Zukunftsmöglichkeiten für einen Freund (Umschuldung; Ausbildung; Abendschule?)

t4mm3r

Lt. Commander
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Hallo Leute,

zur Zeit beschäftigt mich eine Sorge, und zwar die Zukunftsmöglichkeiten eines guten Freundes.
Er ist 27 Jahre alt und arbeitet zur Zeit in Vollzeit als Maschinenbediener (3 Schichtig)
Er hat nur Hauptschule und Wirtschaftsschule 2003/2004 abgebrochen, seit her schlägt er sich durch Jobs mal da mal da.
Ausbildung hat er leider noch keine bekommen, letztes Jahr 2-3 Vorstellungsgespräche gehabt.
Er hat leider auch gewisse Lücken im Lebenslauf zB von 2008 bis 2010 arbeitslos gewesen.
Seit April 2011 arbeitet er wie gesagt in Vollzeit.

Jetzt hat er mich gebeten ob ich nicht helfen könnte was er in der Zukunft machen könnte.
Eine Umschulung als Industriemechaniker würde zB im August losgehen, aber bräuchte diesen Bildungsschein damit die Kosten übernommen werden.
Oder soll er eine Abendschule besuchen um seine Schuldbildung zuerhöhen? Er hat die Wirtschaftsschule leider im 2ten Jahr geschmissen (Todesfall in der Familie seit dem gings Berg ab sagte er)

Ausbildung meinte er das er gerne was in der Telekommunikation machen würde sowas wie zB Telekom Techniker mit messen und prüfen.
Die Vorstellungsgespräche die er hatte, warem im Metallbereich (Chirguie & Zerspannungsmechaniker), wurde aber nie genommen.

Was für Möglichkeiten hätte er wenn er zB wirklich Telekommunaktion machen will, so eine Umschulung bietet die BBT hier im Raum Bodensee ja leider nicht an.
Und einen Ausbildungsplatz in dem Bereich mit Hauptschule ist eh sogut wie nicht machbar.

Ich hoffe Ihr könnt mir paar Anregungen geben, den das was ich bisher angeschaut habe, ist immer fraglich ob die Agentur für Arbeit das für Ihn übernehmen konnte.

Achja und er sagte das die Termine mit dem Jobcenter nie gut verliefen, das letzte mal boten Sie ihm an, am Hartz4 Seminar teilzunehmen.

Grüße
 
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Seit April 2011 arbeitet er wie gesagt in Vollzeit.

Bei welchem Arbeitgeber? Kann er da nicht evtl. anfragen, was er machen könnte um weiter zu kommen? Vielleicht bezahlen sie ihm das dann, und nach nem Jahr kann man dann mit ner Lohnerhöhung kommen.
Würde er denn in der Zeit weiter arbeiten? Es sind nicht alle Menschen gleich belastbar. Schulabschluss nachholen geht sicher auch per Fernkurs. Nur wäre eben auch wichtig zu wissen ob er dazu denn in der Lage ist oder nicht.

Telekom-Techniker ist auch kein Beruf. Dafür bräuchte wahrscheinlich eine Elektroausbildung bzw. die Möglichkeit bis 1000V arbeiten zu dürfen.
 
Das ist doch ne Ausbildung bei der Telekom. IT Systemelektroniker oder sowas in der Richtung.

Als Eletriker der nie was in dem Bereich gemacht hat düfrte man da schwer reinkommen.
 
In dem Fall wäre die Umschulung wohl das Sinnvollste. In Sachen Bildungsfinanzierung kannst du dich ja mal bei lokalen Banken oder der L-Bank umsehen (müsste bei euch zuständig sein). Bei uns gibt es einen sogenannten "Weiterbildungsscheck", der die anfallenden Kosten zu fast 100% übernehmen kann.
 
Man sollte trotz dem Wunsch nach einer Veränderung realistisch sein und nicht verkennen, dass dein Kumpel mit seiner aktuellen Bilanz bestenfalls dritte Wahl auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt ist. Wer so wenig zielstrebig an seiner beruflichen Laufbahn gearbeitet hat, der wird sich in der Wahrnehmung der Arbeitgeber auch nur noch sehr schwer dort unten herausarbeiten können. Der einzige Weg ist im Grunde wirklich über Fortbildungen oder idealerweise einer Berufsausbildung. Es ist allerdings zu bezweifeln, dass ihm dazu das Durchhaltevermögen fehlt. Warum man beispielsweise wegen einem Todesfall eine Ausbildung abbricht, will mir nämlich nicht klar werden. Wenn das mal kein vorgeschobener Grund für Bequemlichkeit war.

