AMD-CPU-Marktanteil: Server-CPUs steigen auf über 35 Prozent Umsatzanteil

Volker Rißka
42 Kommentare
AMD-CPU-Marktanteil: Server-CPUs steigen auf über 35 Prozent Umsatzanteil
Bild: AMD

Mit einem Viertel aller ausgelieferten Server-CPUs erzielt AMD mit Epyc über 35 % der Umsätze, was heißt, dass vor allem die teureren Modelle sehr gut ankommen. Bei Notebook-Chips ist das noch andersherum, hier werden mehr Lösungen geliefert, der Umsatzanteil ist jedoch geringer. Noch zumindest.

Marktanteile für gewisse Produkte zu erheben, wird in der Regel oft einfach über den generierten Umsatz gemacht – was auch schnell für Schlagzeiten sorgen kann. Dies ist mitunter jedoch irreführend und AMD arbeitet zuletzt daran, es transparenter zu gestalten. Denn dann zeigt sich ein durchaus interessantes Bild, vor allem im Server-Bereich: hier gehen die Marktanteile nach Umsatz oder Stückzahl deutlich auseinander.

Teure Epycs verkaufen sich

Im Jahresvergleich ist AMDs Absatz bei Server-Prozessoren im letzten Quartal nur um 1,6 Prozentpunkte geklettert und steht nun bei 25,1 Prozent Marktanteil. Parallel dazu konnte AMD aber den Anteil an verkauften teureren Lösungen erhöhen, sodass sich der Umsatzanteil im Gesamtmarkt auf 35,5 Prozent erhöhte.

Und teure Ryzen im Desktop auch

Die zuletzt hohen Preise für neue Ryzen-Prozessoren im Desktop haben sich ebenfalls sehr positiv auf diese getrennte Statistik ausgewirkt. Vor einem Jahr lag der Umsatzanteil für Ryzen im Desktop nur bei 15,9 Prozent, im letzten Quartal des Jahres 2024 stieg dieser auf 27,3 Prozent an. Damit steht er nun nahezu gleichauf wie bei der Betrachtung des Marktanteils über Stückzahlen: 27,1 Prozent sind es hier, was einem Plus von geringen 0,9 Prozentpunkten entspricht. Der Wert ist auch rekordverdächtig, Intels Schwäche im Desktop zahlt sich für AMD zunehmend aus.

AMD-Analyse mit Daten von Mercury Research
AMD-Analyse mit Daten von Mercury Research (Bild: AMD)

Im Notebook geht es aufwärts, bleibt aber schwach

Im Notebook hat AMD nach wie vor den schwersten Stand, aber zuletzt mit Strix Point ein sehr gutes Produkt abgeliefert, was letztlich auch dieser Statistik hilft. Vor einem Jahr hatte AMD im Notebook nur einem Umsatzanteil von 15 Prozent, seit dem dritten Quartal ist er stetig weiter gestiegen und nun immerhin schon auf 21,6 Prozent geklettert. Damit ist aber noch nicht der Marktanteil gemessen nach Stückzahlen erreicht, anders gesagt: die Mitbewerber verkaufen im Durchschnitt immer noch die teureren Modelle. In diesem Jahr könnte AMD hier aber auch in Regionen kommen, bei denen zumindest wie im Desktop annähernd ein Patt erreicht wird.

Unterm Strich kann AMD die Schwäche von Intel im CPU-Segment stetig weiter nutzen. Das dürfte auch in diesem Jahr so bleiben und vermutlich noch für etwas mehr Anteile hier und da in Richtung AMD sorgen. Die Karten beider Hersteller liegen bekanntlich bereits auf dem Tisch und müssen nur noch ausgespielt werden.

Der große Leser-Blindtest Nativ vs. DLSS 4.5 vs. FSR AI – mach mit und wähle deine Favoriten!