CES 2026

Nvidia G-Sync Pulsar: Die besonders „scharfen“ Monitore kommen jetzt wirklich

Update 2 Michael Günsch
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Nvidia G-Sync Pulsar: Die besonders „scharfen“ Monitore kommen jetzt wirklich
Bild: Nvidia

Mit reichlich Verspätung erscheinen erst dieses Jahr die ersten Monitore mit der Nvidia-Technik G-Sync Pulsar. Dank spezieller Backlight-Steuerung sollen die IPS-Displays bewegte Bilder deutlich schärfer und mit weniger Schlieren darstellen. Die ersten Monitore kommen von Acer, AOC, Asus und MSI. Noch ein Feature kommt hinzu.

G-Sync Pulsar kommt erst jetzt

Vor zwei Jahren hatte Nvidia G-Sync Pulsar erstmals als neues Feature für Monitore mit dediziertem G-Sync-Modul vorgestellt. Eigentlich sollten noch im Laufe von 2024 die ersten Geräte erhältlich sein, doch das wurde auch 2025 nichts. Erst jetzt, im Januar 2026 wird der offizielle Marktstart eingeläutet. Das Premieren-Quartett lautet wie folgt:

Nvidia G-Sync Pulsar
Nvidia G-Sync Pulsar (Bild: Nvidia)

Alle Modelle verfügen über ein IPS-Panel mit 2.560 × 1.440 Pixeln auf 27 Zoll Diagonale, das mit einer Bildwiederholrate von 360 Hz arbeitet. Das allein sorgt schon für flüssigere Bilder, doch G-Sync Pulsar soll die Bewegungsunschärfe soweit verbessern, dass die Darstellung effektiv einem Display mit über 1.000 Hz entspricht. Ein weiteres neues Feature, das im Rahmen der CES 2026 enthüllt wird, ist die G-Sync Ambient Adaptive Technology. Beide Funktionen werden in den folgenden Abschnitten kurz beschrieben.

Die Monitore sollen ab dem 7. Januar in den Handel gelangen und bei einem Preis von 599 US-Dollar starten. Unklar bleibt zunächst die regionale Verfügbarkeit.

So funktioniert G-Sync Pulsar

Ob „DyAc“ bei BenQ, „VRB“ bei Acer, „ELMB“ bei Asus oder „ULMB“ bei Nvidia – hinter diesen Namen verbirgt sich im Grunde dieselbe Technik, nämlich das sogenannte Backlight Strobing, auch als Black Frame Insertion (BFI) bekannt, eine im schnellen Wechsel an- und ausgeschaltete Hintergrundbeleuchtung von LCD-Monitoren, die für schärfere Bewegtbilder sorgt.

Nvidia G-Sync Pulsar
Nvidia G-Sync Pulsar (Bild: Nvidia)

Ein ähnliches Prinzip nutzt auch G-Sync Pulsar, allerdings ist von pulsierenden Streifen des Backlights bei seinem „rolling scan“ die Rede. Dieser „Pulse“ sorgt dafür, dass beim Übergang zwischen zwei Bildern (Scanout) nicht wie sonst ein Schatten vom vorherigen Bild stehen bleibt. Denn letzteres ist bei einem dauerhaft angeschalteten Backlight der Fall, weshalb LCD-Monitore schon immer unter Schlieren und Geisterbildern litten. Panels mit kurzen Reaktionszeiten und hoher Bildwiederholrate konnten diesen Effekt nur mindern. Mit G-Sync Pulsar soll das noch besser klappen.

Nvidia G-Sync Pulsar (Bild: Nvidia)

In einem Video wird die Technik genauer erklärt. Der Schlüssel sei der Einsatz einer höheren Frequenz für das Backlight-Strobing, sodass ein Flimmern nicht mehr sichtbar sei.

Ambient Adaptive Technology

Eine neue Idee ist Nvidias Ambient Adaptive Technology keinesfalls, denn laut der Beschreibung handelt es sich um einen Sensor, der das Umgebungslicht misst, wodurch per Software die Helligkeit des Monitors daran angepasst wird. Schon viele frühere Monitore besitzen nämlich einen solchen „Ambient Sensor“, der allerdings weniger bei Gaming-Monitoren zu finden war.

Nvidia G-Sync Ambient Adaptive Technology
Nvidia G-Sync Ambient Adaptive Technology (Bild: Nvidia)

Nvidia geht allerdings noch einen Schritt weiter und passt darüber nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Farbtemperatur automatisch an. Am hellen Tag nutzt der Monitor die maximale Helligkeit mit kaltweißen Farben. Bei Dunkelheit wird die Helligkeit deutlich reduziert und es kommen eher warmweiße Farben zum Einsatz.

Nvidia-App bekommt G-Sync-Menü

Die neuen G-Sync-Monitore werden auch in der Nvidia-App für GeForce-Grafikkarten gewürdigt. Dort soll bald mit dem „Project G-Assist“ ein Menü zur Steuerung einiger Monitor-Funktionen Einzug halten. Laut der Grafik lassen sich darüber G-Sync und Pulsar einzeln an- oder abschalten und auch die Bildwiederholrate einstellen. Zumindest ein Teil dieser Optionen dürfte aber auch über das jeweilige Monitormenü (OSD) bereitstehen.

Nvidia Project G-Assist
Nvidia Project G-Assist (Bild: Nvidia)
Update

Asus hat den ROG Strix XG27AQNGV noch einmal ausführlich vorgestellt und nennt einen UVP von 749,90 Euro bei Verfügbarkeit im laufenden Januar.

Update

Mit dem Februar 2026 soll der AGON PRO AG276QSG2 nur etwas später erscheinen, wie AOC heute mitgeteilt hat. Der UVP liegt bei 749,00 Euro.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Nvidia unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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