zu hohe Internetrechnung , verursacht durch Router

sulsen

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Hallo



Ich habe ein Problem mit meiner Internetrechnung.

Alles fing mit einer Bestellung eines Paketes mit DSL-flat und Telefonflatan.
Nach wenigen Tagen hatte ich mich jedoch für ein anderes entschieden, wo keine DSL flat enthalten ist!!!
Der Router wurde allerdings mit dem ersten Auftrag durch einen Techniker installiert.

Aus meiner Rechnung für November 2007 war zu entnehmen, dass ich im Zeitraum vom 03.10.2007 – 12.10.2007 insgesamt 12 601 Minuten online gewesen sein soll. Der Nettogesamtbetrag dafür sei 306,96 Euro.

In bereits zwei Reklamationen teilte ich dem Anbieter mit,dass ich mich aus folgenden Gründen weigere diesen Betrag zu zahlen:

1.Vom 03.10 -12.10.2007 war ich nicht in meinen privaten Räumen. In diesem Zeitraum befand ich mich in Düsseldorf und hätte daher keine Internetverbindung zu Hause aufbauen können.


2.Kurz nach dem Wechsel der Pakete rief ich aufgrund eines unguten Gefühls den technischen Kundendienst an. Der zuständige Bearbeiter zteilte mir mit, dass mit enem Router eine Dauerinternetverbindung hergestellt werde und riet mir, den Router nicht eingeschaltet zu lassen, damit keine Dauerinternetverbindung zum Internet stehen kann.
Seinem Hinweis ging ich nach und zog den Stecker vom Router heraus. Lediglich bei Internetnutzung stellte ich wieder die Verbindung her.
Wenn dennoch innerhalb dieser kurzen Zeitpanne (vom Auftragswechsel bis zum Anruf beim technischen Kundendienst) eine so hohe Rechnung zu stande gekommen ist, so kann ich dazu nur Folgendes sagen:
Beim Wechsel, der telefonisch stattgefunden hat, wurde ich nicht gründlich beraten. Die zuständige Person wies mich nicht darauf hin, dass mit einem Router, der angeschlossen ist, eine Dauerinternetverbindung hergestellt wird.

Fast täglich führte ich nach Erhalt der Rechnung Telefonate mit unterschiedlichen Mitarbeitern des Anbieters. Doch ich wurde von einem Mitarbeiter zum nächsten verwiesen. Der telefonische Service ließ sehr zu Wünschen übrig.

Schließlich wurde mir in einem Telefongespräch versichert, dass dieses Missverständnis spätestens bis zum 08.11.2007 geklärt werde.
Dieser versprach, dass im Wege der Kulanz mir selbstverständlich der Betrag erlassen werde, da keine ordentliche Beratung beim Produktwechsel stattgefunden hat.

Doch dann kam ein Schreiben,in dem mir mitgeteilt wurde, dass Sie bereit seien ,mir lediglich einen Betrag über 100 Euro auf meine nächste Rechnung gutzuschreiben. ich war mit dieser „Endlösung“ nicht einverstanden , da der Rechnungsbetrag -im wahrsten Wortsinne- nicht selbstverschuldet ist.


In den schriftlichen Antworten auf meine Reklamation wurde lediglich darauf hingewiesen, dass die ermittelten Verbindungsdaten korrekt seien. Ich forderte daraufhin konkrete Daten über meine vermeintliche Internetnutzung in dem Umfang, der mir unterstellt wird.

Bis heute ist nichts eingegangen.
Was kann ich tun?
Kann ich mich überhaupt aufgrund mangelnder Beratung weigern , den Betrag zu zahlen?

