Spielkonsole, Uhr, Notebooks

Google soll an Android-Spielkonsole arbeiten

Im Schatten der großen Platzhirsche Microsoft, Sony und Nintendo hat Googles Android-Betriebssystem bereits seinen Weg in Spielkonsolen gefunden, wie die inzwischen erhältliche Ouya-Konsole oder „Project Shield“ von Nvidia zeigen. Laut inoffiziellen Informationen soll Google nun selbst an einer Android-Konsole arbeiten.

Dies will das Wall Street Journal (WSJ) in Erfahrung gebracht haben. Laut dessen Quellen ist nicht nur eine Spielkonsole, sondern auch eine Armbanduhr mit Android geplant, welche via Bluetooth mit Smartphones kommuniziert. Letztere Behauptung baut auf Gerüchten um eine Smartphone-Uhr von Google auf, welche bereits seit Monaten kursieren. Sowohl Konsole als auch SmartWatch möchte der Suchmaschinengigant am liebsten in Eigenregie entwickeln und vermarkten. Zumindest eines der Geräte soll im Herbst dieses Jahres veröffentlicht werden, so der WSJ-Bericht. Nähere Details zu den kolportierten Produkten, geschweige denn eine offizielle Bestätigung, gibt es allerdings nicht.

Angeblich wolle Google mit beiden Geräten in Konkurrenz zu ähnlichen Produkten von Apple treten, welche aber ebenfalls bisher nur Teil von Gerüchten sind. Von einer Apple-Armbanduhr („iWatch“) sowie einem neuen Apple TV mit Konsolen-Funktionalität ist schon seit langem die Rede.

Die für Google völlig neuen Produktkategorien sollen zudem Teil der geplanten Ausweitung des bereits bei Smartphones und Tablets dominierenden Android-Betriebssystems auf andere Geräteklassen sein. Hier soll auch die für diesen Herbst erwartete neue Android-Version 5.0 („Key Lime Pie“) helfen, welche Herstellern mehr Möglichkeiten zum Einsatz des Betriebssystems in Geräten abseits von Smartphones und Tablets bieten soll.

Angeblich würden bereits PC-OEMs wie HP an Android-Notebooks arbeiten. Zudem entwickle Google preisgünstige Smartphones, um diese in aufstrebenden Märkten anzubieten. Ziel sollen unter anderem die Regionen sein, in denen der Konzern laut vorherigen Berichten den Ausbau von Mobilfunknetzen plant. Schließlich soll es noch eine deutlich günstigere Neuauflage des Medien-Players Nexus Q geben, der bisher aufgrund des hohen Preises und einer nur halbgaren Umsetzung am Markt gescheitert war. Offiziell bereits bekannt ist die Einführung der Augmented-Reality-Brille Google Glass, die ebenfalls auf Android basiert und voraussichtlich 2014 auf den Markt kommt.

Auch wenn sich nur ein Teil dieser Gerüchte bewahrheitet, ist es offensichtlich, dass das einstig reine Software-Unternehmen mehr und mehr Gefallen an Hardware findet. Die Beweggründe sind einleuchtend: Durch die Verbreitung von Android-Geräten, ob Eigenproduktionen oder Geräte von Partnern wie Samsung, kann Google zugleich mehr Nutzer für die eigenen Internetdienste wie die Google-Suche oder YouTube gewinnen, mit welchen der Suchmaschinengigant den Hauptteil seines Umsatzes erwirtschaftet.

Mehr zum Thema
Anzeige