Wo bekomme ich 100% neutrale Nachrichtenmeldungen her?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

fragemann

Banned
Registriert
Sep. 2018
Beiträge
489
Sprich: Ohne jede Meinung und auch ohne "Framing". Bedeutet, wenn morgen die Welt untergeht, steht da einfach nur "Meteorit erwartet. Schlägt morgen um 14 Uhr ein". Wenn der Meeresspiegel 2cm steigt, möchte ich kein Plödoyer für oder gegen den Klimawandel und wer dafür verantwortlich ist, sondern einfach nur "Meersspiegel 2cm gestiegen". Wenn politische Aktivisten randalieren, will ich keine EInordung ob das gut oder schlecht ist was die machen, sondern einfach nur eine Beschreibung "Aktivisten auf die folgende Beschreibung passt und die folgende Slogans vertreten haben randaliert am X in Y zu Anlass Z" (denn auch die Zuordnung rechts/links/Mitte kann ja schon geframt sein, je nachdem wer sie vornimmt)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BeBur
Finde den Ansatz gut und wenn jemand gute ausgeglichene/differenzierte Nachrichten auf Deutsch und Online kennt (notfalls auch englisch), dann meinerseits auch bitte her damit!

Bei deiner Anfrage gibt es ein großes Problem, fragemann: Schon die Auswahl der Nachrichten ist Framing und zwar deftig. Framing-freie Sprache ist auch eher eklig zu lesen, weil dann alle konkreteren nicht klar definierbaren Begriffe wegfallen. Schon der Begriff 'Aktivist' und 'randalieren' legt einen Frame. Du kannst eigentlich nur schreiben "Es waren x Menschen an Ort y und haben z gemacht'.
Möglicherweise gibt es diese Art von News nicht. Zumal diese Art von Information nicht immer verfügbar sein wird - was haben die 'randalierer' denn genau gemacht? Beziehungsweise: Was haben die 'demonstranten' denn genau gemacht? Beziehungsweise 'die' Demonstranten? Sicher gab es diverse Subgruppen? etc.

Die Lösung daher imHo eher, ausgewählten gebildeten, halbwegs unabhängigen und ernsthaft an ausgeglichener Berichterstattung jenseits der Mainstream Frames Journalisten Geld zu geben und deren Nachrichten zu lesen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fragemann
BeBur schrieb:
Schon die Auswahl der Nachrichten ist Framing und zwar deftig.

Völlig Richtig! Aber meiner Meinung nach kann man durchaus über die 10 fache Menge berichten, wenn man sich aufs Wesentliche beschränkt.

Wenn der Meeresspiegel 2cm gestiegen ist, dann reicht tatsächlich eine einzelne Zeile! Was die Ursachen sind, das lasse ich mir anschließend lieber von wissenschaftlichen Seiten erklären als von einem Feuilleton-Redakteur, der gerade noch über die Hochzeit der Royals geschrieben hat :D
 
Ich glaube nicht, dass das praktikabel ist. Die News an sich basiert ja oft genug schon auf einem Frame bzw. auf einer Agenda. Wer sagt denn, dass der gestiegen sei, wie wurde gemessen? Ist das jetzt seriös, reicht die eine Studie, muss es eine Metastudie sein, wie ist die Studienlage? Wie seriös sind die Modelle? Da kommen wir in den Bereich wo es schwierig bis unmöglich wird das ganze noch ernsthaft zu überblicken bzw. zu beurteilen und brauch eigentlich einen seriösen Wissenschaftsjournalisten, dessen Beruf genau diese Fragen sind.

Ich lese z.B. sehr oft Originalquellen (falls sie aufzutreiben sind) wie Studien oder Statistiken. Geisteswissenschaftliche Studien sind mit mathematischen Background noch verständlich und zu beurteilen sobald man sich Grundlagen der induktiven Statistik angeeignet hat, das dauert dann halt nur mal 1-3 Stunden für ein einzelnes Thema.
Aber Medizin oder Naturwissenschaft? Da hast du keine Chance da ernsthaft genug einzusteigen, sondern bleibst fast zwangsläufig auf einem 'Die Erde ist eventuell eine Scheibe'-Niveau.