Wie auch immer, die Situation ist, wie sie ist. Mit 27 ist es jedenfalls noch nicht zu spät für eine Ausbildung. Allerdings darf er nicht wählerisch sein, da er von den meisten Ausbildungen wohl ausgeschlossen bleiben dürfte. Es existieren aber Berufsbilder, in die man selbst mit einem verheerenden Lebenslauf recht gut einsteigen. Es gibt beispielweise im Bereich der Altenpflege eine gestaffelte Ausbildung. Als unkomplizierten Einstieg in diese Berufszweig gibt es die niedrigschwellig angesetzte Qualifikation zum Altenpflegehelfer, mit der eine Zielgruppe anvisiert wird, der auch dein Kumpel zugeordnet werden kann. Dieser Abschluss lässt sich durch Fortsetzung der Ausbildung zum examinierten Altenpfleger ausbauen. Aufgrund der demographischen Entwicklung liegt ein hoher Bedarf an entsprechend qualifzierten Arbeitnehmern vor. Somit hätte man sicherlich auch mit sehr schlechten Voraussetzungen eine gute Möglichkeit, sich ein berufliches Standbein zu erschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum man beispielsweise wegen einem Todesfall eine Ausbildung abbricht, will mir nämlich nicht klar werden. Wenn das mal kein vorgeschobener Grund für Bequemlichkeit war.

Naja es ist halt von Mensch zu Mensch unterschiedlich wie lange man braucht um einen Todesfall zu verarbeiten. Von dem Wiedereinstieg erstgarnciht zu sprechen....


@TE

Wäre es ansonsten möglich, dass er seinen Suchradius erhöht?
 
Aber für die Altenpflege muss man "geschaffen" sein. Diesen Beruf zu ergreifen nur wegen der guten Chancen, führt zu nix gutem.

Es ist nich jeder für diesen Beruf geeigent das ist wie bei allen anderen Berufen.
 
Danke für euere Beiträge

Mein Kumpel hatte schon ein Einblick in die Altenpflege, er hat Zivildienst in einem Altenheim geleistet. Nunja er sagte mir das er sich das mit seinem Charakter nicht vorstellen könnte Altenpfleger zu werden.
Wie schon erwähnt hat ihn der Todesfall extrem verändert (Zwillingsschwester die eine riesen Rolle in seinem Leben hatte, ob Lebensqualität ob Sprechpartner oder Spaßige Sachen am Leben)

Die beste Lösung meine Meinung wäre natürlich das er wieder so eine Bezugsperson findet, um sich selbst wieder zu finden. Aber hier geht es auch nicht um die Therapiemöglichkeiten, von denen ich nicht viel halte :)

@Exar_Kun da gebe ich dir Recht, mir war das schon vorher bewusst das es extrem schwierig wird, einen sehr guten Arbeitgeber zu finden der in allen Dingen TOP ausgestattet ist.

@trabifant warum muss er eine Bank aufsuchen für Föderungsmöglichkeiten? Dachte das die Agentur für Arbeit dafür zuständig ist? Wo sollte er am besten Nachfragen? Ich selbst würde einen Beratungstermin bei der Agentur vereinbaren, nur wüsste ich nicht wer für Ihn zuständigt ist, der Jobcenter?

@spacepilot11 Weißt du ob die Telekomtechniker sich bei der IT Systemelektronier Ausbildung speziell schulen mussten, um später selbstständig praktische Arbeiten ausführen zu können?

@Onkelhitman sein momentaner Arbeitgeber stellt Sicherheitsgurte/Schienen für die Automobilbranche her, auch was mit Flugzeugen genaueres weiß ich nicht. Er sagte mir das sein Betriebsleiter nur kaufmännische Ausbildungen anbietet, wie zB Industriekaufmann etc auch Bachelor Studium etc. Daran hat er keine Interesse, obwohl er 2 Jahre eine Kaufmännische Schule besuchte.

@Airbag Was meinst du mit Suchradius? Er will aufjedenfall eine Ausbildung durchhalten, das damals mit der Schule könnte er sich heute nicht vorstellen, er hat heute mehr Motivation als früher, trotzdem möchte er eine Richtung gehen mit der er Spaß haben könnte. Als Bäcker oder auf dem Bau wäre auch eine Option, doch ich finde er ist technisch begabt (repariert Laptops, PCs, oder andere Dinge im Haushalt) aber auch Informatik (Hardware) intressiert Ihn sehr, aber mit seinem jetztigen Schulabschluss hat er 0% Chancen sich da zu behaupten. Er hat nur die Grundkenntnisse die jeder heute in paar Monaten sich erlernen könnte zB im Bereich Computerhardware.
 
Schau's dir einfach mal an: http://www.l-bank.de/lbank/inhalt/nav/privatpersonen/bildung/index.nav?ceid=100382

Ich arbeite selbst bei einer Förderbank und rate dir aus eigener Erfahrung, dort als erstes zu fragen. Als ich arbeitslos war, habe ich in Sachen Weiterbildung auch beim Arbeitsamt nachgefragt und nur negative Antworten bekommen. Kümmer' dich selbst darum! Im Regelfall gibt es in den Banken ein Callcenter mit kompetenten Ansprechpartnern, die dich auch entsprechend beraten.

Beim Arbeitsamt wäre sein Betreuer zuständig oder eben einfach mal bei eurer lokalen Agentur vorbei gehen.
 
ja habe es mir angeschaut, nur selbst finde ich keine guten Informationen zur Förderung :)

was meinst du mit lokalen Agentur?

schade das die anderen nichts mehr schreiben
 
da war doch was vor Kurzem in den Nachrichten irgendwas für leute bis 34Jahren ohne Ausbildung. Hat jemand genauere Infos?
 
muzaffe in welchen Nachrichten meinste? Evtl könnte ich da was finden
 
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