Star Wars: Battlefront : Erste Benchmarks der Open‑Beta

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Star Wars: Battlefront: Erste Benchmarks der Open‑Beta

Bis zum 17. Dezember müssen sich Fans von Star Wars noch gedulden, denn dann kommt Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht ins Kino. Auf PC, PlayStation und Xbox One gibt es hingegen seit heute 16:00 Uhr neue Kost: Seit diesem Zeitpunkt lässt sich für einige Tage die Beta-Version zu Star Wars: Battlefront im Multiplayer-Modus mit bis zu 40 Mitstreitern von jedermann kostenlos spielen.

ComputerBase hat einen ersten Blick auf die Leistungsfähigkeit auf verschiedenen aktuellen und älteren GPUs und CPUs gewagt. Neben der AMD Radeon R9 Fury X und der Nvidia GeForce GTX 980 Ti kommen die AMD Radeon HD 7950 sowie die GeForce GTX 760 zum Einsatz. Update: Mittlerweile sind 17 Grafikkarten getestet.

Star Wars: Battlefront wird von DICE entwickelt, die auch Battlefield verantwortet. Damit verwundert es nicht, dass abermals die hauseigene Frostbite-3-Engine in der neuesten Iteration zum Einsatz kommt. Anders als in Battlefield 4 unterstützt sie allerdings kein Mantle mehr und noch kein DirectX 12, sondern nur DirectX mitsamt Feature-Level 11_1.

Optisch macht der Titel nichtsdestoweniger einen Sprung nach vorne und sieht sehr gut aus. Die Engine nutzt jetzt zum Beispiel das so genannte Physically Based Rendering, das die Beleuchtung von unterschiedlichen Materialien realistischer gestalten kann. Und in der Tat: In Summe ist die Beleuchtung eines der Highlights von Star Wars: Battlefront.

Zu erwähnen ist ebenfalls ein geschickter Einsatz von Tessellation, der vor allem bei der Darstellung von Schnee eine Qualität ermöglicht, die es vorher so noch nie zu sehen gab. Und auch die Integration von Objekten, die auf natürlichen, aus vielen Winkeln fotografierten und vermessenen Vorbildern basieren, lässt die Szenerie extrem realistisch erscheinen.

Star Wars: Battlefront ist damit nicht nur das schönste Spiel auf Basis der Frostbite-Engine, sondern auch einer der zurzeit am besten aussehenden Titel überhaupt. Und das Beste: Die Star-Wars-Atmosphäre wird so optisch sehr gut eingefangen.

Testergebnisse

ComputerBase hat sich bei den Benchmarks für ein komplexes Testverfahren entschieden. In diesem wird nicht nur das gut reproduzierbare Survival-Level auf dem Planeten Tatooine, sondern auch eine Multiplayer-Karte genutzt. Bei der Karte für den Mehrspielermodus handelt es sich um die Schneewelt Hoth mit rund 40 Mitspielern. Ergebnisse können hier nie völlig reproduzierbar sein, Abweichungen belaufen sich aber im Rahmen von einem FPS mehr oder weniger.

Für sämtliche Testreihen wurde das Grafikkarten-Testsystem verwendet, inklusive der im Artikel festgehaltenen Taktraten. Als Treiber waren der für Star Wars: Battlefront optimierte GeForce 358.50 sowie der ebenso optimierte Catalyst 15.9.1 installiert, das Betriebssystem war Windows 10.

Die Kantenglättung

Die bisherigen Frostbite-Titel kamen alle mit einem ressourcenintensiven, aber wenig wirkungsvollen Multi-Sampling-AA-Modus daher, den es in Star Wars: Battefront nicht mehr gibt. Stattdessen gibt es das von der Engine altbekannte FXAA in den Stufen niedrig, mittel und hoch, das jedoch nicht nur viele Kanten auslässt, sondern auch wenig effektiv bei flimmernden Objekten ist. Dies lässt sich entweder mit einem integrierten Downsampling-Mechanismus verhindern (maximal vierfache Auflösung), oder mit einem neuen Kantenglättungsmodi im Spiel. Dieser nennt sich „TAA“. Er hat eine temporale Komponente integriert. Sie sorgt dafür, dass das Bild deutlich ruhiger wird als mit dem normalen FXAA.