Dazu kommt, dass Statistiken prinzipiell interpretiert werden müssen. Ohne Kontexte dazu zu kennen ist es völlig aussichtslos etwas daraus zu lernen. Ich denke dabei z.B. an die PKS die man ohne weitere Kenntnisse nicht sinnvoll lesen/verstehen kann.

Meine persönliche Methode daher: Keine Ideologie verfolgen, nicht an der eigenen Meinung hängen, jederzeit bereit sein das Gegenteil zu behaupten, wenn sich die Faktenlage ändert. Originalquellen lesen um sich eine fundierte Meinung zu bilden. Wissen was man alles noch nicht weiß und was man nicht versteht. Keine Meinung Themen haben, zu denen man sich nicht informiert hat. Sobald man eine Meinung hat versuchen, möglichst viel bzw. möglichst gute Gegenpositionen zu finden.
 
BeBur schrieb:
Ich glaube nicht, dass das praktikabel ist.

Gut, dann gehe ich einen Schritt weiter:
"Nach Behauptungen der Forscher XYZ sei der Meeresspiegel 2cm gestiegen"

Würden wir Nachrichten alle in dem Format bekommen, würden wir viel mehr "ins Zweifeln" und "Nachdenken" kommen und Dingen selbst auf den Grund gehen.
 
Wieso 'wir'?
Sag bloß noch dass du ironischerweise mit diesem Thread selber eine Agenda verfolgst.
 
BeBur schrieb:
* Überflüssiges Zitat editiert! *

Nein, ComputerBase ist zu klein um die Welt zu revolutionieren :D Aber ich habe mir den Gedanken erlaubt, wie die Welt wohl aussähe, wäre eben alles in diesem Sinne "frei". Und die Leute würden auf Arbeit kommen und nicht sagen "Kollegen, so isses, habt ihr gelesen!", sondern sagen "Kollegen, was fangen wir damit an?? Was denkt ihr??"
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Meinungsbildung kommt auch unter anderem daher, dass man mit anderen Meinungen konform geht oder diese ablehnt, und sich dann entsprechend weiter informiert, selber aktiv wird etc...

Gerade wenn Nachrichten auch eine Meinungsrichtung beinhalten, reagiert man eher darauf als wenn sie komplett neutral und nüchtern gehalten sind.

Du unterstellst Leuten sich mit Nachrichten nicht auseinander setzen zu können.
 
douggy schrieb:
Du unterstellst Leuten sich mit Nachrichten nicht auseinander setzen zu können.

Pauschal unterstellen tue ich nichts ;) Ich treffe nur täglich auf Menschen, die mir sagen
"Wusstest du schon? So und so ist das"...frage ich nach "Steht im Spiegel/der Süddeutschen/denk dir was"...

Und es ist amüsant zu sehen, dass wenn "ihre Zeitung" mal die Richtung ändert, sie dann mitgehen :D Daher kann ich bei gar nicht wenigen Menschen schon sagen, was sie denken, bevor sie den Mund aufmachen. Muss nur schauen, was "ihr Magazin" grad so textet :D

In gewissem Sinne ist das sogar fast "logisch"... Ich recherchiere jeden Tag locker 2h zu bestimmten Themen, weil ich eben dem nicht traue, was man so vorgesetzt bekommt. Es gibt sogar Tage, da sind es auch mal 5h. Aber wer hat die Zeit dazu, wenn er täglich schuften gehen muss von früh bis spät und evlt noch mit An/Abfahrt? ....

Alleine Themen wie Eurokrise, Freihandel etc. Da gehen Stunden um Stunden drauf, um alles zu checken. Und es gibt 999 weitere komplexe Themen ;)

Ergänzung ()

Persönlich wäre ich aber an unabhängigen Nachrichten sehr interessiert, weil mich die Meinungsmache (und da ist es egal ob links/rechts/liberal) nur noch NERVT. Ich vermeide schon 99% der Erzeugnisse, weil ich sonst schon beim Frühstückstisch wütend werde und denke "Was seid ihr für Deppen!" Kost mich aber zuviel Zeit+Nerven ;)

Darum...
 
