WLAN in der ganzen Wohnung mit Anschlussboxen

M24o

Cadet 4th Year
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Apr. 2012
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Hallo,
in einer sehr großen Wohnung soll ich ein WLAN einbauen. Da die Idee mit Repeater etwas dumm ist wegen halber Geschwindigkeit und dergleichen, dachte ich mir, dass ich Cat6e-Leitungen verlegen und dann eine Anschlussbox mit 2 Anschlüssen an jedem Standort wo ein WLAN-Router stehen soll einbaue. Das sähe dann so aus: Kabel geht vom Router zum 1. Wlan-Router, an dessen LAN-Anschluss hängt ein kurzes Kabel, welches am 2. Port von der Anschlussbox wieder rein geht, von dort zum nächsten WLAN-Router etc., also in Serie geschaltet.
Nun meine Frage:
Geht das überhaupt?
Und außerdem: Gibt es da starke Geschwindigkeitsverluste?
Ach übrigens, ich möchte, dass in der Wohnung automatisch die WLAN-Router, also sozusagen Funkzellen gewechselt werden, wenn man sich mit dem Handy dort bewegt zb. Geht das auch mit dieser Methode, sofern sie denn funktioniert?
MfG,
M24o
 
Frage 1: Wie groß ist die Wohnung ?

Ein Wlan schafft horizontal bei dicken Wänden mit vielen Kabeln und Rohren rund 30m Radius ( so meine Erfahrung ) Mittig Platziert dürfte das eine Rechteckigen Wohnung von bis zu rund 200m² Wohnfläche ausreichend Empfang verschaffen ( siehe Spoiler ) - mit einem Standard.Router wohlgemerkt. Problematisch sind eigentlich immer nur die Decken, weil da i.d.R. Bewehrungsstahl drin steckt.
Es gibt noch Router mit 3 Antennen und etwas höherer Sendeleistung, die schaffen dann auch 50m Radius oder mehr.

Frage 2: Wie schnell muss das Wlan sein ?

Beim Repeaterbetrieb wo wirklich ein Wlan verstärkt wird ( nicht Semi-Repeater die ein zweites Netz darstellen ) geht meist die Geschwindigkeit etwas runter. Wenn wir von handelsüblichen Wlan-N-Netzen mit 150 oder 300 Mbit/s sprechen kannste aber immernoch die Hälfte als durchaus realistisch anpeilen. Sofern kein 100Mbit Internet vorhanden ist spielt auch das keine Rolle.

Ein schneller Funkzellenwechsel funktioniert imho nicht immer in der gewünschten Geschwindigkeit wenn es unterschiedliche SSID's sind.

Kleine Rechnung zu der Sache:
In einem Kreis von 30m Radius kannst du ein Rechteck unterbringen von 19m * 28,5m Länge. Das entspräche einer Wohnung mit rechtiger Grundfläche, lange Seite = 1,5 x kurze Seite. Die Grundfläche wäre dann über 500m² ( 541,5m² um genau zusein ).

Bei einem stärkeren Router mit rund 50m Radius dürfte die Wohnung sogar über 1500m² groß sein bei oben genannten Verhältnissen. Seitenlängen wären dann 32m für die kurze und 48m für die Lange Seite
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Zuletzt bearbeitet:
Ob das In-Serie-Schalten funzt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich denke aber, dass es funktioniert. Du brauchst allerdings nur einen Router; daran hängst Du dann sog. Accesspoints. Ob das Umschalten vom schlechteren auf das bessere WLAN-Signal klappt, hängt vom Endgerät ab. Mein Motorola Defy mit CM9 macht's manchmal automatisch, manchmal nicht.
 
1. Das Problem ist, dass die Wohnung eher länglich ist mit vielen Wänden.
Außerdem ist sie zweistöckig und mit Stahlbetonwänden. Groß ist sie auch, sogar sehr groß.
Das WLAN sollte auch zukunftssicher sein, daher ist Repeater wohl nicht immer das beste. In meiner Wohnung habe ich auch WLAN- 30 Meter ist das Maximum, wo überhaupt noch was geht, ich habe bei 15M wegen der Wände nur noch mittlere Signalstärke.
Ich meinte ja, WLAN-Accesspoint ranhängen und nicht Router, das verwechsle ich meist. Umschalten ist auch nicht unbedingt so wichtig, manuell gehts ja auch noch.
Aber In-Serie schalten sollte doch eigtl funktionieren, schließlich geht es ja auch, dass ich an den Router der Telekom einen WLAN-Accesspoint dranhänge.
 
