Computex

PowerColor: Eyefinity 12, Hydra und Netzwerk

Wolfgang Andermahr
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Das taiwanische Unternehmen PowerColor ist seit der Geburt für den Verkauf von ATi-Grafikkarten bekannt. Dementsprechend ist der Hersteller auf der Computex vertreten und zeigt dort nicht weniger als sechs neue Grafikkarten, von denen einige bis jetzt noch nicht gesehene Features bieten.

Der Anfang macht die Radeon HD 5970 Eyefinity 12. Es handelt sich dabei um nichts anderes als eine Radeon HD 5970, die aber nicht nur standardmäßig mit sechs Mini-Display-Port-Anschlüssen ausgestattet ist. Es gibt zusätzlich auch eine weitere kleine Karte, die an den eigentlichen 3D-Beschleuniger angeschlossen wird. Und diese bietet sechs weitere Mini-DisplayPort-Anschlüssen, von denen es insgesamt also zwölf gibt. PowerColor sieht den Einsatzgebiet logischerweise eher weniger beim Spielen, sondern viel mehr im beruflichen Umfeld. Dementsprechend hoch ist auch der Preis: Um die 800 Euro werden es wahrscheinlich sein.

Die zweite im Bunde ist die Radeon HD 5770 Sniper. Als Basis dient eine normale Radeon HD 5770 mit den Referenztaktraten sowie einem 1.024 MB großen GDDR5-Speicher, allerdings wurde zusätzlich noch die „Killer2100“-Netzwerkkarte von Bigfoot Networks verbaut. Dementsprechend orientiert sich das Produkt auf einen Online-Spieler, der eine gute Reaktionszeit benötigt. Der Aufpreis gegenüber einer normalen Variante soll bei etwa 80 Euro liegen und damit wäre die Kombination etwas günstiger als die Summe der Einzelpreise.

PowerColor auf der Computex 2010

Die PowerColor Radeon HD 5770 Evolution hat dieselbe Basis als Unterbau, jedoch wird dort zusätzlich der Hydra-Chip von Lucid verbaut, der dieselbe Funktionalität hat wie derselbe Chip auf einem Mainboard. So ist mit dieser PowerColor-Karte Multi-GPU abseits von CrossFire und SLI möglich, dasselbe gilt für einen Mischbetrieb zwischen einer ATi- und einer Nvidia-Karte. Da die Lucid-Treiber aber noch nicht so weit sind wie der Hersteller es gerne hätte, wird das Produkt noch zurück gehalten.

Bei der Radeon HD 5770 Low-Profile ist der Name Programm. Es handelt sich schlicht und ergreifend um eine Low-Profile-Version, die aber weiterhin mit einem Dual-Slot-Kühler daher kommt. Während der Chiptakt mit den normalen 850 MHz daher kommt, taktet der 1.024 MB große GDDR5-Speicher mit 2.450 MHz minimal schneller als normal.

Und damit noch nicht genug: Mit der Radeon HD 5770 Single-Slot bringt der Boardpartner eine weitere Grafikkarte desselben Typs auf den Markt, die anstatt einem Dual-Slot- nur noch einen Single-Slot-Kühler trägt. Der Chiptakt wurde dabei um 25 MHz auf 875 MHz erhöht, der Speichertakt von 2.400 MHz auf 2.450 MHz.

Als letzte im Bunde sticht noch eine überarbeitet Version der wassergekühlten Radeon HD 5870 LCS heraus. Bei dem Produkt wurde nach eigenen Angaben der Kühler verbessert, genauso das PCB. Beides soll zur Folge haben, dass höhere Spannungen und somit höhere Taktraten erzielt werden können.

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