben auch noch in der Freizeit ausüben kann.
 
was meinst du denn mit "Angebot"? dann musst du das in deiner Eingangsfrage auch klar sagen. du bist auf Jobsuche ja. also wirst du in Einstellungsgesprächen danach gefragt? weil das steht in deinem Text nicht. hätte auch sein können, dass du Bekannte und Freunde meinst.
 
getexact schrieb:
* Überflüssiges Zitat editiert! *
Stimmt, aber ich dachte das erschliesst sich aus dem Kontext.

Mit Angebot meinte ich, dass mir dann der Job angeboten wird.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ändert es den was, wenn es beim diesem Beruf gefragt wird und ggf. entscheidungsrelevant ist und bei anderen nicht?
 
Nun ich werde auch immer gefragt, ob ich meinem Job auch privat nachgehe - mache ich teilweise auch.

zu Deinem Problem, die Frage danach ist doch simple zu verstehen, Der Chef, oder wer Dich auch immer fragt, will damit abklären, ob Du zu der Fraktion gehörst, ja, ich arbeite auch mal im privaten wenn es sein muss oder nein, um 17 Uhr ist Feierabend!
Und da Du zu der "Feierabend" Truppe gehörst, wirst Du den Job wohl nicht bekommen haben, denn ich kenne mittlerweile keinen mehr, der nicht auch in seiner Freizeit mal dies oder jenes aufarbeiten muss - oder anders formuliert, einen "Chef" der jemanden einstellt der von vorn herein nur Dienst nach Plan machen will.

Die Frage erübrigt sich spätestens sowieso dann, wenn man eine Familie gründet, dann verbringt man hoffentlich die meiste Zeit mit dieser.
Sollte mich wundern, ist man Vollzeit berufstätig, läuft die Familie nebenher - sie ist zwar das wichtigste, aber längst nicht das womit Du die meiste Zeit verbringst.
ist gar nicht böse gemeint, ist halt die Realität - Ausnahme vielleicht, wenn Du das Glück hast bei VW oder Mercedes zu arbeiten die dich nicht länger als 6 Stunden / Tag in der Firma haben wollen.
 
Aufs Jahr gesehen verbingst du mehr Zeit mit der Familie. Wochenenden, Ferien, Feiertage....
 
@ Lars

Also ob man aus der Frage ob man auch in der Freizeit programmiert ableiten kann, dass man auch bereit ist Überstunden zu leisten mag ich bezweifeln. Die "Überstunden-Frage" wird m.E. immer direkt gestellt. Kenne dies aus Bewerbungsgesprächen zumindest nur als direkte Frage und nicht hintenrum ...
 
Die Frage kann mehrere Gründe haben. Manche Chefs wollen sicherstellen das man sich auf den Beruf konzentriert und nicht nebenbei Projekte abwickelt, denn das ist auch anstrengend und wirkt sich meist auf die Arbeit aus.
Andere sehen es wiederrum positiv, da man sich mit der Materie beschäftigt und so vllt andere Ansichten/neue Technologien mitbringt.
Wieder andere hoffen vllt auf ein öffentliches Repository/Projekte, welche sie sich anschauen können um dich besser einschätzen zu können usw.
Kommt auch auf den Job an, als App Entwickler wären ein paar private Apps vllt nicht so verkehrt, ein paar Commits in bekannten Softwarepakten (ein Linux Kernel Commit welches übernommen wurde ist z.B. sehr viel wert^^) können deine Kompetenzen unterstreichen usw.
Es kann auch sein, dass der Chef wissen will ob du einen Ausgleich hast oder oder oder

Aus der Frage kann man pauschal nicht ableiten, warum sie gestellt wird.
 
Ich antworte dann ehrlich, dass ich noch genügend andere Interessen habe.
Ehrlichkeit ist immer gut.

Und das ich vielleicht noch etwas programmieren würde, wenn der Tag 30 Stunden hätte. Aber selbst dann würde ich vermutlich einfach mehr Zeit mit meinen anderen Hobbies verbringen wollen. Ich sitze 8h im Büro und schaue in einen Bildschirm, dann möchte ich doch nicht zuhause das genau gleiche tun?
Wenn du das im Gespräch dem Chef so sagst ist es kein Wunder dass du den Job nicht bekommst.
Lässt sich so interpretieren dass du deinen Job blöd findest und er dir keinen Spaß macht.
Nach dem Motto "hab mich fürs falsche Fach entschieden aber jetzt ists zu spät was anderes zu machen"

Antworte auf die Frage doch einfach dass du dich in deiner Freizeit gerne anderen Hobbys widmest und erzähl dann etwas zu den Gründen wieso dich die Hobbys interessieren.

Allgemein ist so eine Frage perfekt um selber die Initiative in dem Gespräch zu ergreifen.

Es ist eine positive Eigenschaft nach der Arbeit abschalten zu können und Probleme nicht mit nach Hause zu nehmen.
Wenn du Zweifel an der Einstellung des potenziellen neuen Chefs zu der Sache hast geh halt offen auf ihn zu.
Du kannst ihm ruhig erklären wieso das für dich wichtig ist. Solange deine Argumentation Sinn ergibt ist alles erlaubt.

Bist du schon lange auf Jobsuche? Hältst du dich selber für "gut" oder besser in der Softwareentwicklung?
Oft bleiben Bewerber die etwas "besonders" macht (beruflich / privat / oder in der Art wie man sich im Gespräch verhält)
besser in Erinnerung als die ganzen "einheits" Bewerber die dem Chef das erzählen was 100 andere auch erzählt haben.

Wenn du selber von deinen Fähigkeiten überzeugt bist wirst du ihn auch überzeugen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hendoul schrieb:
Was ich viel gefragt werde ist, ob ich auch in der Freizeit programmiere. Mich nervt diese Frage langsam tierisch.

Auch wenn du derzeit nicht auf Stellensuche wärst, ist es doch auch eine Frage danach, ob dich die Arbeit :kotz:
 
Als ich vor ~15 Jahren als Azubi im Duo mit einem Praktikanten zum Kundendienst rausgefahren bin, (Für n EP:) wurde ich relativ regelmäßig gefragt ob ich nicht nach Feierabend nochmal vorbei kommen könne weil noch dies, das und jenes zu tun sei. x]

Nach nem 12 Stunden Tag wär mir das allerdings nicht im Traum eingefallen! :D

Schwarzarbeit war schon immer gefragt, in (fast) allen Gewerken...
 
also ich denke auch, dass man doch einfach erhlich und locker auf so eine frage antworten sollte. man kann doch dann wunderbar dem Chef etwas erzählen und von sich ein wenig sprechen. immerhin will der dich dann ja kennenlernen. es gibt Menschen, die in jeder Frage eine negative Absicht sehen. ich sehe dabei das positive. Sag wie es ist und bring es sympathisch rüber, dann wirst du sicherlich auch vom Chef verstanden werden. Schlechte Chefs sehen darin ein Problem. Gute darin was anderes.
 
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