OpenAI-Finanzierung: Nvidia gibt wohl „nur“ 30 statt 100 Mrd. US-Dollar

Volker Rißka
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OpenAI-Finanzierung: Nvidia gibt wohl „nur“ 30 statt 100 Mrd. US-Dollar
Bild: Nvidia

Laut Medienberichten hat Nvidia die Absichtserklärung einer 100-Mrd.-USD-Finanzierung für OpenAI deutlich zurückgeschraubt. Nun sollen es nur noch 30 Milliarden US-Dollar sein, allerdings in Anteilen/Aktien. Aber das ist noch gar nicht die ganze Geschichte.

100 Mrd. USD schon länger vom Tisch?

Denn wie The Financial Times und andere US-Medien berichten, soll Nvidia in den letzten Monaten bereits soweit zurückgerudert sein, dass der Konzern inzwischen behauptete, es habe die im September 2025 bekanntgewordene Vereinbarung über diese hohe Summe gar nicht gegeben.

Schon im Januar schrieb das Wall Street Journal vor diesem Hintergrund, der Deal liege auf Eis, nun wird deutlicher, dass aus dem damaligen „letter of Intend“ oder auch „memorandum of understanding“ (MOU) wohl nie eine finale Übereinkunft gewachsen ist.

30 Mrd. USD sollen jetzt konkret werden

Stattdessen soll nun ein kleineres Paket an die Stelle rücken, heißt es weiter. Dieses sieht vor, dass Nvidia für 30 Milliarden US-Dollar Anteile von OpenAI kaufen wird. Zuvor war für einen Großteil der Investition geplant, dass OpenAI damit im Gegenzug Nvidia-Hardware kauft. Zumindest zu einem Teil sei das immer noch geplant – ohne Nvidias KI-Beschleuniger kann OpenAI im KI-Markt ohnehin nicht weiter wachsen und bestehen. Wie genau das ablaufen wird, dazu gibt es aber noch keine Details, die könnten aber bereits zeitnah folgen, schreibt die FT.

Im September hatte die seinerzeit erklärte Übereinkunft für einen neuen Sprint im AI-Rennen gesorgt. Die Aktienkurse schossen in den Wochen darauf in die Höhe, viele andere namhafte Firmen sahen sich gezwungen, ebenfalls weitere große Milliardenbeträge an Investitionen in OpenAI und andere KI-Firmen anzukündigen. Für 2026 steht ein Gesamtinvestitionsvolumen in KI durch „Big-Tech“ in Höhe von 650 Milliarden US-Dollar im Raum.

Doch zuletzt gab es die ersten Dämpfer: Microsoft wurde verhaltener und Analysten sehen den OpenAI-Anteil dort als viel zu groß, der Kurs kollabierte prompt. Und während alle Parteien nach außen hin die gute Zusammenarbeit miteinander stets noch loben, werden einige Unternehmer eventuell doch langsam etwas zögerlicher, wohin die unzähligen Milliarden US-Dollar denn gehen und was im Gegenzug daraus für das eigene Unternehmen herausspringt.

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