Danke im voraus
 
Bezahlen, es gibt keinen Grund nicht zu bezahlen - so einfach ist das.
 
ich würde sagen ein ganz klarer fall von "selbst schuld", bei verträgen liest man die agb und informiert sich VORHER darüber was man unterschreibt. ich finde das entgegenkommen des unternehmens schon recht freundlich, sie müssten dir überhaupt nicht entgegenkommen ;>
 
woher soll ich denn als Laie wissen, dass ein Router eine dauerinternetverbindung herstellt. Und dass dies geschieht , steht in der abg doch gar nicht. Gibt es nicht so etwas , wie die Beratungspflicht?
Unterschrieben habe ich doch nichts...der Vertrag wurde telefonisch abgeschlossen.

gruß
 
naja, ob du unterschrieben hast, oder "nur" mündlich zugestimmt hast, spielt überhaupt keine rolle...
 
wieso nimmt man heutzutage überhaupt noch keine flat? ist doch max. genausoteuer selbst bei wenig umsatz aber da haste deinen festen betrag und gut ist, wieviel hättest den gesparrt im vergleich zur flat?
 
sulsen schrieb:
woher soll ich denn als Laie wissen, dass ein Router eine dauerinternetverbindung herstellt. Und dass dies geschieht , steht in der abg doch gar nicht. Gibt es nicht so etwas , wie die Beratungspflicht?
gruß

Weiß zwar nicht, ob man nicht anders rauskommen könnte, dies ist jedenfalls kein Grund.

Unwissenheit hat noch nie vor Strafe geschützt.

Man könnte schließlich bei allem behaupten, man habe nicht gewußt, was für Folgen einen erwarten können...
 
ach übrigens...gerade rief mich ein Mitarbeiter des Anbieters an und teilte mir mit, dass sämtliche Internetkosten erstattet werden...
klappt ja doch :o)
 
woher soll ich denn als Laie wissen, dass ein Router eine dauerinternetverbindung herstellt

Unwissenheit schützt vor "Strafe" nicht.
Informieren bevor man sich soetwas zulegt.
Bei einem Auto informierst du dich doch auch über den Spritverbrauch, bevor du es kaufst, oder ?
 
Hm, die sache ist verzwickt.
Dem techniker kannst du schon mal keinen Vorwurf machen, der hat richtig gehandelt. Interessant ist, wie du den tarifwechsel vollzogen hast. warst du in einem geschäft, hast die Situation geschildert mit dem Router? das hilft jetzt zwar juristisch nicht, kann aber eine gewisse Kulanz ermöglichen. Weißt du noch, wie alle Mitarbeiter die du gesprochen hast mit Namen hießen? dann verweise auf Sie!

Davon ab:
1: War gestern auch bei der T-Com. Wenn du da nicht 100% weißt was du willst, biste echt verloren. Deshalb habe ich mich vorher im Netz schlaugemacht.
2. kann ein Router nicht auch trennen, ich glaube doch schon, sonst bin ich hier aber gewaltig auf dem Holzweg...
3. Juristisch bist du def. in der schlechteren Position. Zwar hat die Beratung nur unzureichend stattgefunden, dass musst du aber beweisen! Und es hätte dir am PC auffallen können, das eine dauerhafte Verbindung besteht.
4. hast du mal in das Handbuch des Routers geguckt? da steht normalerweise doch drin, das erhöhte Kosten entstehen, wenn eine permanente verbindung gewählt wird.


Viel Glück
 
Unkenntnis schützt nicht vor den Rechtsfolgen!

In deinem Fall wirst du kaum Chancen haben der Faktura auszuweichen.


Edit*
Sicherlich kann ein Router auch die Verbindung trennen. Ich habe beispielsweise eingestellt, dass eine Verbindung nach 15 ungenutzten Minuten automatisch getrennt wird.
 
Ui Ui, so hart es sein mag, es gibt keinen Grund nicht zu bezahlen. Es gibt mit Sicherheit eine Anleitung für Deinen Router mit deren Hilfe du überprüfen hättest können, welche Einstellungen zu Grunde liegen. Desweiteren ist es schon ziemlich bescheuert (meine es nicht persönlich) einen Tarif zu nehmen bei dem man keine Flat hat. Für diesen Rechnungsbetrag hättest Du ein Jahr unbegrenz surfen können.

