WS2012 - Problem beim erweitern von Storage Spaces

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CruSherFL

Gast
Ich teste das alles virtuell, bevor ich meinen Filer auf WS2012 migriere..

Situation:
- Speicherpool mit 4x100GB HDD
- Parity Volume E:\ mit 294GB (+ 1x Spare)

Nun gehen wir mal aus, dass wir eine weitere Festplatte haben. Also 5x100GB.
Der Speicherpool hat die auch ohne Probleme gefressen und es steht, ich hätte 102gb freier Speicherplatz.

Nun gut: Volumen E:\ erweitern -> 294GB + 102GB = 396GB -> Fehler. Nicht genügend ressourcen.
Okay, dann mal in kleinen Schritten: Erweitern -> 294GB auf 300GB -> Fehler, nicht genügend ressourcen.

Im ernst?

Das gleiche hab ich dann mit einer weitern 100GB Platte probiert (6x100GB). Da steht nun 201GB freier Speicherr -> Erweitern geht trotzdem nicht. Nicht einmal einen Gigabyte!

Mache ich irgendetwas falsch?!
Und irgendwie finde ich zu diesem Thema genau gar nichts im Google .. -.-'

Beim weiteren testen: Wenn ich 11x100GB dran hänge, kann ich zwar erweitern, jedoch nur auf ~680GB. Jedoch steht noch immer dass ich 182GB übrig habe..
Je nach Parity wird das wohl ein RAID5/6 sein und sollte mir also dementsprechend etwa 900-1000GB übernehmen?
 
hast du vllt die daten duplizierung an?
 
Hatte zwar schon alle Optionen durchgeschaut, aber ich finde den Punkt nicht? Wo soll der sein?
Sry, Google ist ziemlich leer was WS2012 anbelangt :(

Ich habe ein Parity Storage Pool erstellt mit den Standardeinstellungen.
 
Dann ist die Duplizierung glaube an. Weiß es aber nicht genau, weiß nur das der die hat, habe mir den Server selbst bisher nur vllt 1h angesehen. Werd mich erst nach meinem Umzug in die neue Wohnung näher damit befassen, weil ich dann meinen alten Homeserver v1 gegen den Server 2012 Essentials tauschen werde :)

Tut mir leid, kann dir so nicht wirklich weiterhelfen, kann dir nur meine Vermutung sagen :/
 
Die Datendeduplizierung findest Du unter den Rollen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Deduplizierung und den Volumesätzen, muss mir das aber auch nochmal reinziehen..
 
CruSherFL
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Im ernst? Hoffe der klappt nun: Nein, wurde nicht installiert. Es wurde nur der Dateiserver installiert.
 
Mal blöd gefragt... hast Du der Kiste mal mehr Power gegeben? Nicht dass die Erweiterung so viel Performance zieht dass es daran scheitert?
Steht noch was im Ereignislog dazu?
 
Wow.. so ein langweiliges Ereignisanzeige habe ich noch nie gesehen :o

Naja, Power wird er genug haben: 4 Kerne, 16GB RAM.
 
Das mit der Performance kam auch nicht in Betracht wie ich hinterher feststellen durfte... mit einer weiteren Kombi hat es ja funktioniert.. :-/
Ich finde es... sehr interessant.
 
Nein noch nicht. Werde heute Abend jedoch mal das WS2012 neu installieren. Vielleicht hat sich da einen Fehler eingeschlichen oder so. Wenn ich die Lösung habe, werde ich es erläutern :)
 
Das Problem ist hierbei das Konzept: Wie bei einem RAID 5 brauchst man mindesten 3 Platten für Parität, d.h. zwei für Daten und die dritte für die Parität. Wenn jetzt die 3 Platten voll sind, um man den Pool um eine weitere Platte erweitert, sind zwar 100GB freier Speicher vorhanden, diese können aber nicht genutzt werden, dann keine Daten mit Parität geschrieben werden können. Um wieder Daten in den Speicherpool schreiben zu können, müssen in der genannten Konstellation mindesten 3 Platten hinzugefügt werden, da die vorhandenen 3 Platten ja bereits voll sind. D.h. konkret: Windows Server 2012 sortiert die Daten im Hintergrund nicht um, so dass nach dem Hinzufügen einer weiteren Platte, die bereits vollen Platten immer noch voll bleiben.
Lässt sich übrigens auch im Pool nachschauen, wenn man die Details der einzelnen Platten im Pool anguckt, diese sind nämlich voll...
 
