CPU-Gerüchte: AMD Ryzen Olympic Ridge mit 6 bis 24 Kernen
Zuletzt hatte der treffsichere User „HXL“ alias @9550pro die mutmaßliche Größe eines Zen-6-Chiplets (CCD) der nächsten CPU-Generation von AMD genannt. Jetzt liefert er Hinweise auf die Modellpalette, die von 6 Kernen bei einem kastrierten Chiplet bis zu 24 Kernen mit zwei voll bestückten CCDs reichen soll.
Wie so oft kryptisch, aber im Kontext zu früheren Meldungen dann doch relativ eindeutig erscheint der neue Hinweis von „HXL“ auf X. Diese weisen darauf hin, dass die neue Generation AMD Ryzen, denen der Codename Olympic Ridge zugesprochen wird, in der Konfiguration mit nur einem Chiplet in Form von CPU-Modellen (SKUs) mit 6, 8, 10 und 12 Kernen erscheinen könnte. Dass bei Olympic Ridge die Zahl der Kerne von bisher 8 (Zen 5) auf 12 (Zen 6) steigt, gilt als nahezu gesichert. Bei den Einstiegsmodellen wären dementsprechend einige Kerne deaktiviert. So können auch teildefekte Dies noch Verwendung finden.
6 8 10 12
— HXL (@9550pro) February 19, 2026
8+8 10+10 12+12
In der Konfiguration mit zwei Chiplets seien nun 8 + 8 für 16 Kerne, 10 + 10 für 20 Kerne und 12 + 12 für das Maximum von 24 Kernen (und 48 Threads) zu erwarten. Bei Ryzen 9000 mit Zen 5 liegt das Maximum noch bei 16 Kernen (8 + 8), wie sie der Ryzen 9 9950X (Test) bietet.
Erst Ende Januar trafen aus der gleichen Quelle die ersten Hinweise auf die Chip-Fläche eines Zen-6-CCD für Olympic Ridge ein. Mit angeblich 76 mm² wären die 12 Zen-6-Kerne mitsamt 48 MB L3-Cache nur wenig größer als ein Zen-5-CCD mit 8 Kernen und 32 MB L3. Ergo soll es 50 Prozent mehr Kerne und L3-Cache auf nahezu gleicher Fläche geben. Der feinere Herstellungsprozess N2 vom Auftragsfertiger TSMC könnte das ermöglichen.
Ob die neue Serie den naheliegenden Namen Ryzen 10000 oder Ryzen 11000 (da zuletzt immer ungerade) tragen wird, bleibt abzuwarten. Gesichert ist aber, dass die neuen Prozessoren weiterhin im Sockel AM5 Platz nehmen werden. Es genügt voraussichtlich sogar ein BIOS-Update, um sie auf bestehenden Mainboards einzusetzen, denn Hersteller wie Asus, ASRock und MSI haben schon „Next Gen CPU Support“ versprochen.