Nimm die 100 EUR an, finde ich schon sehr kulant und lerne aus diesem Fehler bzw. machen einen Tarifupgrade sofern möglich auf einen Flattarif.

Deinem Provider kann man keine Vorwürfe machen. Zumal mündliche Verträge am Telefon (noch) rechtsgültig sind.

Edit: Glück gehabt, das Du es erstattet bekommst, obwohl es eigentlich Dein Fehler war.
 
Naja das ein Router in den Standarteinstellungen eine Dauerhafte Verbindung aufbaut wäre mir neu normalerweise regieren die auf Pakete die ins Internet gerichtet sind und wählen sich dann erst ein und nach ner Zeit Nichtnutzung wieder aus.
 
sulsen schrieb:
Kann ich mich überhaupt aufgrund mangelnder Beratung weigern , den Betrag zu zahlen?
Natürlich kannst du dich weigern, aber nur bis dass gerichtlich angeordnet wird, dass dir das Geld vom Gehalt abgezogen wird.
Und im Vertrag ist sicher nicht gestanden, dass sie dich über Router und ihre Konfiguration beraten müssen.
 
@ xxxx

das hängt vom Router ab.

Meiner steht auch auf "Dauerverbindung". Selbst wenn ich nach 3 Wochen aus dem Urlaub wieder komme, ist der Router immer noch ON.


@ sulsen

beschäftige dich mit dem Handbuch und deinem Router, denn sonst wird dich bei der nächsten Rechnung wohl wieder "der Schlag treffen" - und du heulst rum.

Was ist, wenn du dir ein Auto, PC, TV, Fifi-Anlage, Waschmaschine kaufst, du liest kein Handbuch ... bzw. beschäftigst dich nicht mit "der Ware"?
 
Normalerweise trennt der Router jede 15 min bei inaktivität die Verbindung, auch bei Dauerverbindung.

Das würde heissen, dass bei wiedereinwahl durch die Dauerverbindung weitere Kosten entstehen, wenn man keine Flatrate hat.

Was mich wundert: warum der Technicker Dauerverbindung eingestellt hat. Standardweise ist sie ausgeschaltet
 
Das stimmt ja nunmal gar net, dann würd meine IP zichmal am Tag sich ändern
 
@ olympiakos

da muss ich 'Drullo321' Recht geben - meine IP ändert sich genau nach 23:59:59 so lange hält der Router die Verbindung aufrecht und hält sofort nach Neuzuteilung der neuen IP auch die Verbindung wieder aufrecht, in dem er alle paar Min nen paar Pakete an den Provider schickt.

Kann ich auch sehr gut im Protokoll verfolgen :)
 
Zumindest bei AVM und Telekom Routern ist generell ein Verbindungstimeout von 3 Minuten ab Werk eingestellt, für eine Dauerverbindung muß man also explizid die Voreinstellung absichtlich ändern. Wenn es eines dieser Geräte ist, hat der Techniker die Dauerverbindung eingeschaltet, offensichtlich, ohne Dein Einverständnis einzuholen. Ich weiß nicht, wie so etwas deutschlandweit und bei verschiedenen Firmen gehandhabt wird, aber da, wo ich arbeite, ist so etwas strikt untersagt. Im Gegenteil selbst bei Kunden mit Flatrate frage ich immer, ob der Kunde einverstanden ist, wenn ich den Timeout auf 10 Minuten stelle, nach meiner Erfahrung der beste Kompromiß. Denn was nicht unnötig online ist, kann nicht angegriffen werden, wechselt der Kunde mal zu einem Zeittarif, können ihm keine übermäßigen Unannehmlichkeiten entstehen. Man kann nun einmal nicht davon ausgehen, daß jeder Kunde technisch versiert ist, dann brauchte er keinen Installationsservice.
 
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