Zuletzt bearbeitet:
Sieh es mal positiv: Nachrichten, die einem gefallen sind nicht unbedingt besser - confirmation bias.
Du hast das privileg, dass mainstream-nachrichten provokant für dich sind und dich zum recherchieren und nachdenken bringen.
Ich weiß nicht, ob das ein Fortschritt wird, wenn du stattdessen Nachrichten findest, die dir gefallen. Ich vermute da eher einen Rückschritt.


Wenn du mich fragst - die Apokalypse ist möglicherweise nah. Die Frames der Mainstream-Medien werden durch Internet immer offensichtlicher. Gleichzeitig werden diese dank Facebook-Gruppen und youtube-Echokammern durch oftmal viel problematischere Frames ersetzt. Das Abendland wird demnächst implodieren, genieß doch einfach du Zeit bis dahin :D.
 
BeBur schrieb:
Wieso 'wir'?
Sag bloß noch dass du ironischerweise mit diesem Thread selber eine Agenda verfolgst.
Vermutlich, ist nicht sein erster und wird nicht sein letzter Versuch sein.

douggy schrieb:
Du unterstellst Leuten sich mit Nachrichten nicht auseinander setzen zu können.
Darauf läuft es meistens hinaus und in aller Regel kommt seine politische Richtung früher oder später mit hinein.

Tut es hier ja auch schon fast:
fragemann schrieb:
Ich vermeide schon 99% der Erzeugnisse, weil ich sonst schon beim Frühstückstisch wütend werde und denke "Was seid ihr für Deppen!" Kost mich aber zuviel Zeit+Nerven ;)
Zeigt doch schon recht deutlich, dass die Meinungen/Nachricht schon per se abgelehnt werden, weil sie zu seiner vorgefassten Meinung nicht passen. Sonst würde er ja nicht direkt verurteilen, sondern analysieren.

Ich kann jedenfalls Nachrichten lesen, die Fakten extrahieren und die ggf. vorhandenen einfließenden Meinungen ignorieren oder entsprechend bewerten und es hält mich auch nicht davon ab, mich darüber weiter zu informieren.

Ein Framing findet immer statt, schon bei einem selber, keiner kann heutzutage sämtliche Information mehr verarbeiten und muss entsprechend filtern. Zeitungen/Medien müssen zudem einer Schnittmenge ihrer Konsumenten entsprechen. Die meisten Themen sind zu komplex wenn sie ungefiltert dargestellt werden. Niemand ist Experte für alles. Auch das ist ein Hintergrund, warum Framing immer vorhanden ist.

PS: Ich bin mir auch grad ziemlich sicher, warum diese "Frage" ausgerechnet heute auftaucht...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Gefällt mir
Reaktionen: phil., fram und TheManneken
Ich kann die Frage und das Bedürfnis nachvollziehen. Der Mensch funktioniert aber nicht so. Gut, man muss natürlich bestimmte Grade unterscheiden, mir fällt aber auch keine Plattform ein, die keine Agenda hat um es mal direkt zu sagen.

Mustis schrieb:
Ich kann jedenfalls Nachrichten lesen, die Fakten extrahieren und die ggf. vorhandenen einfließenden Meinungen ignorieren oder entsprechend bewerten und es hält mich auch nicht davon ab, mich darüber weiter zu informieren.

Ich finde Medienkompetenz hört nicht mit der Selbsteinschätzung auf, dass man sich selber für kompetent hält und "Fakten extrahiert". Die Grundeinstellung sollte immer sein, dass das was ich mir zu einem Verständnis zusammenschustere immer nur eine Sichtweise ist. Man kann auch nie abschließend behaupten alle Motive erkannt zu haben und dann von sich zu behaupten nicht beeinflusst zu werden. Wenn man diese überhebliche Grundhaltung hat und nicht los wird, wars das. Sowas ist dann gerne eine Charaktereigenschaft und behindert das Sozialverhalten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fragemann
Aha, überhebliche Grundhaltung. Die Frage ist, was überheblich ist, die Selbsteinschätzung oder eben jene als überheblich zu bezeichnen, obwohl man denjenigen nicht kennt und nie gesehen hat...

