Zendure SolarFlow 800 Pro - offene Fragen vor dem Kauf?

PV-Sonne

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Guten Morgen.

Ich möchte gerne mein Balkonkraftwerk (WR Deye mit 2 Panels a 410 Watt ) mit einem Speicher und um 2 PV-Modulen erweitern. Bei meinen Recherchen bin ich auf den guten und ausführlichen Test von CB zum SolarFlow 800 gestoßen. Noch interessanter finde ich jedoch den SolarFlow 800 Pro und ich würde gerne auf dessen Basis eine Erweirerung vornehmen wollen; Der Deye würde weichen.

Folgende Fragen hätte ich:

Mein Jahresverbrauch liegt bei knapp 3500 kw/h; bereinigt um die Erzeugung des Deye 3.000 kw/h und 350 kw/h wurden zurückgespeist. Der Grundverbrauch gemessen über einen bereits festverbauten Shelly Pro 3EM liegt im Winter bei 120 bis 150 Watt und im Sommer bei 100 bis 120 Watt. Im HomeOffice oder Abends beim Fernsehen bzw. Spielen liegt der Verbrauch so bei 300 bis 400 Watt. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt dezentral, sodass ich Abends immer einen starken kurzen starken Verbrauch habe; der 27 KW Durchlauferhitzer zieht für 5 bis 6 Min im Winter gut 10 kw und im Sommer knapp 8 kw.

Standort für den Zendure wäre im Keller.

Wenn ich nun um 2 Module erweitere, also auf ca. 1,7 bis 1,8 KW Modulleistung komme. Wie groß sollte ich den Speicher bemessen? Ich hatte jetzt an 3,84 kw/h, also einen zusätzlichen Speicher gedacht. Oder macht es Sinn zwei Speicher zu holen und auf 5,76 kw/h zukommen?

Kann man zur Schonung der Akkus im Winter frei die untere Entladungsgrenze einstellen?

In einigen Youtube Videos wurde angekündigt, dass der Zendure von Shellys auch lokal, also ohne Cloud geregelt werden kann. Gibt es das inzwischen? Hat jemand es getestet oder so sogar am laufen?

Eine lokale Steuerung wäre mir wichtig; Youtune berichteten nämglich von Verzögerungen von bis zu 17 Sekunden bei der Kommunikation über Shelly Cloud zu Zendure Cloud und dass die Zendure Cloud nicht besterreichbarste wäre. (Ehrlich gesagt die ganzen grafen und soweiter interessieren mich auch wenig. Das System soll laufen und zum Stromsparen beitragen). Funktioniert es tatsächlich ohne weiteren Mittelsmann? Zu letzteren konnte ich oft nur Videos mit HomeAssistant finden. Wäre ich grundsätzlich nicht abgeneigt, aber nur für die PV-Steuerung einen Server laufen lassen zu müssen fände nicht zweckdienlich. Sofern ja, was wäre ein sparsame Variante? Reicht der Raspery Pi 4 aus?
 
Ein Balkonkraftwerk kann bis zu 2 KW Leistung haben, muss aber auf 800 Watt als Einspeisung abgeregelt sein (sonst ist es kein Balkonkraftwerk mehr). Dein Plan kann also funktionieren, aber dir sollte klar sein, dass deine Puffer-Akkus keinesfalls 10 KW für den Durchlauferhitzer abgeben können.

Kurz gesagt: PV-Anlage, auch mit Puffer, und Durchlauferhitzer, da stoßen 2 Welten aufeinander, die nicht kompatibel sind. Da fährst du besser mit einem Warmwasserspeicher.
 
Deine Planungen sind in soweit nicht ganz zielführend, da ein sog. BKW für diese Mengen an Strombedarf nicht wirklich geeignet sind. Das "Grundrauschen" also der tagtägliche Verbrauch von Geräten die 24/7 laufen kann das Gerät gut abdecken, wir haben die Erfahrung bei meinen Eltern gemacht, dort ist BKW mit 2 Paneelen gut geeignet deren Stromverbrauch den Tag über zu decken, die haben eine Tiefkühltruhe laufen und natürlich den Tag über Radio/Fernseher. Die haben sehr wenig Strom eingespeist und viel selbst verbraucht.

Da wird sich jetzt sicherlich noch ein Speicher dazugesellen.

Aber größere Verbraucher sind einfach zu groß für diese Art Stromerzeugung. Da muss dann eine Anlage aufs Dach, die 8-10 KW peak liefern kann, aber das natürlich auch nicht immer tut. Dann kommt der Speicher ins Spiel, aber auch der würde bei einer Warmwasserbereitung natürlich auch relativ schnell geleert werden. Das müsstest du vorher einfach mal durchrechnen, oder mit jemanden sprechen der ein änhliches Setup betreibt.
 
Das ist alles ein bisschen unpassend. Wie andere schon sagten, wird dich die Grenze von 800 W Einspeiseleistung stark limitieren. Zum anderen wäre mit großem BKW (also 4 Module) und Speicher natürlich eine (saldierte) Nulleinspeisung absolut sinnvoll. Das heißt aber eben auch, das irgendetwas die Regelung übernehmen muss. Wie genau das bei Zendure so aussieht, weiß ich nicht, aber für eine rein lokale Steuerung müsste ein digitaler Zähler vorliegen, dessen Momentanwerte ein Lesegerät ausliest und an den Wechselrichter weitergibt. Zendure hat irgendsowas, nennt sich "Intelligenter D-0-Zähler". Aber ob das Ding rein lokal im Haus arbeiten kann, das weiß ich nicht.

HomeAssistant könnte eine Lösung sein, aber wie genau das mit Zendure abläuft, kann ich nicht sagen.

Ich habe bei mir auch HomeAssistant, aber für viel mehr als das. Für die Steuerung selbst ist es sogar nicht zuständig. Das macht bei mir ein kleiner Lesekopf am digitalen Zähler in Kombination mit einer OpenDTU-Steuereinheit für meinen Hoymiles WR. Das geht dann auch komplett lokal und auch ohne HomeAssistant oder ähnliches.
 
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