Nuja.. bei mir waren jedoch alle Platten "leer" bis auf ein Testbilder die ich kopiert habe..

Aber sollte Windows da nicht irgendwie ein Rebuild machen wie bei den Raidcontrollern?
 
Okay, das hatte ich falsch verstanden.
Welchen Bereitstellungstyp hast Du denn für das Volumen gewählt? Falls Du "fest" gewählt hast, tritt das von mit beschriebene Problem nämlich auch auf, auch wenn das Volumen noch nicht voll ist, da dem Volumen der Speicher bereits beim Anlegen zugewiesen wird. Wenn man dann mit einer zusätzlichen Platte das Volumen erweitern will, ist das nicht möglich...
Wenn Du als Bereitstellungstyp "dünn" wählst, sollte es eigentlich funktionieren...
Einen Rebuild wie ein RAID-Controller macht Windows nämlich leider nicht, was die Einsatzmöglichkeiten der Storagepools m.E. sehr stark einschränkt...
 
Ich hab "fest" ausgewählt, da man bei Dünn doch den Speicher vorgeben muss? (z.b. 100TB obwohl man nur 12TB hat)
Und das ist IMO auch etwas.. äh.. verwirrend :)

Naja, wenn das so sein sollte, dann.. muss ich mir wohl überlegen, ob ich wirklich eine Parity Partition mach oder doch lieber alle einzeln rein tun soll..
 
Nein, Du musst zwar bei einer dünnen Bereitstellung angeben wie groß das Volumen sein soll, aber Du kannst es später auch noch vergrößern...
Vielleicht bin ich da auch altmodisch, aber ich würde grundsätzlich immer zu einem Hardware RAID Controller und zusätzlichem Backup raten, wenn einem seine Daten wichtig sind...
Ansonsten würde ich alle Platten einzeln betreiben und mit Robocopy und geplanten Aufgaben wichtige Daten zwischen einzelnen Platten mirroren. Bei den Storagepools hat man leider immer das Problem, dass einzelne Platten an anderen Systemen nicht mehr zu lesen sind, wie bei Software RAIDs... Wenn man jetzt zB einfache Volumes verwendet, die über mehrere Platten gehen, ist das von der Sicherheit nichts anderes als ein RAID0. Zusätzlich hat man wenig bin keine Kontrolle darüber, welche Daten auch welcher Platte landen, da anders als bei einem RAID nicht zwei oder mehr gleichgroße Festplatte ein RAID0 bilden, sondern verschiedenste Plattengrößen in einem Pool zusammengefasst werden und verschiedenste Volumes auf diesem Pool liegen können. Im schlimmsten Fall kann so der Ausfall einer einzelnen Platte den Verlust aller Daten bedeuten. Bei einzelnen Platten sind dann halt nur die Daten der defekten Platte weg, die nicht noch auf einer anderen Platte gesichert sind. Man hat zwar mehr Verwaltungsaufwand und nicht nur ein großes Volumen, aber wenigstens volle Kontrolle darüber, wo welche Daten liegen...
So oder so sollte man sich genau Gedanken machen, was Falle eines Festplattendefektes oder eines Mainboarddefektes (Stichwort SoftwareRaid) mit den Daten passiert.
 
Ja es ist mir klar, dass ein Raid5 oder ein Parity Volumen nicht ein Backup ersatz sind. Mir geht es eher darum, dass ich im Falle eines Festplattenausfalls nicht einen Teil der Daten verliere sondern durch so eine Art Raid5 (Parity Volumen) diese irgenwdie rebuilded werden. Ich denke mal, MS wird soweit gedacht haben.. ansostnen muss ich doch bei meinem Ubuntu mit GlusterFS bleiben ;-)

Ich werde heute Abend mal simulieren wie sich da Windows verhält, wenn einzelen Festplatten ausfallen und diese ersetzt werden und was passieren würde, falls windows komplett ausfallen würde. Sofern ich alles heute Abend schaffen werde :D
 
Vorher mal simulieren ist immer gut... ;-)
Beim Ausfall einer einzelnen Festplatte lässt sich ein Parity-Volumen wiederherstellen, sobald eine neue Festplatte verfügbar ist. Da Du ja eine Spare-Platte hast, sollte das eigentlich sogar automatisch passieren.
 
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