In der Open-Beta scheint es bezüglich der Kantenglättung jedoch noch einen Fehler zu geben. Denn optisch gibt es selbst zwischen der besten und deaktivierter Kantenglättung keinerlei Unterschiede. Auch nicht was die Geschwindigkeit angeht. Laut Ini-Datei wird die Option durch den Menüpunkt in der Tat umgestellt, was offentlichtlich aber ohne Wirkung bleibt. Die Konfigurationsdatei verrät dafür, dass die Engine noch eine weiteren Anti-Aliasing-Option kennt, die auf den Wert „3“ gesetzt ist und der im Optionsmenü nicht zu sehen ist. Setzt man diesen Wert auf „0“, ist im Spiel plötzlich sichtbar kein Anti-Aliasing mehr aktiv – möglicherweise ist MSAA also doch aktiv, lässt sich nur nicht im Optionsmenü einschalten.

Grafikkarten-Benchmarks

Grafikkarten von AMD schlagen sich zum jetzigen Zeitpunkt offensichtlich sehr gut in Star Wars: Battlefront. Die Radeon R9 Fury X ist bereits unter 1.920 × 1.080 im Survival-Modus, quasi der Einzelspielermodus der Open Beta, fünf Prozent schneller als die GeForce GTX 980 Ti – in der Regel liegt sie in dieser Auflösung deutlich dahinter. In höheren Auflösungen wird die Differenz dann wie gewohnt größer. In 2.560 × 1.440 liegt AMD um acht Prozent vorne und in 3.840 × 2.160 sind es dann neun.

Und auch im Multi-Player-Modus mit 39 Mitspielern schneidet das Radeon-Flaggschiff besser ab – obwohl die Nvidia-Karten in der Disziplin in Battlefield 4 unter DirectX noch klar überlegen waren. Der Vorsprung von AMD auf dem Single-Player wächst in Star Wars: Battlefront jedoch sogar an: In Full HD liegt die Radeon R9 Fury X um sechs Prozent vorne, in der nächsthöheren Auflösung sind es 17 Prozent und in Ultra HD gar 19 Prozent.

Nicht ganz so gut, aber immer noch ordentlich schneidet die Radeon HD 7950 (ohne Boost) ab. Normalerweise liegt die Karte etwas hinter der GeForce GTX 760 zurück. In Battlefront dreht die Grafikkarte das Spiel jedoch knapp um. Sie rendert in 1.920 × 1.080 um zwei (Single Player) bis drei (Multi Player) Prozent flotter als die Konkurrenz und in 2.560 × 1.440 sind es dann vierzehn respektive sieben Prozent. Für die hohe Auflösung sind beide Karten allerdings so oder so zu langsam.

Die restlichen 3D-Beschleuniger verhalten sich nicht großartig anders: Die Radeon-Modelle sind den GeForce-Produkten meist ein Wenig voraus. Letztere können im Multiplayer-Modus zwar näher heran rücken, schaffen es aber nur selten, schneller als das Gegenstück zu arbeiten. Dies schafft die GeForce GTX 980, die etwas schneller als die Radeon R9 390X agiert, während die GeForce GTX 970 langsamer als die Radeon R9 390 und die GeForce GTX 960 ebenso langsamer als die Radeon R9 380 ist. Und das Bild zieht sich auch bei den günstigen Grafikkarten inklusive der Radeon R7 370 und der GeForce GTX 960 fort. AMDs Radeon R9 Nano agiert in Star Wars: Battlefront zügig und ist der Radeon R9 390X und der GeForce GTX 980 ein gutes Stück voraus. In 3.840 × 2.160 kann die kleine Grafikkarte in der Schneewelt Hoth dann fast schon die GeForce GTX 980 Ti attackieren.

