Vibe-Coding: Eigene Android-Apps landen in privater Play-Store-Bibliothek

Frank Hüber
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Vibe-Coding: Eigene Android-Apps landen in privater Play-Store-Bibliothek
Bild: Google

Google ermöglicht es, selbst erstellte Android-Apps aus Google AI Studio privat über den Play Store zu veröffentlichen. Dafür ist kein Entwicklerkonto mehr erforderlich und Google prüft diese persönlichen Apps auch nicht. Eine Funktion zum Teilen mit Freunden und Familie soll in den kommenden Monaten folgen.

Eigene Apps in einer persönlichen Bibliothek

Die privat veröffentlichten Apps erscheinen in einem neuen Bereich namens „Your personal library“. So lassen sich Vibe-Coding-Apps auf Android-Geräten installieren, ohne sie öffentlich im Play Store anzubieten und sie einer Prüfung durch Google unterziehen zu müssen, die einige Tage dauern kann. Google führt die Funktion derzeit in ausgewählten Märkten ein, unter anderem den USA. In welchen weiteren Ländern genau sie wann verfügbar sein soll, verrät Google nicht. Für Deutschland fehlt eine entsprechende Ankündigung demnach aktuell noch. Laut Blogpost ist sie für Nutzer ab 18 Jahren vorgesehen.

Vibe-Coding ermöglicht es, Apps mit vergleichsweise geringem Aufwand und teils innerhalb weniger Minuten zu erstellen. Da die Hürden für die App-Entwicklung durch KI-generierte Apps sinken, wächst die Zahl der Einreichungen im Play Store und so auch der Aufwand für Google. Da viele Apps zudem gebaut werden, um ganz persönliche Anwendungsfälle zu lösen, reagiert Google nun auf diesen Trend und führt eine persönliche Bibliothek im Play Store ein, für die man kein Entwickler sein muss.

Sideloading wird schwieriger

Bisher konnte man den Play Store umgehen, indem man lediglich eine APK-Datei erstellt und diese per Sideloading auf das Android-Smartphone oder -Tablet kopiert und installiert. Google verschärft allerdings die Regeln für das Sideloading nach und nach, so dass dies künftig nicht mehr so einfach möglich sein könnte. Zudem lassen sich neue Version auf mehreren Geräten nur umständlich aktualisieren, vor allem, wenn man die App mit anderen geteilt hat.

Das Teilen der App folgt später

Die Funktion, eigene Apps mit Freunden und Familien über den Play Store zuteilen, möchte Google später hinzufügen. Mit wie vielen Personen das Teilen dann möglich sein soll und ob weitere Einschränkungen gelten, hat Google noch nicht angekündigt.

Für eine Veröffentlichung im Play Store war bislang ein Google-Play-Entwicklerkonto mit einer Registrierungsgebühr von 25 US-Dollar nötig. Es soll jederzeit problemlos möglich sein, auf ein Entwicklerkonto zu wechseln und private Apps dann dem Prüfprozess zu unterziehen und im Play Store zu veröffentlichen.

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