Im übrigen ist, was der TE fordert reichlich sinnlos. Beispiel Wasserspiegel. Was bringt es mir zu wissen, dass dieser gestiegen ist? Genau, gar nichts. Entscheidend ist, was die Folgen davon sind und warum das so ist. Das sind relevante Informationen. Die reine Erkenntnis, dass er gestiegen ist, bringt mir nichts, allerdings könnte ich diese Info auch einem Artikel entnehmen, der die anderen Punkte enthält. Beispiel 2: Eine Auflistung, wie jemand aussieht, ist bereits eine Wertung, sofern man nicht jedes kleine Detail nennt. Als wäre das kein Framing, wenn man schlicht Aussehen widergibt, zwangsweise dies lückenhaft und einen vorhandenen Kontext dazu weglässt. Neutral wäre hier wenn die Nachricht, das randaliert wurde, komplett ohne darauf einzugehen, wer es war und welche Slogans skandiert wurden.

Anhand der zeitlicheb Entstehung des ersten Post, des Backgrounds des TEs hier ausn forum und der aktuellen Vorkommnisse ist mir auch relativ klar, um was es dem TE geht. Nicht um weniger Framing, sondern dem aus seiner Sicht richtigen Framing....
 
Mustis schrieb:
Aha, überhebliche Grundhaltung. Die Frage ist, was überheblich ist, die Selbsteinschätzung oder eben jene als überheblich zu bezeichnen, obwohl man denjenigen nicht kennt und nie gesehen hat...

Ist nicht gegen dich als Person gemeint. Auf die Schiene versuchst du das jetzt zu ziehen.
Ich finde es überheblich zu behaupten alles richtig bewerten zu können. Weil so schließt sich der Kreis, den du mit deinem letzten Satz gezogen hast. Dass nämlich jeder meint etwas richtig zu lesen, zu wissen und zu interpretieren. Ich schlage daher vor: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und so gehe ich auch damit um, wenn ich etwas (aus der unvermeidbaren Perspektive) von jemand anderem lesen soll, und ich mich frage, was ich damit anfangen soll.
 
Nun ja, der Einwurf funktioniert jedoch nur, wenn man in Zweifel zieht, dass derjenige, der dies eingebracht hat, diese nicht besitzt.

Davon ab, verstehe ich deinen Einwurf auch inhaltlich nicht. Reine Fakten wie „der Meeresspiegel ist um 2 cm gestiegen“ sollte man wirklich ohne große Mühen extrahieren können. Es geht dabei ja nicht darum, die Meinungen als solches zu erkennen, zu bewerten und einzuordnen. Das erfordert korrekterweise erheblich mehr Aufwand und birgt eine erheblich größere Gefahr des Scheiterns. Ob die extrahierte Information, der Fakt, korrekt ist, kann ich in beiden Fällen ohne Recherche nicht validieren.
 
Mustis schrieb:
Nun ja, der Einwurf funktioniert jedoch nur, wenn man in Zweifel zieht, dass derjenige, der dies eingebracht hat, diese nicht besitzt.

Klar, ich zweifel alles an, ist aber nicht persönlich gemeint.

Mustis schrieb:
Davon ab, verstehe ich deinen Einwurf auch inhaltlich nicht. Reine Fakten wie „der Meeresspiegel ist um 2 cm gestiegen“ sollte man wirklich ohne große Mühen extrahieren können. Es geht dabei ja nicht darum, die Meinungen als solches zu erkennen, zu bewerten und einzuordnen. Das erfordert korrekterweise erheblich mehr Aufwand und birgt eine erheblich größere Gefahr des Scheiterns. Ob die extrahierte Information, der Fakt, korrekt ist, kann ich in beiden Fällen ohne Recherche nicht validieren.

Um mal beim Meeresspiegel zu bleiben: Wieso schreibt er darüber und nicht über irgendwas anderes?
Und woher hat er die Information?
Es ist eine Grundsatzdiskussion. "Fakten" gibt es nicht. Sich selbst Kompetenz zuzusprechen ist gefährlich.
 