Grafikkarten-Empfehlungen

gut spielbar (ab ~60 FPS) annehmbar spielbar (ab ~45 FPS)
1.920 × 1.080
AMD ab Radeon R9 380
ab Radeon R9 280X
ab Radeon R7 370
ab Radeon R9 270X
Nvidia ab GeForce GTX 970
ab GeForce GTX 770
ab GeForce GTX 950
ab GeForce GTX 760
2.560 × 1.440
AMD ab Radeon R9 390X ab Radeon R9 390
ab Radeon R9 280X
Nvidia ab GeForce GTX 980 ab GeForce GTX 970
ab GeForce GTX 780
3.840 × 2.160
AMD nicht möglich Radeon R9 Fury X
Nvidia nicht möglich nicht möglich
*Basiert auf den Multiplayer-Ergebnissen

Prozessor-Benchmarks

Die folgenden Benchmarks sind im Multiplayer-Modus entstanden. Im Survival-Modus ist die Skalierung schlechter, wenn auch im Trend noch vorhanden.

Grafikkarten von AMD benötigen in Star Wars: Battlefront offensichtlich einen hohen CPU-Takt, um auf die maximale Leistung zu kommen – das grundsätzliche DirectX-11-Problem ist also weiterhin vorhanden. So legt die Radeon R9 Fury X beim Wechsel von 2,5 GHz auf 3,5 GHz bei vier Kernen der Haswell-Architektur um 13 Prozent zu. Und übertaktet man die CPU um 28 Prozent auf 4,5 GHz sind es noch einmal satte zusätzliche 19 Prozent. Die Anzahl der physischen Kerne ist dagegen offensichtlich zweitrangig, so lange es vier logische sind. Zwei Kerne mitsamt Hyper-Threading-Technology (HTT) reichen quasi für die volle Leistung aus. Allerdings neigt die Grafikkarte von AMD in dieser Konstellation zu kleinen Hänger, die durchaus spürbar sind und deshalb stören.

Star Wars: Battlefront – CPU-Skalierung
  • Radeon R9 Fury X:
    • i7-4770K @ 4,4 GHz + 4K + HTT
      127,2
    • i7-4770K @ 3,5 GHz + 4K + HTT
      107,3
    • i7-4770K @ 3,5 GHz + 4K
      107,1
    • i7-4770K @ 3,5 GHz + 2K + HTT
      103,2
    • i7-4770K @ 2,5 GHz + 4K
      94,6
    • i7-4770K @ 3,5 GHz + 2K
      0,0
      Hinweis: Absturz
  • GeForce GTX 980 Ti:
    • i7-4770K @ 4,4 GHz + 4K + HTT
      120,5
    • i7-4770K @ 3,5 GHz + 4K
      119,6
    • i7-4770K @ 2,5 GHz + 4K
      117,1
    • i7-4770K @ 3,5 GHz + 2K + HTT
      115,3
    • i7-4770K @ 3,5 GHz + 4K + HTT
      115,2
    • i7-4770K @ 3,5 GHz + 2K
      0,0
      Hinweis: Absturz

Auf der GeForce GTX 980 Ti gibt es dagegen kaum eine Skalierung mit dem CPU-Takt. Zwischen der langsamsten und der schnellsten CPU-Konstellation gibt es nur eine Differenz von fünf Prozent. Zudem ist auffällig, dass die Ruckler bei zwei CPU-Kernen mitsamt HTT auf der GeForce-Hardware nicht vorhanden sind. Auf nur zwei Kernen ohne HTT stürzt das Spiel dagegen auf beiden Grafikkarten ab.

Technischer Ersteindruck

Technisch macht die Open-Beta-Version zu Star Wars: Battlefront einen sehr guten Eindruck. Das Spiel sieht schick aus und bringt die Star-Wars-Atmosphäre sehr gut rüber. Optische Highlights gibt es viele, Negativpunkte dagegen kaum. Nur die Kantenglättung könnte besser sein. Sie lässt sich derzeit offenbar auch noch nicht richtig konfigurieren.

Die Performance des Spiels ist dagegen schon jetzt gut bis sehr gut. Sowohl auf AMD- als auch auf Nvidia-Grafikkarten läuft Battlefront ohne gravierende Probleme mit hohen FPS. AMD liegt aktuell leicht in Front, braucht für den ersten Platz aber eine sehr schnelle CPU. Abgesehen von der Radeon R9 390X arbeiten dafür alle Grafikkarten von AMD schneller als die jeweiligen Konkurrenzmodelle von Nvidia.

Update 09.10.2015 13:12 Uhr  Forum »

Ergebnisse von weiteren 13 Grafikkarten wurden ergänzt, der Text entsprechend angepasst.

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