CES 2026

Nvidia DLSS 4.5: MFG 6×, dynamisches MFG und besseres Super Resolution

Update Wolfgang Andermahr
345 Kommentare
Nvidia DLSS 4.5: MFG 6×, dynamisches MFG und besseres Super Resolution
Bild: Nvidia

Nvidia hat auf der CES ein Update für DLSS angekündigt. DLSS 4.5 verbessert die zwei wichtigsten Komponenten: Super Resolution soll nochmal schöner werden und Multi Frame Generation wird nun mit bis zu „6ד anstatt „4ד unterstützt, die maximale Anzahl an künstlichen Bilder also von drei auf deren fünf erhöht.

DLSS 4.5: das ist neu

2. Generation Transformer Modell

Nvidia hat für DLSS 4.5 das Transformer-AI-Modell überarbeitet und spricht nun von der „zweiten Generation“. Ermöglicht wird dies durch ein besseres Training mit mehr Daten sowie weiteren Analysen von Problemstellen des bisherigen DLSS-4-Netzwerkes. Darüber hinaus soll das neue Netzwerk besser die aktuelle Situation auf dem Bildschirm verstehen, was ebenso Fehler reduzieren soll.

DLSS 4.5 Super Resolution soll im Vergleich zu DLSS 4 SR eine bessere temporale Stabilität aufweisen, mit weniger Ghosting zu kämpfen haben und generell eine bessere Kantenglättung bieten. Unverändert geblieben ist das Datenformat, auch das neue Transformer-Netzwerk nutzt nach wie vor FP8. Entsprechend läuft DLSS 4.5 SR auf sämtlichen GeForce-RTX-Grafikkarten, auf Lovelace und Blackwell dann mit nativem FP8, was gegenüber den älteren Architekturen Turing sowie Ampere einen Performancevorteil bedeutet. Letztere beiden bieten nur eine FP16-Beschleunigung. Ob das neue DLSS 4.5 mehr oder gleich viel Leistung kostet wie das bisherige DLSS 4, bleibt noch offen.

Nvidia DLSS 4.5 Super Resolution
Nvidia DLSS 4.5 Super Resolution (Bild: Nvidia)

Preset M ist der neue Standard-Modus

Wie gewohnt versteckt sich das neue Transformer-Modell bei Nvidia wieder hinter einzelnen DLSS-Presets, die sich in der Nvidia-App oder mit externen Tools umstellen lassen. DLSS 4 (Transformer 1) wird bei den Presets „J“ und „K“ genutzt, DLSS 4.5 (Transformer 2) dagegen bei den Presets „L“ und „M“. Modell M ist der Standard-Modus, der laut Nvidia mit allen DLSS-SR-Modi gut zusammenarbeiten soll. Modell L ist hingegen explizit für DLSS SR Ultra Performance in Ultra HD gedacht und sollte nicht mit DLAA, DLSS Quality, DLSS Balanced und DLSS Performance genutzt werden.

GIF Nvidia DLSS 4.5 in Aktion

Per Nvidia-App direkt nutzbar

DLSS 4.5 lässt sich mittels DLSS Override in der Nvidia-App einstellen, solange die Funktion von einem Spiel unterstützt wird und der richtig Treiber installiert worden ist. Unterstützung für den Override ist bei sämtlichen nativen DLSS-4-Spielen, mittlerweile jedoch auch bei den meisten DLSS-3-Titeln der Fall. Laut Nvidia lassen sich mehr als 400 Spiele auf DLSS 4.5 erweitern.

Darüber hinaus stellt Nvidia ab sofort das DLSS-4.5-SDK zur Verfügung, wodurch Entwickler DLSS 4.5 Super Resolution ab sofort nativ in das eigene Spiel einbauen können und damit kein Umweg über die Nvidia-App oder andere externe Tools notwendig sein wird.

Nvidia DLSS 4.5 per Nvidia-App
Nvidia DLSS 4.5 per Nvidia-App (Bild: Nvidia)

DLSS Multi Frame Generation 6×

Den nächsten, logischen Schritt geht Nvidia bei Frame Generation, auch wenn ihn viele eventuell erst mit der nächsten RTX-Generation erwartet haben.

Fünf statt drei Zwischenbilder

Multi Frame Generation unterstützt exklusiv auf RTX 5000 aktuell den Modus „4ד, einem gerenderten Bild folgen also 3 per AI-Algorithmus erzeugte künstliche Bilder, um das Bewegtbild auf dem Monitor flüssiger darzustellen. DLSS 4.5 erweitert dies nun auf RTX 5000 auf MFG 6×: Einem gerenderten Frame folgen entsprechend gleich fünf künstliche Bilder.

Angenommen, die Render-Framerate beträgt 60 FPS, stellt DLSS FG 2× entsprechend 120 FPS dar, DLSS MFG 3× 180 FPS, 4× 240 FPS, 5× 300 FPS und 6× 360 FPS.

Ein theoretisches Beispiel
Basis (vor (M)FG) MFG 2× (FG) MFG 3× MFG 4× MFG 5× MFG 6×
60 FPS 120 FPS 180 FPS 240 FPS 300 FPS 360 FPS

Nvidia bewirbt DLSS MFG 6× mit 4K240-Gaming von Pathtracing-Spielen, was potenziell jedoch kritisch sein könnte. In dem Fall würde die Render-Framerate nur bei 40 FPS liegen, was in vielen Fällen eine indirekte Steuerung zur Folge haben kann. Ob Nvidias genanntes Szenario wirklich sinnvoll ist, wird sich also erst noch zeigen müssen.

