Hallo BunkerFunker,
lange nicht mehr das Tageslicht gesehen

?
kleiner Scherz - nicht gleich übel nehmen
Was brauchst du denn nun? Cat6 oder Cat7?
Deinen Ausführungen nach gehe ich davon aus, dass du ein privates Netzwerk betreiben willst. Bist du dir sicher, dass du die G-Bit-Leistung voll ausschöpfen wirst?
Cat6 und Cat7 Kabel gibt es nicht als 4-adrige Kabel. Und derjenige, der Cat5-Kabel noch als 4-adrig anbietet, gehört erschossen.
Für normale Datennetzwerke reichen Cat5e-Kabel. Diese sind für G-Bit-Lan spezifiziert. Der Unterschied zu Cat6 und Cat7 führe ich unten ein wenig weiter aus - interessant ist nur die benötigte Bandbreite (Cat5 -> 100 MHz ... das wäre zu wenig, wenn über das Ethernet-Kabel Videodaten übertragen würden: KVM haben eine Videobandbreite von 160-180 MHz. Es geht hierbei nicht darum, Filme zu kopieren etc. sondern z.B. Monitorbilder zu übertragen!).
Wenn 10 G-Bit-Lan irgendwann kommen wird (und das wird es), wirst du erst einmal neue Router/Switches und Ethernet-Karten brauchen. Da würde ich mir über das Kabel heute noch nicht den Kopf zerbrechen. Außerdem gehe ich davon aus, dass Kupferdrähte dann keine Rolle mehr spielen, sondern alles über LWL (Lichtwellenleiter) geht.
Zum Thema Markenartikel. In Deutschland ist so ziemlich alles genormt, besonders die Kabel

.
Markennamen gibt es in dem Sinne also nicht, höchstens Hersteller, die Produkte unter Verwendung ihres Namens teurer verkaufen wollen.
Entscheidend ist die Qualitätseinstufung und der Einsatzzweck.
Cat5e als SFTP sollte für die meisten Belange vollkommen ausreichen.
Spezifikationsübersicht und Kabelunterschiede gibt es hier
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Unterschiede zwischen Cat5, Cat5e, Cat6, Cat7
Der Bedarf an mehr Bandbreite hört nie auf. Die Anwendungen werden immer komplexer, und es wird nicht lange dauern, bis Sie die Geschwindigkeit Ihres Netzwerks erhöhen müssen. Dazu müssen Sie vielleicht die Verkabelung aufrüsten. Da Twisted-Pair Kupferkabel das gängigste Netzwerkkabel ist, geben wir einen kurzen Überblick über die aktuellen und bevorstehenden Standards für Twisted-Pair Hochleistungskabel.
Die Grenzen von Kategorie 5: Den Kategorie 5- oder Cat5-Standard (für 100 Mbps LANs) gibt es seit 1991, er hat sich fest etabliert. Sie finden überall bestehende Cat5-Installationen. Die grosse Frage ist: Was kann Cat5-Kabel und was kann es nicht? Wenn Sie weiterhin viele 10 Mbps-Komponenten haben, genügt die Cat5-Verkabelung Ihren Anforderungen. Es ist auch für 100 Mbps Fast Ethernet-Übertragungen sehr gut geeignet. Wenn Sie aber an die Leistungsgrenzen eines 100 Mbps-Netzwerks herankommen, möchten Sie wahrscheinlich zumindest Teile Ihres Systems baldmöglichst aufrüsten.
Kategorie 5e: die verbesserte Kategorie 5:
Die 1999 verabschiedete Kategorie 5e oder Cat5e ist eine stufenweise Verbesserung, mit der die Verkabelung den Betrieb mit Voll-duplex Fast Ethernet und Gigabit Ethernet unterstützen kann. Die Hauptunterschiede zwischen Cat5 und Cat5e sind in den Spezifikationen zu finden. Der Cat5e-Standard hebt die Leistungs-anforderungen etwas an.
Cat5e hat strengere Spezifikationen für PS-ELFEXT (Power Sum Equal-Level Far-End Crosstalk), NEXT (Near-End Crosstalk), Dämpfung, und Reflexionsdämpfung (RL) als jene für Cat5. Wie Cat5 ist auch Cat5e ein 100 MHz-Standard. Dieser kann aber eine höhere Bandbreite als Cat5 unterstützen. Durch diese Verbesserungen kann man problemfreie Vollduplexübertragungen mit 4-paarigem Ethernet über Cat5e UTP erwarten.
Kategorie 6:
Die nächste Stufe in der Verkabelungshierarchie ist die Kategorie 6 oder Cat6 (ANSI/TIA/EIA-568-B.2-1), die im Juni 2002 von der TIA/EIA ratifiziert wurde. Cat6 bietet viel höhere Leistung als Cat5e und beinhaltet strengere Spezifikationen für Nebensprechen und Rauschen.
Die Qualität der Datenübertragung hängt von der Leistung der Komponenten des Channels ab. Damit also eine Übertragung gemäss den Cat6-Spezifikationen stattfindet, müssen Buchsen, Patchkabel, Patchpanel, Schaltverteiler und Verkabelung alle die Cat6- Standards erfüllen. (Der Channel beinhaltet prinzipiell alles von der Wanddose bis zur Kabelzentrale). Die Cat6-Komponenten werden individuell sowie zusammen bezüglich der Leistung getestet. Der Standard verlangt auch eine allgemeine Systemleistung, so dass Cat6- Komponenten von einem beliebigen Hersteller im Channel verwendet werden können. Die Übertragungsanforderungen für den Cat6-Channel müssen ein PS-ACR-Verhältnis (Power Sum Attenuation-to-Crosstalk Ratio) ergeben, dass grösser oder gleich Null bei 200 MHz ist.
Alle Cat6-Komponenten müssen abwärts-kompatibel zu Cat5e, Cat5 und Cat3 sein. Werden Komponenten unterschiedlicher Kategorie mit Cat6-Komponenten verwendet, erreicht der Channel die Übertragungsleistung der niedrigeren Kategorie. Wird beispielsweise Cat6-Kabel mit Cat5e-Buchsen verwendet, bringt der Channel eine Leistung auf der Stufe von Cat5e.
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Was hieraus auch deutlich wird, ist die Tatsache, dass ein einfaches Cat7-Kabel nicht wirklich weiterhilft. Und eine komplette Cat6 oder Cat7 Ausstattung lassen sich die Hersteller noch sehr teuer bezahlen. Ich würde an deiner Stelle also noch einmal eine Kosten/Nutzen-Analyse machen und eher zu
Cat5e tendieren.