An festen Standorten würde ich immer ein Kabel legen - das deckt Geschwindigkeitsmäßig und vom Kosten/Nutzen-Faktor alles bestens ab.

was meinst du mit "Zukunftssicher" ? Für Internet spielts ja keine Rolle solange die Wlan-Geschwindigkeit über der Anschlussgeschwindigkeit liegt. Selbst Kabel Deutschland hat "nur" 100Mbit - durchschnittliche Wlans aktuell nach G-Standard 104 Mbit.
Wenn häufiger große Datenmengen übertragen werden führt imho nichts am Kabel vorbei.

Sofern du schon Zugang zur Wohnung hast, besorge dir doch einfach mal einen Sendestarken Router mit 3 Antennen, platzier ihn in der Mitte ( Anschluss braucht er noch nicht ) und dann gehste mit dem Handy durch die Wohnung und guckst wo du ihn noch findest und in welcher Stärke. Einen starken Router brauchste ja sowieso =)
 
Hmm, aber funktioniert das In-Serie-schalten nun?
 
Wenn es die Geräte unterstützen ja, die Fritzboxen können es und ich gehe mal davon aus das es jeder bessere AP auch kann.
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Sofern du die entsprechenden Verkabelungen berücksichtigst sollte das Gehen. Der Ping nimmt halt zu, weil jeder Switch/AP die Daten verarbeitet und managed bevor er sie weitersendet.
zumindest als ich die letzten kleineren Lans mit aufgebaut habe musste man zur Verbindung zweier Switches über die normalen Ports gekreuzte Leitungen benutzen. Das muss man dan bei der Verkabelung der Dosen oder mit den Verbindungskabeln berücksichtigen.

Richtige Probleme gibt es erst dann, wenn man Wlans aus der Nachbarschaft empfängt.
Es gibt - zumindest bei Wlan B/G - 13 Kanäle. Gerade in Großstädten empfängt man dutzende Wlans ( hab selbst mal 38 Stück empfangen ). Dass es da Probleme gibt ist vorprogrammiert.
Wenn du beispielsweise drei verschiedene AP's mit unterschiedlichen SSIDs und unterschiedlichen Wlans betreibst solltest du bei allen dreien unterschiedliche Kanäle fest einstellen. Sind zwei im gleichen Kanal gibts Probleme.

Deine Nachbarn nutzen aber vermutlich eine automatische Zuweisung, so dass es zwangsläufig hin und wieder zu Verbindungsprobleme oder Abbrüchen kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie funktioniert das denn mit den gekreuzten leitungen?
Die WOhnung ist ein Dachbodenausbau und mit Stahlbetonmauern gegen fremde WLANs "abgeschirmt".
Ich dachte mir, dass meine Lösung mit dem In-Serie-Schalten wohl eine der besseren wäre, oder gäbe es da noch eine bessere Lösung?
Um wieviel ms erhöht sich denn der Ping je AP? 10-15ms oder sowas?
 
Das mit den Leitungen brauchste heute nicht mehr zu beachten, außer du kaufst deine Technik irgendeinem Museum ab :freak:

Ob du die Teile in reihe schalten musst würde ich jetzt aber auch nochmal davon abhängig machen wie viele du insgesamt hat, bei 1~3 könntest ja auch einzelne Kabel verlegen.
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http://www.avm.de/de/Presse/Informationen/2012/2012_03_06_smarthome.php3

wäre evtl eine alternative. so könnte man sich zumindest das verlegen des cat6-kabels sparen, hätte wlan an allen punkten und zudem rj45-anschlüsse.

leider ist das wohl noch nicht verfügbar, soll aber im laufe des jahres kommen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand wird der Marktstart für den
FRITZ!Powerline 546E voraussichtlich noch im Laufe des
Jahres 2012 sein. Die Preisempfehlung wird 119,- Euro
betragen.

Darüber hinausgehende Informationen z.B. zu genaueren
Terminen usw. stehen derzeit leider noch nicht zur Verfügung.

Freundliche Grüße aus Berlin

Levent Yildiz

AVM GmbH
Vertrieb
 
Powerline wurde mal probiert, hat nicht funktioniert. Werde wohl mit cat6e-Kabeln arbeiten. Danke für die Hilfe!
 
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