Mehr Bilder, bessere Bildqualität und besseres Frame Pacing

Nvidia nennt für Frame Generation eine bessere Bildqualität, die aber nicht nur durch Verbesserungen bei den künstlichen Bildern an sich stammen soll, sondern auch durch die verbesserte Bildqualität von Super Resolution. Dadurch sind die Input-Bilder für die Frame Generation besser, entsprechend profitieren davon auch die künstlichen Bilder. Was ebenso mit DLSS 4.5 besser geworden sein soll, ist das Frame Pacing. Genauere Details dazu nennt Nvidia jedoch nicht.

Dynamic MFG visiert eine Ziel-Framerate an

Mit DLSS 4.5 erhält Multi Frame Generation einen neuen Modus: „Dynamic FG“. Dynamische Frame Generation bedeutet nichts anderes, als dass der „MFG-Faktor“ variieren kann. Bei dem Modus wird eine Ziel-Framerate eingegeben und der MFG-Faktor entsprechend angepasst. Ein Beispiel: Reicht für 240 Bilder pro Sekunde DLSS MFG 3× aus, wird dieser Modus genutzt. Ist die Szene anspruchsvoller, wird für 240 FPS dann auf MFG 4×, MFG 5× oder MFG 6× hochgeschaltet. Dadurch soll es ermöglicht werden, dass die Framerate nicht unter die maximale Bildwiederholfrequenz des Monitors fällt.

Nvidia DLSS 4.5 Dynamic Frame Generation
Nvidia DLSS 4.5 Dynamic Frame Generation (Bild: Nvidia)
Nvidia DLSS 4.5 (Dynamic) Multi Frame Generation 6×
Nvidia DLSS 4.5 (Dynamic) Multi Frame Generation 6× (Bild: Nvidia)

Dynamisches Frame Generation ist konfigurierbar: Es lässt sich entweder schlicht die Bildwiederholfrequenz des Monitors als Ziel-Framerate konfigurieren oder ein selbst eingestellter FPS-Wert. Diese Einstellung wird in der Nvidia-App vorgenommen.

Termine und Kompatibilität

DLSS 4.5 Super Resolution wird mit dem nächsten Treiber-Update, das im Laufe des heutigen Tages erscheinen soll, unterstützt. DLSS 4.5 (Dynamic) Multi Frame Generation 6× wird dagegen nur angekündigt, das Feature soll später im Jahr folgen. Nvidia spricht von „Spring“, wobei nicht ganz klar ist, ob damit Frühjahr oder der Frühling gemeint ist. ComputerBase versucht dies so schnell wie möglich zu klären.

DLSS 4.5 Super Resolution ist wie bisher auf allen GeForce-RTX-Grafikkarten lauffähig, DLSS MFG 6× wie Multi Frame Generation generell dagegen nur auf Blackwell-Modellen der GeForce-RTX-5000-Serie. Aktuell arbeitet die Redaktion an einem Vergleich zwischen DLSS 4 und DLSS 4.5 Super Resolution, der in den kommenden Tagen erscheinen wird.

Kommentar des Autors

In den letzten Monaten hat AMD mit Redstone das Thema „Upsampling“ bestimmt, nun ist Nvidia wieder an der Reihe. Anscheinend will man den nach wie vor vorhandenen Vorsprung im Duell DLSS gegen FSR nicht kleiner werden lassen und verbessert die Technologie weiter. Sehr gut!

Da Super Resolution nach wie vor das Herzstück von DLSS und Basis für Frame Generation ist, ist jede weitere Verbesserung gerne gesehen, auch wenn bereits DLSS 4 sehr gute Ergebnisse erzielt.

DLSS MFG 6× mit fünf künstlichen Bildern ist dagegen ein sehr spezielles Werkzeug, aber auch dafür sind sinnvolle Einsatzszenarien denkbar. Spannend finde ich zudem den neuen Dynamic-Modus, der mir so viel Frame Generation gibt, wie ich gerade benötige. Wenn dies gut funktioniert, ist das eine sinnvolle Neuerung.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Nvidia unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

Update

Der erste Treiber, der Nvidia DLSS 4.5 Super Resolution mit der 2. Generation Transformer Model auf allen GeForce RTX freischaltet, ist mit dem Nvidia GeForce-Treiber 591.74 ab sofort verfügbar.

Downloads

  • Nvidia GeForce-Treiber Download

    4,2 Sterne

    Die GeForce-Treiber unterstützen sämtliche aktuellen Nvidia-Grafikkarten.

    • Version 591.74 Deutsch
    • Version 581.80 Deutsch
    • +2 weitere
📊 Intel, AMD oder Nvidia? Mach' jetzt noch mit bei unserer großen Jahresumfrage!
CES 2026 (6.–9. Januar 2026): Alle 104 News auf der Themenseite!
  • Nvidia G-Sync Pulsar: Die besonders „scharfen“ Monitore kommen jetzt wirklich
  • Sparsamer Phison E37T: PCIe-5.0-SSDs sollen mit diesem Chip günstiger werden
  • Neue Desktop-APUs: Ryzen AI 400 „G“ für den Sockel AM5 kommt Anfang Q2
  • +101 weitere News