Wo sucht man am besten Werkstudentenstellen bzw. Praktika?

Peter_2498

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Hallo,

ich komme jetzt ins zweite Master Semester (studiere was in Richtung IT) und finde, dass es langsam Zeit wird mir mal eine Werkstudentenstelle oder ein Praktikumsplatz zu suchen (ist jetzt noch nicht dringend, aber ich schaue schonmal grob was es denn in meinem bevorzugten Bereich so in meiner Umgebung gibt).

Bei StepStone, Indeed sowie meineStadt.de schaue ich regelmäßig vorbei. Gibt es sonst noch empfehlenswerte Wege an Werkstudentenstellen/Praktika zu kommen?
 
Initiativ Firmen anschreiben.

Wirklich gute Praktikanten und Werkstudenten sind rar.


Überlege dir gut, was du machen willst: Lieber viel lernen? Oder lieber jetzt schon die Türe in einem Konzern und dafür vermutlich viel langweilige Standardarbeiten? Ist Geld sehr wichtig oder nur die Erfahrung? In deinem Umkreis oder überall/umziehen okay?

Wie viel Zeit kannst du investieren?
 
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Ich hab ab dem 2. Bachelor Semester nebenbei gejobbt. Hab dafür auch ewig gebraucht. Ich hab damals über ne Aktion des Studentenwerks viel bekommen. Leider wurde denen das untersagt. Danach über XING und Co.
 
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Idon schrieb:
Überlege dir gut, was du machen willst: Lieber viel lernen? Oder lieber jetzt schon die Türe in einem Konzern und dafür vermutlich viel langweilige Standardarbeiten?

Also wenn ich ehrlich bin, dann ist der einzige Grund, weshalb ich so eine Werkstudentenstelle/Praktikumsstelle möchte einfach nur der, dass ich überall lese, wie wichtig Arbeitserfahrung für den Arbeitgeber ist. Ich selbst habe im Studium mehr als genug zu tun (ja, ich könnte arbeiten und das Studium auch mit weniger Aufwand durchziehen, aber ich habe was das angeht schon einen bestimmten Anspruch an mich. Ich lerne ungern nur für die Klausur....) Aus diesem Grund würde ich mein Studium unter diesem Aspekt wohl sicherlich um 1-2 Semester verlängern (macht das Sinn? Ich selbst kann das nicht zu 100% sagen). Aus diesem Grund würde ich wohl auch nicht zu viel Zeit in diese Arbeit investieren wollen.

Ungern würde ich nur langweilige Standardarbeiten verrichten, wenn ich mich währenddessen auch mit "sinnvolleren" Themen aus dem Studium beschäftigen könnte.

Idon schrieb:
Ist Geld sehr wichtig oder nur die Erfahrung? In deinem Umkreis oder überall/umziehen okay?
Geld spielt gar kein Thema. Ich hab ja oben geschrieben, was die Hauptmotivation hinter dem Vorhaben ist. Würde schon lieber in meinem Umkreis bleiben.
 
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Mathematik. Vertiefung in Richtung Optimierung und Machine Learning
 
Ich hab ne zeitlang beim Fraunhofer gearbeitet. War der erste Bachelor dort. Rest Diplomanden und Doktoren. Kam super an bei den nächsten AGs. Oder andere Forschungsprojekte in deiner Umgebung. Gibt ja noch paar in Deutschland in dem Gebiet.
 
Arbeitserfahrung ist in so gut wie allen Bereichen durch nichts zu ersetzen. Für beide Seiten.

Der Praktikant z.B. lernt, dass es gar nicht so schlimm ist irgendwo neu zu sein, der Neue zu sein, sich nicht auszukennen, herumfragen und durchfragen müssen. Dass der Kontakt mit Vorgesetzten nicht so schwierig ist, aber gewisse politische Regeln eingehalten werden müssen; auch im restlichen Team und Unternehmen.

Ich fand folglich nicht nur die fachliche Erfahrung wichtig - die kann man sich halt erarbeiten - sondern das Drumherum. Wie funktioniert eine Firma? Wie muss ich mich verkaufen (z. B.: Tue Gutes und sprich viel darüber.)? Welche Grenzen gelten?
Als Praktikant kann man ja extrem wenig kaputt machen... also, eigene Haftung und so. Und wenn man doch die Tochter des CEO wegflext, dann kann man immerhin die Entschuldigung anbringen, dass man ja nur der Praktikant ist und nix weiß.


Also: Ja, Praktika und Werkstudentenstellen halte ich für immens wichtig. Ich finde aber auch okay, wenn man lieber in den Semesterferien Urlaub macht. Danach halt nicht beschweren, wenn andere schneller/einfacher aufsteigen.
 
Ich hab während meines Bachelors ebenfalls am Fraunhofer angefangen zu arbeiten und dort dann auch meine BA und MA geschrieben. Die Anforderungen waren dort schon sehr hoch, vor allem an die Thesen. Auch wenn die Seitenanzahl erstmal nicht viel über die Qualität einer Thesis aussagt, aber 80 Seiten bei der BA und 120 Seiten bei der MA (ohne das ganze Beiwerk, wie Abstract, Inhaltsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Anhang, ...) war da eher der Standard als die Ausnahme. Inhaltlich wurde sehr auf ein fundiertes wissenschaftliches Arbeiten geachtet, und so hatte auch schon mal das Literaturverzeichnis seine 100 Einträge.

Die Arbeit an für sich habe ich als Fordernd mit einer entsprechenden Lernkurve empfunden.

Jedoch war das eine Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich habe sehr viel gelernt, viele Kontakte knüpfen können und auch gleichzeitig die Weichen für meinen beruflichen Werdegang und auch meine Karriere legen können. Im Endeffekt hat dadurch das Studium zwar 1 - 1,5 Jahre länger gedauert aber mir viel wertvolles Wissen und viel Erfahrung gebracht.
 
Ich habe ebenfalls Mathe mit Schwerpunkt Optimierung und Nebenfach Informatik studiert. Im Nachhinein habe ich bereut, nicht viel früher und mehr Praktika etc. gemacht zu haben. Da habe ich mich einfach darauf ausgeruht, dass das in Mathe keine Pflicht und auch nicht ganz so üblich ist wie in Ingenieurswissenschaften.
Hilfreich wäre gewesen,
  • die Unternehmenswelt schon früher und besser kennenzulernen (da ich nicht in die Forschung wollte und du ja offenbar auch nicht)
  • mich selbst und meine Interessen im beruflichen Kontext besser einschätzen zu können
  • auf dem Lebenslauf nachher ein bisschen mehr stehen zu haben als "Übungsleiter Mathe für Ingenieure" oder so. Also wenigstens ein kleines bisschen Berufserfahrung.

Aber du hast ja schon selbst entschieden, dass du das machen willst.
Zur Frage, wie man sowas findet - ich war kein Werksstudent, sondern habe ein Praktikum gemacht. Dieses hat mit mein Optimierungs-Prof vermittelt, der zu dem Unternehmen Kontakte hatte. Da Optimierung ja recht anwendungsnah ist, haben die immer mal gute Kontakte in die Industrie. Und das gilt natürlich für die Profs anderer Fächer auch manchmal. Vielleicht da mal nachfragen? Bei uns waren auch öfter Abschlussarbeiten in Kooperation mit Unternehmen ausgeschrieben, vielleicht findet man über den Kontakt auch ein Praktikum o.ä.
 
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Das Unternehmen war eine kleine Beratung, die eng mit der Deutsche Flugsicherung gearbeitet hat. Das Thema schreibe ich dir lieber als PN.
 
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