Dieser Einwurf ist dann aber angesichts des Ansinnens des TE komplett irrelevant denn sie stellt sich beider jeder noch so framingfreien und objektiv formulierten Informationsweitergabe und lässt sich de facto nur beheben, wenn man sich jede Information selbst erarbeitet. Das ist sowohl weltfremd wie unnötig und grundsätzlich darf man Informationen durchaus trauen denn die Information an sich ist selten das Problem sondern deren Verwendung und Interprätation.

Und ich sage es mal so direkt: Dieses angeblich generelle in Zweifel ziehen von allem ist meiner Erfahrung nach primär ein Anzeichen dafür, dass es vielmehr um Pseudokritik an unewünschten Meinungen und damit um extremes Framing geht als um begründetes und sinnvolles Hinterfragen, hört man derlei Aussagen doch umso mehr, je näher man dem Rand des politschen Spektrums rechts und links kommt.

Jedenfalls ist es nicht gefährlicher, sich selbst Kompetenz zu zu sprechen als wenn es andere tun. In beiden Fällen ist es notwendig, dass die Einschätzung reflektiert, nachvollziehbar und begründet ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mustis schrieb:
Dieser Einwurf ist dann aber angesichts des Ansinnens des TE komplett irrelevant denn sie stellt sich beider jeder noch so framingfreien und objektiv formulierten Informationsweitergabe und lässt sich de facto nur beheben, wenn man sich jede Information selbst erarbeitet. Das ist sowohl weltfremd wie unnötig und grundsätzlich darf man Informationen durchaus trauen denn die Information an sich ist selten das Problem sondern deren Verwendung und Interprätation.

Mein Einwand ist genauso weltfremd wie die Frage des TE und genau darauf bezogen.

Mustis schrieb:
Und ich sage es mal so direkt: Dieses angeblich generelle in Zweifel ziehen von allem ist meiner Erfahrung nach primär ein Anzeichen dafür, dass es vielmehr um Pseudokritik an unewünschten Meinungen und damit um extremes Framing geht als um begründetes und sinnvolles Hinterfragen, hört man derlei Aussagen doch umso mehr, je näher man dem Rand des politschen Spektrums rechts und links kommt.

Hinterfragen hat mit Extremismus nichts zu tun. Hinterfragen hört bei Extremismus auf. Du verwechselt mein dargestelltes philosophisches Credo nach "Ich weiß, dass ich nichts weiß" mit Paranoia.

Mustis schrieb:
Jedenfalls ist es nicht gefährlicher, sich selbst Kompetenz zu zu sprechen als wenn es andere tun. In beiden Fällen ist es notwendig, dass die Einschätzung reflektiert, nachvollziehbar und begründet ist.

Ich sehe das wie Respekt. Sollte man vor sich haben, in Maßen, aber Respekt von anderen zu bekommen ist deutlich wertvoller und gesünder.
 
Heinzelwaffel schrieb:
Hinterfragen hat mit Extremismus nichts zu tun. Hinterfragen hört bei Extremismus auf. Du verwechselt mein dargestelltes philosophisches Credo nach "Ich weiß, dass ich nichts weiß" mit Paranoia.
Das mag sein. Ich sehe in dem Credo, dass du hier ansprichst aber etwas anderes. Alles in Zweifel ziehen steht meiner Meinung nach nicht in diesem Credo. Sondern die Demut davor, dass man stets neues lernen kann. Denn wenn ich nichts weiß, kann ich auch nicht anzweifeln. Ich kann aber davon lernen. Natürlich auch mit hinterfragen, wenn daraus ein wissensgewinn hervorgeht. Etwas schlicht anzuzweifeln, weil ich die Intention des Mitteilenden in Zweifel ziehe, ist n meinen Augen nicht das Selbe.

Dem Rest kann ich weitgehend zustimmen.
 
Hinterfragen hat mit Extremismus nichts zu tun. Hinterfragen hört bei Extremismus auf. Du verwechselt mein dargestelltes philosophisches Credo nach "Ich weiß, dass ich nichts weiß" mit Paranoia.

Es gibt Menschen, für die ist es Extremismus, wenn man nicht alles glaubt, was in genau "ihrer" Zeitung steht, die sie morgens lesen :D Ist vielfach ein Selbstschutz.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben