Intel „Haswell“-Mainboards

Neuigkeiten und Trends 2013
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Einleitung

Mit den Haswell-Prozessoren geht eine neue Desktop-Plattform einher, die nicht nur einen neuen Sockel, sondern auch neue Chipsätze mit sich bringt. Eine Kompatibilität zur vorherigen „Ivy Bridge“-Generation besteht nicht. An dieser Stelle befassen wir uns zunächst kurz mit den wesentlichen Punkten zu Chipsätzen und Sockel – ausführlichere Informationen halten wir in unserem Artikel „Intel „Haswell“-Prozessor für Desktop-PCs im Test“ parat. Im späteren Verlauf widmen wir uns ausgiebiger mit dem Kernthema dieses Artikels: Haswell-Mainboards in vielfältigen Variationen.

Chipsätze & Sockel

Chipsätze

Zur neuen Desktop-Plattform für Intels „Haswell“-Prozessoren gehört auch eine neue Familie von Chipsätzen. Auf die Vorgänger der Serie 7 („Panther Point“) folgt nun die Serie 8 („Lynx Point“). Intel hat zunächst fünf verschiedene Chipsatz-Modelle für Desktop-Systeme vorgesehen: Z87, Q87, H87, Q85 und B85.

Z87 H87 Q87 Q85 B85
CPU-Unterstützung Haswell LGA1150
PCIe 3.0 (via CPU) 1x16 oder 2 x8
oder 1x8 + 2x4
1x16 1x16 1x16 1x16
PCIe 2.0 (via Chipsatz) 8x1
USB-Ports (USB 3.0) 14 (6) 14 (6) 14 (6) 14 (4) 12 (4)
SATA-Ports (SATA 6 Gb/s) 6 (6) 6 (6) 6 (6) 6 (4) 6 (4)
Intel HD Audio
Intel Gigabit-LAN
3 Independent Displays
(via CPU)
I/O Port Flexibility
Overclocking Features
Rapid Storage Technology 12 AHCI only AHCI only
Dynamic Storage Accelerator
Smart Response Technology
Rapid Start Technology
PCI

Der Vergleich der für Heimanwender relevanten Funktionen zeigt, dass die Unterschiede erneut marginal ausfallen. Der Z87 setzt sich als einziger Chipsatz mit „Overclocking-Funktion“ von den anderen ab. Damit ist die volle Unterstützung für Prozessoren mit dem Kürzel „K“ gemeint, die eine Übertaktung über den nach oben offenen Multiplikator erlauben. Außerdem ist der Z87 flexibler, was die Konfiguration der vom Prozessor bereitgestellten PCI-Express-3.0-Lanes angeht.

Wer auf diese Funktionen verzichten kann, für den bietet der H87 praktisch die gleiche Ausstattung. Die Chipsätze Q87, Q85 hat Intel insbesondere für Unternehmen konzipiert, weshalb wir diese in unserer Mainboard-Übersicht nicht berücksichtigen. Der B85-Chipsatz bietet die geringste Ausstattung und ist entsprechend in Mainboards der Einstiegsklasse zu finden.

Z87: Blockdiagramm
Z87: Blockdiagramm
H87: Blockdiagramm
H87: Blockdiagramm
Q87: Blockdiagramm
Q87: Blockdiagramm
Q85: Blockdiagramm
Q85: Blockdiagramm
B85: Blockdiagramm
B85: Blockdiagramm
+ Problem mit C1-Stepping

Ein für manche Nutzer nicht irrelevanter Punkt bei Intels „Lynx Point“-Chipsätzen ist ein Fehler im C1-Stepping, mit welchem die ersten Mainboards am Markt ausgeliefert werden. Dieser verhindert unter Umständen, dass per USB 3.0 angeschlossene Geräte nach dem Aufwachen aus dem Standby-Modus S3 korrekt funktionieren. So wird beispielsweise das Abspielen von Videos nicht fortgesetzt oder PDF-Dokumente erscheinen im Acrobat Reader als weiße Seite, wie im Vorfeld berichtet wurde. Der Anwender kann dies beheben, indem er das entsprechende Programm neu startet. Zu einem Datenverlust soll es laut Intel nicht kommen können.

Ein fehlerbereinigtes C2-Stepping wurde im April angekündigt. Nach bisherigem Kenntnisstand ist mit einer Verfügbarkeit entsprechender Mainboards allerdings nicht vor Mitte Juli zu rechnen. Da der Fehler deutlich weniger schwerwiegend als bei dem Chipsatzdebakel bei „Sandy Bridge“ ausfällt, bleibt abzuwarten, ob das jeweilige Stepping im Handel überhaupt (deutlich) kenntlich gemacht wird.

Sockel

LGA1150 heißt der neue Desktop-Sockel von Intel, der, wie am Namen bereits zu erahnen, über 1.150 Kontaktflächen (Pins) verfügt. Er ist trotz gleicher Größe nicht mit dem vorherigen LGA1155 kompatibel. Entsprechende Vorrichtungen verhindern den Einbau eines älteren Ivy-Bridge-Prozessors (siehe Bild). Sämtliche der nachfolgend vorgestellten Mainboards sind mit dem LGA1150 ausgestattet.

Passt nicht: Ivy Bridge in Haswell-Sockel
Passt nicht: Ivy Bridge in Haswell-Sockel