Neue Desktop-APUs: Ryzen AI 400 „G“ für den Sockel AM5 kommt Anfang Q2
Strix Point alias Ryzen AI 300 aus Sommer 2024 wird als Ryzen AI 400 und nicht als „Ryzen 9000G“ doch noch für Desktop-PCs mit Sockel AM5 kommen. Zuletzt kamen die Notebook-Chips mit dem Zusatz „G“ in den Desktop, in diesem Jahr scheinen sie das Namensschema auf dem Notebook zu übernehmen – dort startet Ryzen AI 400 in Kürze.
Strix Point kommt doch noch in den Sockel AM5
Ryzen 9000G, wie in der Gerüchteküche vorab kolportiert, würde der Strix-Point-APU aber auch inhaltlich nicht mehr gerecht werden, denn mit Ryzen 9000 für den Desktop-PC hat sie eigentlich nur die Zen-5-Kerne gemein: Ryzen 9000 bietet hingegen noch RDNA-2-Grafik und keine NPU, während Gorgon Point alias Ryzen AI 400 RDNA-3.5-CUs und eine NPU auffährt und damit Copilot+-Status inne hat. Ryzen 8000G mit RDNA-3-Grafik und NPU war dieser Status noch verwehrt, denn die NPU war zu langsam.
Weil Intel im Desktop bisher auch nur eine zu schwache NPU zu bieten hat, stellt Ryzen AI 400 im Sockel AM5 damit in der Tat auch Anfang 2026 noch den ersten Desktop-Copilot+-Prozessor dar, so wie ihn AMD auch bewirbt. Möglich, dass die Desktop-Modelle am Ende trotzdem den Zusatz „G“ erhalten – beispielsweise Ryzen AI G 470 oder ähnlich.
Bisher nur ein einziges Bild
Details verraten wollte AMD zum Auftakt der CES in der Keynote allerdings noch nicht, nur ein AM5-Prozessor-Package mit der Aufschrift „Ryzen AI 400“ wurde gezeigt. Eventuell gibt es im Laufe der Messe noch etwas mehr zu erfahren. So oder so werden sich Anhänger der „G-Serie“ daran gewöhnen müssen, dass die Desktop-Version der APU nicht mehr zum Namensschema der reinen Desktop-CPUs passt.
AMD bestätigte auf Nachfrage gegenüber ComputerBase auf der CES 2026 in Las Vegas, dass die Lösungen für den Sockel AM5 zu Beginn des zweiten Quartals erscheinen sollen. Aktuell sei letzter Feinschliff zusammen mit Microsoft nötig, damit auch die beworbenen AI-Features mit Copilot+ wie gewünscht zur Verfügung stehen. Technische Details oder einen konkreten Namen gab es nicht, AMD bestätigt aber, dass die 60 TOPS für die NPU auch dort zur Verfügung stehen werden.
Im Rahmen der Lenovo-Keynote stellte AMD die Ryzen AI 400 auch als Pro-Serie in gesockelter Form in Aussicht. Das könnte sogar die präferierte Zielgruppe darstellen, Copilot+ lässt sich im Geschäftsumfeld am besten vermarkten, so kann die Lücke zu Notebooks mit gleichen Chips und Fähigkeiten in Unternehmen geschlossen werden.
Our own Lisa Su on stage of Lenovo Tech World pic.twitter.com/JkEkqyt79j
— Saša Marinković (@SasaMarinkovic) January 7, 2026
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