Wie verhalten bei zu wenig für bestellt

coolruffy

Cadet 3rd Year
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Okt. 2010
Beiträge
52
Hallo zusammen,

ich habe seit einigen mit meinem Provider zu kämpfen. Seit Anfang November spielen meine Donloadraten PingPong. Ich habe bei meinem Anbieter (Primacom) ein 150Mbps Paket gebucht, nur leider kommen diese nicht mehr an. Mitlerweile kann ich froh sein, wenn wenigstens 50Mbps ankommen. Hier mal ein kleiner Einblick:

4904310913.png4904886614.png Aktuell: 4907171942.png 10Min später: 4907202436.png

Dies geht jetzt schon seit dem 17. November so. Nach einigen sinnlosen Antworten von meinem Provider gab es letzte Woche mal eine verständliche Aussage: "Der Backbone läuft nur mit 8 Downloadkanälen anstatt mit 16. Daher kann es zu engpässen kommen." Ich hatte schon überlegt den Beitrag zu kürzen, weil auf eine Frist keine Anwort kam. Deswegen extra einen Anwalt zu beschäftigen, ist mir selbst ein bissl zu hart. Zu dem Beitrag kürzen muss ich sagen, dass dies schonmal ein anderer Kunde von denen gemacht hat und darauf hin gekündigt wurde.

Vielleicht hat ja jemand von Euch schon eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann mir sagen was ich selbst noch machen kann.
Bin langsam mit meinem Latein am Ende.

Gruß Ruffy
 
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Anbieter wechseln wird wohl die einzige Möglichkeit sein wenn sich der Provider quer stellt oder nicht helfen kann.
 
Anbieterwechsel ist bei uns nicht so einfach. Über diesen Anschluss läuft alles: Fernseh, Internet und Telefon. Es gibt bei uns keine Alternative. Via Telekom ist max 6Mbps drin, mehr geht da nicht.
 
Mal in den Vertrag gucken, was dir vertraglich zugesichert wird. Allein das zählt. Meist steht da ja was von "bis zu 150 Mbit/s". Das ist leider die Krux an der Sache. Ich weiß nicht ab wann du bspw. ein Sonderkündigungsrecht hättest, weil dir nicht die vertragliche Leistung geboten wird.
 
Ich tippe mal drauf, dass deine Downspeed nicht permanent so niedrig ist, sondern nur zu bestimmten Zeitpunkten (Abends und am Wochenende). Sollte dies der Fall sein, dann kannst du eigentlich nur auf Kulanz hoffen. Denn meistens bringt dir dein Provider wohl mehr als 75% deiner gebuchten Leistung (Nachts ...) und erfüllt somit seinen Vertrag.

Da kannst du eigentlich nur Service-Tickets aufmachen und nett fragen ob sie dir eine Gutschrift geben. Das mit den Gutschriften funktioniert zumindest bei KabelDeutschland ganz ordentlich, da bezahl ich nun seit ca. 7 Monaten nichts mehr, weil abends um am Wochenende wegen zu hoher Netzauslastung auf 5-15mbit gedrosselt wird.
 
Die tatsächlich erreichbare Download- und Upload-Geschwindigkeit ist unter anderem von folgenden Faktoren abhängig: der vom Kunden eingesetzten Hard- und Software (PC, Router, Betriebssystem, Sicherheitssoftware etc.), der Leistungsfähigkeit des aufgerufenen Servers des Inhalteanbieters, den technischen Eigenschaften des Hausnetzes und der aktuellen Netzauslastung des Breitbandkabelnetzes. Aufgrund dieser Faktoren ist es möglich, dass die konkret verfügbare Download- und Upload-Geschwindigkeit geringer ist, als die in der Produktbeschreibung des vom Kunden gewählten Produktes angegebene maximale Download- und Upload-Geschwindigkeit.

QUELLE: http://www.primacom.de/download/pdf/Q4_pc_Preisliste.pdf -> Leistungsbeschreibung, Seite 8.

Mehr tun, als dich regelmäßig zu beschweren und/oder irgendwann zu kündigen, kannst du also wohl nicht tun.
 
Ich habe denen gerade eine Frist von 14 Tagen gesetzt, danach geht das in die Hände meines Anwaltes. Er wird sich freuen, da der Anschluss auch Geschäftlich genutzt wird. Aber danke für eure schnellen Antworten.
 
DOCSIS halt... Leider bei der achsotollen "Coax-Glasfasertechnologie" der Kabelnetze das kaum umgehbare Übel. Musst du wohl so hinnehmen. Gesetzlich gibts keine Regelung die den Anbieter bei einer "BIS ZU XXX kbps" Aussage zu irgend etwas zwingt.

EDIT: Wer bei gewerblicher Nutzung nen Privatvertrag nutzt hat halt pech. Kannst die ja mal wegen nem Gewerblichen Vertrag anhauen, da werden die dann sicherlich auch mindestverfügbarkeiten angeben. Kostet halt...
 
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Jetzt stelle ich einfach mal die Frage:

Wie hoch synchronisiert dein Router/Modem?

Provider haben Eine Heerschar an Anwälten und eine eigene Rechtsabteilung, und die wird dich erst mal abschmettern, wen der Synch passt.

Edit: Ach, richtig, Kabel-Internet, dann fällt der Synch natürlich weg.

@n0b1l: Auch bei DOCSIS muss es nicht zwangsläufig zu Engpässen kommen wenn der Backbone entsprechend angebunden ist. Also nicht mal schnell alles über einen Kamm scheren.
 
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Die frage ist auch war es immer so oder vorher über 100Mbits? Wenn du sowas nachweisen könntest wäre das ein weg für dich aber andersrum schreibst du auch das TV ect mit drüber laufen, das kann wiederum sein das die leitung geteilt wird was du auch machen kannst deine leitung prüfen lassen.
 
Reicht dir folgendes Bild:

router.jpg

Falls nicht, schreib einfach welche Werte du genau brauchst.
 
BernardSheyan schrieb:
@n0b1l: Auch bei DOCSIS muss es nicht zwangsläufig zu Engpässen kommen wenn der Backbone entsprechend angebunden ist. Also nicht mal schnell alles über einen Kamm scheren.

Wieviele Provider machen das :rolleyes: ? :D
 
BernardSheyan schrieb:
@n0b1l: Auch bei DOCSIS muss es nicht zwangsläufig zu Engpässen kommen wenn der Backbone entsprechend angebunden ist.
Die Anbindung vom Backbone kann astronomisch groß sein, des Nadelöhr ist weiterhin DOCSIS auf dem Koaxialkabel.
Und wenn dann einige hundert Kunden an 800MBit/s hängen kann man sich den Rest denken.

coolruffy schrieb:
Soweit ich weiss, muss der Anbieter mindestens 75% liefern. Es gab da mal ein Grundsatzurteil drüber, wenn ich mich recht entsinne war es das:
http://www.telemedicus.info/urteile...tsaechlich-nur-45-MBits-ist-irrefuehrend.html
Das Urteil bezieht sich auf Mobilfunk, ob man das jetzt übertragen kann ist fraglich.

Abgesehen davon finde ich solche Entscheidungen immer fragwürdig.
Den Gerichte sollten doch auch mal nachforschen das es technisch gar nicht möglich ist, vielen Kunden gleichzeitig die bis zu Geschwindigkeit oder auch nur einen Bruchteil davon bereitzustellen.
 
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